Was ist aus den russischen Kriegsgefangenen geworden? Laut ukrainischer Armee werden „keine Gefangenen gemacht“. Gleichgültige UNO tappt im Dunkeln. Kiew gibt keine Auskünfte…(Op-Ed)

„Wir machen keine Gefangenen!“ Hat die Militärjunta in Kiew sich jenes priorisierte Missionsziel von paramilitärischen Tötungskommandos etwa zu Eigen gemacht?

Denn auch wenn die xenophobe Aversion gegenüber ALLES RUSSISCHEM überwiegen mag, sind die irrationalen Selenskyj-Cheerleader gut beraten damit, ihre Handlungsweisen nicht zu sehr von ihrer unverhohlenen Naivität untergraben zu lassen.

Das alltäglich weiter ausfransende Heldenepos vom „olivgrünen Komödianten, der wankelmütig im Schützengraben verharrt, um die westliche Demokratie vor ihrem Untergang zu bewahren,“ sollte nicht dazu verleiten blindlings einem inhumanen Selektionismus zu erliegen. Wobei Ethnien vorgespielte Wertschätzung und Sympathie nur zufliegen, wenn ihre jeweiligen Regierungen sich ja an die westlichen Spielregeln halten.

Eine ganze Nation und all ihre kulturellen und soziologischen Facetten zu stigmatisieren und zu canceln, nur weil ihre Volksvertreter die Entscheidung treffen alle Register zu ziehen, um ihre Vorstellung von einer tragfähigen Sicherheitspolitik durchzusetzen, grenzt an Volksverhetzung. Den Juden wurde einst auch unterstellt, sie seien an allem Schuld. Das Ergebnis dieser Ausgrenzungspolitik, bedarf selbsterklärend keiner weiteren Ausführung.

Der derweil verstärkt im Westen angewendete Sprachgebrauch zur Beflügelung der Animositäten gegenüber Russland, nimmt zunehmend rassistischere Züge an. Beispielsweise paaren manche unlesbare Boulevardzeitungen leere Worthülsen unentwegt mit dem Wort „Russen,“…“Da geht es dann mitunter um das Russen- Gas, das Russen-Öl, den Russen-Panzer, die Russen-Wirtschaft, die Russen-Propaganda, den Russen-Angriff, die Russen-Armee, die Russen-Politiker, das Russen-Gold, das Russen-Versteck , die Russen-Funksprüche, den Russen-Krieg, die Russen-Aggression.“ etc.

Man muss kein Genie sein um zu erraten, welches Schundblatt gemeint ist. Es ist offensichtlich was hier getrieben wird. Es wird offenkundig Hass geschürt. Differenzierende Begrifflichkeiten wie „Regierungstruppen“, „russisches Militär“, „Moskaus Armee“ etwa, würden den Leser eher dazu veranlassen seinen Unmut gen Kreml zu kanalisieren, anstatt gegen die russische Bevölkerung zu wettern und verzieren sofern keinerlei Headlines.

Das Canceln russischer Para-Olympioniken, Dirigenten, Opern-Sänger, Athleten, Künstler, Entertainer, Geschäftsleute ist an Pietätlosigkeit schwer zu überbieten. Als unethisch und amoralisch fern von sich zu weisen.

Und was meinen sie welche Verachtung russischen Soldaten entgegengebracht wird? Weshalb wir diese Frage aufwerfen? Nun während die westliche Propaganda fortwährend kolportiert, dass es ukrainischen Kriegsgefangenen dreckig erginge, schert sich tatsächlich kaum jemand darum, wie die ukrainische Regierung diese Angelegenheit handhabt.

Nun gut dokumentierte hasserfüllte Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen ukrainischer Soldaten, die wie ihre islamistischen Pendants einen ähnlich starken kommunikativen Geltungsdrang verspüren, und mit Vorliebe Gräueltaten visuell festhalten, verheißen, dass russsische Soldaten lieber nicht in Kriegsgefangenschaft geraten sollten.

Im Netz finden sich wenn überhaupt nur spärliche Informationen über das Schicksal russischer Kriegsgefangener. Die genaue Anzahl ist bisher unbekannt. Das Selenskyj-Regime hält sich diesbezüglich weiterhin bedeckt, wie aus einem unlängst online veröffentlichten Artikel der Deutschen Welle hervorgeht. Außenkorrespondenten des besagten Mediums bekamen jüngst die Genehmigung erteilt ein ukrainisches Gefängnis zu besuchen, in dem russische Soldaten einsitzen. Doch wie DW hierzu aufklärte:

„Uns wurde jedoch nur erlaubt mit Gefangenen zu sprechen, denen keine Kriegsverbrechen oder andere kriminelle Vergehen zur Last gelegt werden. Interviews mit solchen Individuen, erfordern eine Sondergenehmigung von den Ermittlern, oder dem Staatsanwalt.“

Mit anderen Worten, man bekam nur das zu sehen, was man sehen sollte.

