„HIV im Corona-Impfstoff ?“ Fehlinformation macht online die Runde. Doch einige Impfstoffkandidaten beinhalteten tatsächlich HIV-Komponenten.. (Video)

Was alternative Medien dringlichst vermeiden sollten, ist die prämature Übernahme und Wiedergabe von Informationen, ohne deren Background hinreichend zu überprüfen. Ganz gleich wie sensationell eine Meldung erscheinen und es in den Fingern jucken mag, die Copy & Paste Funktion zu verwenden, gilt es zunächst mal inne zu halten und den gesamten Kontext aufzugreifen. Anderenfalls spielt man Denjenigen in die Karten, die in jedem Andersdenkenden einen „Verschwörungstheoretiker“ und „Schwurbler“ sehen.

Derweil macht im Netz ein aus dem Kontext gerissener Ausschnitt einer BBC-Dokumentation die Runde. In diesem wird eine Grafik veranschaulicht, die kurzgefasst schildert, dass ein im Labor hergestelltes Coronavirus-Spike-Protein erst seinem gegenübergestellten Ebenbild angeglichen werden kann, nachdem ein weiteres Protein hinzugefügt wird, dessen Funktion versinnbildlichend als Klemme dargestellt wird. Die Narratorin der Doku fügt dem hinzu, dass es sich dabei um ein winziges Fragment des HI-Virus (HIV) handelt.

Viele Journalisten und Blogger zogen leider voreilige Schlüsse und ließen sich dazu hinreißen pauschalisierende Fehlinformationen zu streuen, dass Corona-Impfstoffe HIV-Komponenten enthielten. Wir wollen uns auf keinen Fall zum Faktenchecker aufschwingen, doch eine Recherche von kurzer Dauer hat ergeben, dass der viral gegangene Videoclip der 59. Episode der BBC-Sendung „horizon“ entnommen ist. Diese trägt den Titel „The Vaccine„. Die besagte Spezialfolge wurde erstmalig im Sommer 2021 ausgestrahlt und befasst sich mit den verschiedenartigen Herangehensweisen in der Corona-Impfstoffentwicklung.

In der Dokumentation werden diverse pharmazeutische Technologien präsentiert, die während der Produktion der Sendung augenscheinlich als erfolgsversprechend angesehen wurden. Wie etwa Vektor oder Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) Präparate. Doch auch proteinbasierte Impfstoffe sind ein Thema. Diesbezüglich kommt in der Reportage der Molekularvirologe, Dr. Keith Chappel zu Wort, der laut eigenen Aussagen seinerzeit an der Universität von Queensland in Australien mit Hochdruck an der Entwicklung einer Protein-Vakzine gegen „Sars-Cov-2“ arbeitet. In dieser Sektion kommt der nunmehr in den sozialen Medien verbreitete Videoausschnitt vor. Also die Headline der allenthalben zu vernehmenden HIV-Story, müsste richtig lauten,, „In der Pipeline befindlicher Impfstoff, beinhaltet HIV-Komponente!“

Ob der zeitnah vermarktete proteinbasierte Covid-19-Impfstoff „Nuvaxovid“ von dem US-Pharmaunternehmen Novavax ebenfalls mit HIV-Komponenten bestückt ist, kann bis zur vollständigen Offenlegung der Zulassungsdaten und Inhaltsstoffe nur spekuliert werden. Doch im Hinblick darauf, dass klinische Studien für die proteinbasierte Queensland-Vakzine eine abrupte Einstellung erfuhren, weil Versuchspersonen positiv auf HIV getestet wurden, sollte Novavax hoffentlich davon abgesehen haben . Zwar war in diversen Medien von „falschpositiven HIV-Testergebnissen“ die Rede. Hingegen entkräften diese Angaben nicht Bedenken, dass induzierte Spikeproteine, die mit HIV-Fragmenten verschmolzen wurden, um ihr äußeres Erscheinungsbild dem Original anzupassen, etwaig ein Trigger für eine HIV-Infektion sein könnten.

Das die Forscher von der Queensland Universität unmittelbar die Reißleine zogen, nachdem ihnen die positiven HIV-Fälle nur so entgegenflogen, spricht für diese Possibilität.

Gleichwohl viele unserer Kollegen es versäumten richtig nachzuforschen und die HIV-Story fehlinterpretierten, schmälert dies nicht dessen eigentliche Entdeckung. Unseres Erachtens nach ist es mit erhöhter Besorgnis zu betrachten, was in den Katakomben von Universitäten weltweit in Reagenzgläsern und Petrischalen herangezüchtet wird. Schließlich steht immer noch der Verdacht im Raum, dass die „Covid-19-Pandemie“ auf einen Laborunfall im chinesischen Wuhan zurückzuführen sei, wo jahrelang Funktionsgewinnungsforschung (Gain of Function) betrieben wurde, um etwa Fledermaus-Coronaviren zu modifizieren. Wodurch ein Befall menschlicher Zellen erst ermöglicht wurde.

Man mag sich kaum ausmalen, wie viele tödliche Krankheitserreger in S-4 Laboren schlummern und nur auf eine falsche Handhabe warten.

Aut.R.R.

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