Das Rätsel um das Verschwinden des saudischen Journalisten und Terroristen-Unterstützer Jamal Kashoggi

Das Mysterium um das spurlose Verschwinden des saudischen Journalisten, Jamal Kashoggi, ist nach einer Woche immer noch nicht aufgeklärt.

Der seit 2017 im selbst auferlegten Exil lebende Kashoggi soll am 2.Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten haben, um zuvor beantragte Ehedokumente in Empfang zu nehmen.

Seiner ihn begleitenden Liierten soll er vor dem Eintritt in das Konsulat sein Mobiltelefon übergeben, und ihr nahegelegt haben das sie wenn er nicht bald zurückkehre die türkischen Behörden einschalten solle.

Die Vorahnung des saudischen Journalisten und milden Kritiker des Königreichs ist offenbar nicht weit hergeholt gewesen, da Kashoggi seit dem Besuch im Konsulat in Istanbul spurlos verschwunden ist.

Die Zukünftige von Kashoggi befolgte seine Anweisung und wendete sich an die türkischen Behörden, nachdem sie mehrere Stunden vor dem Konsulat vergeblich auf seine Rückkehr wartete.

Infolgedessen gaben die türkischen Behörden bekannt das sie davon ausgehen, das Jamal Kashoggi das saudische Konsulat nach dem Betreten nicht mehr verlassen habe. Diesbezüglich erörterte die türkische Polizei das Videoaufzeichnungen belegen würden, das der Journalist nicht mehr aus dem Gebäude zurückgekehrt sei.

Zwei Tage nach Einleitungen der Ermittlungen ließen die türkischen Behörden verlauten, das Hinweise vorliegen würden die darauf hindeuten das Jamal Kashoggi im saudischen Konsulat ermordet worden sei.

Ein 15 köpfiges Mordkommando sei für die Beseitigung des Journalisten mit zwei Privatflugzeugen aus Saudi-Arabien angereist, und soll im Konsulat zugegen gewesen sein als Kashoggi dort eintraf, wie die türkische Polizei mitteilte.

Ferner wurde preisgegeben das Kashoggis Leichnam, nachdem er angeblich im Konsulat zerstückelt wurde, aus dem Gebäude geschmuggelt worden sei. Der Mord an dem Journalistin soll gefilmt worden sein, um einen Beleg zur Hand zu haben, wie es die türkischen Behörden ausdrückten. Der Videobeweis sei umgehend außer Land geschafft worden, hieß es.

Trotz der erhobenen Vorwürfe hält Ankara den Ball allgemein Flach, um die sich anbahnende Krise nicht ausufern zu lassen. Erst nachdem Riyadh die Behauptungen von sich wies und der saudische Kronprinz Mohammed Bin Salman, äußerte das der Türkei jederzeit gestattet sei das Konsulat zu inspizieren um Licht ins Dunkle zu bringen, stellten die ermittelnden Behörden einen formellen Antrag um Zutritt zum Konsulat zu bekommen.

Wenn wirklich ein Mord dort stattfand, dann ist es allemal zu spät um brauchbare Spuren zu finden. Sieben Tage nach der vermeintlichen Tat. Alle Zeit der Welt um ein in Spuren beseitigen versiertes nachrichtendienstliches Kommando durch den gesamten Komplex zu jagen, und alles verschwinden zu lassen.

Die türkischen Ermittler haben zu viel zeit verstreichen lassen, und hätten unmittelbar nach der Anzeige von Kashoggis Liierten agieren und das Konsulat durchsuchen sollen.

Jamal Kashoggi floh im September 2017 aus Saudi-Arabien, einen Monat bevor der saudischen Nacht der langen Messer, als mehrere Prinzen und Geschäftsmänner im Ritz Carlton unter Hausarrest gestellt wurden um insgesamt $100 Milliarden Lösegeld einzukassieren.

Die von dem Kronprinzen Mohammed Bin Salman (MBS) als Antikorruptionskampagne bezeichnete Säuberungsaktion, war ausschlaggebend für Kashoggis Flucht aus Saudi-Arabien. Der Journalist muss im Vorfeld des Coups irgendwie Wind von der Absicht des Kronprinzen bekommen haben, und nahm rechtzeitig Reißaus.

Kashoggi ließ sich anschließend in Washington nieder, wo er bis zu seinem Verschwinden für die US-Tageszeitung Washington Post eine Kolumne schrieb die er dafür nutzte die Golfmonarchie milde zu kritisieren.

Ob sein Verschwinden mit seiner vagen Kritik an MBS und seiner Herrschaft zusammenhängt, oder von anderen Umständen herrührt ist nach bisherigem Kenntnisstand ungewiss.

In den Mainstream-Medien wird Kashoggi derweil als außerordentlicher Kritiker Saudi-Arabiens porträtiert. Somit wird der Eindruck vermittelt das sein Verschwinden mit seiner Arbeit als Journalist zu tun hat.

Wenn man jedoch seine angeblich so kritischen Äußerungen und Artikel recherchiert, wird man auf wenig stoßen was aus Sicht der Saudis eines Mordes wert wäre. Der saudische Journalist redete in seiner Kolumne dem Mainstream stets nach dem Mund. Die von der Washington Post verbreitete Propaganda in Bezug auf Saudi-Arabien neu verpackt. So in etwa verfasste Kashoggi seine euphemistische Saudi-Kritik in dem Blatt von Jeff Bezos.

