Die Al-Qaida- Made In America!

Als vor 17 Jahren die Zwillingstürme in New-York City gerade einmal ein paar Stunden in sich zusammengestürzt waren, und die Rauchwolken noch über der Stadt Platz nahmen, gaben die ermittelnden US-Behörden bekannt die Attentäter samt der Drahtzieher ermittelt zu haben.

Osama Bin Laden und seine Organisation die Al-Qaida wurden geläufige Begriffe für die Masse. Washington behauptete es handele sich um das maligneste Terroristen-Kollektiv auf diesem Erdball, das weltweit gejagt und ausgerottet werden müsse.

Der Krieg gegen den Terror war geboren. Fernab von den Vereinigten Staaten gingen seither US-Soldaten und private Sicherheitsfirmen auf “Terroristen-Jagd”. Das erste Ziel der Amerikaner war Afghanistan.

Von den nachrichtendienstlichen medialen Sprachrohren erfuhren die Menschen damals, das sich Osama Bin-Laden in den Höhlen von Tora-Bora verschanzt hätte. Ein Katz und Maus Spiel hätte sich in den bergigen Landschaften Afghanistans abgespielt, hieß es.

US-Spezialkräfte hätten jeden Stein umgedreht, dennoch sei der Terror-Fürst ihn auf wundersame weise stetig durch die Lappen gegangen. Die sogenannte Operation Enduring Freedom hatte alsbald sein erstes Opfer verschlungen, und die Amerikaner konsolidierten ihre Präsenz indem sie strategische Landesteile am Hindu-Kusch besetzten.

Zwar gaben uns die kriegstreiberischen Medien zu verstehen, das die Intervention der USA vonnöten gewesen sei um die Verantwortlichen des elften Septembers zur Rechenschaft zu ziehen, nur entpuppte sich die Mission in Afghanistan als Sackgasse.

Die Al-Qaida geriet schnell in Vergessenheit da sie kaum repräsentative Kontingente am Hindu Kusch vorzuweisen hatte, bzw gar keine. Die eigentlich dominierende und Jahre zuvor von den USA unterstützte Kraft auf afghanischem Territorium waren die Taliban, die für die Verbrechen der Al-Qaida büßen sollten.

Ohne zu weit in die Vergangenheit zurückzublicken erörterten die USA das die Organisation Osama-Bin-Ladens und die Taliban Partnergesellschaften seien, also der Letztere dafür gerade stehen müsse.

Im Irrgarten des Friedhof der Imperien expandierte die US-Armee zwar kontinuierlich ihr Territorium, dennoch bekam man die Lage nie in den Griff. Die Taliban zogen sich in die unüberwindbaren Berglandschaften zurück, wo den USA die Hände gebunden waren militärische Erfolge einzuheimsen.

Ein Jahr nach dem Einfall in Afghanistan versuchten die Vereinigten Staaten der Welt weiszumachen, das der Irak ebenfalls ein sicherer Hafen für die Al-Qaida sei und der irakische Machthaber Saddam Hussein die Terror-Organisation unterstützt hätte.

Beweise für die erhobenen Vorwürfe lieferte man nicht. Der damalige US-Präsident, George W. Bush warf Hussein und die Al-Qaida in einen Topf, und behauptete das man zwischen den beiden nicht differenzieren könne, da die zwei von demselben malignen, verdorbenen und destruktiven Verstand erfüllt seien.

Da sich die Behauptungen über den Irak nicht mit der Realität deckten und von vornherein stutzig machten, brachte die Bush-Administration die Massenvernichtungswaffen ins Spiel. Von der Entwicklung einer Nuklear-Bombe und Anthrax war die Rede. Der Sturz des irakischen Diktators wäre unabdinglich, ansonsten gerate die Welt in Gefahr von Saddam Hussein ausgelöscht zu werden.

Die pathetische Theatralik der Kriegstreiber Washingtons, gipfelte in der historischen Darbietung des damaligen US-Außenministers, Colin Powell, der vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen anhand von einem winzigen Gefäß der internationalen Gemeinschaft zu verstehen geben wollte, das die Zeit gekommen sei die Waffen sprechen zu lassen.

Die Al-Qaida war zu diesem Zeitpunkt mal wieder in den Hintergrund gerückt, und die Invasion in trockenen Tüchern. Unmittelbar nach Powells vorgetragenem Lügenkonstrukt begannen US-Jets und Zerstörer die Bombardierung der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Die übermächtige US-Streitkraft rückte im Handumdrehen ins Land ein, und übernahm die Kontrolle über den Irak. Saddam Hussein wurde nach monatelanger Flucht in einem Unterschlupf in der Wüste aufgespürt, verraten von einem Angehörigen der für seine Dienste $25 Millionen erhalten haben soll.

