Türkei-Reyhanli: Beerdigung von Al-Qaida Terroristen “Abdel Baset Sarout” artet zu Jihadi-Demo aus

Die Bestattungszeremonie von Abdel Baset Sarout, der Al-Qaida Terrorist um den der Westen vergangene Woche so arg trauerte, fand auf türkischem Boden statt, und artete zu einer salafistischen Kundgebung aus an der hunderte von Jihadisten teilnahmen.

Es ist kein Geheimnis das Ankara verwundete Al-Qaida Kommandeure der Genesung halber, in türkische Krankenhäuser einliefert. Dieses vorschriftsmäßige Prozedere beförderte den Jaish al-Izza Kommandeur Sarout am 8.Juni nach Hatay in die Stadt Reyhanli, wo er in eine Klinik eingeliefert wurde und seinen Wunden erlag. Am darauffolgenden Tag fand seine Bestattungszeremonie in der Tevhid Moschee in Reyhanli statt, und die dargebotene Szenerie ließ den Betrachter vergessen, das jenes Ereignis tatsächlich offenkundig in der Türkei stattfindet. Hunderte von skandierende terroristische Flaggen wehende Elemente nahmen an der Zeremonie teil und Sarouts Sarg in Empfang, der anschließend zur Beisetzung nach Syrien überstellt würde. Wie das online Portal Al-Monitor (AlM) mitteilt, ist die von vielen mit Argwohn aufgefasste Szenerie, von regierungsnahen türkischen Medien übertragen worden, was die Entrüstung von ortsgebundenen Türken zusätzlich verstärkte. Solch einen Aufriss für einen Jihadisten zu machen, der öffentlich zur “Vernichtung aller Alawiten und Schiiten “aufrief, habe bei vielen Einwohnern Hatays, einer Region wo diverse religiöse und ethnische Gruppierungen friedvoll koexistieren einschließlich Arabern alawitischen Glaubens, einen wunden Punkt getroffen, so AlM. Der oberste Verwalter der Provinz, Fatih Cobanoglu, soll den Jihadisten-Umzug aufs schärfste kritisiert haben. Via Twitter habe Cobanoglu geäußert, das die Beerdigung in eine “ungenehmigte Demonstration in Form eines Konvois mit Flaggen und Sprechchören” umgemünzt sei. Ferner habe er jenes “inakzeptable und unverantwortliche Verhalten” angeprangert, und soll davor gewarnt haben, das jene provokativen Handlungen nicht geduldet würden. Hingegen sei dieser Tweet gelöscht worden, nachdem “Lager die mit den Rebellen sympathisieren ” darauf reagiert hätten, wie das Portal berichtet. Die durch Sarouts Beisetzung entflammte und in den sozialen Medien amplifizierte Kontroverse, hat gar das türkische Parlament erreicht. Baris Atay ein Abgeordneter der türkischen Arbeiterpartei ließ dem Innenminister der Türkei, Suleyman Soylu, eine parlamentarische Frage zukommen, und wollte wissen weshalb die Behörden die Organisation einer Beerdigung gewährten, die sich in eine “provokative Demonstration verwandelte.” Serkan Topal ein Abgeordneter der führenden Oppositionspartei CHP, machte auf die “delikate religiöse Struktur der Region”aufmerksam, und hob hervor das derartig provokantes Gebaren auf eine “Sprengung der Einheit Hatays” hinausliefe, so AlM.

Überdies berichtete das Portal unter Berufung auf einen Zeugen, das die Kommunalverwaltung in Reyhanli den Begräbnisdienst zur Verfügung gestellt habe, und dies weitere Aufgebrachtheit entbrennen lassen habe.

Reyhanli war nicht die einzige türkische Stadt in der Gedenkfeiern für den Al-Qaida-Terroristen, Abdel Baset Sarout, stattfanden. Die Fatih-Moschee in Istanbul stellte für die Lobpreisungen und Gedächtnisfeiern, ebenfalls ihre Dienste bereit, so das Portal.

Die Provinz Hatay fungiert seit den Ausgangstagen des Syrien-Konflikts, als Plattform für die Ausbildung von Terroristen und als Sprungbrett in den benachbarten Jihad. Aus zahlreichen damaligen Medienberichten geht hervor, wie Bürger türkischer Grenzgebiete ihre Besorgnis hinsichtlich der zwielichtigen Aktivitäten in ihren Städten kundtaten. Da über die Jahre hinweg die Lage vor Ort sich kontinuierlich verschlimmerte, und Al-Qaida Ableger sämtliche Grenzübergänge nach Hatay kontrollierten, verstummten die kritischen Stimmen allmählich. Die Eindrücke von der Zeremonie der hunderte aus Syrien einreisende und in der Türkei stationierte Militante beiwohnten, versinnbildlichen mit welcher einschüchternden Gegenwart die Einwohner Hatays konfrontiert werden. Offenbar können Jihadisten aus Syrien immer noch unbehelligt in die Türkei einreisen, und werden dabei von der amtierenden Regierung unterstützt. Diese Gewissheit gepaart mit der Angst es mit einer kaum kritikfähigen Administration zu tun zu haben, und damit einhergehend bei zu großem Widerstand in Gefahr zu geraten von den türkischen Behörden ins Visier genommen zu werden, ließ die Bewohner Hatays vermutlich über vieles hinwegsehen was sich in ihrer Stadt abspielte. Das es ungesund sein kann zu viel Aufsehen zu erregen zeigt der Fall der amerikanischen Journalistin Serena Shim, die kurz nachdem sie die türkische Regierung wegen der Bereitstellung ihrer Grenzgebiete für die terroristische Unterwanderung des Nachbarlandes entlarvte, auf mysteriöse Weise bei einem Autounfall ums Leben kam. Shims explosiver Enthüllungsbericht wirft ein schlechtes Licht auf die türkische Regierung, derer Täterschaft bislang nicht bewiesen werden kann, dennoch die Tötung der Journalistin von kritischen Stimmen als eine unmissverständliche Warnung aufgefasst worden sein muss.

Verf.R.R.

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