Zweck heiligt Mittel- Verteufelung Russlands, Carte Blanche für Ukraine Kriegsverbrechen zu begehen und False-Flag Attacken durchzuführen. Alter Hut, der bereits in Syrien, Libyen etc. ausgiebig getragen wurde. (Op-Ed)

Der Westen spielt erneut mit dem Feuer. Indem er die exzessive Dämonisierung Russlands auf die Spitze treibt, erteilt er der Gegenseite indirekt eine Carte-Blanche Kriegsverbrechen zu begehen und mit unlauteren Mitteln zu kämpfen.

Die von Entscheidungsträgern der NATO-Staaten und ihren medialen Lakaien versprühte Naivität gegenüber dem Selenskyj-Regime und dessen überschwängliche Glorifizierung, ist nicht nur pathetisch, sondern zudem brandgefährlich.

Bereits im Verlauf des Syrien-Konflikts war dieses Phänomen der Laxheit zu beobachten. Jene virulente Parteilichkeit verleitete den Westen seinerzeit gar dazu, Klone der angeblichen Perpetratoren von 9-11 urplötzlich als Alliierte im Kampf gegen Assad anzusehen.

Bereits ein Jahr nach dem Überfall auf Syrien (2012) hielt der US-Verteidigungsnachrichtendienst ( DIA) große Stücke auf den multinationalen Jihadisten-Kader. Infolge einer Informationsfreiheitsanfrage, sah sich das DIA 2015 schließlich dazu veranlasst ein brisantes Assessment zum Syrien-Krieg offenzulegen. In diesem wird mitunter die angestrebte Kooperation mit salafistischen Kräften wie folgt erörtert:

„Falls die Lage aus den Fugen gerät, besteht die Möglichkeit der Gründung eines erklärten oder unerklärten salafistischen Fürstentums in Ost-Syrien (Hasakah, Deir-Ez-Zor). Und das ist genau was die unterstützenden Mächte der Opposition wollen, um das syrische Regime zu isolieren, welches als strategische Tiefe der Schia-Expansion angesehen wird. „

2012 war sich das DIA durchaus im Klaren darüber, dass der Pakt mit dem Teufel über die Grenzen Syriens hinweg verheerende Konsequenzen nach sich ziehen würde. Zwei Jahre ehe der IS sein Weltdebut zelebrierte, prädizierte der US-Verteidigungsnachrichtendienst das Bestreben dessen Vorgängers Terroristen-Organisationen in Syrien und im benachbarten Irak zu vereinigen, um einen Islamischen Staat zu deklarieren. Ferner ist eine Erstarkung der Al-Qaida im Irak (AQI) vorgesehen. Exakt wie beschrieben, sollte die damals „eingeschätzte“ Kausalkette ablaufen.

„Die Verschlechterung der Situation hat verheerende Konsequenzen für die Lage im Irak. Als da wären:

Es schafft die ideale Atmosphäre für eine Rückkehr der AQI zu ihren alten Hochburgen in Mosul und Ramadi, und wird ein erneuertes Momentum liefern. Unter der Annahme, den Dschihad unter Sunniten in Irak und Syrien und der restlichen arabischen Welt gegen diejenigen zu vereinigen, die sie als einen Feind ansehen, die Dissidenten. Ebenso könnte der ISI, durch seine Union mit anderen Terror-Organisationen, einen Islamischen Staat in Irak und Syrien ausrufen. Was im Hinblick auf die Wiedervereinigung des Iraks und der Sicherung seines Territoriums, ernsthafte Gefahren mit sich brächte.“

Die in dem Dokument erwähnten unterstützenden Mächte der Opposition sind genaugenommen die Türkei, Saudi-Arabien, Katar, die USA und ihre Alliierten.

2017 zwei Jahre nachdem die russische Föderation auf Bitten der syrischen Regierung intervenierte und einen Großteil der terroristischen Infrastruktur eradizierte, erkannten einige Dirigenten der oppositionellen Kräfte demütig die Ausweglosigkeit ihres letalen Mitwirkens an. Das Emirat Katar etwa, legte einen abrupten U-Turn hin und räumte gar öffentlich ein, dass etwaig Terror-Einheiten wie dem Al-Qaida-Ableger, Al-Nusrah, militärische Unterstützung zukam.

