In Video: Syrien-Idlib- Ankara bringt Messer zur Schießerei mit. M4 Trasse immer noch nicht von Terroristen gesäubert

Auf der M4-Trasse im südlichen Teil des syrischen Gouvernements, ging es in den vergangenen Tagen ziemlich heiß her. Teilweise spielten sich auf der Verbindungsstraße tumultartige Szenen ab, da türkische Sicherheitskräfte weitere wenn doch unverhältnismäßige Anstrengungen unternommen haben, die M4 für den Verkehr zu rehabilitieren.

Laut den Moskau- Beschlüssen vom 5.März hat Ankara zeitnah dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche Auswüchse von Belagerungszuständen auf der M4 liquidiert werden, um das Habitat entlang der Trasse für gemeinsame russisch-türkische Patrouillen zu sichern. Überdies muss der Personen und Warenverkehr reinstalliert werden. Am besten gestern.

Erwartungsgemäß ist die türkische AKP-Regierung, jene bekanntlich mit der syrischen Al-Qaida-Allianz unter einer Decke steckt, bislang kläglich daran gescheitert den soeben vorgetragenen Verpflichtungen nachzukommen.

Was das jüngste Idlib-Abkommen nur einen Monat nach seiner Verabschiedung auf eine Zerreißprobe stellt. Denn falls es die destruktiv von sich eingenommene Erdogan-Administration und ihr Kriegskabinett noch nicht begriffen haben, steht und fällt die Waffenruhe für den Gesamtraum Idlib mit der Umsetzung jener Klausel.

Die Russen waren in der Vergangenheit übertrieben nachsichtig mit Ankaras Eskapaden, und hätten auf ihren Astana-Partner weitaus mehr Druck ausüben können. Hingegen hatten ökonomische Interdependenzen eine dahingehende Härte stets unterbunden. Was Ankara offenbar kontinuierlich dazu ermutigte, den höllischen Status-Quo aufrechtzuerhalten. Sprich die Koexistenz mit dem islamistischen-Kalifat zu begünstigen, anstatt wie laut den Astana, Sochi und Moskau Übereinkünften vereinbart dieses zu exterminieren.

Die türkische Erdogan-Regierung, hat sich als äußerst unglaubwürdiger Verhandlungspartner erwiesen. Ganz gleich was in den vergangenen drei Jahren zwecks einer Friedenslösung für Idlib zwischen dem Kreml und Ankara ausgemacht wurde, ist im Sande verlaufen. Ob von der AKP eigens ausgebrütete Trennverfahren, jene zwischen schlechten und guten Terroristen differenzieren sollten, die Bekämpfung der Al-Qaida generell, die Wahrung der territorialen Integrität Syriens oder die Reanimierung von Verbindungsstraßen etc. Wirklich keins von den heroisch auf die Fahne geschriebenen Zielen ist umgesetzt worden. Nicht eins.

Nun wie bereits angemerkt hat Russland bisweilen bemerkenswerte Geduld aufgebracht, und der Türkei mehr als genügend Chancen geboten ihr verwerfliches Gebaren zu revidieren. Nichtsdestotrotz sind keine Anstalten gemacht wurden, um je das Ruder herumzureißen. Was der HTS & Co eine beispiellose Hybris eingehaucht hat. Demzufolge sind multiple terroristische Scharmützel und Angriffe gegen die SAA, an der Tagesordnung. Und konträr Reaktivierungen von Militärkampagnen unabdinglich.

Im ersten Quartal dieses Jahres hat die russisch-syrische Militärmaschinerie, dem türkisch gestützten Feind mächtig zugesetzt, und 50% von dessen Territorium dezimiert. Um die andere Hälfte Idlibs nicht einbüßen zu müssen, fällte die Erdogan-Administration die Entscheidung sich direkt am Kampfgeschehen zu beteiligen, und leistete offenkundig Schützenhilfe für die Al-Qaida. Dutzende türkische Soldaten ließen ihr Leben, und der selbsternannte Sultan von Idlib, Recep Tayyip Erdogan, versuchte vergeblich die NATO zu involvieren und die eigenhändig heraufbeschworene Situation zu internationalisieren. Doch landete letztlich wieder im Schoss des Kremls.

Am 5.März trabte eine von Erdogan angeführte türkische Delegation nach Moskau, und wurde von dem russischen Präsidenten, Vladimir Putin, symbolträchtig in Empfang genommen. Mehrstündige Konsultationen endeten in einem vorführenden Debakel. Die sichtlich angeschlagene AKP-Delegation bekam zwar ihre exzessiv eingeforderte Waffenruhe, doch trat mit einem eng gestrickten Auflagenkatalog im Gepäck, ihre Heimreise an.

