Kurdisches Referendum gestartet

( Foto AP )

 

ORBISnjus sagt:

Die Kurden im Nordirak, beflügelt durch ihren engstirnigen Präsidenten Mahsoud Barsani, schreiten heute in Massen zu den Wahlurnen, um ihre Stimme für oder gegen die Unabhängigkeit im Kurdischen Autonomiegebiet abzugeben.

Das Referendum wird von Bagdad als verfassungswidrig angesehen und zwingt die Regierung, laut dem Premierminister Iraks, Haider al Abadi, Gegenmaßnahmen zu treffen, die militärischen Charakter haben.

Die Kurden forcieren, Bagdad und Experten zufolge, das Referendum zu diesem Zeitpunkt, da sie seit 2014 das ölreiche Kirkuk besetzen, das damals von Irakischen Soldaten zurück gelassen wurde, um an einer anderen Front die ISIS zu bekämpfen und das als Gebiet mit in dem Referendum eingebunden ist.

Die Kurden hätten somit ihr eigenes Ölgeschäft ,was durch die Umstände des Krieges sich einfach genommen wurde und Bagdad nach internationalem Recht dazu befugt ihre Territoriale Integrität zu verteidigen, um eine Zergliederung Iraks zu verhindern, die in Gang getreten wurde, damit sich eine Minderheit einer Bevölkerung, vor den anderen bereichert.

Der Iran hat vor dem Referendum bereits die Waffen sprechen lassen und seinen Luftraum für Flüge von Irak nach Irakisch-Kurdistan sperren lassen. Dazu hat die Iranische Revolutionsgarde Militärübungen an der Grenze zu Irakisch-Kurdistan begonnen, wie die Türkei an ihrer Grenze zum Irak eine Woche zuvor.

Israel hat sich öffentlich für das Referendum ausgesprochen, da das der Balkanisierung im Mittleren Osten Vorschub leistet, somit die Region in neue Ungewissheit stürzt und ökonomische Vorteile für Tel Aviv entstehen. Alle Nachbarstaaten sind strikt gegen eine Abspaltung des nördlichen Gebietes von Irak und zur Zeit die USA auch.

 

Autor R.R.

 

In den nordirakischen Kurden-Gebieten hat am Montagmorgen die umstrittene Volksabstimmung über die Unabhängigkeit begonnen. Mehr als 5,2 Millionen Wähler sollen darüber entscheiden, ob sich die kurdischen Autonomiegebiete vom Rest des Iraks abspalten. Es wird mit einer großen Mehrheit für die Unabhängigkeit gerechnet. Die Abstimmung ist allerdings rechtlich nicht bindend.

Gegen das Referendum gibt es starken Widerstand. Die Zentralregierung in Bagdad erklärte, es sei nicht verfassungsgemäß. Das Nachbarland Iran schloss am Sonntag den Luftraum zu den Kurden-Gebieten. Die Türkei nannte die Abstimmung “illegal und ungültig” und drohte mit Sanktionen. Auch die USA als wichtiger Verbündeter der Kurden im Nordirak und die UN sprachen sich gegen das Referendum aus. Kurden-Präsident Massud Barsani verteidigte die Abstimmung und erklärte, die Partnerschaft mit Bagdad sei gescheitert. Er bot der Zentralregierung Verhandlungen über die kurdische Unabhängigkeit an. (dpa)

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