Ferner wurde in dem Artikel beschönigend verklausuliert , dass Kiew mauert was das Zeug hält:

„Es gibt keine offiziellen Auskünfte darüber, wie viele Russen in der Ukraine inhaftiert sind. Wegen regulären Gefangenenaustäuschen, ändert sich die Anzahl stetig.“

Zwar zitiert DW eine UN-Menschenrechtlerin, die insistierte das die Haftbedingungen für russische Militärs in großem und ganzen „zufriedenstellend“ sein, doch werden jene „gutgemeinten“ Beteuerungen nicht verifizierend flankiert. Hinzu kommt das die Dame ergänzte, dass Informationen über die „mutmaßliche“ Folter und Misshandlung russischer Soldaten vorlägen. Doch als sie anschließend relativierend auf ukrainische Kriegsgefangene zu sprechen kam, nahm der Konjunktiv eine kurzweilige Auszeit und musste einer kühnen Konstatierung weichen. Für diese Fälle gäbe es „Beweise“, so die UN-Repräsentantin.

Nach unserem Dafürhalten ist diese schmalspurige Zusicherung schier unzureichend. Wir wagen es zu bezweifeln, dass die Vereinten Nationen sich wirklich engagiert dahinterklemmen, um internierte russische Wehrdienstleistende zu schützen. Man hat ja nicht einmal Ahnung wie Viele einsitzen, geschweige denn wo. Was ist mit Geheimgefängnissen, oder Lagern? Kurzum die UNO tappt im Dunkeln und will lediglich den Anschein erwecken, dass sie Neutralität großschreibt. Die unbequeme Wahrheit ist, dass dem Rockefeller-Tempel das Schicksal von Russen nicht gleichgültiger sein könnte.

Also keiner weiß wirklich, was aus den Häftlingen geworden ist. Nun die Geheimniskrämerei hängt etwaig mit dem einleitenden Satz dieses Beitrags zusammen. Die Ukrainer machen keine Gefangenen. Zumindest suggeriert dies der in ukrainischen Militärkreisen gefrönte Pathos, jeden russischen Soldaten, der vor die Flinte kommt, augenblicklich mit seinem Schöpfer Bekanntschaft schließen zu lassen. In den sozialen Medien kursiert ein Video, das einen ukrainischen Kombattanten zeigt, der folgende explizite Botschaft vermittelte:

„Vergesst nicht das die freiwilligen Bataillone der ukrainischen Armee, keine russischen Soldaten gefangen nehmen. Jeder versteht, dass wir keine Gefangenen machen. Also was stellen wir mit euch an? Wir haben zu viele von euch. Ihr werdet dann beim Tribunal in Den Haag herumjammern, dass ihr in unseren Gefängnissen unterernährt worden seid . Also denkt daran. Wir verstehen alles und alle unsere Soldaten verstehen, dass wenn wir überleben wollen, eure Nation prinzipiell ausgerottet werden muss. Demnach ist das ein Vernichtungskrieg. Und unseren Truppen und Landsleuten ist bewusst, dass keiner gefangengenommen werden soll.“

Das jener Konsens offenbar vorherrscht, bekräftigte der Soldat mit einer spontanen Umfrage unter gleichgesinnten Kameraden. Ergebnis 100% Konformität. Gleichgeschaltet halt.

In der Fantasiewelt aller Ukrainer, sollen ebenfalls keine Gefangenen mehr gemacht werden. Empfohlen wird mitunter das Dinieren animalischer Speisen, nunmehr auch mit „todbringendem Voodoo“ zu versehen . Dabei hilfreich sein sollen etwa Fleischwaren, deren Verpackungen mit Flüchen, wie „Tod den Russen“, beschriftet sind. Beim Verzehr einfach dran denken, dass ein „Russe draufgeht“, so schlägt es eine ukrainische Lebensmitteltechnologin vor.

Handelt es sich nicht um lupenreinen institutionalisierten Nazismus, wenn gar Fleischwürste als russenfeindliche Litfaßsäulen missbraucht werden? Kaum verwunderlich, dass man es aufgegeben hat Gefangene zu machen.

Aut.R.R.

Kommentar verfassen