ISIS-Chef: Mythos von Baghdadis Ende, weist eklatante Ungereimtheiten auf

Während die Vereinigten Staaten inzwischen bekanntgegeben haben, das sie keinen Videobeweis veröffentlichen jener Abu-Bakr al-Baghdadis Ableben verifizieren würde, weisen diverse Beobachter und Journalisten auf die minutiös zunehmenden Ungereimtheiten der offiziellen Version der Ereignisse hin.

US-Präsident Trump meinte offenbar er bekleckert sich mit Ruhm, als er kürzlich im Weißen-Haus vor die Presse trat und Details von der Geheimoperation preisgab, jene laut seinen Aussagen in der Eliminierung des ISIS-Anführers, Abu Bakr al-Baghdadi, resultiert sei.

Trumps berüchtigter Hang zur Selbstinszenierung bestimmte den überwiegenden Teil seiner Stellungnahme, die neben der üblichen Beweihräucherung des US-Militärs einige Hollywood-Momente aufzubieten hatte als es darum ging vage auf Einzelheiten des Zugriffs einzugehen.

Eben jene holprigen schwer abzunehmenden Angaben, sind mit begründetem Zweifel entgegnet worden. Diverse Einspruch erhebende Stimmen haben indes ihre Skepsis mannigfaltig kundgetan.

Das online-Portal Zero-Hedge hat in einem Artikel auf eklatante Widersprüche der Baghdadi-Operation hingewiesen, und diverse Beobachter zitiert jene in den sozialen Medien brennende Fragen aufgeworfen haben.

Das Portal vergleicht zunächst die Similaritäten zwischen Osama Bin-Ladens und Al-Baghdadis “Tötungen” und hebt hervor das die gegenwärtige Entscheidung des Pentagons kein Fotomaterial oder Videobeweis publik zu machen, der Obama-Regierung 2011 bereits schon zum Verhängnis geworden sei, als sie identisch mauernde Maßnahmen ergriff und kein belegendes Material veröffentlichte jenes Bin-Ladens Dahinscheiden verifiziert hätte. Laut der Obama-Administration habe die Wahrung der nationalen Sicherheit Vorrang gehabt.

Jene Abwesenheit jeglicher Transparenz habe eine Atmosphäre geschaffen in der hinterfragende und spekulative Gedanken die Runde machen, und Verschwörungstheorien florieren, so Zero-Hedge.

Hierzu sei gesagt das jene Zurückhaltung recht unamerikanisch ist, wenn man bedenkt das die Amerikaner in der Vergangenheit keine Probleme damit hatten ihre niedergestreckten “Staatsfeinde” öffentlich vorzuführen.

Erinnern sie sich vielleicht noch an den Anführer der Al-Qaida im Irak, Abu Musab al-Zarqawi, jenen die USA 2006 im Irak vom Antlitz der Erde gefegt haben wollen. Damals bestanden keine moralischen oder sicherheitstechnischen Gründe jene die USA davon abgehalten hätten Fotos von seinem Leichnam öffentlich zu machen. Unten sehen sie Sarqawis Leichnam der damals weltweit Titelblätter von Tageszeitungen verzierte.

Bei der Hinrichtung von Saddam Hussein gab es offensichtlich auch keine Vorbehalte das Material von seiner Erhängung medial auszuschlachten.

Sowie bei der barbarischen Ermordung des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi, jener in seiner Heimatstadt Sirte von NATO-gestützten Al-Qaida Elementen auf widerwärtige Weise exekutiert wurde.

In diesen Fällen bestanden offenbar keine Bedenken bezüglich der so oft vorgeschobenen nationalen Sicherheit. Im Gegenteil, die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton hatte Gaddafis Schicksal, zelebrierend kommentiert als sie von dem US-Nachrichtensender CBS 2011 interviewt wurde. “Wir kamen, wir sahen, er verstarb”, so Clinton frenetisch.


In Anbetracht der Parallelen zwischen den beiden Skripten weist Zero-Hedge ferner auf unbeantwortete Fragen hin, jene der Investigativ-Veteran Seymour Hersh im Rahmen der angeblichen Eliminierung Bin Ladens gestellt hat, und die derweil hinsichtlich der Baghdadi-Story wieder an Aktualität gewonnen haben.

Eine dieser Fragen war was Bin Laden über die Jahre hinweg angestellt hat, sicher untergebracht auf seinem $1 Million teuren Anwesen im tiefsten Pakistan welches nur einen Katzensprung von einer großen Militärakademie entfernt liegt ? Die Baghdadi-Operation hat ähnliche Fragen aufgeworfen, wie beispielsweise was der weltweit “meistgesuchte” Terrorist ausgerechnet in Idlib unweit der türkischen Grenze zu suchen hatte? Der Journalist Chase Winter hat via Twitter Ankaras Doppelmoral in Sachen Terrorismus-Bekämpfung hervorragend auf den Punkt gebracht.

