„Scheinreferenden“ in der Ukraine…Werden die Leute tatsächlich gezwungen abzustimmen, oder macht uns der Mainstream etwas vor? (Op-Ed, Videos)

Trotz des gebetsmühlenartig aufgeschwatzten Disclaimers, dass man Angaben der jeweiligen Parteien im Ukraine-Konflikt nicht unabhängig überprüfen könnte, maßen sich insbesondere deutsche Leitmedien an aus der Ferne beobachteten Entwicklungen ihren Stempel aufzudrücken, ohne sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen.

Den derweil andauernden Referenden in den von Russland einverleibten ukrainischen Gebieten jedwede Legitimität absprechend und zeitgleich mitunter sämtliche Erinnerungen an das „demokratische Selbstbestimmungsrecht“ des Kosovos auslöschend, bekleidet der Mainstream seine zementierten doppelmoralistischen Positionen wie gehabt.

Suspekt allenthalben konvergierende Meinungsmacher sind sich einig. Es handele sich um sogenannte „unfreiwillige Scheinreferenden“, derer Ergebnisse mitnichten für voll genommen werden dürften. Laut den deutschen Spin-Doktoren würden „Einschüchterung“, „Erpressung“, „Unterdrückung“ und „Todesdrohungen“ die notwendigen Anreize zur Beteiligung an den „Zwangsabstimmungen“ schaffen. Mit anderen Worten die Bürger der jeweiligen Regionen stimmten „mit der Waffe an der Schläfe“ ab, ob sie für oder gegen einen Anschluss an die russische Föderation sind.

Angesichts solch einer gefestigten Überzeugung, sollte man meinen das Informationen aus erster Hand dem befangenen Narrativ Rückendeckung verleihen und keine anekdotischen beziehungsweise thesenhaften Überbringungen. Weit gefehlt. Das was sich der ÖRR und private Outlets mit Blick auf die imminente Schrumpfung der Ukraine bisweilen zusammenreimen, beruft sich sowohl auf fragwürdige Verlautbarungen des Selenskyj-Dunstkreises als auch auf weit hergeholte Fantasievorstellungen. Die ein toxisches Nebenprodukt der fortwährenden Dämonisierung Russlands sind.

Nach dieser moralistisch beflügelten Logik, können die Referenden nicht aus freien Stücken zustande kommen, da der Kreml schlichtweg eine „maligne Entität“ sei. Punkt. Der gegenwärtig zu vernehmende substanzlose Einheitsbrei übersättigt seine komatöse Audienz mit den althergebrachten düsteren Legenden vom amtierenden „russischen Zaren“ und seinem „mörderischen“ Gefolge.

Es wird unentwegt postuliert, dass der „Aggressor“, „Diktator“, „Vergewaltiger“, „Schlächter „, „Kriegsverbrecher“, Putin „unzählige Leichen im Keller staple“ und das „personifizierte Böse“ sei. Dieses vorgefertigte Persönlichkeitsprofil soll die Öffentlichkeit in den Glauben versetzen, das Russland ausschließlich auf rohe Gewalt setze, um seine geopolitischen Ziele zu erreichen. An dieser Stelle stoße die Diplomatie an ihre Grenzen, heißt es. Daher rührt auch die wahnsinnige Begründung für die embrassierte Eskalation auf dem Schlachtfeld. „Mit Putin ist nicht zu verhandeln. Also Waffenlieferungen bis in alle Ewigkeit,“ lautet die von uns etwas überspitzt dargestellte Parole.

Wie eingangs erwähnt sträuben sich deutsche Medien vehement dagegen ihre Pflicht als vierte Gewalt wahrzunehmen. Weswegen man sich offenbar dagegen entschied unabhängige Wahlbeobachter in die „besetzten Gebiete“ zu entsenden. Etwaig würde ein Monitoring vor Ort Dinge zu Tage fördern, die nicht mit dem offiziellen Narrativ korrespondieren. Insofern wartet das Fernbleiben von den Geschehnissen mit ertragreicheren Manipulationsmöglichkeiten auf. Auf diese Weise wird zumindest das Vermögen nicht unterminiert, fortwährend das blaue vom Himmel zu erzählen. Demzufolge sind Elemente die sich die Wahrheitsfindung auf die Fahne geschrieben haben, unwillkommene Plagegeister, die es gilt im Keim zu ersticken.

