Hat der IS-Chef wirklich abgedankt? Dank den USA werden wir es wahrscheinlich nie erfahren…

Der ISIS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi soll während einer Geheimoperation vergangenes Wochenende liquidiert worden sein, wie US-Präsident Donald Trump jüngst verkündete.

Das amerikanische Staatsoberhaupt gab während seiner Ansprache und anschließenden Befragung durch Reporter einige Details der Mission preis, die zur Tötung vom ISIS-Chef geführt haben soll.

Laut Trump hätten die für die Mission auserkorenen Spezialkräfte einen riskanten Überflug zum Zielort hinter sich gebracht, ehe sie mit Helikoptern in Nordwest Syrien im ländlichen Idlib gelandet seien, und sich durch die Seitenflügel eines Gebäudekomplexes gewaltsam Zugang verschafft hätten, in dem sich zu diesem Zeitpunkt Baghdadi befunden haben soll.

Infolge von kurzweiligen Feuergefechten seien einige Männer des ISIS-Oberhaupts eliminiert worden, wohingegen andere sich gestellt hätten, so Trump. Ferner gab der US-Präsident zu Protokoll das 11 Kinder evakuiert worden sein sollen, und drei mit nicht detonierten Sprengstoffwesten bekleidete weibliche Individuen ihr Leben gelassen hätten.

Das von den US-Spezialkräften angeblich erstürmte Gebäude in der Stadt Barisha sei mit diversen unterirdischen Tunneln ausgestattet gewesen, jene hingegen keine Fluchtmöglichkeit geboten hätten da sie mit keinen Ausgängen verknüpft gewesen seien.

Nichtsdestotrotz habe Al-Baghdadi in Begleitung drei seiner Nachkommen versucht durch einen dieser Tunnel zu türmen, bevor er letztlich von auf seinen Fersen seienden US-Soldaten in die Enge getrieben wurde, sich passenderweise anhand einer Sprengstoffweste in die Luft gejagt, und sich und die drei Kinder in den Tod gerissen habe.

Wie Trump diesbezüglich hinzufügte sei infolge der Detonation der “Fluchttunnel” kollabiert, was die Identifizierung des Terrorfürsten wesentlich erschwert habe.

Der “Feigling” Baghdadi habe auf seiner Flucht wie ein “Hund” geschrien und gewimmert, und verdiene ein solch violentes Ende, so Trump. Seine Identität soll anhand einer forensischen DNA-Analyse an Ort und Stelle festgestellt worden sein, was laut Trump lediglich 15 Minuten beansprucht habe, und worüber der amerikanische Präsident umgehend nach dem bestätigenden Ergebnis informiert worden sei.

Desweiteren bedankte Trump sich bei einigen in Syrien involvierten Playern. Genaugenommen bei Russland, der Türkei, Irak ,den Kurden und gar bei Syrien, dafür das sie jeweils ihren Teil dazu beigetragen hätten um die Erfüllung der Mission zu begünstigen.

Russland sei laut Trump “großartig” gewesen, da es den von ihm kontrollierten syrischen Luftraum für den Überflug bereitgestellt habe, was es der im Tiefflug überquerenden Helikopterstaffel erleichtert habe die Destination unbehelligt zu erreichen.

Der POTUS erörterte das die USA Moskau zwar wegen des notwendigen Überflugs informiert hätten, hingegen man Letzteren hinsichtlich des Ziels der Mission im Dunkeln gelassen habe. Trump zufolge habe man den Russen lediglich mitgeteilt, das sich etwas zutragen würde was ihren Vorstellungen entspräche.

Der Commander in Chief gab zudem bekannt, das er vor ungefähr vier Wochen nachrichtendienstliche Informationen über Abu Bakr al-Baghdadis aktuellen Aufenthaltsort erhalten habe, doch ein unmittelbarer Zugriff nicht möglich gewesen sei, da der ISIS-Anführer in der nordwestlichen Provinz von Idlib mehrmals die Lokation gewechselt habe, bevor er auf dem Anwesen untergekommen sei welches ihn zum Verhängnis würde.

