Die Volksmudschaheddin- Iranischer Terror-Kult von Washington zu neuem Leben erweckt

Wer hinter den mysteriösen Angriffen auf Handelsschiffe im Persischen Golf steckt, ist bislang ungeklärt. Zwar wollen die Vereinigten Staaten über eine “Smoking-Gun” verfügen, also im Besitz eines unwiderlegbaren Beweises sein, der belegen soll das der Iran für den Vorfall im Golf von Oman verantwortlich sei, dennoch hat die Öffentlichkeit bisher nichts zu Gesicht bekommen, was Washingtons bodenlose Vorwürfe untermauern würde. Die verschiedenen Versionen des Videomaterials, das angeblich zeigt wie iranische Soldaten von einem der Tanker Rückstände einer “Haftmine” entfernen, ist gelinde gesagt dürftig. Genaugenommen geht nichts aus den Darbietungen hervor, was den bellizistischen Aufruhr seitens der Amerikaner rechtfertigen würde. Gewisse Umstände wie etwa das ein japanischer Öltanker sabotiert wird, während Japans Premierminister der islamischen Republik einen geschichtsträchtigen Besuch abstattet, oder das der andere Tanker einer Flotte angehört derer Inhaber ein alteingesessener iranischer Handelspartner ist, muten an das der Iran über jeden Verdacht erhaben zu sein scheint. Diverse Beobachter und Journalisten sind der Auffassung das die Geschehnisse im Persischen Golf Teil der US-Strategie sind, die vorsieht sich den Iran für einen Krieg zurechtzulegen. Sprich das es sich um False-Flag-Attacken handelt, die Prämissen für eine militärische US-Intervention schaffen sollen. In Anbetracht der negativ behafteten Vergangenheit der Amerikaner, die sich schon in so manchen Krieg hinein logen, oder Vorwände kreierten um zahlreiche bewaffnete Konflikte vom Zaun zu brechen, dürfte jene Einschätzung zutreffend sein.

Washington hat einige Asse im Ärmel, um im Nahen Osten die andauernde Spannung zu konsolidieren. Eines davon ist die Verfügungsgewalt über Heerscharen von schwarzen Söldnern, die auf Geheiß der USA in Länder einfallen, die sich nicht von der US-Hegemonie in die Knie zwingen lassen wollen. Siehe Libyen, Irak oder Syrien wo zehntausende internationale Terroristen unter dem Deckmantel einer “freiheitsschaffenden Rebellion” eingeschleust wurden, und sich entweder der Al-Qaida oder dem Islamischen Staat anschlossen. Der Feind meines Feindes ist mein Freund! Nach diesem Leitfaden richtet sich die amerikanische Geo-Politik. In Staaten die auf einer US-Abschussliste geführt werden, unterstützen die Vereinigten Staaten Elemente die am aussichtsreichsten erscheinen, um einen Regime-Wechsel zu realisieren. Dabei spielt es keine Rolle welchem Metier jene Elemente angehören. Ob Verbrechersyndikate, Terroristen-Organisation oder Drogenkartelle akkreditiert werden hängt davon ab, ob die jeweiligen Entitäten von den USA als größte Widersacher bestehender Regierungsformen anerkannt werden. Um die islamische Welt auf den Kopf zu stellen, ist augenscheinlich der konfessionelle Terrorismus die bewährteste Methode. “Superiore-Sunniten” die dem wahabitisch-salafistischen Lager entspringen, begeben sich auf nihilistische Kreuzzüge, um den gesamten Nahen-Osten zu balkanisieren. Beispielsweise haben die Amerikaner diverse Anstrengungen unternommen, um den Konflikt in Syrien als einen religiösen zu porträtieren. Das der syrische Präsident, Baschar al-Assad der Minderheit der Alawiten angehört, war für Washington ein gefundenes Fressen, da man die Situation dahingehend darstellte, als ob Assad alle Sunniten in Syrien exterminieren wollte. Wäre dem so, dann hätte er in Erwägung gezogen drei viertel der Bevölkerung den Garaus zu machen. Nichtsdestotrotz war dies die Coverstory, die als Ausrede herhielt um den “sunnitischen Aufstand” gegen Assad, und die Formation einer bewaffneten Opposition zu rechtfertigen. Das Islamisten urplötzlich wie Pilze aus den Boden schossen, sei laut den USA ebenfalls ein Produkt jener “Hetzjagd gegen Sunniten” gewesen. Demnach sei die Konsolidierung von der Al-Qaida und dem IS eine logische Konsequenz, des angeblich konfessionell motivierten Schlachtplans der syrischen Regierung. Jene unterschwellige Gutheißung versetzte die Jihadisten in die Lage, eben jenes Szenario zu realisieren. Die Al-Qaida und der IS haben hinreichend demonstriert, das man als “Ungläubiger” angesehen und hingerichtet wird, wenn man nicht ihrem wahabitischen Kult angehört. Auch als Sunnit ist man nicht fein raus, und verliert bei Ungehorsam, oder geringstem Abweichen von der Norm seinen Kopf. Wer nicht glauben mag das die USA mit Entitäten wie der Al-Qaida in Syrien an einem Strang ziehen, der möchte sich doch die aktuelle Lage in dem Gouvernement Idlib vergegenwärtigen, wo sich laut dem ehemaligen Sonderbeauftragten der Anti-ISIS-Koalition, Brett McGurk, der weltweit sicherste Hafen der Al-Qaida befände.

