Amnesty International knickt nicht vor Selenskyj-Regime ein, US-Mediengigant CBS schon. Weswegen Selbstzensur meistens nach hinten losgeht. (Op-Ed)

Der Amnesty International-Bericht bezüglich der unlauteren Kriegstaktiken der Ukraine, erregt erwartungsgemäß nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Was vor allem auf die reservierte Haltung von Leitmedien und Politik zurückzuführen ist.

Die wahnwitzige Vorstellung das Kriegsverbrechen und Atrozitäten ausschließlich dem feindlichen Lager vorbehalten sein sollen, wurde schneller von der Realität eingeholt als Selenkskyjs Cheerleadern genehm ist. Angesichts der Fülle dementsprechender Vorkommnisse, vermag die normalerweise extrem tendenziös evaluierende NGO schier nicht mehr darüber hinwegzusehen. Für die ohnehin angeschlagene Reputation von Amnesty, wäre es eine weitere Gnadenstoß-Episode, die gut dokumentierten Kriegsverbrechen der ukrainischen Seite geflissentlich zu ignorieren. Somit bewahrt man sich zumindest einen Funken Glaubwürdigkeit. Wenn doch keinen grell scheinenden.

Nichtsdestotrotz hat die besagte Nichtregierungsorganisation überraschenderweise die seit ihrer Gründung groß sichtbar auf die Fahne geschriebene Aufgabe, als objektive Ermittlerin aufzutreten, solide erfüllt. Was vor allem die Reaktion der Adressaten des Berichts bestätigt.

Sämtliche erhobenen Vorwürfe durch die Militarisierung ziviler Infrastruktur den Russen militärische Ziele serviert und Zivilisten als menschliche Schutzschilde verwendet zu haben, weist Kiew zwar dezidiert zurück, doch kontert nicht mit entkräftenden Erläuterungen, sondern mit polemischen rekapitulierenden ad Hominem Stakkati. Von wegen man fange die Kugeln des Feindes ab, indem man sich vor die Bevölkerung stelle. Amnesty spiele dem Kreml in die Karten. Es stänke nach „russischer Propaganda“. Somit würde eine „verachtenswerte Täter-Opfer-Umkehr“ begünstigt, so der aus Kiew emittierende Tenor.

Der Außenminister der Ukraine etwa äußerte sich wie folgt dazu:

„Ich kann durchaus nachvollziehen das Amnesty auf Kritik reagiert, indem sie angeben beide Seiten des Konflikts zu kritisieren. Doch solches Verhalten von Amnesty hat nichts mit Wahrheitsfindung und darauf beruhender Öffentlichkeitsarbeit zu tun, doch mit der Schaffung einer falschen Ausgewogenheit zwischen Täter und Opfer.“

Diese hinfällige mit neoliberalen Phrasen ausgeschmückte Erklärung, hat wenig Substanzielles aufzubieten, doch verfehlt mitnichten ihre manipulative Wirkung. Shoot the Messenger lautet das Kredo. Völlig gleich ob die zu Tage geförderten Informationen Hand und Fuß haben.

Die ansonsten mit Vorliebe für die Verunglimpfung auserwählter Schurkenstaaten herangezogene NGO, ist über Nacht in Ungnade gefallen. Als unparteiischer Beobachter aufzutreten sei „beschämend“. Die Ukrainer für irgendetwas zu bezichtigen, sei Doping für das russische Narrativ und strikt zu unterbinden. Mit anderen Worten Amnesty solle sich doch schleunigst auf seine inoffizielle Mission zurückbesinnen. Ergo ausschließlich die Feindbilder des Westens genauer unter die Lupe nehmen, und nicht die Stellvertreter. Seien es Dschihadisten in Syrien oder Nazis in der Ukraine.

Hier einige billige Versuche die Menschenrechtsorganisation wegen ihrer untypischen Ausgewogenheit in Misskredit zu bringen.

Bislang scheinen solche unsachlichen und vom Wesentlichen ablenkenden Diffamierungen die „unabhängige Menschenrechtsorganisation“ nicht zu beeindrucken. Nach einem von der Generalsekretärin in der Londoner Zentrale von Amnesty International, Agnes Callamard, abgesetzten Tweet zu urteilen, intendiert man trotz des pathetischen Shitstorms nicht zurückzurudern. Man stehe hinter dem Informationsgehalt des brisanten Reports. Callamard wörtlich:

Ukrainische und russische Soziale-Medien-Mobs und Trolle, haben es auf die Untersuchungen von Amnesty abgesehen. Es handelt sich dabei um Kriegspropaganda, Desinformation und Fehlinformation. Dies wird weder unsere Unparteilichkeit beeinträchtigen, noch die Fakten auf den Kopf stellen.“

Gleichwohl es mit der von Callamard hervorgehobenen Unparteilichkeit bei Amnesty nicht so weit her ist, ist diese Haltung zunächst einmal lobenswert.

Hingegen weisen andere sich als objektive Monitore ausgebende informative Entitäten nicht solch eine Standhaftigkeit auf. Die Rede ist von dem US-Medienkonglomerat, CBS. Dessen Nachrichten-Outlet unlängst eine Dokumentation ( Arming Ukraine) kurzerhand aus dem Verkehr zog, derer Inhalt dem Selenskyj-Regime gegen den Strich ging. Doch wie gehabt schlägt der unverhoffte Streisand-Effekt zurück. Der nunmehr überall im Netz verbreiteten Dokumentation, fliegt mehr Hype zu als den Produzenten lieb wäre.