“Gute Sache das die Türkei im Nordwesten Syriens eine 30 km weite Pufferzone aushöhlen will um die ISIS ins Visier zu nehmen, während Baghdadi sieben Kilometer von ihrer Grenze entfernt am anderen Ende des Landes getötet wurde, und sie angeblich nichts darüber gewusst hat obwohl sie vor Ort eine solide Präsenz aufzubieten hat.”

Laut dem Portal warf Seymour Hersh in Bezug auf Bin Ladens suspekten Aufenthaltsort weiterführend folgende Frage auf:

Würde Bin-Laden, Zielperson einer massiven internationalen Menschenjagd, wirklich beschließen das eine vierzig Meilen von Islamabad entfernte Ferienstadt der sicherste Platz zum leben und zum kommandieren von Al-Qaida Operationen sei?”

Und auch das in der Stadt Barisha gelegene Safe-House von Baghdadi jenes angeblich von US-Luftschlägen dem Erdboden gleichgemacht worden sei, befand sich nur einen Steinwurf von der Grenze des NATO-Alliierten Türkei entfernt, in einer Region jene hinreichend türkische Militärpräsenz aufweist und unterlaufen ist von Ankaras Stellvertretern.

Zero-Hedge erläutert wie es um das Machtgefüge in Idlib bestellt ist wie folgt:

“Es sollte daran erinnert werden das die Provinz Idlib, seit Jahren von dem Al-Qaida Affiliierten Hayat Tahrir al-Sham (HTS) besetzt gehalten wird, und zweifelsohne war Baghdadi dort untergekommen weil die AQ-Gruppierungen (oder andere Fraktionen) dies abgesegnet haben. Als eine von der HTS und anderen AQ-Fraktionen angeführte Jihadisten-Koalition 2015 die Kontrolle über Idlib an sich riss, wurden sie von amerikanischen und alliierten Geheimdienstoffizieren unterstützt, die in einer Einsatzzentrale in der südlichen Türkei stationiert waren.”

Ferner geht Zero-Hedge darauf ein das die Vereinigten Staaten kontinuierlich verhindert haben, das die in Idlib eingenisteten Al-Qaida Fraktionen, von denen die USA die meisten dem moderaten Lager zuschreiben, ihrem Schöpfer näher gebracht werden. Fortwährend einen fadenscheinigen Aufriss machend bezüglich syrisch-russischer Lufthoheit jene den Weg zur Rückeroberung Idlibs ebnen würde, interferierten die Vereinigten Staaten unentwegt wenn es für die terroristische Brut brenzlich wurde.

Washingtons Drohgebärden arteten gar dazu aus militärische Retaliationen in Aussicht zu stellen, sollte die syrische Armee sich wagen Idlib von Terroristen zu säubern. Und nun wurde der notorische “ISIS-Oberbefehlshaber” an jenem Ort aufgespürt, der seit Jahren unter dem US-Protektorat steht. Die syrische Aktivisten Syrian Girl schrieb dazu auf Twitter:

Nehmen wir mal an das die Vereinigten Staaten Baghdadi getötet haben. – dies würde bedeuten das die USA einräumen das sie die syrische und russische Armee davon abgehalten haben, die Al-Qaida und ISIS in Idlib anzugreifen. -Eventuell könnte dies bedeuten das Trump es satt hat, das die ISIS als Entschuldigung angeführt wird um seinen Abzug zu untergraben.

Seebestattung, Safe-House im Wunderland, sichergestelltes Beweismaterial, Special-Forces, Most Wanted Man, durchaus alles Zutaten für eine Hollywood-Produktion. Es wäre keine Überraschung das während dieser Artikel verfasst wird, bereits Drehbücher geschrieben werden, die alsbald en masse ins Pentagon einfliegen werden. Infolge von Bin Ladens mythologischen Ablebens zog kaum Zeit ins Land ehe US-Präsident Obama seine Leni Riefenstahl, Kathrin Bigelow akkreditierte jene nach seinem Ermessen und nach Vorlage der US-Regierung Operation Geronimo verfilmte. Der Streifen trägt den eingängigen Titel “Zero Dark Thirty”, was im US-Militärjargon für 00:30 Uhr steht, was angeblich die Uhrzeit sein soll zu jener der US-Angriff auf Bin-Ladens Compound erfolgt sein soll.

Das Portal hat überdies zwei medienwirksame Fotos angeführt, jene jeweils einen Einblick in den sogenannten “Situation-Room ” im Weißen-Haus verschaffen sollen, als sich angeblich die “Operation Geronimo” und die “Baghdadi-Mission” abspielten. Wie gesagt Hollywood lässt grüssen.