Die irakische Stadt Falludschah hatte sich während der US-Besatzung fortwährend als islamistische “Rebellenhochburg” etabliert. Eine nie zuvor dagewesene Präsenz von Jihadisten leistete erheblichen Widerstand gegen die Amerikaner.

Bemerkenswert ist das als der moderate Saddam Hussein den Irak noch beherrschte, es ziemlich ungesund war auch nur das geringste Anzeichen von Islamismus durchklingen zu lassen. Die von den USA angeblich in aller Welt zu jagende Al-Qaida, gab es vor der US-Intervention im Irak nicht.

Dies sollte sich schlagartig ändern. Der Sturz Saddam Husseins hinterließ ein Machtvakuum, das sich terroristische Elemente zugunsten machten. Was den USA ziemlich gelegen kam, da sich die Suche nach den vermeintlichen Massenvernichtungswaffen aussichstlos gestaltete, und mittlerweile klar wurde das die USA auf Lügen basierend in den Krieg zogen.

Allmählich hatte sich die Al-Qaida im Irak (AQI) etabliert, wovon sie die im Jahre 2004 kurzweilige US-Militäroperation in Falludscha nicht abbringen konnte und sollte. Ein Gesicht sollte die AQI auch bald bekommen!

Das Phantom Osama Bin-Laden war spurlos verschwunden, und die Amerikaner brauchten schnell ein aktuelles zu fassendes Feindbild! Musab az-Sarqawi sollte diese Rolle übernehmen.

Eine Serie von Mordanschlägen, Bombenattentaten und Entführungen sollen auf die Kappe des Oberhaupts der AQI gegangen sein. Medienwirksame Enthauptungen hatten schon damals Hochkonjunktur im Irak.

Sarqawi dekaptierte 2004 den Amerikaner Nicholas Berg vor laufender Kamera, und somit hatte das Böse ein neues Gesicht, und Washington seine Rechtfertigung die Zelte im Irak für unbestimmte Zeit aufzuschlagen.

Außer der oben erwähnten Schlacht in Falludscha, unternahmen die Amerikaner im Nachhinein nicht mehr viel gegen die Al-Qaida im Irak. Aus dieser soll dann alsbald eine Partnerorganisation erwachsen sein, die den inzwischen gemeinläufigen Namen Islamischer Staat von Irak” (ISI) tragen sollte.

Es hieß Sarqawi habe den ISI gegründet, noch bevor er durch einen US-Luftschlag 2006 eliminiert worden sei. Dieses kosmetische Vorgehen gegen die immer rapider anwachsenden zwei Terror-Achsen im Irak, waren die Voraussetzung für das darauffolgende Chaos im Irak.

Megalomanie hatte Vorrang die Erbauung der größten Botschaft auf der Welt war weitaus wichtiger. 102 Morgen Fläche verschlingend und 20 000 US-Personal beherbergend, darunter private Sicherheitsfirmen und Nachrichtendienste, lokalisiert im Zentrum von Bagdad.

Womit die Amerikaner alle Zweifel ausräumten, das sie jemals aus dem ölreichen Irak abziehen würden. Um gegen den von Washington importierten grassierenden Terrorismus im Irak vorzugehen, bildete die US-Armee unqualifizierte irakische Sicherheitskräfte aus, die es nicht vermochten die expandierende Gefahr einzudämmen.

Zudem klafften die schiitischen und sunnitischen Lager im Irak immer weiter auseinander. Wozu Anschläge der AQI und ISI gehörig beitrugen. Schiiten sind in den Augen wahabitischer und salafistischer Staaten und Kollektive, Apostaten und Häretiker.

Die Anschläge und Morde nahmen Überhand, was einst zu einer kompletten Separation von Anhängern der jeweiligen Konfessionszweige führte. Jedoch hielten die Mauern zwischen Schiiten und Sunniten in Bagdad das Blutvergießen nicht auf, und die Amerikaner schauten einfach zu.

Die Al-Qaida war wieder zur Nebensache geworden. Der War on Terror wie uns im Anschluss des elften Septembers vermittelt wurde, sollte ja eigentlich dafür Sorge tragen das dem Terrorismus der Garaus gemacht wird.

Doch wie sich herausstellte begünstigten die USA diesen mit ihren Interventionen. Die einzige Strategie die offensichtlich war, ist weitere Staaten im ölreichen Nahen-Osten auf ewig besetzt zu halten.

