„Russland wird den Krieg nicht gewinnen.“ Militärischer Oberbefehlshaber der Ukraine, klingt längst nicht so siegessicher wie Ampel-Politiker. (Bericht)

Die mit immensen Verlusten verbundenen „Rückeroberungen“ in Charkiw und Cherson, werden nach wie vor als richtungsweisende Omen für einen zeitnahen ukrainischen Sieg verklärt. Mit haltlosen Prädiktionen, die seit Kriegsbeginn beispielsweise einen Munitionsschwund bei den Russen vorhersehen wollen, wird wie gehabt ebenso wenig sparsam umgegangen.

Erst neulich insistierte Bundeskanzler Olaf Scholz rekapitulierend: „Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen.“ Wo jene siegessichere Zuversicht herrührt, ließ er natürlich außen vor. Scholz predigte lediglich die üblichen Beteuerungen herunter, die Ukraine bis zum Abwinken unterstützen zu wollen.

Allerdings ist der Kanzler als Politiker auf nachrichtendienstliche Briefings angewiesen und in keinem Truppenverband eingebettet, um sich aus erster Hand ein Bild zu machen. Insofern schöpft das von exaltierten Optimismus durchtränkte Narrativ überwiegend vom Hörensagen. Selbstverständlich unter Berufung auf den Kiewer Machtapparat. Dessen Schaltzentrale längst nicht mehr so gefestigt wirkt, wie Scholz seine Heldenchöre suggerieren wollen.

Nachdem sich der SPD-Abgeordnete wiederum halsbrecherisch weit aus dem Fenster lehnte, um der Selenskyj-Junta nie dagewesene Superkräfte zuzusprechen, verstrichen gerade einmal zwei Wochen ehe General Waleryj Salushnyj, Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, den frequentierend amnestischen Kanzler (Cum-Ex-Affäre) krachend auflaufen ließ.

Die als Neocon-Blatt verschriene Wochenzeitung, The Economist, entsendete unlängst Korrespondenten in die Hauptstadt der Ukraine, um den besagten General interviewen zu lassen. Wobei Letzterer einiges Aufzuhorchendes verlautbaren ließ. Oberflächlich gesehen wartet der Dialog mit der herkömmlichen vielversprechenden Propaganda auf. Doch zwischen den Zeilen gelesen, offenbaren sich gar kapitulative Gesinnungen. Das Wesen des offensichtlichen Abnutzungskriegs scheinbar noch nicht richtig deuten wollend, äußerte Salushnyj:

Sie tun alles mögliche, damit wir uns nicht neu formieren und nicht selbst zuschlagen. Deswegen finden entlang der 1500 km langen Frontlinie überall Gefechte statt. An einigen Orten erbitterter als an anderen. Doch sie engen unsere Truppen ein, damit wir uns nicht umgruppieren. Das sie derweil erbittert kämpfen, ist natürlich äußerst unangenehm. Doch dies ist keine Lösung für das strategische Problem. Auf diese Weise werden die ukrainischen Streitkräfte schier zermürbt.

Ferner kommunizierte der militärische Oberbefehlshaber, dass er mit einer zeitnahen Großoffensive der Russen rechne:

„Alle unsere Soldaten sind in Schlachten verwickelt. Sie bluten aus. Sie bluten, und ihr Zusammenhalt ist der Tapferkeit, dem Heldenmut und der Fähigkeit ihrer Kommandeure geschuldet, die Lage unter Kontrolle zu halten.

Unsere zweite ungemein wichtige strategische Aufgabe, ist die Rekrutierung von Reservisten und Vorbereitungen für den Krieg zu treffen. Der etwaig im Februar losbricht. Idealerweise im März. Im schlechtesten Fall Ende Januar. Womöglich wird er nicht im Donbass beginnen. Sondern auf Kiew, von Belarus aus. Der Süden ist ebenfalls nicht auszuschließen,“ so Zaluzhnyj

Entgegen der allenthalben im Mainstream zu vernehmenden Kolportage, die Eradikation der ukrainischen Energiezufuhr träfe ausschließlich Zivilisten, räumte der Oberkommandeur eine wesentliche Beeinträchtigung militärischer Belange ein. Salushnyj dazu:

Und wenn das Stromnetz vollständig zerstört ist, dann werden die Frauen und Kinder von Soldaten frieren. Und so ein Szenario ist durchaus möglich. Können Sie sich vorstellen in welcher Stimmung die Kämpfer sein würden. Die Frage ist ob wir ohne Wasser, Licht und Wärme, überhaupt in Betracht ziehen können Reservisten für den fortwährenden Kampf vorzubereiten.