Katars ehemaliger Premierminister, Hamad Bin Jassim, äußerte gegenüber einem regionalen Fernsehsender:

„Ich möchte an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, doch wir haben das Kommando übernommen. Alles was (nach Syrien) geschickt würde, sollte in die Türkei gehen und mit US-Kräften koordiniert werden. Und alles wurde durch die Türken und die US-Kräfte verteilt. Unsere und die Militärs aller Anderen waren involviert. Es könnten Fehler passiert sein und womöglich wurde eine falsche Fraktion unterstützt. Doch nicht Daesh, dies zu sagen wäre eine Übertreibung. Vermutlich gab es eine Kooperation mit der Al-Nusrah. Es wäre durchaus möglich, doch ich habe keine Kenntnis davon. Doch eins kann ich Ihnen sagen, falls es so war ist die Unterstützung für die Al-Nusra umgehend eingestellt worden, sobald diese als non grata erklärt wurde.“

Bin Jassim monierte zudem die undurchsichtige Agenda der anti-Assad-Koalition.

Wenn ihr nun sagt Baschar soll bleiben, haben wir kein Problem damit. Wir sind nicht darauf erpicht Vergeltung zu üben. Doch wir sitzen im selben Schützengraben. Wenn Sie jetzt eine andere Denkweise haben, dann teilen Sie uns dies mit. Wir sind ebenfalls dazu bereit. Das Problem ist, dass es an der Fortsetzung hapert. Ich habe nichts dagegen wenn jemand seine Meinung ändert, weil er einen Fehler gemacht hat. Doch zumindest informiert man seinen Partner darüber . Sagen Sie das, oder das die Situation nicht mehr tragbar ist. Beispielsweise lasst Assad in Ruhe oder dieses und jenes. Doch die gegenwärtige Lage, wird keinen Fortschritt im GCC zulassen.

Die Gegnerschaft eines auserkorenen Feindes durch die Bank als „Freiheitskämpfer“ zu taufen, ist ein risikoreiches Unterfangen. Über sämtliche Leichen im Keller vom Feind meines Feindes hinwegzusehen, nur um siegreich aus einem Konflikt hervorzugehen, wartet mit ewig nachhallendem Chaos auf. Siehe Libyen, Irak etc.

Und wie in etlichen Konflikten zuvor, sollte die Zuteilung des euphemistischen Heiligenscheins auch in der Ukraine wieder eine große Rolle spielen. Die Hauptnutznießer dieser rosaroten-Brillen-Politik, sind in diesem Falle die nationalsozialistischen militanten Entitäten, die nach dem Coup 2014 mächtig an Größe gewannen und seit jeher ein fester Bestandteil des ukrainischen Machtapparats sind. Wie etwa die Bataillone Asow und Ajdar und der rechte Sektor.

Gleichwohl westliche Mainstream-Medien vermutlich aus Alibi-Gründen gegenüber Israel vor einigen Jahren nachdrücklich auf das Nazi-Problem in der Ukraine hinwiesen, will man heute nichts mehr davon wissen, oder marginalisiert bis sich die Balken biegen.

Beispielsweise erlaubte sich unlängst eine „Expertin“ des Nachrichtensenders Welt tatsächlich zu kolportieren, dass laut ihren Aussagen das „lediglich 1000 Mann starke Asow-Regiment, wenn überhaupt nur einen Kämpfer mit rechtsradikalen Neigungen“ aufwiese. Wo die Gütige diese Informationen aus dem Arsch gezogen haben will, ließ sie natürlich außen vor. Angesichts jener Konstellation sei es halt totaler Quatsch, von einer nennenswerten Nazi-Präsenz zu reden, so die „Expertin“. Schon komisch, sobald im deutschen SEK etc. auch nur eine dahingehende Tendenz vereinzelter Beamten gewittert wird, schlägt man Alarm. Doch wenn in der Ukraine Extremisten offenkundig ihre Ideologie ausleben und Hakenkreuze, SS-Runen, schwarze Sonnen und Wolfsangeln demonstrieren, heißt es, „Lass Fünfe gerade sein!“

Der ZDF-Cyborg, Claus Kleber, ging jüngst gar so weit die Mär zu verbreiten, dass es keine Faschisten in der Ukraine gäbe. Obgleich sein Sender in der Vergangenheit mehrfach darüber berichtete.

