Größte Bedrohung für Weltfrieden USA, erklärt Iran den Krieg. Kein zurück mehr? (OP-ED)

Die obsessiv einen Cassus Belli gegen den Iran heraufbeschwören wollenden Vereinigten Staaten, haben in jüngster Zeit mehrmals behauptet das die im Irak stationierten US-Truppen der Gefahr ausgesetzt seien, von iranisch gestützten Milizen angegriffen zu werden.

Und wie es infolge von Washingtons Behauptungen halt so üblich ist trugen sich mir nichts dir nichts Szenarien zu, die die Verdachtsmomente untermauern wollen.

So kam es in den vergangenen Wochen mehrfach zu mysteriösen Raketenangriffen auf US-Militäreinrichtungen im Irak. Bislang hat sich keine Entität zu den Anschlägen bekannt. Hingegen hat Uncle Sam unentwegt durchklingen lassen, wer seiner Meinung nach der Drahtzieher sei.

Zwecks der Dämonisierung des Irans wirft Washington alles in die Waagschale, und vermengt sämtliche eigens verursachten katastrophalen Gegebenheiten im Nahen-Osten mit der Gegenwart der Perser.

Die multiplen Raketenangriffe auf US-Basen im Irak stünden im Zusammenhang mit der Präsenz iranisch-gestützter Milizen, so die US-Regierung. Das Weiße-Haus und US-Leitmedien präferieren den Terminus “iranisch-gestützte-Milizen” um kontinuierlich zu implizieren das jene Milizen auf Befehl von Teheran handelten, und nichts mit der irakischen Regierung am Hut hätten. Also um wen handelt es sich eigentlich?

Die Wahrheit ist das die von Washington verhassten Kollektive Teile eines schiitischen Militärverbands sind, der den passenden Namen “Volksmobilmachungskräfte” (Hashd al-Sha’abi PMU) ” trägt. Die PMU sind inzwischen in die irakischen Streitkräfte eingegliedert worden, nachdem sie dem gesamten Land einen unwiederbringlichen Dienst erwiesen haben. Dank der Mobilisierung und Formation dieser Kraft, ist der US-gestützte Islamische Staat davon abgehalten worden die Hauptstadt Bagdad und darüber hinaus weitere Landesteile einzunehmen.

Die PMU haben die irakisch-syrische Grenze von dem IS gesäubert, und die Sicherheit in Bagdad und anderen Städten wiederhergestellt. Wohingegen die Amerikaner das physikalische IS-Kalifat im irakischen Mosul in die Steinzeit zurückgebombt haben, und sich daraufhin aus der Affäre zogen. Sprich sich einen Dreck um die ortsgebundene Bevölkerung und ihre Misere scherten, ihr angerichtetes Chaos einfach so hinterließen und bislang keinen Finger gerührt haben, um Schäden zu beheben und Opfer zu entschädigen. RTs Murad Gazdiev hat ungefähr vor genau zwei Jahren Mosul besucht, und das Ausmaß der Zerstörung dokumentiert.

Die Pragmatik der USA lässt schier zu Wünschen übrig, oder es handelt sich womöglich um zynisches Kalkül. Denn davon auszugehen das ein mehrheitlich schiitisch geprägter Irak, eine von tollwütigen Salafisten und Wahabiten angeführte Schar Islamisten die politische Landschaft umwerfen lassen würden, ist offensichtlich ein Trugschluss gewesen.

Die PMU sind ein Resultat der Unterwanderung des Islamischen Staats, der gemeinsam mit der Al-Qaida im Irak (AQI) 2012 nach Syrien auswanderte, wo die jeweiligen Terroristen-Gruppierungen zum Islamischen Staat von Irak und Syrien (ISIS) und der Al-Nusra-Front mutierten.

