Ukrainische:“Gegenoffensive“: Ist Kiew in Cherson in eine Falle getappt? (Op-Ed)

Während eines am 29.Aug stattgefundenen Background-Briefings des US-Verteidigungsministeriums (Pentagon), vermochten hochrangige Militärbeamte nicht zu bestätigen, ob die unlängst zu vernehmende erhöhte Agilität des ukrainischen Militärs als „Gegenoffensive“ zu werten sei. Aus dem übersetzten Dialog unten, geht eindeutig hervor wo der Hund begraben liegt.

„Am Wochenende registrierten wir, dass die Ukrainer ihr Artilleriefeuer-Pensum erhöht haben. Ich sage „erhöht“. Ich würde…Ich will dem nicht allzu große Bedeutung beimessen, doch die Anzahl der Artillerieangriffe von der ukrainischen Seite hat sich erhöht.

Und wie sie alle wissen, konnten sie in den vergangenen Wochen in und um der Region, Cherson, einige Geländegewinne verbuchen. Also ich will Ihnen nichts vormachen, und an dieser Stelle nicht ausschließen dass die Gegenoffensive im Gange ist. Ich…Ich würde einfach…Momentan berufe ich mich auf die Ukrainer. Weil wir sehen, dass in der Region seit ein paar Wochen Offensivaktionen stattfinden.

Und ich gebe das Wort an….(ausgelassen)

Fragensteller (FS): Als hochrangiger Militärbeamter sagen Sie, dass Sie uns keine Einzelheiten zur Offensive geben können. Sie nehmen Notiz von einer Zunahme der Kampfaktionen. Sie sagen, hakt bei den Ukrainern nach. Die Ukrainer sagen, es handele sich um eine signifikante Gegenoffensive. Offensichtlich sind Sie nicht gewillt soweit zu gehen, oder?

Hochrangiger Militärbeamter: „Tom ich sage nur, ich denke die Ukrainer können Ihnen besser vermitteln , was sie veranstalten, als wir es könnten. Ich meine bestenfalls bekomme ich meine Berichte von den Ukrainern. Also…

FS: Erzählt man Ihnen etwa, dass es eine signifikante Gegenoffensive sei? Schließlich reden sie in der Öffentlichkeit darüber. Bekommen Sie dasselbe zu hören? Und wenn es so ist, weshalb können sie uns nicht bestätigen, dass es sich um eine Gegenoffensive handelt?

Hochrangiger Militärbeamter: “ Ich weiß nicht…Ich meine… Sind sie in die Offensive gegangen? Ich denke schon. Ist dies eine Gegenoffensive? Ich weiß es nicht. Und Ich teile Ihnen dies mit weil wir , wie ich sagte, in den vergangenen Wochen im Umland von Cherson und innerhalb der Region einige Offensivbewegungen der Ukrainer registrierten.

Mit Verlaub… Genauso wie Sie, würde ich lieber perfekte Informationen erhalten. Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden 24-36 Stunden Näheres erfahren werden.

FS: Ich wiederhole mich… Für uns ist es frustrierend, weil sie behaupten es sei eine großangelegte Gegenoffensive. Doch was wir von euch zu hören und sehen bekommen, hört sich wie eine Zunahme der Kampfaktionen an. Diese zwei Versionen sind inkompatibel. Sehen Sie das auch so?

Hochrangiger Militärbeamter: Nein, ich verstehe Sie, Tom.

FS: Yeah!“

Mit anderen Worten: Das Pentagon don`t know shit. Angesichts der „Geist von Kiew“, der „Stinkefinger-Soldaten“ oder „Mobilen Krematorien“-Enten, ist den Lageberichten des Selenskyj-Regimes ohnehin nicht allzu viel Glaubwürdigkeit beizumessen.

Groß geschwungene Reden und proklamierte Vorhaben, warten sehnlichst darauf in Erfüllung zu gehen. Dem olivgrünen „Feldherr“ fehlt es an strategischer Weitsichtigkeit. Offensichtlich ist er ein unverbesserlicher Grünling, was die Materie Krieg anbelangt.

Selenskyjs martialische Inszenierungen, bei denen er aufplusternd mit gefletschten Zähnen ständig illusorische Kriegsziele in Aussicht stellt, können nicht über dessen Inkompetenz hinwegtäuschen. Die sich ständig zum Nachteil seiner Truppen auswirkt.

Für den Stellvertreter des Westens, der bislang Unsummen springen lässt um Moskau nachhaltig einen reinzuwürgen, wie damals den Sowjets in Afghanistan, ist es fünf nach zwölf Erfolge vorzuweisen. Sprich die anglo-amerikanischen und europäischen Geldgeber und Waffenschieber werden allmählich unruhig und wollen Ergebnisse sehen. Nicht nur die temporären Fototermine, wobei 20 Seelen-Dörfer als Kulisse für das Hissen der Nationalfahne visuell eingefangen werden. Nein richtige Geländegewinne, Rückeroberungen, Einnahmen. Und vor allem das Vermögen zurückeroberte Gebiete halten zu können.

Damit diese äußerst spendablen Geber-Quellen nicht schneller als erhofft versiegen und korrupte Elemente in den höchsten Rängen weiterhin Stücke vom Kuchen abzwacken können, sieht sich die Selenskyj-Junta gezwungen um jeden Preis in die Vollen zu gehen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Hauptsache es geschieht irgendetwas. Sei es auch nur eine minimale Effekthascherei. Doch wie so oft wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die sogenannte Gegenoffensive auf Cherson, ist ein Nebenprodukt dieser Bredouille. .

