„Ukraine ist verloren“…“Ukraine kann den Krieg nicht gewinnen.“ Im deutschen Mainstream kehrt ein wenig Rationalität ein. Trotzdem wollen viele den Schuss nicht hören, insbesondere Kiew nicht. Geldwäscheoperation wichtiger. (Op-Ed)

Bevor das deutsch-französisch-italienisch-rumänische Quartett beim „allmächtigen“ Selenskyj vorsprechen durfte, stand selbstverständlich die obligatorische „Gräueltaten-Besichtigung“ in der Peripherie Kiews an. Wo nunmehr allerhand Eindruck schindende Filmrequisiten in das Stadtbild eingefräst wurden und die Besucher dazu angehalten sind eine Litanei fantastischer Schaudergeschichten aufzusaugen, um bei anschließenden Gesprächen mit dem Komiker-Präsidenten, dem eine schwere Kokainsucht nachgesagt wird, völlig emotional vereinnahmt zu sein.

Im „Atrozitäten-Museum“ ,Butscha, etwa, setzte man die mutmaßlichen Opfer einer ukrainischen Säuberungsaktion solange nicht bei, bis zig EU-Vertreter, darunter Ursula von der Leyen, die Leichenberge vorgeführt bekamen, während Narratoren des Kiewer Machtapparats die fragwürdigen „Tathergänge“ schilderten.

Macron, Draghi und Scholz ließen sich gleichermaßen im Vorort, Irpin, devot an der Nase herumführen, um sich mitunter ein augenscheinlich von Kampfhandlungen gezeichnetes Autowrack zeigen und die „Geschichte“ dahinter aufschwatzen zu lassen. Sichtlich „betroffen“ zeigten sich die jeweiligen Staatsführer, als ein Olivgrüner Meldung machte.

Wir haben uns dazu entschieden diesen Artikel zu schreiben, ehe das eigentliche „große Gipfeltreffen“ stattfindet. Aus dem einfachen Grund, weil das PR-Schaulaufen keine Relevanz für den Kriegsverlauf an sich hat.

Deutsche Leitmedien echauffierten sich unlängst über Aussagen vom stellvertretenden Leiter des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dimitri Medwedew. Dieser verhöhnte den Fototermin der europäischen Waffenschieber, und bezeichnete die Veranstaltung als unbedeutsam. Es fiele mitnichten ins Gewicht und jede weitere letale Hilfe für die Ukraine, vereitele den Frieden umso mehr, so Medwedew.

Ganz gleich was man vom Kreml halten mag, doch die Bodennähe ist offensichtlich noch gegeben. Sprich seitens der Russen schwingt wesentlich mehr Realismus mit, als bei der Gegenseite. Alleine wenn man Sätze vernimmt wie, „Welche Waffen hat Scholz im Gepäck?“ und im gleichen Atemzug moniert wird, das Deutschland anstatt vier, nur drei Mars-II-Raketenwerfer liefern will, kommt man als objektiver Beobachter aus dem Staunen schier nicht mehr heraus. Are you serious? Drei Raketenwerfer sollen einen Unterschied machen?

Apropos die USA liefern auch gerade einmal vier mobile Mehrfachraketenwerfer vom Typ M142 Himars, von denen erst Ende Juni einer eintreffen soll. Wer tatsächlich der Auffassung ist, dass auf diese Weise eine Parität auf dem Schlachtfeld errungen werden könnte, der hat den Schuss nicht gehört und sich noch nie mit der Materie Krieg wirklich auseinandergesetzt.

Und wenn bisweilen Experten eine sagen wir mal differenziertere Betrachtungsweise der Konfliktsituation kommunizieren, laufen sie Gefahr vom medialen Cancel-Culture Mob doppelmoralisch zersäbelt zu werden.

Wie es neulich bei Maischberger erneut der Fall war, als der Politologe, Johannes Varwick, mit Blick auf die militärische Unterlegenheit der Ukraine konstatierte, dass der Gegner Russlands verloren sei. Völlig bestürzt vermeldete die deutsche Pressestelle Selenskyjs, es hätte sich in der Sendung ein „Eklat“ zugetragen. Sobald keine Konvergenz von Gegenstimmen abzugewinnen ist, erfolgen unbeholfene Gaslighting-Attacken und man prädikatisiert Aussagen als disruptiv und realitätsfern.