Wie aus einem Dokument des US-Verteidigungsnachrichtendiensts hervorgeht, haben die Amerikaner jener Entwicklung Vorschub geleistet, und genüsslich zugeschaut bei der Umsiedelung und damit einhergehenden Expansion der US-Kreaturen.

In dem Dossier hieß es das die ISIS und die Al-Qaida die aussichtsreichste Schlagkraft anböten, um sich Assad zu entledigen. Regionale Kräfte (Türkei, Katar, Saudi-Arabien) seien dafür gewesen, auf diese beiden Pferde zu setzen. Von salafistischen Fürstentümern war gar die Rede. Und es wurde obendrein eine Deklarierung eines Islamischen Staats in Aussicht gestellt. Der sich von Syrien über den Irak erstrecken sollte, und der von keinem geringeren als vom Islamischen Staat von Irak (ISI) ausgerufen würde. Wohlgemerkt das Dokument stammt aus dem Jahre 2012, und beschreibt detailliert die Szenarien die sich zwei Jahre später zutragen sollten.

Die wahabitische Ideologie die von Anhängern des IS verfochten wird, sieht die Schiiten als Häretiker und Polytheisten an. Als die ISIS 2014 in den Irak einfiel zog kaum Zeit ins Land und die ersten Massaker an schiitischen Bevölkerungsteilen erfolgten.

Die sich rasant im Irak entfaltende Terroristen-Organisation, widmete ihre ethnischen Säuberungsaktionen vorwiegend den Schiiten. Sie zerstörte Schreine , attackierte schiitische Gemeinden und exekutierte tausende Angehörige der islamischen Glaubensrichtung.

Jene Situation nicht weiter hinnehmen könnend, sahen sich die irakischen Schiiten dazu gezwungen ihrer imminenten Ausrottung entgegenzuwirken. Unmittelbar nachdem der neue IS im Irak Fuß fasste, intervenierte der prominente schiitische Groß-Ayatollah Ali al-Sistani um die schwächliche und überforderte irakische Nationalarmee wieder aufzupäppeln. Al-Sistani verabschiedete damals eine Fatwa die alle irakischen Staatsbürger dazu aufrief, sich mit der Armee zusammenzuschließen um sich der wahabitischen Bedrohung anzunehmen.

Die historische Fatwa führte zu einer massenhaften Mobilisierung freiwilliger Kräfte, die fortan unter dem Banner der Hashd al-Sha’abi in die Schlacht gegen den IS ziehen würden. Nachdem die Bedrohung durch den IS weitgehend gebannt war, wurden die PMU schrittweise vollwertig in die irakischen Streitkräfte integriert.

Ali-al-Sistanis Fatwa und die darauffolgende beispiellose Bündelung von Kräften aus der Mitte der Gesellschaft, zeigt auf über welche Macht der Groß-Ayatollah der Schiiten verfügt.

In der Journeyman-Pictures Dokumentation unten wird veranschaulicht welch hohen Stellenwert al-Sistani in der irakisch-schiitischen Gemeinde einnimmt. Viele zu Wort kommende Anhänger des schiitischen Glaubens geben in Interviews zu Protokoll, dass Ali al-Sistani nur andeuten müsste das es an der Zeit sei gegen die US-Besatzung in den Krieg zu ziehen, und sie auf der Stelle zur Waffe greifen würden um dem Appell des Groß-Ayatollahs nachzukommen. Selbst die Amerikaner sind sich um die Macht al-Sistanis gewahr, und haben etliche male vergeblichst versucht Kontakt aufzunehmen.

Der erneute von den USA instigierte Existenzkampf der Schiiten, resultierte ein weiteres mal in einer Erstarkung. Die Hashd al-Sha’abi sind der manifestierte Beweis dafür.

Die in jüngster Zeit vermehrt vorkommenden Raketenangriffe auf US-Basen im Irak, muten an das eine nachrichtendienstliche Entität am Werk ist, die den USA weitere Vorwände liefern will den Iran zu bedrängen.