Der in der ukrainischen Stadt, Charkiw, ansässige US-amerikanische Journalist, Gonzalo Lira, ist der Meinung das Kiew in eine Falle getappt sei. Zum aktuellen Verlauf der Gegenoffensive sagte Lira:

Es ist ein absolutes Desaster. Doch sie machen Boden gut. Es heißt sie erobern Dörfer zurück. Und was solls? Die Priorität für die Russen ist die Demilitarisierung des Selenskyj-Regimes. Was bedeutet das? Es bedeutet die totale Vernichtung der Kräfte des Selenskyj-Regimes. Und in Cherson…Gar der größte Cheerleader Kiews gesteht mittlerweile ein, dass die Russen einen überwältigenden Vorteil haben, was die Artillerie anbelangt. Vorsichtige Schätzungen sprechen von einer Überlegenheit in der Größenordnung von 10 zu 1. Und das Selenskyj-Regime verfügt über keine Panzer mehr, um Boden gutzumachen und zu halten. Sie haben nur Soldaten und vom Westen gelieferte Artillerie. Und was macht das Selenskyj-Regime? Sie werfen alles Cherson entgegen. Die Idee ist natürlich einen Durchbruch zu erreichen. Man will diesen Durchbruch nutzen, um die Russen zurückzudrängen und etwaig bis zur Krim vorrücken und diese einnehmen. Mein Lächeln verrät Ihnen, was ich davon halte. Egal.. Der Punkt ist… Ich war zunächst der Auffassung, dass sobald der Donbass im Osten, die Schlacht um den Donbass entschieden ist und die Russen als Sieger hervorgegangen sind, sie sich westwärts bewegen würden. Doch nun haben wird diese Cherson-Offensive. Die Russen sind nicht mehr daran gebunden westwärts auszuschlagen, um die Kräfte des Selenskyj-Regimes zu konfrontieren und etwaig auszulöschen. Dafür besteht keine Notwendigkeit mehr. Die Russen können sich in Cherson zurücklehnen und einfach darauf warten, wie das Selensky-Regime seine Streitkräfte auf einem Silbertablett serviert. Das passiert gerade. Versetzen Sie sich einmal in die Lage der Russen. Warum den Kräften des Selenskyj-Regimes hinterherjagen, wenn sie in Cherson der Artillerie zum Fraß vorgeworfen werden. Diese ungemein tapferen Männer kämpfen wie Dämonen und sie werfen alles in die Waagschale, doch mit einer 10 zu 1 Unterlegenheit in der Artillerie. Sie können den Russen lediglich Nadelstiche versetzen. Sie sind mitnichten in der Lage das russische Gegenfeuer zu parieren. Hauptsächlich darauf, sind diese unfassbaren Verluste zurückzuführen. Das Selenskyj-Regime muss diese Offensive fortsetzen. Und das schlimmste daran ist natürlich, dass die Russen sich zunächst langsam zurückziehen. Hier und dort ein Dorf aufgeben. Was überhaupt keine Bedeutung hat. Denn dadurch wird das Selenskyj-Regime ermutigt die Offensive fortzusetzen. „Weil sie gewinnen. Sie machen Boden gut. Sie erobern dieses oder jenes Dorf zurück. Das eine Dörfchen. Das winzige Nest in denen 200 Babuschkas leben.“ Damit bringen sie ihre Soldaten in Gefahr. Die leichte Beute für die Artillerie sind und annihiliert werden. Die Cherson-Offensive ist eine Falle. Und das Selenskyj-Regime ist reingetappt.“

Sollte diese Einschätzung zutreffen, wäre es ein brillanter Schachzug. Wer Sun-Tsu „Die Kunst des Krieges “ gelesen hat, wird wissen, dass bewaffnete Konflikte weitaus mehr Geschick und Spitzfindigkeit bedürfen, als den Annalena Baerbocks und Joseph Borells je in den Sinn kommen würde. Finten, wie sie von Lira oben beschrieben werden, sollten sich in das proaktive Repertoire jedes Feldherrn einreihen.

Hinzu kommen unverkennbare territoriale Widrigkeiten und Tücken. Cherson ist Flachland. Zig kilometerlange Steppen ohne Deckungsmöglichkeiten. Gleichwohl das in Donetsk gemeinsam mit NATO-Kräften befestigte Territorium wesentlich mehr Erfolgschancen böte den Russen schwere Verluste beizubringen, hat Selenskyj den Marschbefehl auf Cherson gegeben. Erinnert ein wenig an Hitlers Fehlentscheidungen in Dünkirchen, bei der Luftschlacht um England und der Landung der Alliierten in der Normandie. Stalingrad nicht zu vergessen.

Und aus Sicht des Kremls ist es äußerst begrüßenswert, dass dieser Kraftakt seitens Kiew an die Obligation gebunden ist schleunigst Erfolge auf dem Schlachtfeld zu erringen. Wer die Zeit im Nacken sitzen hat, dessen Fehlerquote expandiert unentwegt. Weshalb den Feind nicht dort ködern, wo er am einfachsten zu schlagen ist. Im Hinterland von Donetsk, was von Befestigungen und Schützengräben durchsät ist, haben die Russen nicht so leichtes Spiel wie im Süden.

Laut Medienberichten gingen Selenskyjs Generäle nicht daccord mit der „Gegenoffensive“. Nichtsdestotrotz hat sich der ukrainische Oberbefehlshaber engstirnig über seinen Militärstab hinweggesetzt und zum Gegenangriff geblasen. Eine Abnutzungsschlacht ist zumeist nicht ausgeglichen. Das heißt wessen Verschleiß schneller vonstatten geht, der wird eher klein beigeben müssen, als der Gegner. Und wie es derweil ausschaut, wird das nicht Russland sein.

Aut./Übers.: R.R.

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