Mal hier und dort einen hochrangigen Al-Qaida Kommandeur anhand von Drohnen-Angriffen und Luftschlägen aus dieser Welt zu befördern, sollte den Amerikanern daheim vor dem Fernseher das Gefühl geben das die USA wirklich etwas bewirken.

Zehn Jahre nach 9-11 entfaltete sich der arabische Frühling, der sich umgehend als islamistischer Winter entpuppte. Es sei an der Zeit die Tyrannen in der muslimischen Welt zu stürzen, lauteten die homogenen Schlachtrufe der Medien.

Während die USA in Bezug auf Alliierte  wie Ägypten und Tunesien noch eine ruhige Kugel schoben, und den Dingen ihren Lauf ließen- was zur kurzweiligen Machtergreifung der muslimischen Bruderschaft in Ägypten führte- ergriffen sie hinsichtlich der Situation in Libyen und Syrien die Initiative um militärisch zu intervenieren.

Die NATO wurde auf den Plan gerufen, und man zerlegte ganz Libyen in Schutt und Asche um den libyschen Machthaber, Muammar Gaddafi, davon abzuhalten ein Massaker im östlich gelegenen Benghazi anzurichten. Was sich im Nachhinein als Propaganda herausstellte.

Natürlich gewinnt man mit einer Flugverbotszone keinen Krieg, und Bodentruppen sind unabdinglich. Da jedoch von vornherein von der NATO beschlossen wurde das keine “Boots on the Ground” also keine Bodentruppen vorgesehen waren, musste eine Alternative her.

Aus heiterem Himmel tauchten tausende bewaffnete Militante in Libyen auf, die man uns in den Mainstream-Medien als “Freiheitskämpfer” und “Rebellen” verkaufte. Anhand von koordinierter Luftunterstützung war es den “Rebellen” möglich unentwegt Boden gut zu machen.

Dank des Internets und der medialen Offenkundigkeit von Terroristen, erfuhren wir bald wer die glorreichen “Rebellen” wirklich waren. Dreimal dürfen sie raten. Die in Vergessenheit geratene Al-Qaida. Genauer gesagt ihr libyscher Ableger namens Libysche Islamische Kampfgruppe (LIFG).

Ihr Anführer Abd al-Hakim Balhadsch, war die Galionsfigur für Terroristen in Libyen, und ging nach der barbarischen Ermordung Gaddafis und erfolgreicher Mission sogar in die Politik.

Die offensichtliche Kooperation zwischen der Al-Qaida und dem Westen sorgte allmählich für Furore, was die Obama-Administration nicht davon abhielt nach diesem Schema weiter zu verfahren. Ergo in nicht genehmen Nah-Ost Staaten sogenannte “Freiheitskämpfer” mit Hilfe regionaler Mächte- Saudi-Arabien, Türkei, Katar, Jordanien- zu bewaffnen und unterstützen.

Was uns zu Syrien führt. Unter dem gleichen humanitären Vorwand wie in Libyen, der sich in Begleitung von einer beispiellosen Medienkampagne befand, wollte man unmittelbar nach dem libyschen Desaster militärisch in Syrien Fuß fassen.

Während im UNO-Sicherheitsrat dank Russland eine Flugverbotszone über Syrien verhindert wurde, begaben sich die Schwarzen Armeen zunächst aus dem Irak und Libyen und bald aus der ganzen Welt, in das zum Regime-Wechsel auserkorene Land.

Die Al-Qaida im Irak (AQI) und der Islamische Staat von Irak (ISI) befanden sich bereits zu Beginn 2012 in Syrien, wo sie zur Al-Nusra und dem Vorzeige-Terror-Kollektiv des Westens der ISIS (Islamischer Staat von Irak und Syrien) mutierten.

Laut einem brisanten Dokument des US-Verteidigungsnachrichtendienstes (DIA) aus dem Jahre 2012, würden der “Westen, Golf-Staaten und die Türkei die syrische Opposition unterstützen. Ferner hieß es das die Möglichkeit bestehen würde ein “salafistisches Fürstentum” im Osten Syriens zu etablieren, wie es von den unterstützenden Mächten der Opposition gewünscht sei. Überdies lautete es im Dokument:

“Dies schafft die ideale Atmosphäre für die AQI, um in ihre alten Territorien in Mosul und Ramadi zurückzukehren, und wird ein neues Momentum bieten unter der Annahme den Jihad im sunnitischen Irak und Syrien, und den Rest der Sunniten in der arabischen Welt gegen denjenigen den sie als einen Feind ansehen, zu vereinigen, die Andersgläubigen. Der ISI könnte ebenfalls mittels seiner Union mit anderen Terroristen-Organisationen in Irak und Syrien einen islamischen Staat deklarieren, was eine gravierende Gefahr darstellen würde in Bezug auf die Vereinigung des Iraks und die Protektion seines Territoriums.” 