Am 27.Dezember soll sich ein weiterer Vorfall zugetragen haben, der das Fass zum überlaufen brachte . Angeblich seien “iranische-Raketen” in eine US-Basis in Kirkuk eingeschlagen, und hätten dabei einen privaten Söldner getötet und eine handvoll US-Soldaten verletzt. Unmittelbar infolge der vermeintlichen Attacke sollen irakische Sicherheitskräfte passenderweise auf ein Fahrzeug gestoßen sein, das angeblich als Raketenabschussrampe fungierte. Natürlich fanden die Iraker auch allerhand Indizien vor, die auf den Iran hindeuten sollten. Wie beispielsweise mehrere Blindgänger vom Raketentyp Fadjr-1 107 mm.

Das online Portal Southfront schreibt dazu das dieser Raketentyp im gesamten Nahen-Osten vorkäme, zumal Terroristen-Gruppierungen sich an Beständen der syrischen und irakischen Armeen bedient hätten. Fadjr-Raketen sollen gar in Afghanistan aufgetaucht sein. Demzufolge sei dies kein stichhaltiger Beweis dafür, dass der Iran der Urheber des Angriffs auf die US-Basis sei. so das Portal. Desweiteren belegen sie nicht das die PMU ihre Finger im Spiel hatten.

Das gesamte Szenario stinkt nach einer fabrizierten False-Flag-Attacke. Bekanntlich haben es die Amerikaner nicht so mit Beweisführungen, und schießen zuerst bevor sie fragen stellen. Siehe Douma, OPCW-Skandal und völkerrechtswidriger Tomahawk-Regen auf Syrien.

Angesichts des mutmaßlich eigens inszenierten Raketenangriffs auf die US-Basis in Kirkuk, bezichtigte Washington die in den Hashd al-Shaabi eingegliederte Fraktion, Kataib Hisbollah, verantwortlich zu sein. Bevor die irakischen Behörden ihre Untersuchung aufnehmen konnten, feuerten die USA aus allen Rohren, und löschten fünf Ziele der Kataib Hisbollah in Syrien und Irak aus. Darunter Waffen und Munitionsdepots, Kommandoposten und Basen der PMU-Miliz, wie das Pentagon verlauten ließ. Dabei töteten US-Bomben 30 Kämpfer der Miliz, und verwundeten dutzende weitere.

Nochmals die PMU ist ein Arm der irakischen Armee, derer Regierung auf dem Papier als US-Alliierter angesehen wird. Doch von den US-Besatzern offenbar kontinuierlich hinterrücks übergangen, und wie eine Randnotiz abgetan wird. Sprich nicht im geringsten Ernst genommen wird.

Uncle Sam führt sich seit siebzehn Jahren im Irak auf, als handele es sich um eine amerikanische Kolonie. Mehrere irakische Regierungsvertreter sind der US-Okkupation längst überdrüssig geworden, und fordern seit längerem lautstark den Abzug der Amerikaner. Allmählich will der Löwenanteil der irakischen Population, dass die Amerikaner sich aus dem Staub machen.

Der hinterhältige Agressionsakt sollte nicht ungesühnt bleiben, wenngleich nicht letal vergolten werden. Die PMU demonstrierten den Amerikanern kurzerhand was ihn künftig bläuen könnte, wenn sie sich weiterhin zu weit aus dem Fenster lehnen.

Die Erstürmung des US-Botschafts-Monstrum in der Greenzone von Bagdad, war ein kleiner Vorgeschmack dessen wozu die PMU imstande sind. Ferner hat der Vorfall aufgezeigt das die USA in der Unterzahl sind, mit einem Volksaufstand überfordert wären, und letztlich keinen Ausweg mehr sähen als die Flucht zu ergreifen.