Der IS-Warlord habe ein übervorsichtiges Gebaren an den Tag gelegt, was den Einsatz ein wenig hinausgezögert habe, sagte Trump. Dennoch sei die Geheimoperation reibungslos verlaufen, und niemand außer ein K-9-Hund soll zu Schaden gekommen sein.

Nachdem der Showdown in dem “ISIS-Safe-House” von statten gegangen und die Helikopterstaffel abgezogen sei, ist das Areal dem Erdboden gleichgemacht worden. Einige online aufgetauchte unverifizierte Videos, wollen den geebneten Unterschlupf des angeblich eliminierten IS-Anführer zeigen.

Soviel zu den Einzelheiten und dem medial breitgetretenen Hergang der Top-Secret-Spezialoperation, jene angeblich zur Ausschaltung des IS-Oberhaupts Abu Bakr al-Baghdadi geführt habe.

Zunächst sei gesagt das die Parallelen zwischen Osama Bin Ladens mutmaßlicher Eliminierung 2011, und der am Wochenende angeblich erfolgten Operation mit dem Ziel Al-Baghdadi auszulöschen, einem förmlich ins Auge springen.

Wie der CIA-Asset und Vorzeige-Terrorchef Osama Bin Laden zuvor, so wurde auch Baghdadi angeblich in einem Safe-House aufgespürt, jenes sich in einer Gegend befunden haben soll, wo es keiner für möglich gehalten hätte das der IS-Chef ausgerechnet dort auftauchen würde.

Ferner haben beide Operationen keine Evidenzen für die Nachwelt hinterlassen, sodass eine Verifizierung bis auf alle Ewigkeit ausbleiben wird.

Im Falle Osama Bin-Ladens gaben die USA damals an man habe sich für eine Seebestattung entschieden, um seinen Leichnam beizusetzen. Es hieß indem man seinen Anhängern keine Anhaltspunkte über Bin-Ladens Bestattungsort liefere, verhindere man eine Ikonisierung des ausgedienten Al-Qaida Chefs. Nach dem Motto: Kein Schrein, kein Pein!

Damals wie heute sollen wir uns auf das gleichgeschaltete Narrativ verlassen, jenes uns eintrichtern will das Beweise nicht von Bedeutung seien.

Auch Baghdadis Leichnam steht passenderweise nicht mehr zur Verfügung, nachdem der IS-Anführer sich anhand einer Selbstmordweste direktenwegs ins Paradies befördert haben soll. Leichnam futsch! Hat es sich wirklich um Baghdadi gehandelt? Unmöglich zu bestätigen, da von ihm angeblich nur tausende Einzelstücke übrig seien.

Ebenso decken sich die Variablen hinsichtlich der Individuen, die sich während der Erstürmung durch US-Spezialkräfte in den jeweiligen Unterschlüpfen der vorgeblich ausgeschalteten Terroristen-Chefs aufhielten. Neben vereinzelten Kameraden sollen sowohl bei Bin-Laden als auch bei Baghdadi, mehrere angehörige Kinder und Frauen anwesend gewesen sein. Was den Anschein erweckt, das sich die jeweiligen Zielpersonen vor Ort vermutlich sicher gefühlt haben. Die Unterbringung von Familienmitgliedern deutet stark darauf hin, wenn es sich denn so abgespielt hat wie es in den Leitmedien auf Berufung der US-Regierungen berichtet worden ist.

Ebenso wie im Vorfeld der “Operation Geronimo” soll auch der IS-Chef von einem engen Gehilfen denunziert worden sein. Wie die russische Nachrichtenagentur Sputnik unter Verweis auf Reuters berichtete ,soll Ismael al-Ethawi, einer von Baghdadis engen Beratern, gegenüber dem irakischen Geheimdienst Schlüsselinformationen enthüllt haben jene zur Aufspürung des IS-Anführers geführt hätten.

