Ukraine Konflikt- Russophobe Sanktionswelle Präparation für Putsch? (Op-Ed)

Die aufgepeitschten westlichen Cancel-Culture-Brigaden, haben wahrscheinlich noch nie zuvor solch einen rastlosen Enthusiasmus und eine verbissene Entschlossenheit an den Tag gelegt, um einen auserkorenen Inimicus gesellschaftlich, kulturell und politisch aus dem Verkehr zu ziehen.

Wenn ein schwedisches Möbelhaus und ein US-amerikanischer Videospieleentwickler Virtue Signaling betreiben und tatsächlich davon ausgehen, mit ihren jeweiligen Beiträgen zur anti-russischen Geisteshaltung die geopolitischen Karten neu zu mischen, verschlägt es so manchen außenstehenden Beobachter die Sprache.

Abgesehen davon das der Kreml die derweil zügig an Fahrt aufnehmende Russophobie höchstwahrscheinlich einkalkuliert hat, ehe er zum Angriff auf den Satellitenstaat in seiner unmittelbaren Nachbarschaft blies, stellt sich die Frage, ob die Initiatoren dieser diskriminierenden Isolationskampagne ehrlich der Auffassung sind, dass die Kriegshandlungen somit zum Erliegen gebracht würden?

Ferner ist die Leier von der vermeintlichen Zielsetzung der augenscheinlich unentwegt aufbäumenden Sanktionswelle, nicht wirklich ernst zu nehmen. Von milliardenschweren russischen Oligarchen an der Côte d’Azur oder anderswo liegende Yachten zu konfiszieren, oder auf ausländischen Geldkonten liegende Vermögen von nahestehenden Personen Putins oder Regierungsvertretern einzufrieren, sind Gegenmaßnahmen, welche die Betroffenen kaum tangieren werden und demnach kein wirkliches Druckmittel darstellen.

Hingegen intendierten überstürzt geschnürte Sanktionspakete noch nie die Reichen und Mächtigen zu treffen, sondern sollen vielmehr die Weichen für einen aus der Mitte entspringenden Regimewechsel stellen, dessen Vorspiel zumeist durch eine beigebrachte ökonomische Misere instigiert wird.

Der derweil zu vernehmende beispiellose Rückzug von internationalen Großkonzernen aus Russland und die damit einhergehende Stilllegung diverser Energieprojekte etc. , sollen den russischen Durchschnittsbürger in die Knie zwingen, sodass sich Stimmen mehren, die einen Coup d’État herbeisehnen und gewillt sind dahingehend die Initiative zu ergreifen.

Russen die gesamte Produktpalette des Westens vorzuenthalten, schlägt definitiv in diese Kerbe. Doch wie gehabt unterschätzt die „Freie Welt“ den aus der Not erwachsenden Erfindungsreichtum einer Nuklear und Weltmacht.

Sämtliche vor dem Ukraine-Konflikt erfolgten Eskapaden und ausgebrüteten nebulösen Sagen, wie das propagandistische Skripal und Nawalny-Desaster, zogen Sanktionsstürme nach sich, die Mutter Russland augenscheinlich nur kleine Blessuren zufügten. Beziehungsweise unzureichende Durchschlagskraft aufwiesen. Moskau hat sich seit jeher nie von seinem Kurs abbringen lassen. Nicht im Syrien-Krieg und auch nicht mit Blick auf die Einverleibung der Krim.

Vor diesem Hintergrund ist nicht weniger zu erwarten, als das die auf kurz oder lang ins eigene Fleisch schneidenden Sanktionen ihren temporär zugesprochenen Flair zeitnah wieder einbüßen werden. Inwiefern der Westen in seiner Kriegshistorie bereit war über Leichen zu gehen, um seinen Willen durchzusetzen, versinnbildlicht das als eines der entsetzlichsten und zugleich ehrlichsten in die Annalen eingegangene Zitat der ehemaligen US-Außenministerin, Madeleine Allbright. Diese insistierte 1996 gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender CBS, dass es durchaus seinen Preis wert gewesen sei, 500 000 irakische Kinder zu eliminieren.

Wie bereits angemerkt Zivilbevölkerungen sind die Hauptleidtragenden von Wirtschaftskriegen. Und jedwede Behauptung, dass dies keine Absicht sei, ist eine glatte Lüge.

Die Stimmungslage für einen Putsch bedarf nämlich einer jahrelangen wenn nicht jahrzehntelangen Vorbereitung. Wobei Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie etwa der Open-Society Foundation von dem Multimilliardär George Soros eine tragende Rolle zukommt.

Die Farbenrevolutionen, die ausschließlich in Ländern „ausbrechen“, jene nicht ins Gesamtkonzept der globalistischen Doktrin passen, sind im Widerspruch zum allgemeinen Irrglauben keine Graswurzelbewegungen, die mir nichts dir nichts aus den Boden schießen, sondern lange durchgeplante geo-strategische Astro-Turfing-Missionen. Das heißt das internationale Player seit langem in ein „Movement“ XY investieren und nebenher die Vorkehrungen treffen, um eine Atmosphäre zu kreieren, welche die „urplötzliche“ Erscheinung der „Justice-Warriors“ rechtfertigt.

Der Arabische Frühling ist nach eigenen Aussagen eines Mitorganisators der Operation kein Zufallsprodukt gewesen, sondern wurde lange bevor der Nahe-Osten 2011 erneut ins Chaos gestürzt wurde ausgetüftelt. Srdja Popovic, Gründer von den Revoluzzer-Schulen Otpor und Canvas,räumt in der unten aufgeführten Dokumentation gegenüber einer Audienz ein, dass es etwa in Ägypten „keine spontane 19 tägige Revolution war. Vergessen Sie diese Illusion. (…) Sie waren bereits für eine lange Zeit vor Ort. Die Bevölkerungen der arabischen Welt sind wachgerüttelt worden und haben verstanden, dass sie mächtig sind.“

Übrigens wird in der empfehlenswerten Dokumentation ferner thematisiert, dass die orange Revolution in der Ukraine (2004), ebenfalls keine Koinzidenz war, doch eine weitere sukzessive Mission der gut gestopften Revolutions-Macher.

Es ist offensichtlich das der Westen die russische Bevölkerung gegen ihre Regierung aufbringen will. Und dass er gewillt ist dafür Menschen hungern, leiden, und dahinvegetieren zu lassen wird unverhohlen hinausposaunt. Einen Faktor berechnen die korporativen Aggressoren hingegen nicht. Patriotismus! Krisensituationen schweißen ungemein zusammen. Also nicht wundern, wenn die Mehrzahl von Russen fortan mit der „jetzt erst recht“ Mentalität auftreten.

Aut.R.R.

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