Die Amis haben aus ihrer eigenen Leidensgeschichte offenbar nichts gelernt, und sind demnach verdammt sie zu wiederholen. Hat Uncle Sam etwa vergessen was ihm 1979 im Iran widerfuhr, als sich hunderttausende Studenten versammelten und die US-Botschaft in Teheran im Handumdrehen einnahmen. Die folgende Videoreihe, veranschaulicht die Ereignisse auf dem US-Botschaftsgelände in Bagdad.

Die Amerikaner reagierten wie gewöhnlich mit Truppenentsendungen. Als ob ein paar Hundert Soldaten mehr, wenn es zu einer landesweiten Auflehnung der Schiiten käme, den Unterschied ausmachen würden. Sollten sich zwei Millionen Iraker bündeln, und in die Green-Zone einmarschieren um die Amerikaner des Landes zu verweisen, wollen wir Washington mal sehen. Die aufgebrachte Masse einfach an Ort und Stelle wegzubomben, ist dann keine Option mehr. Folglich müsste Washington zähneknirschend den Abzug anordnen.


Der amerikanische Präsident Donald Trump, der bereits infolge des Ablebens des privaten US-Söldners wutentbrannt den Iran als Hauptschuldigen ausmachte, brachte erwartungsgemäß die islamische Republik ebenfalls mit dem Sturm auf die amerikanische Bastille in Verbindung.

Desweiteren ließ der entrüstete Narzisst es sich nicht nehmen drohend auszuschweifen. In Sachen Geographie offensichtlich unbewandert, klangen Trumps Drohgebärden so, als ob der “Angriff” auf die Botschaft auf iranischem Boden stattgefunden hätte. Sind dies gar doch die Nachwirkungen der Albträume von 1979?

“Sie werden einen sehr hohen Preis zahlen.Dies ist keine Warnung. Sondern eine Drohung. Frohes neues Jahr.” so der US-Oberbefehlshaber.

Die Iraner entgegneten der tollkühnen Hysterie mit aufschlussreicher Logik. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Abbas Mousavi  denunzierte die Behauptungen als “Obszönität”. Das irakische Volk sei überwältigt von dem jüngsten Blutvergießen, bei dem mindestens 25 Menschen getötet wurden. Womit sich der iranische Amtsträger auf den US-Angriff gegen die Kataib Hisbollah berief.” Wie und auf welcher Grundlage erwarten sie das das irakische Volk, wegen all dieser Verbrechen Stillschweigen bewahren soll?” so Mousavi.

Ayatollah Khamenei brachte es noch präziser auf den Punkt :”Dieser Typ hat getweetet das wir Iran als Verantwortlichen für die Ereignisse in Bagdad betrachten, und das wir dem Iran antworten werden. 1. Sie können nichts tun. 2. Wenn sie logisch wären- was sie nicht sind- würden sie einsehen das ihre Verbrechen im Irak und Afghanistan, die Nationen dazu bewogen haben sie zu hassen.”

Ferner gab Khamenei den nach seiner Meinung eigentlichen Grund preis weshalb die USA neuerdings Jagd auf die PMU machen:

“Schauen sie sich an was die USA in Irak und Syrien veranstalt haben. Sie rächen sich an den Hashd al-Sha’bi, weil sie die ISIS besiegt haben. Seitdem die Hashd die ISIS- welche die USA geschaffen haben- zerschlagen und vernichtet haben- nehmen sie Rache. Die iranische Regierung und Nation und ich, verurteilen die Häme der USA.”

Für die Amerikaner ist Genugtuung bekanntlich ein Fremdwort. Der feige Luftangriff auf die Militäreinrichtungen der PMU, sollte nicht der einzige Vorstoß sein der die Iraner aus der Reserve locken sollte.

Die Trump-Administration ging gar so weit und ermordete am 3.Januar Irans obersten Generalmajor der islamischen Revolutionsgarden (Quds-Kräfte), Qaseim Soleimani, und Abu Mahdi al-Muhandis den Vizekommandeur der PMU.