Wie Reuters unter Berufung auf einen anonymen irakischen Beamten mitteilte, habe Ethawi bereits im Februar 2018 ausgepackt und die “fehlenden Puzzleteile” von Baghdadis Bewegungsabläufen und seinen Unterschlüpfen geliefert. Ferner habe er Angaben über fünf Männer gemacht, einschließlich ihm selbst, jene sich an verschiedenen Orten in Syrien mit Al-Baghdadi getroffen hätten, hieß es.

Der inhaftierte Militant habe ferner zu Protokoll gegeben, das der einst weltweit “meist gesuchte” Terrorist zumeist in Minibusen unterwegs gewesen sei welche Gemüse transportiert hätten, um sich der Aufmerksamkeit mehrerer multinationaler Nachrichtendienste zu entziehen.

Zur Persona Ethawi berichtete Sputnik wie folgt: “Ethawi, ein Mitglied der Al-Qaida seit 2006, wurde von den Vereinigten Staaten bereits 2008 gefasst und inhaftiert, bevor er als einer von Baghdadis fünf engsten Gehilfen aufstieg, so irakische Beamte. Der Terroristen-Anführer beauftragte den Mann, der in islamischen Wissenschaften promovierte, damit Kommandeure zu selektieren und religiöse Richtlinien zu formulieren. Nachdem internationale Kräfte gegen die Daesh vorgingen ist Ethawi. der mit einer syrischen Frau verheiratet war, von dort geflohen.”

Ferner heißt es in dem Sputnik-Artikel das ein irakischer Beamter gegenüber Reuters angegeben habe, das irakische Sicherheitskräfte in Kooperation mit den USA und der Türkei fünf hochrangige ISIS-Anführer dingfest gemacht hätten. Diese Terroristen-Kommandeure sollen den irakischen Behörden Lokationsdaten von Baghdadis Treffpunkten in Syrien übergeben haben. Mitte 2019 habe man Idlib als Ort ausgemacht, wo sich der ISIS-Chef in Begleitung seiner Familie und drei seiner engsten Berater von “Dorf zu Dorf” bewegt habe.

Der oben erwähnte Ismael al-Ethawi sei von Informanten auf einem Marktplatz in Idlib gesichtet , und anschließend bis zu Baghdadis Versteck verfolgt worden. Wie der irakische Beamte ferner enthüllte habe man diese Details der CIA überreicht, jene die vergangenen fünf Monate damit beschäftigt gewesen sei Satelliten und Drohnen einzusetzen, um die Position auszuspähen. Überdies hieß es das der syrische Al-Qaida Ableger “Hayat Tahrir al-Sham” bei der Auffindung Baghdadis eine Rolle gespielt habe.

Übrigens die USA haben inzwischen verkündet das sie Baghdadis Überbleibsel nach islamischer Tradition die letzte Ehre erwiesen, und ihn wie Bin-Laden in der See beigesetzt hätten. Seebestattungen für Terror-Fürsten, scheinen bei den Vereinigten Staaten hoch im Kurs zu stehen.

Interessanterweise war neben Abu Bakr al-Baghdadi auch Ismael al-Ethawi, der hochkarätige von Reuters unter Berufung auf irakische Beamte zitierte Informant jener bei der letalen Überführung des IS-Chefs mitgewirkt haben soll, einst von den Amerikanern geschnappt und inhaftiert worden. Was in Anbetracht des Milliarden von Dollar verschlingenden War on Terror, ein Armutszeugnis ist.

Der Kreml hat indes Trumps Version der Ereignisse zurückgewiesen und verlautbaren lassen, das er weder zuverlässige Informationen bezüglich der Liquidierung Baghdadis vorliegen habe, noch wie von dem US-Präsidenten behauptet wurde eine Kooperation stattgefunden habe, um für die US-Spezialoperation den Luftraum über Idlib bereitzustellen.