Das Portal zitiert desweiteren den geopolitischen Analysten, Larry Johnson, jener einst für die CIA im Bereich Terrorismus-Bekämpfung tätig war. Johnson wirft ebenfalls unbeantwortete Fragen zu den jeweiligen Operationen in den Raum.

“Die Obama-Administration führte widersprüchliche Berichte an, und forderte von den Seals die den Angriff durchführten, Geheimhaltungsvereinbarungen zu unterzeichnen. Warum? Weil der Angriff mit der Kooperation und Wissen der pakistanischen Regierung durchgeführt wurde; die Seals sahen sich mit keiner Schutzkraft konfrontiert. Bin Laden war ein bettlägeriger Krüppel, und wurde von den Seals mehrfach erschossen.

Al-Baghdadi ? Nun ist es eindeutig das er von jemanden in der Türkei beschützt wurde. Die Türken wussten wo er sich bis gestern aufhielt, und wogen ihn in Sicherheit. Trumps Aktionen in den vergangenen drei Wochen im Hinblick auf die US-Kräfte in Syrien, haben die Weichen für jene Operation gestellt. Eine Kombination aus Druck und Anreizen konfrontierte den türkischen Präsidenten Erdogan, und er lief über.

Es heißt das sich bei der Erstürmung keine nennenswerten Feuergefechte zugetragen hätten. Wo war das Baghdadi Sicherheitsteam? Dies ist ein weiterer Indikator dafür, das Baghdadi von Leuten verraten wurde von denen er dachte das sie ihn beschützen. Baghdadi floh aus seinem Haus und sprang in einen Tunnel.”

Der Twitter-Aktivist Rob hat Donald Trumps recht pathetische Fabel ebenfalls vehement hinterfragt und auf einige interessante Widersprüche hingedeutet.

In einem Tweet heißt es wörtlich:

” Nun lasst uns das einschalten was man ein Gehirn nennt. Da hätten wir einen Mann der eine Selbstmord-Weste benutzt, jene explodiert, der Tunnel kollabiert ….der gesamte Tunnel…15 Minuten später haben Techniker das Geröll entfernt und DNA-Proben genommen…”

Weiter heißt es:

“Nach 15 Minuten hatten sie anhand von DNA-Tests festgestellt das es sich um Baghdadi handelt und vor kurzem haben wir erfahren das sein “Leichnam” im Meer beigesetzt wurde. Und wir sollen dies glauben?”

Konkludierend wies Rob auf physikalische Kuriositäten hin:

“In dem Sackgassen-Tunnel (nur ein Ausgang, der gesamte Druck würde in diese Richtung abweichen) waren sie Baghdadi dicht auf den Fersen, sogar Hunde haben ihn gejagt. Und dann detoniert er die Weste, der gesamte Druck bewegt sich in die Richtung des einen Ausgangs. Der Tunnel kollabiert, und nur ein Hund wurde verwundet?

Apropos der verwundete Hund. Die “rührselige” Story vom “guten Jungen” hat indes bizarre Züge angenommen. Sich stolz brüskierend enthüllte Trump auf Twitter ein Foto von einem K9-Hund, jener angeblich bei der Jagd auf den ISIS-Chef beteiligt gewesen und dabei verwundet worden sei. “Wir haben ein Foto von dem wundervollen Hund freigegeben (Name nicht freigegeben) der solch einen großartigen Job bei der Ergreifung und Tötung von dem IS-Anführer gemacht hat.”

Der folgende Tweet bedarf keiner weiteren Erläuterung.

Weitere Details jene Trumps Version der Ereignisse widersprechen, sind indes von den US-gestützten Syrisch Demokratischen Kräften (SDF) publik gemacht worden. Die kurdische Miliz behauptet das sie im engsten Kreis Baghdadis einen Maulwurf eingeschleust hätte, jener Unterwäsche des IS-Chefs entwendet haben soll um anhand einer DNA-Analyse dessen Identität festzustellen.

Im Vorfeld DNA. Im Nachhinein 15 minütige DNA Tests. Wenn wie inzwischen zuhäufst deckend verlautet worden ist Baghdadi auf Schritt und Tritt verfolgt wurde, und wie die SDF behaupten lange im Vorfeld der Operation seine Identität festgestellt worden sei, weshalb war es denn unbedingt vonnöten im Eifer des Gefechts einen weiteren Test durchzuführen? Schließlich war man doch angeblich über sämtliche Bewegungsabläufe des IS-Chefs vollends unterrichtet, was letztlich zu der angeblich erfolgreichen Operation geführt habe?

Jenes orchestrierte Intermezzo ist wahrscheinlich der Grund weshalb diverse Staaten und gar die Vereinten Nationen kundgetan haben, das sie das Märchen von Abu Bakr al Baghdadis Schicksal bislang nicht bestätigen könnten.

Verf.R.R.

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