Mitunter hat die Erdogan-Administration die unmittelbare Sicherung der M-4 Trasse zu realisieren. Die Verbindungsstraße verläuft im Süden Idlibs mitten durch Al-Qaida Herzland. Was die AKP nun vor die Qual der Wahl gestellt hat. Entweder weiter mit Islamisten Walzer zu tanzen, oder allmählich zur Kalinka-Melodie einzustimmen.

Ankara hat bislang kein Vermögen aufbringen wollen, die seit Verkündigung der Moskau-Beschlüsse von terroristischen Elementen besetzte M-4, unter Kontrolle zu bringen.

Gutes Zureden und Diplomatie sind Fremdwörter für wahabitisch-salafistische Islamisten, und Polizeiaufgebote stehen nicht in Relation zu schwer bewaffneten Jihadis.

Mehrere milde Anstrengungen dieser Art haben bislang nichts bewirkt. Obgleich Ankara militärisch präsent ist, sieht es strikt davon ab seine Muskeln spielen zu lassen, damit seine ungehorsame Jihadi-Brut in ihre Schranken gewiesen wird.

Sitzblockaden, Barrieren und Hindernisse sind von türkischen Kräften, zwar vermehrt entfernt und aufgelöst worden. Nur um ein paar Stunden später an einer anderen Stelle auf der M-4 wieder aufzutauchen. Dieses lächerliche, ja geradezu rufschädigende, Katz und Maus, beläuft sich mittlerweile auf mindestens sieben Wochen.

Die bereits angesprochenen gemeinsamen russisch-türkischen Patrouillen fanden bis dato, lediglich in abgespeckter Form statt. Das heißt nur auf einem winzigen östlich gelegenen Streifen der M-4, unweit der Stadt Saraqib. Der nebenbei bemerkt von der syrischen Armee kontrolliert wird. Sozusagen Alibi Patrouillen. Auf dem Rest der Strecke ist die Sicherheitslage nach wie vor unverändert volatil. Sprich von der HTS & Co instruierte Individuen und Kämpfer gedenken nicht im geringsten den Aufforderungen nachzukommen, die Straße zu räumen.

Der Videoreihe unten ist zu entnehmen das die Erdogan-Administration offenbar der Auffassung ist, das man Al-Qaida Terroristen wie Hooligans am Rande eines Fußballspiels abfertigt. Hundertschaften türkischer Polizisten mussten sich damit abgeben, menschlichen Unrat zu maßregeln. Was deutlich in die Hose ging. Es zog kaum Zeit ins Land und die Situation geriet aus den Fugen. Zusammenstöße zwischen aufgebrachten Jihadis und türkischen Sicherheitskräften, waren das einzige Resultat. Überdies waren kurzweilige Feuergefechte zu vernehmen. Schließlich zogen die türkischen Polizei und Militärkräfte ab, und auf der M-4 campiert weiter der Jihadi-Zirkus.

Zumal die Erdogan-Administration in dem Dilemma steckt, die von der HTS angeführte syrische Opposition auf ihrer Gehaltsliste stehen zu haben, sieht sie fortwährend davon ab die Waffen sprechen zu lassen.

Wie aus den Videos oben unverkennbar hervorgeht, sind Ankaras Ansätze unzulänglich. Für die Neutralisierung einer Al-Qaida Präsenz bedarf es weitaus mehr, als nur Streicheleinheiten und verbale Appelle. Denn mit welch unverbesserlicher Teufelsbrut die AKP sich eingelassen hat, wird in einem weiteren Video veranschaulicht.

Wie das online-Portal Southfront kürzlich mitgeteilt hat, sollen oppositionelle Aktivisten den unten angeführten Ausschnitt online verbreitet haben. Zu sehen ist wie drei HTS-Militante über eine Einheit türkischer Soldaten herziehen, die gerade dabei ist von einem Posten abzuziehen. Während das Islamisten-Trio nur einige Meter entfernt von den türkischen Kräften entfernt steht, schwafeln sie gar davon wie sie am liebsten türkische Wehrdienstpflichtige enthaupten würden. “So Gott es will werden wir eure Köpfe hier platzieren,” so einer der Terroristen der hinzufügte: “Wir werden einen von euren Köpfen abschneiden und ihn hier am Ende der Barriere aufstellen.” Herrliche Zeitgenossen oder?

Ganz gleich wie man es dreht und wendet ohne sein Gesicht zu verlieren kommt Ankara aus dieser Nummer nicht mehr heraus. Kurzsichtigkeit hat eben ihren Preis.

Verf.R.R.

Please follow and like us:
Werbeanzeigen

Kommentar verfassen