Ukraine-Krieg: So feiern jeweilige Bürger der Konfliktparteien die Verluste des Gegners. (Video)

Zur Dämonisierung des Feindes, gehört zweifelsohne die Schadenfreude über das Leiden der Gegnerschaft. In jüngster Zeit wartet der eskalierende Ukraine-Konflikt mit allerhand entmenschlichenden Episoden auf. Heute haben wir uns jeweils ein Beispiel der jeweiligen Kriegsparteien herausgepickt, um die Verhärtung der gesellschaftlichen Fronten aufzuzeigen.

Ukrainer brachten ihre Freude über den Terroranschlag auf der Kertsch-Brücke zum Ausdruck, indem sie sich vor einem lebensgroßen Modell einer Briefmarke ablichten ließen, auf der die Überführung samt zwei Explosionen abgebildet sind. Von westlichen Korrespondenten vor Ort eingefangene Meinungen, wurden mitunter von blauäugigen Zukunftsvisionen flankiert. Von wegen der Sabotageakt sei ein richtungsweisender Indikator, der den alsbaldigen Sieg Kiews in Aussicht stellte. Das bei dem Terrorakt unschuldige Zivilisten ums Leben kamen und der Fahrer des explosiven Gefährts nicht eingeweiht gewesen sein soll, scherte keinen von den unter anderem offenbar für die Foto-Op in Schale geschmissenen Ukrainer.

Auf der Gegenseite hat sich die Antipathie ebenfalls ungemein verfestigt. Der mehrtägige vergeltende Marschflugkörper-Angriff der Russen entfaltete ebenfalls frenetischen Beifall. Nach den Videobildern unten zu urteilen, nahmen vermutlich russischstämmige oder vollblütige Russen die Partystimmung in einer Sportsbar zum Anlass, um das Cruise- Missile-Bombardement auf Kiew & Co zu zelebrieren. Hierzu wurde der House-Kracher von GALA „Freed from desire“ kurzerhand umkomponiert. Das Gelage sang beispielsweise,“ Kiew-Street on fire…your defense is terrified…Kiew-Pig on Fire….your defense is terrified, ehe sie den beinahe in allen Fußballstadien der Welt in der Halbzeit gespielten Refrain, „Na-na-na-na-na, na-na, na-na-na, na-na-na“, mit voller Inbrunst amplifizierten.

Diesen Eindrücken zufolge, hat sich die Entmenschlichung des Feindes beiderseits dermaßen konsolidiert, sodass es mit zunehmender Zeit immer schwieriger wird, jene reziproken Hassgefühle diplomatisch aus der Welt zu räumen. Solche scheinbar unüberbrückbaren Differenzen währen zumeist Dekaden. Erst wenn die ein oder andere Partei einknickt, besteht die Chance für eine Trendwende. Aller Voraussicht nach wird Kiew den Kürzeren ziehen. Nebenher wird die vollständige Vernichtung der Ukraine stattfinden. Hätte alles vermieden werden können, wenn der kollektive Westen die Sicherheitsbedenken Russlands ernst nehmen würde. Jetzt ist es schon beinahe zu spät.

Aut.R.R.

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