US-Agressionen gegen Iran eindeutig Ursache für Tragödie um Flug 752, (OP-ED)

Der versehentliche Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine könnte den Iran zu keinem schlechteren Zeitpunkt treffen. Volle Verantwortung für diesen schwerwiegenden Fehler übernehmend, haben verschiedene Generäle der islamischen Revolutionsgarden (IRGC) öffentlich ihre Trauer bekundet, und gar zu Protokoll gegeben das sie selbst am liebsten an Stelle derer wären die auf solch tragische Weise umgekommen sind.

Laut dem Generalsstab der IRGC habe im Eifer des Gefechts eine unverzeiliche Verwechslung stattgefunden, und damit einhergehende Kommunikationsprobleme hätten zu fatalen missinterpretierten Ermessensentscheidungen geführt, jene in dem schrecklichen Vorfall resultierten.

Eine unvorstellbare Nervosität suchte die Iraner heim nachdem sie ballistische Raketen auf zwei US-Basen im benachbarten Irak niederprasseln ließen, und der felsenfesten Überzeugung waren das die Amerikaner den beispiellosen Angriff kurzerhand vergelten würden.

US-Präsident Trump wartete infolge der heimtückischen Ermordung von General Qassem Soleimani nicht nur mit zelebrierenden Konglurationen auf, sondern drohte Teheran nichts geringeres als den totalen Krieg an.

Wie der US-Oberbefehlshaber via Twitter schwadronierte seien bereits 52 Ziele ausgemacht worden, einschließlich iranischer Kulurstätten, die im Falle einer Vergeltungsaktion Teherans umgehend ins Visier genommen würden. Folglich war der iranische Sicherheitsapparat in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Die ganze Welt ging davon aus das Washington die Waffen sprechen lassen würde.

Der Iran hat indes bekanntgegeben das damit gerechnet worden sei, dass es zeitnah zu einem Marschflugkörperangriff der USA käme. General Amir Ali Hajizadeh von der Luft und Raumfahrt-Division der IRGC, hat im Zuge der Ermittlungen zu dem unbeabsichtigten Abschuss aufschlussreiche Details preisgegeben.

Laut dem iranischen Kommandeur habe ein Luftabwehrsystem-Operateur eigenmächtig gehandelt, und das angeblich eine sensible IRGC-Militäreinrichtung ungewöhnlich nahe passierende Flugzeug abgefangen, nachdem er es für eine feindliche Cruise Missile hielt. Es hieß der unter immensen Druck geratene Operateur soll kurz zuvor angefordert haben, das der gesamte Luftraum über Teheran für Nachtflüge gesperrt wird. Als er mit der falsch eingeschätzten Bedrohung konfrontiert worden sei, habe er sich vorschriftsmäßig verhalten, und versucht über Funk Befehle einzuholen. Was hingegen aufgrund einer Fehlfunktion des vorhandenen Kommunikationssystems fehlgeschlagen sei. Daraufhin habe er auf eigene Faust gehandelt, und die Maschine unglücklicherweise abgeschossen. Das Zeitfenster das der Operateur zum handeln hatte, habe sich auf lediglich 10 Sekunden belaufen, so der IRGC-General.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände ist offenbar die Ursache für die verheerende Verwechslung gewesen. Der Vorfall ist ein gefundenes Fressen für die USA, die eine nicht zu verleugnende Mitschuld an der Tragödie tragen.

Schließlich sind die Vereinigten Staaten der herausstechende Unruhestifter im Nahen-Osten. Ein unstillbarer Prädator, dessen Wohlergehen mit dem Leid anderer Bevölkerungen einhergeht. Das Spannungsgeladene Ambiente in der volatilen Golf-Region, rührt ausschließlich von Amerikas kriegerischen Abenteuertum her, wie Irans Außenminister Javad Zarif ebenfalls kürzlich feststellte. “Menschliches Versagen zu einer Krisenzeit die von US-Abenteuertum verursacht worden ist hat zu einem Desaster geführt,” schrieb Zarif auf Twitter nach der Bekanntgabe das Teheran für den Abschuss verantwortlich ist.

Inzwischen im Netz aufgetauchte Videos belegen das die ukranische Maschine von mindestens zwei Luftabwehrraketen getroffen wurde.

Eine von den Vereinigten Staaten ins Rollen gebrachte Kausalkette, endete mit einer schrecklichen Tragödie. Die völkerrechtswidrige Ermordung Soleimanis, der sich in Bagdad auf diplomatischer Mission befand als er “gezielt getötet” wurde, ist der unverkennbare Ausgangspunkt für dieses Desaster gewesen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau vertritt eine ähnliche Sichtweise. Bei dem versehentlichen Abschuss der Boeing-737, sind laut offiziellen Angaben 57 kanadische Staatsbürger ums Leben gekommen.

In einem Interview mit Global-News-TV argumentierte Trudeau wie folgt: “Ich denke würde es keine Spannungen geben und hätte es kürzlich keine Eskalation gegeben, würden diese Kanadier jetzt daheim bei ihren Familien sein.”

Kanadas Staatsoberhaupt lamentierte zudem das die USA es offenbar nicht für notwendig hielten Ottawa vorab über General Soleimanis gezielte Tötung zu informieren: “Die USA machen ihre Festlegungen. Wir versuchen als internationale Gemeinschaft an großen Problemen zu arbeiten. Doch hin und wieder vollziehen Länder Handlungen, ohne ihre Alliierten zu informieren,” so Trudeau.