Verständlicherweise ist erhöhte Skepsis angebracht, da der Tod von Baghdadi bereits zigmal zuvor vermeldet wurde, und der POTUS laut den Russen offenbar zum Flunkern neigt und einiges aus der Luft gegriffenes hinzugedichtet hat. Demnach tendiert man dazu die überdies vom Timing her suspekt erscheinende Geschichte, nicht vollends abzukaufen.

Der aufgrund des umstrittenen US-Truppenabzugs in Washington schwer unter Beschuss geratene US-Präsident brauchte inmitten des stürmischen Gegenwinds unbedingt ein hinreichendes Erfolgsmomentum. Was böte sich da treffender an als mir nichts dir nichts den “most wanted man” auszulöschen, um das Narrativ dahingehend zu kanalisieren das der Krieg gegen den Terror unter Trump funktionsfähig sei.

Hinsichtlich der Lokation wo Baghdadi angeblich das Zeitliche segnete, werfen sich eine Menge Fragen auf. Unentwegt im Irak vermutet und urplötzlich in Idlib aufgetaucht. In “feindlichem” Al-Qaida Land, unweit der syrisch-türkischen Grenze wo die Hayat Tahrir al-Sham das Sagen hat.

Wenn der IS-Chef sich tatsächlich im Irak aufgehalten haben soll wie zum Teufel ist er dann in den Norden nach Idlib gelangt? Er hätte etliche von der syrischen Armee kontrollierte Gebiete durchqueren, und damit einhergehend unzählige Checkpoints passieren müssen.

Oder er ist östlich des Euphrats unbehelligt durch das von den US-gestützten Syrisch Demokratischen Kräften besetzte Gebiet in den Norden gereist, und hat sich von dort aus über die türkisch-okkupierten Regionen nach Idlib begeben.

Die zweite Route ist in Anbetracht der gemeinsamen Vergangenheit der Türkei, SDF und ISIS, das wahrscheinlichere Szenario, wenn man davon ausgehen mag das der Anführer des Islamischen Staats sich tatsächlich je in Idlib niederließ. Haben die Vereinigten Staaten ihn etwa selbst dort angesiedelt, beziehungsweise waren ihm behilflich bei der Überreise und Umsiedelung? Es wäre nicht das erste mal das die USA in Verdacht geraten ISIS-Kommandeure anhand von Helikoptern zu evakuieren und herumzukutschieren.

Das die USA den Islamischen Staat in seinem physikalischen Kalifat einst gedeihen ließen, anstatt den Barbaren das Handwerk zu legen, belegen von dem Iran lancierte US-Luftaufnahmen.

Das Navy-Seal Team 6 jenes angeblich Osama Bin Laden in Abottabad, Pakistan, in einem Gebäudekomplex eliminiert haben soll, verstarb kurzerhand darauf bei einem Hubschrauberabsturz in Afghanistan. Mehrere Mitglieder der US-Spezialkräfte-Einheit räumten gegenüber Familienmitgliedern ein, das sie nicht daran glaubten das sie an jenem fraglichen Tag Bin-Laden töteten. Als die Geschichte schließlich begann in die Medien durchzusickern, verstarben die meisten Navy-Seal-Soldaten jene in der “Operation Geronimo” involviert waren. Einwohner aus Abottabad bezeichneten die Nacht und Nebelaktion jene zur Tötung des Al-Qaida Chefs /CIA-Asset geführt habe, schlichtweg als Humbug.

Hinsichtlich nicht vorhandener Transparenz und verwerflicher Diskrepanzen, bieten die USA allerlei Angriffsfläche für Skepsis. Manchmal hat man das Gefühl das die Traumfabrik und Washington D.C. ein und derselbe Ort sind. Kaum verwunderlich.

Verf.R.R.

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