Laut Berichten seien die beiden Zielpersonen anhand eines Drohnen-Angriffs in ihren jeweiligen Transportfahrzeugen eliminiert worden, als sie in der Umgebung des internationalen Flughafens in Bagdad unterwegs waren.

Mit diesem Schritt haben die Amis die Büchse der Pandora geöffnet. Wer um die Persona Soleimani bescheid weiß, den hat die Nachricht von dessen Ermordung einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen.

Der Generalmajor der Quds-Kräfte hatte gute Chancen darauf Irans nächster Präsident zu werden, und sich in jüngster Vergangenheit als unangefochtener ISIS-Eliminator einen Namen gemacht. Seine Expertise und Einwirken haben im Irak dem Islamischen Staat die Luft zum atmen genommen, und im benachbarten Syrien einen großen Teil dazu beigetragen das die Terroristen-Organisation so gut wie der Vergangenheit angehört.

Qassem Soleimani stand den irakischen Schiiten bei die sich im Hinblick auf den Aufruf von Ali al-Sistani formierten, um in den Krieg gegen die US-gestützten Wahabiten zu ziehen. Dank seiner Beteiligung an der Formation der PMU, erwuchs die Miliz schleunigst zu einer effektiven Militärkraft, jene inzwischen mehr Prestige und Ansehen generiert als die irakische Nationalarmee. Nicht zu vergessen sah sich Letzterer nicht in der Lage der Expansion des Islamischen Staats, im geringsten entgegenzuwirken.

Interessanterweise hat die US-Tageszeitung NewYorkTimes (NYT) unmittelbar vor den gezielten Tötungen einen Meinungsartikel von dem ehemaligen Beamten des nationalen Sicherheitsrats unter Obama, Steven Simon, publiziert, in dem Hyperschall-Raketen und deren Vorzüge thematisiert werden. Kurzum jeder wolle sie, da sie ein sogenannter “Game-Changer” seien so Simon. Neben der PR für die Neuzeit-Waffe wartete Simon hingegen mit einer Aussage auf, die es wahrhaft in sich hatte.

“Hyperschall-Raketen sind bewaffnete moralische Risiken für Staaten mit einem Hang zu Interventionen, da sie Grenzen aufheben um Gefechte anzuzetteln. Ist ein gegnerisches Gebäude womöglich eine Waffenfabrik? Gibt es in einem unfreundlichen Land ein Individuum, das nicht festgenommen werden kann? Was wäre wenn der ehemalige Kommandeur von Irans Revolutionsgarden, Qassem Soleimani, wegen eines Treffens Bagdad besuchen würde, und man kennt die Adresse? Die Versuchungen Hyperschall-Raketen einzusetzen, sind mannigfaltig.”

Weist Simon etwa hellseherische Fähigkeiten auf? Eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist jedoch das er hinsichtlich seiner nachrichtendienstlichen Kontakte Wind davon bekommen hat, dass Qasseim Soleimani auf der Abschussliste steht, und hat dies in seinem Artikel unterschwellig angedeutet, indem er die Possibilität in den Raum stellte das die Möglichkeit bestünde das eine solche Hyperschall-Rakete zum Einsatz kommen könnte, um eben genau Soleimani zu beseitigen. Weshalb hat Simon nicht Ayman al-Zawahiri, das Oberhaupt der Al-Qaida und angeblicher Architekt von 9-11, als Zielperson ausgewählt um sein Geschwafel abzurunden?

Am letzten Tag der vergangenen Dekade ließ ein ehemaliger US-Geheimdienstler etwas verlautbaren, das im Nachhinein betrachtet einen ähnlichen “intuitiven” Charakter beinhaltet, wie Simons rein “zufällige” Vorhersage. Mike Pregnent ein Fellow am Hudson-Institut, hat in einem Tweet proklamiert, das der PMU-Anführer fortan ein legitimes militärisches Ziel sei, für die irakischen Sicherheitskräfte, die USA und ihre regionalen Alliierten.

