Bürgerkriegspartei als „Invasoren“ verunglimpft. Warum verschweigt der Westen, dass im Südosten seit 8 Jahren ukrainische Russen gegen ukrainische Nationalisten kämpfen? Gegenwärtige Offensive im Donbass hauptsächlich von einheimischen Kräften durchgeführt. (Op-Ed)

In einem fernliegenden Paralleluniversum nehmen die deutschen Qualitätsmedien ihre Rolle als objektiv abwägender Vermittler von Informationen wahrscheinlich noch wahr. Doch in unserem Raum-Zeit-Kontinuum, sind wir unglücklicherweise mit einer zuwiderlaufenden Version beschert worden.

Weswegen wir betreffend des aktuellen weltbewegenden Kriegsereignisses, mal wieder häppchenweise nur die halbe Geschichte zu hören bekommen. Die hiesigen medialen Atlantik-Brückenpfeiler, enthalten ihrem Publikum fortwährend wichtige Details zum Konflikt in der Ukraine vor. Mutmaßlich weil das Gesamtbild der als „Überfall“ und „Aggression“ verklärten russischen Militäroffensive, einen neuen Anstrich verleihen würde.

Die augenscheinlich am meisten ausgeblendete Komponente ist dass in der südöstlichen Donbass-Region seit 8 Jahren ein Bürgerkrieg wütet, der ein Resultat des Maidan-Putsches (2014) ist.

Nachdem der Drunken Sailor, Petro Poroschenko, als frischgebackener Präsident dem ethnisch-russischen Teil seiner Bevölkerung öffentlich den Krieg erklärte und seinen Worten umgehend Taten folgen ließ, formierten sich in den Oblasten Luhansk und Donezk Bürgerwehren, die sich auf die Fahne schrieben ihre jeweiligen Territorien vor der Aggression Kiews zu beschützen und zu verteidigen. Sofern dies möglich war. Währenddessen degradierte Poroschenko ukrainische Russen zu „Untermenschen“, deren Kinder fortan in Bunkern hausen sollten, und bombardierte im Donbass alle die nicht bei drei auf den Bäumen waren.

Die offenkundig von der damaligen ukrainischen Regierung angekündigte Säuberungsaktion, gepaart mit der beiläufigen Renaissance der Nazi-Ära und den unverhohlenen Bestrebungen alles russische in der Ukraine auszumerzen, versetzten die russischsprachigen Regionen im Südosten des Landes dermaßen in Angst und Schrecken, sodass kampffähige Männer nicht anders konnten, als zu den Waffen zu greifen.

Im Hinblick auf die Geschichte der Ukraine war es zudem keine große Überraschung, dass ukrainische Russen die benachbarte Föderation um militärische Unterstützung baten, um dem Genozid, der in 8 Jahren laut offiziellen Angaben mindestens 14 000 Menschenleben forderte, ein abruptes Ende zu setzen.

Auf die militärische Formation folgte die politische Neuausrichtung. Zumal das Kiewer-Regime unter Poroschenko keinen Hehl daraus machte den Donbass vollständig annihilieren zu wollen und dessen Bevölkerung als zu vernichtenden Abschaum abschrieb, beschlossen die Entscheidungsträger in Donetsk und Luhansk ihren Blick nach Osten zu richten und riefen jeweils die Volksrepublik aus.

Die sogenannten russischen Separatisten sind ukrainische Russen und demnach Staatsbürger der Ukraine. Jedwede kastrierte Umschreibung, oder der Versuch diese Menschen pauschalisierend allesamt als eingeflogene russische Söldner und terroristische Schläfer zu verunglimpfen, kann mitnichten darüber hinwegtäuschen. Und wenn zwei einheimische Parteien mit Waffengewalt aufeinander prallen, handelt es sich um einen Bürgerkrieg. Wobei in diesem Falle die Regierung als Hauptaggressor auftritt und nicht etwa als intervenierender Mediator oder Nutznießer konfessioneller Zerwürfnisse.

Die an multiplen Fronten durchgeführte Militäroperation Moskaus, wird entgegen der subjektiv verallgemeinernden westlichen Propaganda nicht ausschließlich von entsendeten Kreml-Soldaten ausgefochten. Sondern im Südosten kämpfen die vereinten Militärkräfte der Volksrepubliken Luhansk und Donezk. Also ukrainische Russen gegen ukrainische Ukrainer.

Seitdem die Kriegshandlungen aufgenommen wurde,n bekommen wir nichts mehr von den russischen Separatisten zu hören. Wie gesagt dies würde das Narrativ deutlich verkomplizieren und die einpolige Stigmatisierung erheblich erschweren. Das Ukrainer gegen Ukrainer in den Krieg ziehen, um ihre Wurzeln und Herkunft zu wahren, klingt halt nicht nach „genozidaler Invasion“. Demzufolge sind die Mainstream-Krähen stetig dazu veranlasst Echtzeit-Revisionismus zu betreiben, ansonsten liefen sie Gefahr, dass ihre Klientel tatsächlich anfängt Fragen zu stellen. Ursachenforschung untergräbt das Hauptanliegen, anhand bellizistischem Gezeter den gesunden Menschenverstand auszuhebeln, ungemein.

Da der Westen alles daran setzt die russische Version der Ereignisse in der Versenkung verschwinden zu lassen, sehen wir uns dazu veranlasst diese näher zu beleuchten.

Beispielsweise sollte man zwecks Ausgewogenheit auch Korrespondenten sein Gehör schenken, die im Südosten der Ukraine mitunter residieren und bezeugen, dass die Kiewer-Regierung seit 8 Jahren ohne Rücksicht auf Verluste einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führe. Schauen Sie sich die beiden Videos unten an, um einen anderen Blickwinkel einnehmen zu können.

Und wie weiter oben erwähnt ist die Ursachenforschung unabdinglich, um ein ausgereiftes Verständnis für Materien zu entwickeln. Hierfür empfehlen wir die Dokumentation von Oliver Stone „Ukraine on Fire.“ Die Sperrung von You-Tube macht diese zum Pflichtprogramm.

„Zum Streiten gehören zwei – zum Kränken genügt einer.“ (Elisabeth Lukas)

Aut.R.R.

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