Das waren die Worte von dem ehemaligen Sonderbeauftragten. Führen sie sich bitte zu Gemüt was der neue Mann auf jener Position von der Idee hält, die Al-Qaida in Idlib auszumerzen .

Die dritte Sache ist der geostrategische Eindruck, das Assad ein weiteren Sieg einheimst. Wir denken dies würde ihn schier dazu ermutigen, den politischen Prozess fortwährend abzulehnen, und einen militärischen Sieg anzustreben. Wir denken das ein militärischer Sieg für dieses ungeheure verbrecherische Regime, an und für sich eine schlechte Sache ist, ” so James Jeffrey US-Sonderbeauftragter für Syrien.

Zurück zum Iran, der gegenwärtig aus den Schlagzeilen nicht mehr wegzudenken ist. Wie oben erläutert heuern die Amerikaner Entitäten aller Coleur an, die ausschwärmen um politische Landschaften nach Ermessen des Geldgebers umzustrukturieren, und das Ambiente für Kriege zu kreieren. Zwecks der Unterwanderung, Bekämpfung und Verteufelung des Irans, hat Washington gar einen wahrhaften Terror-Kult auf seiner Gehaltsliste stehen. Die Rede ist von den Volksmudschaheddin (MEK, MOK), eine in den 1960 Jahren gegründete gegen den Schah agierende Oppositionsbewegung, die während der islamischen Revolution die alleinige Macht an sich reißen wollte, und sich letztlich als Terroristen-Organisation entpuppte die sich anhand von Selbstmordanschlägen, Bombenattentaten und politisch motivierten Morden zu erkennen gab, und letztlich 1981 vom obersten Staatsführer Ayatollah Chomeini verboten wurde. Während des neunjährigen Krieges zwischen dem Iran und Saddam Husseins Irak, unterstützten die Volksmudschahedin Letzteren tatkräftig, was sie in den Augen der Iraner zu Hochverrätern machte, und einen tief in der iranischen Gesellschaft verankerten Hass entfaltete. Als die USA 2003 in den Irak einfielen, entwaffneten sie die MEK und nahmen sie unter ihre Fittiche. Bis 2009 wurde die Terroristen-Organisation im US-kontrollierten Camp-Ashraf einquartiert. Als das Camp jedoch nach dem Teilabzug der Amerikaner an den Irak übergeben wurde, ergriffen dem Iran nahestehende irakische Sicherheitskräfte die Gunst der Stunde, um ihren angestauten Unmut Luft zu machen, und töteten während zwei Zusammenstößen 49 Mitglieder des Terror-Kults. Daraufhin begann ein diplomatisches Tauziehen, ausgelöst durch die engstirnige Beharrlichkeit der MEK-Anführerin Marijam Rajavi, die zunächst weitreichende Zugeständnisse einforderte, bevor sie sich dazu bereit erklärte einem kompletten Abzug aus dem Camp-Ashraf zuzustimmen. Zu einem wollte sie neue Exil-Länder ausgelotet haben, und zum anderen erwirken das die USA die Mudschahedin Khalq nicht mehr als Terroristen-Organisation einstufen. Rajavis Versessenheit sollte von Erfolg gekrönt werden. Im Jahr 2012 fasste die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton letztlich den Entschluss, und entfernte die MEK von der Liste ausländischer Terroristen-Organisationen. Im Gegenzug gestattete Rajavi den Abzug der verbliebenen 680 MEK-Terroristen, aus Camp Ashraf. Eine neue Heimat für die Volksmudschahedin, war hingegen schnell wieder gefunden. In Albanien befindet sich nun die Hauptschaltzentrale der Terroristen-Organisation. Ein von der Größe her schier unüberschaubarer Komplex, der als Konzentrationslager und Hauptquartier fungiert.