Ob die russischen Kräfte inzwischen Wege gefunden haben den Himars-Angriffen ein Schnippchen zu schlagen, beantwortete der ab und an offenkundig mit Swastika-Armbändchen auftretende General wie folgt:

Ja sie sind auf Distanz gegangen und nunmehr unerreichbar für die Himars . Und wir verfügen über keine Raketen, die längere Strecken zurücklegen können.

Gegen Ende des Transkripts, ist nach unserem Dafürhalten die aussagekräftigste indirekte Beichte Salushnyjs aufgeführt. Selenskyjs Mann fürs Grobe ließ kurzerhand durchklingen, dass er mit dem Gedanken spiele die Waffen zu strecken. Finnlands General Mannerheim, dessen Truppen 1940 von der roten Armee geschlagen wurden und der anschließend die bedingungslose Kapitulation verkündete, mit den aktuellen Kriegsgeschehnissen in Einklang zu bringen, beißt sich mit dem unentwegt geschauspielerten triumphalen Gebaren. Und seine astronomischen Forderungen, sind angesichts der inzwischen leergespülten NATO-Hangars schier nicht für voll zu nehmen.

Ich weiß das ich diesen Feind besiegen kann. Doch ich brauche Ressourcen. Ich brauche 300 Panzer, 600-700 Infanterie-Kampffahrzeuge, 500 Haubitzen. Dann ist es durchaus realistisch zu den Linien vom 23.Februar zurückzukehren. Doch mit nur 2 Brigaden, schaffe ich das nicht. Ich bekomme was ich kriegen kann, doch es ist zu wenig. Es ist noch nicht an der Zeit an ukrainische Soldaten heranzutreten, wie es einst Mannerheim gegenüber finnischen Soldaten tat,“ so Saluschnyj

Und zu der im westlichen Mainstream nur zu gerne verrissenen Mobilmachung des Kremls, gab er abschließend folgendes zu Protokoll:

Die russische Mobilmachung hat funktioniert. Es ist unwahr, dass ihnen die Probleme über den Kopf wachsen und das diese Leute nicht kämpfen werden. Sie werden kämpfen. Ein Zar befehlt ihnen in den Krieg zu ziehen und sie gehorchen. Ich habe die Geschichte der zwei Tschetschenien-Kriege studiert. Dort war es dasselbe. Sie mögen zwar nicht so gut ausgerüstet sein, doch sie stellen immer noch ein Problem für uns dar. Wir schätzen, dass sich die Anzahl der Reservisten auf 1,2-1,5 Millionen beläuft. Die Russen bereiten 200 000 Soldaten vor. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie nochmals versuchen werden Kiew einzunehmen. „

Von wegen die Kampfmoral der Russen sei dahin und ihnen gingen übermorgen Waffen und Munition aus. Laut Salushnyj stünde ein langer Höllenritt bevor, der eventuell ungünstig für die Ukraine ausgeht. Und seine Andeutungen hinsichtlich einer Kapitulation, lassen die „Russland wird nicht gewinnen“ Schlachtrufe eines Olafs, schier unglaubwürdig erscheinen. Wenn nicht gar lächerlich.

Die Anzeichen verdichten sich, dass der Kreml in nur wenigen Wochen den Marschbefehl geben wird, um weitere vollendete Tatsachen zu schaffen. Sprich die Schrumpfung der Ukraine wird irreversibel konsolidiert. Mal schauen ob Berlin dann immer noch so große Töne spuckt, oder die Rückruderaktionen wie jeher Fremdscham auslösenden Charakter haben werden. Wir setzen auf Letzteres.

Aut./Übers.: R.R.

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