Diplomatie könnte eine militärische Konfrontation im Süden Syriens verhindern

Die imminente SAA-Militäroperation zur Befreiung Süd-Syriens aus den Händen von Terroristen, hat anscheinend eine Grundlage für Verhandlungen geschaffen. In vergangenen Tagen fanden diverse Konsultationen zwischen den USA, Israel und Russland statt, die eine militärische Konfrontation in der südlichen Region des Landes verhindern könnten. Gegenstand der Verhandlungen seien nach der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), die Übergabe von schweren Waffen und der Abzug von Terroristen gewesen. Ferner solle die russische Militärpolizei der Zugang zu den Gebieten gewährt werden, dafür würden sich im Gegenzug die Hisbollah und iranisch gestützte-Kräfte zurückziehen, hieß es.

Laut dem alternativen Nachrichtenportal Souhfront, berichteten Israelische Medien nach dem Treffen des israelischen Verteidigungsministers, Avigdor Lieberman, mit seinem russischen Amtskollegen, Sergei Shogu, am Donnerstag in Moskau, das zwischen den Parteien ein Abkommen getroffen worden sei, laut dem die Hisbollah und iranische Kräfte dazu gezwungen würden, sich 60 km von den Golan-Höhen zurückzuziehen. Indes erwähnte der russische Außenminister, Sergei Lavrov, das alle nicht-syrischen-Kräfte aus der Deeskalationszone in Süd-Syrien abziehen müssten, was laut Southfront bestätige das solch ein Abkommen verhandelt würde. Ebenso untermauerte der russische Botschafter der Vereinten Nationen, Vasily Nebenzya, das Bestehen einer Vereinbarung hinsichtlich des Abzugs iranischer Truppen aus der Grenzregion zu Israel.

“Ich kann nicht beantworten ob das Abkommen bereits am Boden umgesetzt worden ist, doch die in den Prozess involvierten Parteien sind zufrieden,” so Nebanzaya am Freitag gegenüber Journalisten, wie Al-Masdar-News mitteilte.

Derweil berichtete Southfront unter Verweis auf die russische Nachrichtenagentur Sputnik, das eine mit der Lage vertraute anonyme Quelle gegenüber dem russischen Portal enthüllt habe, das die Vizeaußenminister von den USA, Jordanien und Russland nächste Woche in der jordanischen Hauptstadt Amman zusammentreffen würden, um die Lage in der Deeskalationszone zu besprechen. Demnach sollen laut der Quelle die oben erwähnten Kompromisse thematisiert werden. In Bezug auf  die Situation im Süden des vom Kriege gebeutelten Landes, ließ das syrische Außenministerium verlauten das ein Abzug der USA aus Al-Tanf unabdingbar sei. Sputnik dazu:

Das syrische Außenministerium hat die amerikanischen Truppen aufgefordert, das Gebiet al-Tanf zu verlassen, um weitere Verhandlungen über die südlichen Territorien des Landes zu ermöglichen.

„Wir haben die Verhandlungen über die südliche Front noch nicht begonnen…Der Abzug der USA von unserem Territorium in al-Tanf wäre ein Zeichen“, sagte der syrische Außenminister Walid al-Muallim. 

Al-Muallim rief auf, keinen Erklärungen über ein Abkommen bezüglich des Südens des Landes zu glauben, solange die USA ihre Truppenvon der Militärbasis in al-Tanf nicht abziehen würden.„Sie sollen alle ihren Streitkräfte aus al-Tanf abziehen“, so al-Muallim.

 

Sollte sich eine Vereinbarung zwischen den Parteien bestätigen, dann wäre das ein Zwischenerfolg für den politischen Prozess zur Friedensfindung.

Verf.R.R.

 

 

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