Diese ins eigene Fleisch schneidende Verharmlosung und Inschutznahme, kommen den nationalistischen Entitäten sehr gelegen. Beispielsweise steht der schwere Verdacht im Raum, dass das in der Hafenstadt, Mariupol, verschanzte Asow-Bataillon auf unlautere Mittel zurückgreift, um den russischen Kräften Kriegsverbrechen unterzuschieben.

Wie aus dem belagerten Mariupol Geflüchtete mitbekommen haben wollen, sollen Asow-Kämpfer das Theater-Drama eigenhändig inszeniert haben. Ehe sich das Bataillon aus dem Gebiet zurückzog, wo das Theatergebäude stand, soll es Teile dessen in die Luft gesprengt haben, um den Anschein zu erwecken es sei bombardiert worden. Zu diesem Zeitpunkt, hätten sich längst keine Zivilisten mehr dort aufgehalten. Die anschließende Meldung, dass es nur eine Handvoll Zivilopfer gegeben habe, spricht für diese Version. Die russische Föderation streitet kategorisch ab das Theater unter Beschuss genommen zu haben, da es sich um kein militärisches Ziel handelte.

Das Timing des Vorfalls ist nicht minder interessant. Gerade als der Skype-Präsident der Ukraine dem US-Kongress mitteilte, dass er wie Martin Luther King einen Traum habe, doch seiner mit einer Flugverbotszone den dritten Weltkrieg in Aussicht stellt, wurde die Theater-Story lanciert. Dazugehörige Quellenangaben stammten ausschließlich aus dem Asow-Lager. Videomaterial von dem angeblichen russischen Luftschlag, ist bislang nicht präsentiert worden. Es steht ausschließlich die Behauptung im Raum.

Die für viele Leitmedien und Politiker offenbar hinreichend ist, um den Kreml des gezielten Völkermords zu bezichtigen. Hingegen wird der Öffentlichkeit mitnichten erörtert, weswegen Russland dem Westen genau das geben sollte, was er sich sehnlichst erhofft. Weshalb sollte Moskau einen Genozid anstreben und somit die Gegenseite bestätigen? Welchen militärischen Nutzen hätte dieses Vorgehen? Wäre es aus Sicht der russischen Föderation nicht sinnvoller, die Bevölkerung der Ukraine auf ihre Seite zu ziehen? Gelingt dieses Vorhaben, indem man vorsätzlich Massaker begeht und Ukrainer in Scharen abschlachtet?

Ebenso unterirdisch angesiedelt sind die derweil kontinuierlich zu vernehmenden Nachrichten über die Beschussnahme von Fluchtkorridoren durch russische Kräfte. War es doch der Kreml, der dass Kiewer-Regime mehrfach aufforderte Fluchtmöglichkeiten für Zivilisten in umkämpften Gebieten zu schaffen. Dies war der Hauptgegenstand der bislang stattgefundenen bilateralen Friedensverhandlungen. Weshalb sollte Russland seine eigene Initiative untergraben und unbewaffnete Flüchtlinge auf Korridoren niederstrecken wollen? Welchen strategischen Nutzen hätte eine solche Barbarei?

Wem nützt die Präsenz von Zivilisten in Kampfzonen mehr, dem russischen Militär oder dem ukrainischen Pendant? Womit wir zum Thema menschliche Schutzschilde kommen.

Die ukrainischen Streitkräfte scheinen sich weniger um Menschenleben zu scheren, als dem Westen lieb ist. Die militärische Einverleibung ziviler Infrastruktur unweit von Nachbarschaften und Flaniermeilen etwa, verlagert die Fronten in die Innenstädte und belebten Punkte von Dörfern und Städten. Anstatt vorwiegend Außenfronten zu bedienen, um die Belagerung des Feindes zu unterbinden, konzentriert man Truppenverbände und schweres Militärgerät in Stadtzentren, wie in Odessa etwa, worüber unsere Medien nunmehr stolz berichten, es gleiche einer Festung. Und hinsichtlich der Einbindung von Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen und Einkaufszentren in Kampfhandlungen und die Umfunktionierung dieser in Kommandozentralen, Waffen und Munitionsdepots und Plattformen für Artilleriegeschütze etc. ist nach Kriegsrecht mit Gegenfeuer zu rechnen. Kurzum nur weil irgendwo Klinik draufsteht, handelt es sich um keine sakrosankte Stellung, sobald diese für Angriffe verwendet wird.