Der Preis für die amerikanische Unterstützung ist blinder Gehorsam. Sprich die Terroristen-Organisation ist seither Washingtons primäre Anlaufstelle, wenn es darum geht in iranischen Gefilden Unruhe zu stiften. Die im Iran gegen Jahresende 2017 entbrannten gewaltsamen Unruhen, sollen beispielsweise auf das Konto der MEK gehen, die über zahlreiche Schläfer verfügt welche zur angemessenen Zeit auf die Strassen gehen, und violente Aufstände organisieren.

Angesichts der innerhalb von zwei Jahren passierten den Iran betreffenden Vorfälle, jene kontinuierlich an Potenz zunehmen, stellt sich die Frage inwiefern die MOK involviert sind? Ein von dem iranischen online-Portal IFP-News veröffentlichtes Telefongespräch zwischen MEK-Funktionären, soll Aufschluss darüber geben wer hinter den Sabotageakten im Persischen Golf steckt. In dem Dialog zwischen Shahram Fakhteh (offizielles Mitglied und Leiter der MEK-Cyber-Einheit) und Daei-ul-Eslam (ein in USA ansässiger MEK-Sympathisant) heißt es wie folgt:

Fakhteh: “Eine Sache noch, in der vergangenen Woche haben wir unser bestes getan um das (iranische) Regime für die (Öltanker)-Angriffe verantwortlich zu machen. Die Saudis haben im Büro von Schwester Maryam (Rajavi) angerufen um wegen der Ergebnisse nachzuhaken, zu einer Feststellung zu gelangen was vollzogen wurde, und die möglichen Konsequenzen abzuwägen. Auf welche Angelegenheiten sollten wir hinweisen?” Eslam: “Ich nehme an das dies verschiedene Konsequenzen haben wird. Der Fall könnte dem UN-Sicherheitsrat übermittelt werden, oder gar in einer militärischen Intervention resultieren,” so IFP-News.

Es ist kein Geheimnis das in der Nachbarschaft des Irans zwei aus seiner Sicht ungemütliche Erzrivalen ansässig sind, deren Existenz symbiotisch mit den US-Interessen in der Region zusammenhängen. Israel und das feudale Königreich Saudi-Arabien, sind hinsichtlich der hegemonialen Machtverhältnisse in der Lage sich über internationales Recht hinwegzusetzen, und treuergebene Diener der Vereinigten Staaten. Demnach ist es keine Überraschung das die Volksmudschahedin von den Saudis beauftragt worden sein sollen, um sich an den False-Flag Attacken auf internationale Handelsschiffe zu beteiligen. Es ist bislang unklar inwieweit die MEK ihre Finger im Spiel haben, dennoch wäre es angesichts ihrer interdependenten Daseinsform ein Trugschluss davon auszugehen das sie nicht mitmischen würden.

Verf.R.R.

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