Während  einer Crosstalk-Sendung auf RT die im Mai ausgestrahlt wurde, verteidigte Kashoggi trotz seines Exilanten-Status die feudale Golf-Monarchie. Die damals getroffenen Aussagen versinnbildlichen die Art der vagen Kritik, die Kashoggi in seinen Artikeln walten ließ.

Die gravierendsten Fehltritte und Verbrechen Saudi-Arabiens wagte sich Kashoggi in seiner kurzen Laufbahn als “Kritiker” nicht anzuschneiden. Wie die von Riad mit initiierte terroristische Unterwanderung Syriens.

Diese befürwortete der saudische Journalist zu jeder sich bietenden Gelegenheit. Kashoggi vertrat des öfteren offenkundig seine Meinung in Bezug auf den Syrien-Konflikt, und bekräftigte dabei unentwegt seinen Zuspruch für die Vorgehensweise Saudi-Arabiens. Die Bewaffnung und Unterstützung der ISIS und Al-Qaida durch Riad, tangierte Kashoggi nicht im geringsten. Im Gegenteil, er nutzte die sozialen Medien als Plattform um Enthauptungen von syrischen Soldaten zu zelebrieren und verfasste Artikel die eine Zergliederung Syriens propagierten.

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Kashoggi war in seiner Heimat bei diversen Zeitungen und Medienunternehmen angestellt, und rühmte sich damit Osama Bin Laden interviewt zu haben. Nicht zu vergessen Jamal Kashoggi ist erst zum saudischen Kritiker mutiert, als er sich gezwungen sah vor einem Jahr sein Heimatland zu verlassen.

Zuvor war er ein Sprachrohr für sein Königreich. Interessant anzumerken ist das als Kashoggi seine Arbeit bei der Washington Post längst aufgenommen hatte, und anhand seiner Kolumne den Kronprinzen Saudi Arabiens Mohammed Bin Salman bereits mehrfach milde kritisierte, fand im März ein Treffen zwischen dem Besitzer der Post, Jeff Bezos, und dem saudischen Monarchen statt.

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MBS war zu diesem Zeitpunkt auf Staatsvisite in den USA, wo ihm von Politikern und Großunternehmern der Hof gemacht wurde. Demnach ist die derweil vom Westen aufgeblasene Hysterie bezüglich der Gründe für Kashoggis Verschwinden oder Ableben schlichtweg unangebracht.

Er sei für seinen angeblichen Mut sich gegen den Kronprinzen und seine “Vision 2030” auszusprechen, wahrscheinlich unter die Räder geraten, so deuten die Mainstream-Medien derzeitig unterschwellig an.

Inwiefern dies zutrifft wird wahrscheinlich nie ans Tageslicht kommen. Hingegen werden die Thesen nicht abreißen, das Kashoggis Verschwinden mehr Gründe aufzuweisen hat, als nur seine journalistische Arbeit.

Kashoggi war vor seiner Flucht für den saudischen Prinzen Al-Walid bin Talal tätig, und wirkte an einem Projekt für einen TV-Sender mit. Bin-Talal wurde ab November 2017 neben Prinzen und Milliardären im Ritz Carlton festgehalten, bis er einwilligte immense finanzielle Zugeständnisse zu machen um seine “Freiheit” zu erlangen.

Kashoggi floh rechtzeitig bevor sein Arbeitgeber inhaftiert wurde, und vermied es somit in die Hände der saudischen Behörden zu geraten. Vielleicht hatten die Saudis eine andere Rechnung mit ihm offen, die weniger mit seiner einjährigen Karriere als “Kritiker” zu tun hatte.

Kurz bevor er nach Istanbul zurückkehrte um sich am 2.Oktober zum saudischen Konsulat zu begeben, besuchte Kashoggi London. Freunde aus seinen Umkreis äußerten gegenüber der Presse das er euphorisch und aufgeregt gewesen sei aufgrund seiner anstehenden Hochzeit.

Als er dann wieder in der Türkei eintraf war er wie ausgewechselt und von Paranoia erfüllt. Die Übergabe seines Mobiltelefons und die Anweisungen an seine Liierte kurz vor dem Eintritt in das Konsulat, belegen das irgendetwas in London geschehen sein muss beziehungsweise er erfahren hat das die urplötzlich eingekehrte Angst gerechtfertigt.

Wenn er so von Angst erfüllt war, weshalb hat er sich in den Machtbereich des saudischen Königreichs begeben, und nicht darauf verzichtet das Konsulat zu betreten. Existierte irgendein Druckmittel, das ihn letztlich dazu bewegte in die Höhle der Löwen zu schreiten? Erhielt er Todesdrohungen, die darauf hinausliefen das bei Ungehorsam seine Familie und Angehörigen in Gefahr geraten exekutiert zu werden? Das Verhalten Kashoggis erinnert an eine forcierte Auslieferung.

Indes haben die türkischen Behörden die Genehmigung von Saudi-Arabien bekommen das Konsulat zu durchsuchen.

Die türkischen Behörden werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts mehr in dem Konsulat vorfinden, das den Mord oder eine Entführung beweisen würde. Aller Voraussicht nach werden die Ermittlungen im Sande verlaufen. Aufschluss über das Verschwinden würde eine Offenlegung der Videoaufzeichnungen des saudischen Konsulats geben. Davon sahen die türkischen Behörden bisher ab.

Verf.R.R.

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