Pregnent lag mit seiner Prognose nur knapp daneben. Schließlich wurde ja “nur” der Vize-Kommandeur der Hashd al-Shaabi weggefegt, und nicht deren Oberhaupt.

Die US-Propagandamaschinerie läuft derweil auf Hochtouren um die Überschreitung des Rubikons zu rechtfertigen. 99.9% der Amerikaner haben vor der gezielten Tötung von Qasseim Soleimani, noch nie in ihrem Leben etwas von diesem Namen gehört, und werden gegenwärtig regelrecht von allen Seiten zugebombt.

Soleimani maligner als Adolf Hitler darstellen wollend, knallen US-Leitmedien und die Falken in Washington kohärent ein um die andere dämonisierende Litanei raus, welche vor Lügen überquellen.

Qasseim Soleimani habe hunderte US-Soldaten auf dem Gewissen, sei persönlich verantwortlich für den Tode von Millionen Menschen, habe die Angriffe auf US-Basen im Irak befehligt, und die kurzweilige Erstürmung der US-Botschaft in Bagdad initiiert, so im Kontext der gleichgeschaltete Brei.

Nach Orwellscher Manier behaupten die USA das Soleimanis Ermordung defensiver Natur sei, und man somit die nationale Sicherheit gewahrt hätte. Krieg=Frieden! Beweise für die Behauptungen? “Common man we are the USA the World-Police, we dont have to answer questions and present evidence. We do what the fuck we want. Capice?”

Den Kriegstreibern in D.C. wächst ein winziges Zelt in ihren Zweireiher Hosen, während ihr Manchurian-Kandidat sich immer weiter von seinen Wahlkampfversprechen entfernt und zunehmends als Abziehbild seiner Vorgänger herauskristallisiert. Was Sumpf oder Deep State trockenlegen. Trump ist der Sumpf.

Einer von den Trump-Flüsterern, also Figuren die die impulsive Entscheidungsfindung des Präsidenten stark beeinflussen, ist der republikanische Senator Lindsey Graham. Graham bekam sich angesichts der Eskalation kaum mehr ein, und sprießte vor Glückseligkeit und Kampfeslust als er seinem Präsidenten kürzlich via Twitter beipflichtete. Neben der fortwährenden wahnhaften Rekapitulation das Soleimanis Ermordung die Zukunft im Nahen-Osten friedlicher gestalten würde, ging der wahnsinnige US-Senator dazu über Drohungen auszustoßen, dass iranische Ölraffinerien als nächstes dran glauben müssten.

In der Zwischenzeit haben die USA die PMU abermals unter Beschuss genommen ,und dabei einige Kommandeure der Schiiten-Einheit getötet. Also Uncle Sam setzt alles daran das sich eine nicht kontrollierbare Kettenreaktion entfaltet, die in einen Krieg mit den Iran mündet und womöglich in einen dritten Weltkrieg ausartet.

Es ist selbstverständlich das der Iran die hinterhältige Tötung seines obersten Generals nicht auf sich sitzen lassen wird. Teheran hat bereits lautstark angekündigt, dass es zum richtigen Zeitpunkt eine angemessene Vergeltungsaktion geben werde. In der islamischen Republik sind landesweit hunderttausende Menschen auf die Strassen gegangen um dem gefallenen General zu kondolieren, und ihren Unmut über Amerikas Kriegserklärung kundzutun.

Schiiten anderer Länder demonstrierten ebenfalls gegen die Ermordung Soleimanis.

Die Welt hält den Atem an, und die Amerikaner gießen weiter fleißig Öl in die lodernden Flammen. Der Knoten ist geplatzt. Egal wie die Rache der Iraner ausfallen mag, von nun an werden die Vereinigten Staaten unentwegt die Waffen sprechen lassen. Sich standardmäßig über das Völkerrecht hinwegsetzend, lenken die USA die Welt abermals ins imminente Verderben.