Genau genommen handelt es sich um folgende im Beitrag getroffene Aussage von Jonas Ohman, Gründer von Blue Yellow, einer Organisation mit Sitz in Litauen, die laut CBS seit 2014 ukrainische Truppen mit Kriegsausrüstung beliefert. Auf die Frage hin wie viele der westlichen Waffenlieferungen tatsächlich bis zur Front gelangten antwortete Ohman:

„Das ganze Zeug überquert die Grenze und dann geschieht etwas. Nur 30% erreichen das Endziel.“

In der Dokumentation kommt auch eine Amnesty-International Funktionärin zu Wort, die die Auffassung des Pentagons vertritt, dass die Ukraine ein schwarzes Loch ist, was Waffenlieferungen anbelangt. Sprich es gibt schier keine Kontrolle darüber, wo die letale Hilfe letztendlich landet. Auf dem Schwarzmarkt oder auf anderen Kriegsschauplätzen. Man weiß es nicht, so Amnesty.

Mit den enormen Finanzspritzen wird es sich nicht anders verhalten. Im grünen, liberalen realitätsfernen La La Land, lassen sich Probleme etwaig mit Gedankenkraft aus der Welt schaffen, doch nicht im hier und jetzt.

Die seit Dekaden in der Ukraine grassierende Korruption auf höchster Ebene, wird nicht von heut auf morgen verschwunden sein, nur weil sich das verblendete politische Entscheidungsträger so wünschen. Und die reflexartige Erwiderung auf die Frage wo die Kriegsziele anzusiedeln seien, dass ausschließlich die ukrainische Regierung über die Entscheidungsgewalt verfüge dem ganzen ein Ende zu setzen, ist aus Sicht von Kiew eine herzliche Einladung zum Schröpfen. Wenn Sie als Kriegspartei vorhaben ihre Gönner bis zum Gehtnichtmehr finanziell auszusaugen und der kontinuierliche Geldfluss hängt einzig und alleine von ihrem Durchhaltevermögen ab, würden sie dann aufrichtig Schwächen eingestehen oder sich fortwährend als ebenbürtiger Gegner verkaufen? Logischerweise Letzteres.

In der Ukraine machen sich einige künftige Exilanten ihre Taschen voll, ehe sie zeitnah Reisaus nehmen werden. Selenskyj mitinbegriffen. Den mit $170 Millionen sich in die Vereinigten Arabischen Emirate abgesetzten ehemaligen afghanischen Präsidenten, kräht auch kein Hahn mehr hinterher. Wie Aschraf Ghani in seiner siebenjährigen Amtszeit an so viel Geld gekommen ist, weiß der Kuckuck. Der Prädezessor, Hamid Karzai, bezog ein monatliches Gehalt in Höhe von circa 400 Euro. Eine Gehaltserhöhung wird wenn überhaupt überschaubar ausgefallen sein. Augenscheinlich hat sich Ghani regelmäßig etwas von den internationalen Hilfsgeldern abgezwackt. Wie ließen sich ansonsten diese in einer Nacht und Nebelaktion aus dem Land geschafften Unsummen erklären. Und wie gesagt es schaut derweil nicht so aus, dass der vor den Taliban geflohene Politiker jemals Konsequenzen zu befürchten hätte. Schwamm drüber!

In der Ukraine sind bereits etliche Geldkoffer gepackt, die nur darauf warten außer Landes geschafft zu werden. Unterdessen vernimmt man vermehrt erste als Kapitulations-Vorhaben deutbare Verlautbarungen seitens der Selenskyj-Junta. Es heißt die Ukraine müsse den Krieg unbedingt noch vor Wintereinbruch für sich entscheiden. An welche Folgen die Nichteinhaltung des Ultimatums gebunden sind, lässt man noch außen vor. Jeder halbwegs mit den aktuellen Kriegsgeschehnissen vertraute Beobachter, wird jene Zielsetzung als absurd empfinden. Die ukrainischen Streitkräfte vermögen bisher nicht auch nur einen Zentimeter verlorenes Territorium zurückzuerobern. Geschweige denn eine Stadt oder Ortschaft. Wie zum Teufel sollen sie den Donbass und die Krim wieder gänzlich einnehmen?

Die Korruption ist der Elefant im Wohnzimmer. Die schwindelerregenden Milliardenbeträge, die derweil in die Ukraine fließen und von denen keiner einen blassen Schimmer hat, wofür sie tatsächlich aufgewendet werden, und die immer dicker geschnürten Waffenpakete. Was meinen Sie mit Blick auf die Enthüllungen von CBS wie viel die Oligarchen und ihre politischen Handlanger sich vom fetten Kuchen abschneiden werden? Wenn nur 30 % der Waffen die Front erreichen, bedeutet dies etwa im Umkehrschluss, dass auch 70% der Hilfsgelder etc. eingesackt werden? Who knows?

Allem Anschein nach besteht seitens der EU und den USA kein wirkliches Interesse daran dahingehend für Aufklärung zu sorgen. Ob zynische Willkür oder schlichtweg Blauäugigkeit die Leitmotive von Kiews Unterstützern sind, wird sich mit der Zeit zeigen. Allerdings ist dies völlig belanglos, denn beide sind das Rezept für ein Desaster mit identischem Ausgang.

Aut.R.R.

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