Mossul die Stadt der Leichen

( Foto AFP/ Getty Images )

Der RT-Journalist Murad Gazdiev ist nach Mossul gereist und beschreibt in seinem Video-Bericht das Ausmaß der Zerstörung der 10 Monate langen Offensive der USA angeführten Anti-ISIS-Koalition. Die Amerikanische Luftwaffe hat keine Präzision zur Geltung kommen lassen und die Stadt mit Flächenbombardements in Schutt und Asche gelegt.

Gazdiev liefert erschreckende Eindrücke von Dutzenden Leichen die täglich aus den Ruinen geborgen werden. In der Stadt, wie er beschreibt, liegt der Geruch von verwesendem Menschen in der Luft, die in der späten Sommerhitze des Augusts vor sich hin faulen.

Die Operation der Befreiung Mossuls wurde im Mainstream als ein riesen Erfolg verkauft und das Ausmaß der Zerstörung ausgeblendet. Als die Offensive der SAA und Russland zur Befreiung Aleppos im Jahr 2016 in vollem Gange war, brach eine regelrechte Hysterie mit unterlegter Propaganda aus.

Sender wie CNN berichteten von rigorosen Bombardierungen Aleppos, meistens ohne zu erwähnen das der komplette Westen unter der Kontrolle der Regierung stand und die Offensive auf den Osten Aleppos fokussiert war, das zu der Zeit von der Jabbhat al Nusra, der Al Qaida in Syrien besetzt wurde.

Die Mainstream Medien berichteten etliche Male darüber, das durch die angeblichen Bombardements der Russischen und Syrischen Jets, das letzte Krankenhaus in von “Rebellen” besetztem Teil von Aleppo zerstört wurde. Die gleiche Story über Monate hinweg.

Kaum Beachtung fanden damals die von Moskau und Damaskus angelegten humanitären Korridore, die dafür sorgten das Tausende Menschen in die Arme der Regierung im Westen von Aleppo flohen und auf denen die Terroristen etlichen Bürgern den Weg zur Flucht mit Snipern, Minen und abschreckenden Hinrichtungen versperrten, um die verbliebene Bevölkerung als menschliche Schutzschilde nutzen zu können.

Oder der Fakt das die Russische Luftwaffe mindestens einen Monat lang vor der kompletten Befreiung vom Osten Aleppos, keine Luftschläge mehr gegen Terroristen geflogen ist, da man Opfer unter Zivilisten vermeiden wollte.

Die Mainstream Medien wollten damals, durch die ausgestrahlte Propaganda, den Plan der Regierung einer “Flugverbotszone ” egal mit welchen Mitteln durchboxen. Von alledem ist heute nichts zu hören da die Vereinigten Staaten der Schutzpatron der Offensive gegen die ISIS in Mossul war und die Doppelmoral sollte bei dem Vergleich der beiden Strategien zur ” Befreiung ” von Terroristen besetzten Gebieten jedem bewusst werden.

Während es im letzten Jahr in Aleppo zu einer ausgehandelten Amnestie für die restlichen Terroristen kam, die bereit waren ihre Waffen zu strecken und Damaskus ihnen somit die Möglichkeit gab nach Idlib abzuziehen, wurde in Mossul bis zur letzten Sekunde alles tot gebombt und fanden im nachhinein, nach der Befreiung, Freudentänze der Irakischen Koalitionsarmee statt auf Schutt und begrabenen Leichen einer komplett zerstörten Stadt.

Während Aleppo das einst industrielle Herz Syriens, einen Silberstreif am Horizont vernehmen darf und die Stadt langsam wieder ihre Fabriken zum laufen bringt und das Leben zurück kehrt, werden aus den Trümmern und Ruinen in Mosul noch Hunderte von toten Zivilisten geborgen werden und in der Stadt der Geruch von Leichen in der Luft noch lange präsent sein.

 

 

Autor R.R.

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