Wieder verbreitete der Westen das Gerücht das es sich bei den terroristischen Elementen in Syrien, ausschließlich um “Rebellen” und “Freiheitskämpfer” handele. Unter dem Deckmantel von CIA-Programmen zur Bewaffnung der “Opposition”, gelangten Terroristen in Syrien an so viele Waffen, das sie es mit so einigen Streitmächten am Boden aufnehmen konnten.

Was die schlagartige Expansion dieser Gruppierungen erklärt. Wenn das Land schon nicht aus der Luft bombardiert werden konnte, musste man dafür sorgen das die Zerstörung am Boden ähnliche Ausmaße annimmt.

Terroristen aus aller Herren Länder, besetzten diverse Landesteile in Syrien, und Damaskus verlor zunehmend die Kontrolle über sein Hoheitsgebiet. Die Infiltrierung gipfelte in dem medienwirksamen ISIS-Konvoi der 2014 unbehelligt im syrischen Rakka und im irakischen Mossul einrückte.

Zu diesem Zeitpunkt war die Katze bereits aus dem Sack, und der Westen kam nicht mehr mit seinem Euphemismus davon. Man erkannte letztlich an, das die “syrische Revolution” auch dunkle Wesenszüge hatte und das Terroristen am Werk sind.

Die USA schlugen zwei Fliegen mit einer Klappe, indem sie nun urplötzlich wieder den längst ins Stocken geratenen Kampf gegen den Terror aufnahmen, und unter diesem Vorwand die lang ersehnte völkerrechtswidrige Bombardierung Syriens in die Wege leiteten.

Ferner schleuste man mindestens 2000 US-Soldaten ein und errichtete dutzende Militärbasen, nachdem man mit Hilfe kurdischer SDF-Terroristen die ganze Stadt Rakka ebnete, und mit dem IS ein Geheimabkommen traf das die fließende Übernahme des gesamten Gebiets östlich des Euphrats gewährleistete.

Seither besetzen die USA die besagte Region Ost-Syriens. Und wieder wurde die Al-Qaida ausgeblendet, die von Washington zu den “moderaten” Lager gezählt wurde.

“Moderat” war die neue Überschrift der Militanten bezogenen Terminologie. Moderate Kräfte würde man im Kampf gegen den syrischen Schlechter Assad unterstützen, hieß es. Nur das Problem war das diese besagten Kräfte allesamt zu den Terroristen-Kollektiven überliefen, und die ihnen von den USA überlassenen Waffen mitnahmen.

Die Al-Nusra der Al-Qaida Ableger in Syrien fungierte als Gebärmutter, für die meisten in Syrien operierenden Gruppierungen, auch für die die Washington und die NATO bis dato als moderat einstufen. Der Zweck heiligt die Mittel.

Die USA befinden sich in einer geopolitischen Endlosschleife, und sind anscheinend dazu verdammt ihre eigene Geschichte fortwährend zu wiederholen. Gegenwärtig ergreifen die USA öffentlich Partei für die Al-Qaida in Syrien, die indes mehrere Umbenennungen hinter sich gebracht hat und nun unter dem Namen Hayat Tahrir al-Sham (HTS, Al-Nusra) operiert.

Seitdem Russland sich 2015 auf Bitten der syrischen Regierung in den Konflikt einschaltete, hat Damaskus fast das gesamte Landesgebiet westlich des Euphrats zurückerobert.

Lediglich das im Norden an der Grenze zur Türkei liegende Jihadisten-Paradies Idlib, ist den importierten westlich gestützten Jihadisten geblieben. Daher rührt die Verbissenheit der Amerikaner über Leichen zu gehen,und alles in die Waagschale zu werfen um die syrische Armee davon abzubringen die Al-Qaida und ihre Mitstreiter in Idlib auszulöschen.

Diesbezüglich signalisiert die Trump-Regierung der HTS in Idlib, das sie ein C-Waffen-Szenario inszenieren sollten um Washington die Rechtfertigung für eine Eskalation zu bieten. Was auf krimineller Grundlage bereits zwei mal zuvor geschehen ist.

Die Al-Qaida hat den richtigen impulsiven Mann im Weißen-Haus sitzen, der es präferiert oberflächliche Informationen anhand von visuellen Darbietungen zu beziehen, und nicht so viel hält von ellenlangen geheimdienstlichen Dokumenten.