Und bekanntlich sind die Deutschen das mit Abstand proaktivste Volk, wenn es darum geht seinen Nächsten zu denunzieren, diffamieren und auszuliefern, sobald dieser eine andere Meinung vertritt, als der letzte propagierte Schrei verheißen lässt. Siehe rückblickend die Corona-Hysterie und damit einhergehende Reminiszenzen an Deutschlands unrühmlichste Jahre. Jemanden zitierend als Blinddarm der Gesellschaft zu bezeichnen und dafür Fernsehpreise einzuheimsen, zeugt von der ethischen und moralischen Verwerfung, die dieses Land weitgehend vereinnahmt.

Die gesellschaftliche und berufliche Vernichtung Andersdenkender, ist nunmehr fester Bestandteil der Etikette. Wer nicht auf Linie ist, läuft Gefahr von der woken und Klimafreundlichen Dampfwalze überrollt zu werden. Wie der deutsche Energie-Chef (Energie Waldeck-Frankenberg, EWF) Stefan Schaller, etwa, der in die zeitnah annektierte Region in der Ukraine reiste, um seine nach persönlichen Aussagen eigenwillige Mission als Wahlbeobachter zu erfüllen. Focus-Online berichtete :

Ja oder Nein zum Anschluss an Russland?“ So lautet die Frage der Abstimmung. Wegen des massiven Drucks und der Unterdrückung der russischen Besatzung rechnen Experten mit einem deutlichen „Ja“ bei den „Referenden“, die noch bis Dienstag andauern sollen.

Schaller lobte indes die Organisation vor Ort, heißt es in dem Medienbericht. Es sei gut organisiert, es gebe Begeisterung über die Abstimmung. „Und es ist nicht so, dass die Menschen mit Waffengewalt gezwungen werden, zur Abstimmung zu gehen“, sagte Schaller der HNA.

Zumal die Beobachtungen Schallers nicht die erwünschten Ergebnisse liefern, droht ihm das Karriereende. Sein Arbeitgeber ließ inzwischen verlautbaren dem Energiemanager den Laufpass geben zu wollen. Gegenüber der Tageszeitung Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) erklärte er:

Ich wollte mir vor Ort ein Bild von der Situation machen. Auch weil ich glaube, dass objektive Informationen nie falsch sein können“,

Dem fügte HNA hinzu:

Er betonte, dass sein Aufenthalt nichts mit seiner Funktion als Geschäftsführer des Waldeck-Frankenberger Energieversorgers zu tun habe. „Das ist rein privat, ich habe dafür Urlaub genommen.“

Es ist schier absurd dieses bemerkenswerte Anliegen als Unterstützung für Russland zu verklären. Die unhaltbare Unterstellung Schaller spiele dem Kreml in die Karten, befindet sich im freien Fall und wird aller Voraussicht nach nicht von einem evidenten Sicherheitsnetz aufgefangen.

Was in der postfaktischen Welt gewiss nicht mehr von elementarer Bedeutung ist. Sobald der Dissens Sphären erklimmt, die entkräftenden Charakter aufweisen, emergieren umgehend die Schlammschlacht-Demagogen um den Informationsgehalt der widerspenstigen Quelle totzutrampeln und zum alles vernichtenden Gegenschlag auszuholen. Wobei Niveau und Anstand gelinde gesagt weit hinten angestellt werden. Sachlichkeit und Logik, werden von Verunglimpfungen, Stigmatisierungen und Verteufelungen regelrecht zubetoniert. Wer nichts für die menschenverachtende und unverhältnismäßige Lockdown-Politik übrig hatte, der wurde als „Nazi“, „Rechter“, „Verschwörungsideologe“ oder „Bedrohung für die Gesellschaft“ beschimpft, geschweige denn wie es den Ungeimpften erging. Wer sich wagt das Cheerleading für das Nazi-Regime in der Ukraine infrage zu stellen, der wird reflexartig als „Putin-Versteher-Troll-Unterstützer-Bot“ abgetan. Aufrichtig zu sein und aus seinem Herzen keine Mördergrube zu machen, sind anachronistische Tugenden, die heutzutage verpönt sind. Oxymorons wie, „Wahre Lügen“ sind der neue Schick. Ist ja sozusagen was wahres dran.

Diese ungemein destruktive narratorische Avalanche wird losgetreten, um Dissidenten mundtot zu machen und die Homogenität des öffentlichen Diskurses zu konsolidieren . Dabei ist es Jacke wie Hose, ob Regierungskritiker mit Waffen- oder Mediengewalt zum Schweigen gebracht werden. Das Resultat ist identisch.