Varwicks nachvollziehbare Einschätzung, sei schlichtweg „verstörend“, so das Springer-Printmedium. Doch was ist so verstörend daran? Nur weil zig Cheerleader das Team Selenskyj weiterhin suizidal selbstaufopfernd anfeuern, bedeutet dies nicht, dass die Schlachtgesänge letztlich zum Sieg führen werden. Wer am lautesten schreit, hat nicht unbedingt recht!

Und die frenetisch ausgelebte Hypersensibilität gegenüber konträren Ansichten, ist ein ungemein abträgliches Unterfangen. Schließlich vernebelt die exaltiert erbrochene Emotionalität das rationale Denken, sodass jedwede zukunftsorientierte Prognostizierung unmöglich erscheint.

Gleichwohl mitunter der wie ein Stein im Schuh störende ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, herumjammerte einem „Kreml-Propagandisten“ wie Johannes Varwick eine Plattform zu bieten, lud das besagte ARD-Format dennoch einen weiteren desillusionierten Gast ein, der laut eigenen Angaben ebenfalls die Meinung vertritt, dass Russland diesen Konflikt längst für sich entschieden hätte. Sowohl an der ökonomischen, als auch militärischen Front.

Diese von dem Kolumnisten, Wolfram Weimer, nach unserem Dafürhalten mit dem tatsächlichen Kriegsgeschehen korrespondierenden Ausführungen, wollte die ARD-Korrespondentin, Kerstin Palzer, nicht so stehen lassen. Als Weimer ihr Gegenüber argumentierend insistierte, dass die Ukraine außer Stande sei diesen „Krieg“ zu gewinnen, erwiderte Palzer auf eine bemerkenswerte Weise, die präzise das oben kurz umrissene Dilemma umschreibt, aufgrund eingetrichterter Hysterie, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen zu wollen. Eine diplomatische Lösung, für die der Besuch des EU-Quartetts etwaig eine Tür öffnete, käme nicht in Frage, so Palzer. Die dies betreffend aufgelöst vom Stapel ließ: „

„Ich glaube das nicht. Ich glaube nicht das Herr Scholz, jetzt endlich tatsächlich nach Kiew fährt um dann zu sagen: „Liebe Ukrainerinnen und Ukrainer. Gebt jetzt mal auf!“ Also das ist doch im internationalen…….Das ist doch überhaupt nicht vorstellbar. „

Frau Palzer beharrt regelrecht auf die einzige von ihr wahrgenommene Alternative. Mehr Waffenlieferungen. Und es geht auch nicht darum den Ukrainern die schmerzhafte Wahrheit näher zu bringen. Das Selenskyj-Regime ist obligiert mit der Sprache herauszurücken, wie es um den Kampfgeist und das Durchhaltevermögen seiner Truppen tatsächlich bestellt ist. Der ARD-Korrespondentin wird sicherlich nicht entgangen sein, dass die renommierte US-Tageszeitung, New York Times, bereits vor Wochen seiner Leserschaft folgende Erkenntnis offenbarte:

Doch während der Krieg sich fortsetzt, sollte Herr Biden dem Präsidenten, Wolodomyr Selenkskyj, und seiner Bevölkerung nahelegen, dass es eine Grenze gibt, inwieweit die USA Russland konfrontieren. Und das das Aufgebot von Waffen, Geld und politischer Unterstützung begrenzt ist. Es ist unerlässlich, dass die Entscheidungen der ukrainischen Regierung, auf einer realistischen Einschätzung ihrer Mittel basiert und darauf wie viel Zerstörung die Ukraine noch ertragen kann.

Sich mit dieser Realität auseinanderzusetzen mag unangenehm sein, doch es ist keine Beschwichtigung. Regierungen sind verpflichtet sich daran zu halten und keinem illusorischen „Sieg“ nachzueilen.