Derweil verstummen die humanitären Aufschreie bezüglich der Lage in Idlib kaum, doch die Al-Qaida existiert irgendwie nicht mehr. Die letzte “Rebellenbastion” dürfe nicht angegriffen werden. Die USA und Konsorten drohen sogar das jedweder Angriff auf Idlib, verheerende Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Die USA haben die Al-Qaida in Syrien nie bekämpft, geschweige denn die ISIS. Jüngst haben auf der US-Basis At-Tanf stationierte US-Soldaten im Süden des Landes eine mehrtägige Kriegsübung gestartet, um die Russen und Syrer davon abzuhalten eine in der Region ansässige ISIS-Zelle auszumerzen.

Wer nur mit der Geschichte des elften Septembers vertraut ist und davon ausgeht das die Al-Qaida ein Zufallsprodukt ist, der müsste über die derzeitige US-Haltung ziemlich bestürzt und schockiert sein. War doch diese dämonische Organisation angeblich für den Tod von 3000 Amerikanern verantwortlich. Warum ergreift Washington nun Partei für die Al-Qaida in Idlib? Für diejenigen die Washingtons geopolitisches Spiel mit Terroristen weiter zurückverfolgten, ist die Doppelmoral in Bezug auf Terroristen keine Überraschung.

Um die Sowjetunion in einen blutigen Krieg fernab der eigenen Heimat zu verwickeln, riefen die USA die Operation Cyclone ( 1979-1989 ) ins Leben unter der tausende “Mudschaheddin” (Gotteskrieger) ausgebildet und bewaffnet wurden.

Das aus Al-Qaida Kämpfern und dem Vorläufer der Taliban bestehende Konglomerat wurde geschaffen, um sowjetische Kräfte in Afghanistan zu bekämpfen. Der damalige nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Zbigniew Brzezinski, ließ damals verlauten das man den Sowjets in Afghanistan eine Situation bieten wollte, mit der sich die USA in Vietnam konfrontiert sahen.

Als Brzezinski sich 1979 nach Pakistan in die Nähe der afghanischen Grenze begab um sich mit den Mudschaheddin zu treffen, hielt er eine historische Ansprache und teilte den anwesenden Gotteskriegern mit:

“In dieses Land dort drüben werden sie eines Tages zurückkehren, da ihr Kampf obsiegen wird und sie werden ihre Häuser und Moscheen zurückerhalten, denn ihr Grund ist richtig und Gott ist auf ihrer Seite.” 

Die russische Nachrichtenagentur Sputnik verwies in einem Artikel auf eine vor einigen Jahren von dem damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter getroffene Aussage, in der er prahlte das er  den “Freiheitskämpfern” geholfen habe um die sowjetischen Truppen aus Afghanistan hinauszudrängen. Carter war damals zu Gast in der MSNBC-Sendung  “Morning Joe” die von Joe Scarborough und Mika Brzezinski, Zbigniews Tochter, moderiert wird. Osama Bin-Laden galt in den 1980. Jahren im Westen als “Koryphäe” der “Freiheitskämpfer” in Afghanistan, und genoss dementsprechendes Ansehen.

Weiter hieß es in dem Sputnik-Artikel das der Journalist Max Blumenthal über eine im Jahr 1985 stattfindende akademische Konferenz berichtete, derer Verlauf ihm von der Journalistin Helena Cobban mitgeteilt wurde.

Cobban wohnte der Konferenz bei und teilte Blumenthal mit : “Ich erinnere mich daran  mich unter all die republikanischen Frauen aus den Vororten von Phoenix gemischt zu haben die mich fragten “Haben sie auch einen Muj adoptiert?” so Cobban gegenüber Blumenthal.

Jede einzelne hatte Geldsummen zugesagt, um im Namen des Kampfes gegen die Kommunisten ein Mitglied der afghanischen Mudschaheddin zu unterstützen. Einige saßen sogar während des Events neben ihrem persönlichen Muj.” Der verstorbene Senator John McCain war damals auf der Konferenz der Hauptredner.

Ferner verwies Sputnik auf westliche Medien die 1993 den “saudischen Geschäftsmann” Osama Bin-Laden priesen, der die Mudschaheddin rekrutierte um die “Sowjet-Armee zu vernichten” doch nun seine Armee auf den Pfad zum Frieden führe.

Die Al-Qaida ist ein amerikanisches Produkt. Made in America! Die abschließenden Worte sollen der US-Außenministerin unter der Obama-Administration, Hillary Clinton, gehören, die einst vor dem US-Kongress einräumte das die USA ihre eigene Kreation bekämpfen würden.

 

Verf.R.R.

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