Der Iran ist nicht Irak und nicht Syrien. Sollten die USA tatsächlich den Schritt wagen und im Iran militärisch intervenieren, bewahre uns Gott. Der gesamte Nahe-Osten ginge augenblicklich in Flammen auf. Der Iran hat mehrfach deutlich zu verstehen gegeben, das im Kriegsfalle sämtliche regionalen Vasalen der USA ins Visier genommen würden. Die US-hörigen Golfmonarchien allen voran.

Womit wir zum Persischen Golf kämen. Dort wo tagtäglich ein fünftel unseres globalen Öl-Konsums durchfließt, um die Außenwelt zu erreichen. Die Iraner haben das Vermögen das Binnengewässer augenblicklich in ein Meer aus Flammen zu verwandeln.

Wenn der Ölpreis in die Höhe schießt da internationale Öltanker aus Sicherheitsgründen den Golf nicht mehr ansteuern, werden wir dies alle zu spüren bekommen. Die USA haben seit langem die Weichen für diesen verheerenden Peak-Point gestellt.

Wie eingangs dieses Artikels erwähnt haben sich im Irak aus heiterem Himmel Raketenangriffe gegen US.Basen ereignet, die von den USA zum Anlass genommen wurden zunächst indirekt und nun direkt den Iran militärisch anzugreifen.

Schwer zu glauben das die laut dem US-Außenminister Mike Pompeo “lügende, betrügende, und stehlende” CIA nicht ihre Finger im Spiel hatte. False-Flag Attacken wie sie im Buche stehen. Der gegen die islamische Republik gerichtete Wirtschaftskrieg hat offenbar nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Demnach muss ein heißer Krieg her.

Das es schon bald soweit sein könnte, also ein unilateraler US-Krieg gegen den Iran vor der Tür steht, signalisieren die Vereinigten Staaten minutiös via der gleichgepolten Medienlandschaft und Regierungsvertretern.

Der die anscheinend unaufhaltsame Lawine lostretende Commander in Chief hat indes preisgegeben das angeblich bereits 52 Ziele im Iran für Militärschläge ausgemacht worden seien. Weshalb genau 52? Nun Trump wolle die jeweiligen Ziele für die 52 Amerikaner auslöschen, die 1979 nach der Übernahme der US-Botschaft als Geiseln genommen wurden. Also doch das Trauma von 1979, was bis dato noch nachhallt. Der Präsident der größten Bedrohung für die Weltbevölkerung im einzelnen:

Der Iran spuckt kühne Töne von wegen das sie gewisse US-Güter ins Visier nähmen um Rache zu üben, weil wir die Welt von ihrem Terroristen-Anführer befreit haben, jener soeben einen Amerikaner getötet und viele weitere schwer verwundet hat. Geschweige denn all die Menschen die er in seiner Lebenszeit getötet hat, einschließlich hunderte iranische Protestler. Er hatte bereits unsere Botschaft attackiert, und hatte andernorts weitere Anschläge vorbereitet. Seit vielen Jahren bringt der Iran nur Probleme. Dies soll als eine WARNUNG gelten, dass wenn der Iran Amerikaner oder amerikanische Güter angreifen sollte, haben wir 52 iranische Standorte ins Visier genommen ( repräsentierend für die 52 Amerikaner die vor vielen Jahren vom Iran als Geiseln genommen worden waren). Einige sind sehr hochgradig, und wichtig für den Iran und die iranische Kultur. Und diese Ziele und der Iran selbst werden sehr SCHNELL UND SEHR HART GETROFFEN WERDEN. Die USA wollen keine Drohungen mehr!”

Also genießen sie die Zeit. Vielleicht heißt es das wir übermorgen den dritten Weltkrieg ins Haus stehen haben.

Verf.R.R.

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