Also die wichtigste Frage ist, was es mit dem propagierten Heroismus auf sich hat? Sind die ukrainischen Streitkräfte wirklich die kriegerischen Cyborgs mit Superkräften, die stetig über sich hinauswachsen, sobald sie die richtigen Waffen erhalten?

Am 23. Februar war die Ukraine noch eines der korruptesten Länder der Erde. Nun gilt sie als Paradebeispiel „demokratischer Werte“. Die umgetaufte Terminologie beeinträchtigt hingegen nicht die Umstände. Auch die amtierende ukrainische Regierung, wird von Oligarchen-Geld bewirtschaftet und kommt im Gegenzug persönlichen Interessen entgegen.

Folgende These ist zwar spekulativer Natur, doch angesichts ähnlich gestrickter historischer Ereignisse durchaus als plausibel anzusehen.

Der Ukraine-Konflikt ist eine kolossale Geldwäsche-Operation, wobei sich die Hauptakteure in Kiew bis zum Gehtnichtmehr die Taschen voll machen. Die EU, USA und sonstige Geldgeber, haben nicht die geringste Ahnung, wofür die aus dem Fenster herausgeworfenen Milliardensummen letztlich aufgewendet werden. Ebenso verhält es sich mit den Waffenlieferungen. Das US-Verteidigungsministerium spricht dies betreffend von einem „Schwarzen Loch.“ Bereits jetzt werden etwa gelieferte Panzerabwehrwaffen vom Typ Jawelin, en masse auf dem Schwarzmarkt zum Verkauf angeboten.

Es wäre äußerst naiv davon auszugehen, dass im noch kurz zuvor als extrem korrupt abgestempelten Staat ,Ukraine, nun alles mit rechten Dingen zuginge, und die Industriellen, Bankster und Finanzhaie, die seit eh und je die Politiker in der Tasche haben, über Nacht eine 180 Grad Wende hinlegten und zu Gutmenschen mutiert seien.

Die aller einzige Gewährleistung für das auf kurz oder lange Fortbestehen des tsunamiartigen Geldflusses, ist die Aufrechterhaltung der nebulösen Fata-Morgana, dass die Ukraine diesen „Krieg“ gewinnen kann. Daher rühren die unverschämt anmutenden Forderungen nach Mehr, die zusätzlich mit der Prämisse verschnürt werden, dass der ukrainische David eine immer größere Steinschleuder bedarf, um den Feind Einhalt zu gebieten. Und das diese Versäumnisse, und nicht die offensichtlich vorgegaukelte Ebenbürtigkeit Schuld daran seien, dass die Situation im Südosten des Landes aus dem Ruder gelaufen ist.

Die Kriegsparteien, die nichts dagegen haben das ihre ukrainischen Stellvertreter ein Himmelfahrtskommando aufgestellt haben, und intendieren diesen Konflikt auszuweiten, bekunden natürlich öffentlich, dass die Entscheidungsgewalt einzig und alleine bei Kiew läge, die Waffen zu strecken. Unabhängig davon das im Endeffekt Washington diktiert wo es für das Selenskyj-Regime lang geht, ist es aus Sicht der Kriegsfalken in DC äußerst begrüßenswert, dass in der Ukraine etliche Köpfe sitzen, die nur darauf erpicht sind die EU und andere Geldgeber ordentlich zu schröpfen.

Unglücklicherweise zum Nachteil der eigenen Bevölkerung. Denn solange nicht der letzte ukrainische Soldat gefallen ist, wird daran festgehalten, dass der Sieg zum greifen nahe sei. Und selbst wenn nur noch Einer übrig wäre, würde man diesen als Ukro-Rambo inszenieren. Nebenher werden immer weitere Landesteile von Russland annektiert. EU- Beitrittskandidat? Marschallplan zum Wiederaufbau der Ukraine? Das wir nicht lachen.

Abschließend zitieren wir die britische Tageszeitung The Guardian, die mit Blick auf den Donbass und darüber hinaus folgende indikative Fragestellung anführte:

Die schiere Zahl- monatlich über 20 000 Todesopfer – wirft Fragen auf, in welchem Zustand sich die ukrainische Armee befindet, wenn sich der Krieg bis zum Herbst hinziehen sollte.

Aut.R.R.

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