Russlands Außenminister Sergei Lawrow drückte es unverblümter aus. Der russische Spitzenbeamte ließ verlautbaren , das die US-Politik vis a vis Iran die Hauptursache für die angespannte Situation im Persischen Golf, und die Tragödie um die ukrainische Passagiermaschine sei. Laut Lawrow habe die Ermordung Soleimanis eine Welle der Eskalation entfacht, die letztlich 176 Menschenleben gefordert hat.

Obwohl der Iran im Vergleich zu anderen Missetätern ziemlich schnell die Verantwortung übernommen, und der Transparenz halber sämtliche betroffenen Staaten eingeladen hat um die Ermittlungen gemeinsam durchzuführen, behaupten westliche Leitmedien übereinstimmend das die Iraner umgehend nach dem Vorfall gemauert, und im Schilde geführt hätten Spuren zu verwischen um den Tathergang zu verfälschen.

Der britische Nachrichtensender BBC ging gar so weit und unterstellte Teheran unterschwellig, dass es die Passagiermaschine vorsätzlich vom Himmel geholt habe. In der Schlagzeile das Wort unbeabsichtigt in Anführungszeichen zu setzen, impliziert das genaue Gegenteil oder suggeriert zumindest das die Iraner das ukrainische Flugzeug aus niedrigen Beweggründen abgefangen hätten. Ein Paradebeispiel für ekelerregende Berichterstattung, zwecks der Dämonisierung des Irans. Als ob es im Interesse der islamischen Republik läge seine eigene Bevölkerung gegen sich aufzubringen, geschweige denn zu massakrieren. Was nämlich so weitgehend wie möglich ausgeblendet wird ist, dass sich an Bord der Maschine überwiegend Iraner befunden haben.

Ein weiteres Exempel dafür wie verkommen und irrelevant das offiziell propagierte Narrativ geworden ist, ist die überproportional auftretende Tendenz Oxymoron-artiges Geschwätz von sich zu geben. Sprich die Verklärung von Geschehnissen die entgegen der tatsächlichen Umstände, als konträr porträtiert werden. So wurden die Trauerzüge für General Soleimani, denen mindestens 25 Millionen Iraner beiwohnten, als unbedeutend abgetan.

Und die derzeitig stattfindenden hingegen zumeist schon wieder abgeebten Proteste gegen den versehentlichen Abschuss der Passagiermaschine, werden wiederum als Irans “Tschernobyl Moment” dargestellt. Sprich ein Ereignis mit einer Tragweite, das einen langersehnten “Regime-Wechsel”herbeiführen könnte, wie CNN jüngst berichtete.

Der US-Nachrichtensender neigt bekanntlich dazu, die Realität tendenziös zu verzerren. An den Haaren herbeigezogene Angaben das der Iran die ganze Sache vertuschen wollte, sind von CNN natürlich deckend rekapituliert worden.

Der Führungsbelegschaft des Senders sollte man ein fundiertes Geschichtsbuch um die Ohren hauen, und sie darauf hinweisen wie oft die Amerikaner in der Vergangenheit über die Stränge geschlagen haben. Und wie zurückweisend die anschließende Haltung sich gestaltete.

Stichworte: Atomsturm in Nagasaki & Hiroschima, Abu Ghoraib-Gefängnis im Irak, die Gründung der Al-Qaida und ISIS, und nicht zu vergessen der Abschuss einer iranischen Passagiermaschine über dem Persischen Golf im Jahr 1988.

Erst 1996 haben die USA eingeräumt , dass der Abschuss des Fluges 655 eine menschliche Tragödie gewesen sei. Nichtsdestotrotz beharrte Uncle-Sam damals vehement darauf, dass aus Verteigungsgründen agiert worden sei. Bislang haben die USA sich weder bei dem Iran entschuldigt, noch öffentlich zu dem katastrophalen Fehler bekannt 290 iranische Staatsbürger getötet zu haben.

Wofür die Vereinigten Staaten ganze 12 Jahre verstreichen ließen, haben die Iraner drei Tage ins Land ziehen lassen, und obendrein bekanntgegeben das sämtliche Verantwortlichen zeitnah zur Rechenschaft gezogen würden.

Wohingegen amerikanische Kriegsverbrecher für ihre Gräueltaten so gut wie nie angemessen belangt werden. Wenn sie denn überhaupt belangt werden.

Vor diesen Hintergründen den Iran der Vertuschung zu bezichtigen, zeugt von der zig Charaktere bedienenden Schizophrenie, jener westliche Politiker und Leitmedien anheimgefallen sind.

Wir sprechen hier nicht mehr von Doppelmoral, sondern von Mehrfach-Moral. Ein vorgefertigte Meinungen verbreitender Moloch, der von Nachrichtendiensten mit Desinformationen gefüttert wird, um die Masse für endlose Kriege zu konditionieren.

Wie es die oben zitierten jeweiligen Regierungsvertreter Kanadas und Russlands korrekterweise in den Raum stellen, sind die USA nicht die Lösung schaffende sondern Chaos schürende Entität im Nahen-Osten.

Und die von der Trump-Administration ins Leben gerufene Maximum-Pressure-Kampagne, ist die unverkennbare Wurzel allen Übels. Ohne die amerikanischen Bestrebungen fortwährend hegemoniale Machtansprüche geltend machen zu wollen, wäre die gesamte Weltlage weitaus gediegener strukturiert. Ohne Washingtons unilaterale Mordaktionen, wären die 176 Menschen an Bord des Fluges 752 heute noch am leben.

Verf.R.R.

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