USA warnen FSA vor Beteiligung an Ankaras Operation gegen YPG- “Wenn Elefanten tanzen, sollten sie fern bleiben!”

Nachrichtendienstliche und diplomatische US-Beamten haben die türkisch gestützte Freie Syrische Armee (FSA) und die Nationale Koalition für syrische Revolutionäre und Oppositionskräfte (SMDK) gedrängt, sich nicht an der geplanten türkischen Militäroperation gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) östlich des Euphrats zu beteiligen, dies berichtete das libanesische Nachrichtenportal Al-Masdar-News (AMN) unter Verweis auf die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. 

Anadolu zitierte diverse US-Beamte die in einer Botschaft verlauten ließen, das jegliche Partizipation von der SMDK oder FSA an der Operation ” ein Angriff auf die Vereinigten Staaten und die Koalitionskräfte” sei, und zu einer direkten Konfrontation mit den USA führen könnte.

“Dies würde die Beziehungen zwischen den USA, der SMDK und der FSA völlig zerstören,” warnte Washington.

Die US-Beamten erinnerten ferner an die Interaktion von dem US-Militär mit den Syrisch Demokratischen Kräften (SDF), und beharrten darauf das die Gruppierung nicht attackiert werden könne ohne “Aggression und Konfrontation mit Koalitions und US-Kräften und Beratern zu verursachen.  

“Wenn Elefanten tanzen, müssen sie von der Tanzfläche fern bleiben”, hieß es.

Die Anmerkungen der US-Beamten erfolgten nach dem die jeweiligen Präsidenten der USA und Türkei am Telefon die zukünftige Militäroperation Ankaras besprachen, wie Sputnik mitteilte.

Erdogan habe Trump seine Besorgnis bezüglich der von den USA unterstützten anwachsenden militärischen Präsenz der YPG nahegelegt. Die zwei Staatsführer sollen sich darauf geeinigt haben, militärische Aktionen an der türkisch-syrischen-Grenze zu koordinieren.


 Allem Anschein nach haben die Vereinigten Staaten nun doch Partei ergriffen, um die kurdischen Separatisten vor dem Untergang zu bewahren.

Die Syrisch Demokratischen Kräfte (SDF) sind das längst enttarnte trojanische Pferd der Amerikaner, was zur Verwirklichung einer Zergliederung Syriens unersetzbar ist.

Die Aspiration der Kurden nach einem eigenen Staat, war schon immer für Washington der einfachste Weg um die kurdischen Militanten und Terroristen zu mobilisieren, und sich an destruktiven Missionen zu beteiligen.

Im Irak eröffneten die kurdischen Peschmerga 2003 die Pforten zur Hölle, und leiteten den Untergang Saddam Husseins ein. Die darauffolgende US-Invasion sorgte für den angestrebten Zusammenbruch der irakischen Gesellschaft.

Das Land wird sich wohl nie wieder von dem Trauma erholen. Die einzigen die von dem Leid und der Zerstörung profitierten, waren die mit den USA paktierenden Kurden, die im ölreichen Norden des Landes von den Vereinigten Staaten ein Autonomiegebiet zugeteilt bekamen.

Seither haben die USA ihren eigenen Hinterhof im Irak. Dessen Kräfte sie sich bedienen um den Nahen-Osten nach ihrem Ermessen aufzumischen und zu balkanisieren. Was im Irak bereits Früchte trug, soll gleichermaßen in Syrien seine Anwendung finden.

Die syrischen Kurden wollen wie ihre Waffenbrüder im Irak mittels Rückendeckung der Amerikaner, das gesamte Gebiet östlich des Euphrats annektieren und streben ein föderalistisches Syrien an.

Entgegen den Willen der syrischen Regierung haben die “politischen” Organe der kurdischen “Föderalisten” alle illegitim besetzt gehaltene Regionen als “Rojava” proklamiert. Der “Demokratischen Föderation Nordsyrien”. Die Similaritäten zwischen dem Irak und Syrien sind unverkennbar. 

An dem irakisch-kurdischen Autonomiegebiet hatte die Türkei solange nichts auszusetzen, bis die Kurden 2017 mit dem Gedanken spielten dem Irak ein Stück seines Landes gegen seinen Willen zu entreißen. Der Versuch wurde von Bagdad umgehend im Keim erstickt. Solange Erbil keine völlige Unabhängigkeit anstrebte, betrieb die Türkei florierende Geschäfte in der Region. 

In Syrien ist diese Einflussnahme aufgrund der Strukturierung der Geographie nicht möglich. Ankara kann nicht wie im Irak nach Belieben militärisch intervenieren, da sich das Gros der SDF nicht an der türkisch-syrischen Grenze befindet, sondern eher zentral gelegen in Rakka und weiter südlich in Deir-Ezzor, wo die US-Koalitionskräfte sich ebenfalls niedergelassen haben. 

Die von der Türkei anvisierten türkisch-syrischen Grenzgebiete, sind zwar von US-gestützten Kräften besetzt, dennoch würde ihre Annihilation längst nicht bedeuten das das Problem aus der Welt geschaffen würde. Hinter Ankaras Plan die Kurden zu verjagen steckt die Intention der Einverleibung weiterer syrischer Landesteile.

Entgegen Ankaras Beteuerungen die territoriale Integrität Syriens zu wahren, modifiziert die Türkei die von ihr besetzten Gebiete zu türkischen Kolonien, wo syrische Städtenamen von türkischen ersetzt werden, an syrischen Schulen das türkische Curriculum aufgezwungen wird und Erdogan als Staatsführer angesehen wird. Zudem wurden sämtliche syrische Flaggen über Amtsgebäuden von türkischen ersetzt und der türkische Lira eingeführt.

Dies hat nichts mit Terrorismusbekämpfung zu tun, sondern ist unterwandernde Annektierung wie sie im Buche steht.

Verf.R.R. 

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