Das jüngste Beispiel für den vermeintlichen Versuch den Russen Kriegsverbrechen anzulasten, ist der Angriff auf das Einkaufszentrum in Kiew. Der Aufschrei im Abendland und auf der anderen Seite des Atlantiks war riesengroß. Die vorgegaukelte Hysterie mit den Händen greifbar. Es sei der handfeste Beweis dafür, dass russische Kräfte vorsätzlich zivile Infrastruktur erodierten und einen Genozid begingen, hieß es. Indes veröffentlichte der Kreml Drohnenaufnahmen, die zeigen sollen, dass die einstige Shopping Mall ein legitimes militärisches Ziel war und als Munitionsdepot diente. Die Aufnahmen veranschaulichen wie Raketenwerfer zunächst Angriffe durchführen und zum anschließenden Nachladen in dem nunmehr außer Gefecht gesetzten Gebäudekomplex des Einkaufszentrums verschwinden. Unmittelbar nachdem Moskau dieses Material herausgab, verstummten die medialen Sirenengesänge und die Story war nicht mehr newsworthy.

Die fortwährend gebetsmühlenartig rekapitulierte Killer-Phrase, dass es sich bei sämtlichen von Moskau präsentierten Aspekten um russische Propaganda handelt, verschafft der Gegenseite einen ungemeinen Vorteil im Informationskrieg und signalisiert den ukrainischen Streitkräften, dass sie tun und lassen können was sie wollen, um den „Feind“ als „wahnsinnigen Aggressoren“ abzustempeln, der intendiert „ein Blutbad anzurichten.“ Da stellt sich Einer die Frage, weswegen Mütterchen Russland nicht längst Teppichbombardierungen angeordnet hat, wenn der Völkermord das eigentliche Ziel ist?

Das Prädikat russische Propaganda kombiniert mit dem Meta-Diktat, Russophobie in sozialen Medien frei ausleben zu können, führt zu einer Marginalisierung und Normalisierung von einpoliger Volksverhetzung, Menschenrechtsverletzungen, Gräueltaten und Kriegsverbrechen. Kein Wunder dass sich rechtsradikale Ukrainer dazu ermutigt fühlen öffentlich Adolf Eichmann mit den Worten zu zitieren Kinder zu töten, um Rachegelüste zu vereiteln und nachkommende Generationen auszulöschen, oder prahlend bekanntgeben, dass Anweisungen erteilt worden seien russische verwundete Soldaten zu „kastrieren“.

Doch wie uns Claus Kleber versichert, „gibt es keine Faschisten in der Ukraine“.

Diese vom Westen mit kreierte und abgesegnete Verteufelung Russlands, spiegelt sich auch am Boden wieder. In mehreren ukrainischen Städten machen nationalistische Einheiten Jagd auf „russische Saboteure“, wobei die Wurzeln und Herkunft hinreichend sind, als ein solcher eingestuft zu werden. Schauen Sie sich an auf welche verabscheuungswürdige Weise ukrainische Russen öffentlich bloßgestellt werden. Obgleich „Rote“ und „Kommunisten“ ja angeblich verachtet werden, bedient man sich derselben Public Shaming Methoden, wie die roten Garden Chinas, während der Kulturrevolution. Und offenbar geht es seit längerem darum, alles Russische in der Ukraine zu tilgen.

Ob in Afghanistan, Libyen, Syrien oder nun in der Ukraine. Solange es einem „Machthaber“ an den Kragen gehen soll, den die sogenannte westliche Wertegemeinschaft für vogelfrei erklärt, heiligt der Zweck die Mittel und aus heiterem Himmel werden islamistische Terroristen zu „Freiheitskämpfern“ gekürt und Nazis zu „Beschützern der Demokratie“. Ferner geht damit eine alles abnickende Toleranz für die Schändung der Genfer-Konventionen einher, die offenbar das Papier nicht wert sind auf dem sie gedruckt sind.

Aut.R.R.

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