Als das ZDF 2018 den Auslandskorrespondenten, Uli Gack, in die damals soeben von der syrischen Armee befreite Stadt, Douma, schickte, um den Vorwürfen des Einsatzes von Chemiewaffen auf den Grund zu gehen, musste er verblüffend feststellen, dass die von ihm befragten Anwohner ihm nahelegten, es handelte sich um eine Inszenierung . Mit anderen Worten es gab keinen Chemiewaffen-Angriff der syrischen Kräfte.

Allem Anschein nach will man solche Schreckmomente sehnlichst vermeiden. Also bestenfalls lediglich Fernanalysen von Kriegsschauplätzen durchkauen. So fällt es wesentlich leichter Lügengerüste instand zu halten.

Also hätte ARD & Co den Schneid seine Bericht erstattenden Drohnen in den Donbass und in die Süd-Ukraine ausschwärmen zu lassen, dann würden sicherlich haufenweise widersprüchliche Impressionen eingefangen.

An dem seit acht Jahren die Konfliktsituation in der Ukraine begleitenden Freelancer , Patrick Lancaster, sollte sich der ein oder andere Medienschaffende ein Beispiel nehmen. Lancaster begab sich unlängst in die Oblaste Cherson und Saporischschja, um Eindrücke vom Ablauf der jeweiligen Referenden zu gewinnen und verschiedene Meinungen einzuholen.

Weiter unten finden sie zwei aufschlussreiche Beiträge, in denen mehrere russische Ukrainer zu Wort kommen, die einem Anschluss an Russland wohlgesonnen sind. Entgegen des Mainstream-Tenors, der besagt „die Unterdrückung der russischen Besatzung“ würde den aus Moskaus Perspektive erwünschten Wahlausgang erzwingen, insistieren die mit Lancaster ins Gespräch kommenden Leute, dass sie es kaum erwarten könnten im Schoß von Mutter Russland zu landen.

Der US-Kriegsreporter trifft in Melitopol im Oblast Saporischschja auch Stefan Schaller an und nutzt die Gelegenheit um Letzteren ein paar Worte hinsichtlich dessen persönlicher Wahrnehmung abzugewinnen. Bitte unbedingt anschauen. Machen Sie sich selbst ein Bild, um ein ausgewogeneres Sachverständnis zu entwickeln.

Aut.R.R.

Ein Kommentar

  • Georg Uttenthaler

    Der Kreml hat seine Militäroperationen auf die Gebiete in der Ukraine beschränkt, in denen die mehrheitlich russische Bevölkerung von ukrainischen Streitkräften beschossen, besetzt und ermordet wurde und die im vergangenen Februar einer Invasion einer großen, vom Westen ausgebildeten ukrainischen Armee und neonazistischer Milizen ausgesetzt waren, die die beiden von der russischen Regierung anerkannten unabhängigen Donbass-Republiken stürzen sollten. Die Republiken baten Russland um ein Eingreifen, wodurch die „begrenzte Militäroperation“ nach internationalem Recht legal wurde. Die begrenzte Operation war vielleicht ein Fehler, weil sie den Konflikt verlängert hat.
    Mit den Referenden in den vier Gebieten, ob die Einwohner eine Wiedervereinigung mit Russland wünschen, hat der Kreml nun versucht, den Zwang des Völkerrechts zu beseitigen. Es ist klar, dass die Abstimmung mit „Ja“ ausfallen wird und dass die Duma und der Kreml die Wiedereingliederung der ehemaligen russischen Gebiete in Russland rasch vorantreiben werden.
    Wenn die Ukraine den Krieg fortsetzt, bedeutet dies eine direkte ukrainische Aggression gegen Russland selbst. Damit sind die Hände des Kremls frei, denn der Krieg wird zu Russlands Antwort auf die ukrainische Aggression. Zu diesem Zeitpunkt wird allen Beteiligten klar sein, dass Kiew, die ukrainische Regierung sowie die Städte und die Infrastruktur der Westukraine keine Immunität mehr genießen. Mit anderen Worten: Es wird ein echter Krieg mit verheerenden Folgen (verbrannte Erde!) für die Ukraine und möglicherweise auch für alle westlichen Lieferanten von Waffen und Geheimdienstinformationen.
    Österreich inmitten eines Kriegsschauplatzes hat nur eine Chance, allerdings nicht mit unserer Versager- Regierung und der Hofburg- Schlaftablette, sondern mit einem jüngeren, aktiven Präsidenten und einer KOMPTENZ- Regierung. Es sind nur noch wenige Tage, um wach zu werden. Merke: Kriege kommen ohne Anmeldung!!!

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