“Bloody Gina”- Eine CIA-Direktorin die dem Ruf der Agentur gerecht wird

Als der amtierende US-Außenminister, Mike Pompeo, im vergangenem Jahr noch die Position des CIA-Direktors innehatte äußerte er das der Auslandsgeheimdienst eine “grausamere Agentur” werden wolle. Allem Anschein nach scheint sich die Prophezeiung des damaligen Spionage-Chefs allmählich zu erfüllen. Das heißt nicht das die CIA nicht bereits vor Pompeos Ansage bekannt für ihre dunkle Seite war. Doch mit der Bestätigung Gina Haspels in ihrem Amt als neue CIA-Chefin hat Langley letztlich eine Führungsperson angestellt die dem berüchtigten Ruf des Geheimdienstes gerecht wird. Auf Haspels Ernennung hin entbrannte ein Lauffeuer an Kritik seitens diverser alternativer Medien, Friedensaktivisten und US-Amtsträgern. Die für ihre Leitung eines verdeckten Folterprogramms in Verruf geratene neue CIA-Leiterin, soll ein schwarzes Gefängnis in Thailand betrieben haben, wo sie im Jahr 2002 Folterungen an mindestens zwei inhaftierten Individuen überwacht haben soll. Dabei seien Methoden angewendet worden wie das berüchtigte “Waterboarding” wie aus einem freigegebenen CIA-Dokument hervorgeht. Gina Haspel hat wichtige Beweise diesbezüglich vernichtet. 92 Videoaufnahmen von Verhören und Folterungen mindestens zweier Personen, hieß es.

Dies war auch Gegenstand ihrer Anhörung vor dem US-Senat, der sie trotz ihrer düsteren Vorgeschichte als Chefin des Auslandsgeheimdienstes bestätigte.

“Bloody Gina” kann auf eine dreißigjährige Karriere als CIA-Spionin zurückblicken. Seit drei Jahren fungierte sie als Chefin aller Geheimoperationen der CIA weltweit. Der US-Präsident Donald Trump ist ein offenkundiger Befürworter von Foltermethoden, und suggerierte diesbezüglich das seine Sicherheitsberater dafür plädieren würden in Zukunft wieder härtere Verhörmethoden anzuwenden. Demnach machte er sich für Haspel stark, die laut Edward Snowden an einem Folterprogramm beteiligt gewesen sei unter dem einer unschuldigen schwangeren Frau in den Unterleib Schläge versetzt worden seien, einem Mann Nahrungsmittel die er nicht zu sich nehmen wollte rektal eingeführt worden sein sollen, und ein angeketteter Inhaftierter solange eisigen Temperaturen ausgesetzt gewesen sei, bis er verstarb.

Das alternative Nachrichtenportal Global Research thematisierte in einem Artikel die Bestätigung “des neuen Gesichts der CIA”, und ging spezifisch auf die Traumatisierung eines Folteropfers von Gina Haspel ein.

Abdal Rahim al-Nashiri wurde von der Professorin des Gesundheitswesens mit extensiver Erfahrung in der Behandlung von Folteropfern, Dr. Sondra Crosby, evaluiert. Laut dem Portal unter Berufung auf Dr.Crosby, sei sie mit die einzige Gesundheitsexpertin der sich Al-Nashiri  bezüglich seiner Folter, derer Auswirkungen  und seinem fortwährenden Leiden öffnete. Laut Crosby sei er unwiderruflich geschädigt ,aufgrund der Folter die dafür ausgelegt gewesen sei ihn zu brechen. Die Doktorin fügte hinzu:

“In meiner 20 jährigen Erfahrung in der Behandlung von Folteropfern aus der ganzen Welt, inklusive Syrien, Irak und der Demokratischen Republik Kongo, präsentiert sich Hr.Al-Nashiri als eines der gravierendsten traumatisierten Individuen die ich je zu Gesicht bekam.”

Dem Portal zufolge werde Al-Nashiri gegenwärtig in Guantanamo festgehalten. Von einer gesetzwidrigen Militärkomission angeklagt wegen angeblicher Planung des Angriffs auf die USS.Cole im Jahr 2000, bei dem 17 US-Matrosen getötet wurden. Al-Nashiri werde trotz eines Kapitalverbrechens von keinem Rechtsanwalt für zum Tode Verurteilte vertreten, so Global Research. Im Jahr 2009  wurde die Anklage gegen ihn fallen gelassen, und 2011 wieder aufgenommen. Bevor er letztlich nach Guantanamo überführt wurde, sei er in 5 schwarzen Gefängnissen festgehalten worden.

Die Befragungen des Geheimdienstausschusses die Haspel über sich ergehen lassen musste kratzten lediglich an der Oberfläche dieses dunklen Kapitels des Krieges gegen den Terror. Die Abstimmung im US-Senat fiel 54 – 45 zugunsten der designierten CIA-Chefin aus. Sogar sechs Senatoren aus dem “gegnerischen” Lager der Demokraten stimmten für Haspel. Die Scharade für die Öffentlichkeit war perfekt. Ein dreistündiger Dialog mit dem US-Senat sollte ausreichen um “Bloody Gina” von allem reinzuwaschen und an die Spitze des Nachrichtendienstes zu befördern, unter dem sie offenkundig ein Folterprogramm betrieb. Menschenrechtsorganisationen äußerten ihre Bedenken hinsichtlich der Bestätigung Haspels. Humans Rights Watch (HRW), rief vergebens den US-Senat dazu auf Gina Haspel als CIA-Direktorin nicht zu bestätigen.

Der Commander in Chief ist ein Fan des Foltergefängnisses Guantanamo Bay und prahlte zu diversen Anlässen das dieses auf unbestimmte Zeit aktiviert bleibe. Allem Anschein nach kann Gina Haspel dort getrost anknüpfen wo sie aufgehört hat. Die Frage ist hat es überhaupt je aufgehört.

Verf.R.R.

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