In Video: Syrien- Russische Kräfte errichten Stellungen und Checkpoints unweit von umstellten türkischen Posten in Morek

Die im syrischen Morek umstellten türkischen Soldaten und ihre aufgenommenen jihadistischen Schutzbefohlenen, konnten kürzlich von dem umzingelten “Beobachtungsposten” Nr. 9 aus observieren, wie russische Militärkräfte eintrafen um vor Ort Stellung zu beziehen und Checkpoints zu errichten.

Die Situation als heikel zu bezeichnen, wäre untertrieben. Bislang stellt sich die Erdogan-Administration quer, und weigert sich die offensichtliche Niederlage einzugestehen. Womit einhergeht das der Befehl für einen Abzug, bis dato ausblieb. Aus türkischen Regierungskreisen verlautete es gar, das ein Rückzug von dem Beobachtungspunkt außer Frage stünde. Hinzufügend hieß es, das die Mission des türkischen Militärs fortgesetzt würde. Nun welche Mission der umstellte Posten noch zu erfüllen hat, ist rätselhaft. Die AKP-Regierung lässt die Öffentlichkeit diesbezüglich weiter im Dunkeln. Trotz medialen Nachhaken, welchen Zweck die türkische Basis in Morek infolge der Umstellung noch erfülle, hält Ankara mit einer Antwort darauf weiter hinter dem Berg.

Die Vernichtung des Terrorismus im Norden von Hama, hat der wechselseitigen Beziehung zwischen Al-Qaida Ablegern und dem türkischen Militär, die Luft zum atmen genommen. Da der Posten nun nicht mehr als Unterschlupf für Terroristen und als Kommandozentrale eingesetzt werden kann, ist er augenscheinlich obsolet. Beobachtungsmissionen der Eindämmung von Islamisten-Fraktionen halber, standen in Morek ehe nie auf der Tagesordnung, obwohl sich Ankara als Astana Partner unzählige male auf dem Papier dazu verpflichtete.

Gegen Ende Juli nahmen syrische Regierungskräfte einen anderen türkischen Beobachtungsposten im ländlichen Hama ( Sheir Magher ) unter Beschuss, nachdem dieser als Gefahrenquelle ausgemacht wurde. Ankara gab sich wie gehabt als Unschuldslamm, und behauptete das es sich nicht erklären könne weshalb die syrische Armee den Posten ins Visier nahm. Anschließende Drohgebärden sollten die eigene Position untermauern. Hingegen tauchten unmittelbar nach dem Vorfall online Informationen auf, die die türkische Version der Ereignisse demontierten . Gedankt sei den mitteilungsbedürftigen, und unter eklatanten Geltungsdrang leidenden Jihadis. Ein damals in den sozialen Netzwerken kursierendes Video, veranschaulicht den Grund weshalb die syrische Armee Raketen auf den Posten niederprasseln lassen hat.

Wenn man das Risiko bereit ist einzugehen Terroristen auf seiner Basis zu beherbergen, und das Terrain für Artillerieangriffe zur Verfügung stellt, sollte man in Betracht ziehen das die Gegenseite das Feuer erwidern wird. Das erwähnte Video zeigt wie sich Jihadis innerhalb des Postens in Sheir Magher befinden, als dieser infolge eines terroristischen Raketenangriffs von der syrischen Armee beschossen wird.

Wie eingangs dieses Artikels beschrieben haben indes russische Militärkräfte unweit des umstellten türkischen Beobachtungsposten Stellung bezogen. In dem Video unten ist zu sehen wie russische Soldaten sich vor Ort einrichten, und es sich nicht nehmen lassen anhand von russischen Flaggen zu demonstrieren wer von nun an in der Region den Ton angibt.

Die Gegenwart der Russen verheißt womöglich das es zeitnah zu einer ausgehandelten Räumung des Postens kommen wird. Das online Portal Southfront teilte diesbezüglich mit: “Höchstwahrscheinlich sind die Russen dort aufgetaucht um die Türken vor warmen Grüssen der syrischen Armee zu bewahren jene sehr wohl Kenntnis von Ankaras Bemühungen hat radikale Militante in der Region zu unterstützen.”

Die haarige Situation erweckt in gespannten Beobachtern einen Hauch objektiver Schadenfreude. Schließlich ist es Ankaras alleiniges Verschulden da es in diese prekäre Lage geraten ist. Ein Joint-Venture mit der Al-Qaida und ihren Auswüchsen einzugehen, ist halt ein rufschädigendes gar selbstzerstörerisches Unterfangen. Als gläubiger Muslimbruder sollte Erdogan schon mal davon Wind bekommen haben, das man erntet was man sät und jeder seine gerechte Strafe bekommt. Karma ist eine Hure, und erscheint stets dann wann man es am wenigsten erwartet.

Verf.R.R.

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