Video: Syrien- Einwohner in Deir-Ezzor sind der Präsenz US-gestützter SDF-Kräfte überdrüssig

In den vergangenen Tagen sind in dem syrischen Gouvernement Deir-Ezzor östlich des Euphrats Einwohner mehrerer Städte und Dörfer auf die Strassen gegangen um gegen die Präsenz kurdischer Besatzungskräfte zu protestieren. In einem online kursierenden Video wird veranschaulicht wie aufgebrachte Einwohner eine Patrouille der US-gestützten Syrisch Demokratischen Kräfte (SDF) in die Flucht schlagen nachdem diese versuchte eine Demonstration aufzulösen.

Die überwiegend arabische Bevölkerung der kurdisch besetzten Regionen östlich des Euphrats, ist der Präsenz der US-gestützten-Kräfte überdrüssig. Der von Washington und den kurdischen Milizen angestrebte demographische Wandel birgt erhöhtes Konfliktpotenzial in sich, da sich regierungstreue Bevölkerungsanteile nicht einfach damit abfinden werden das die SDF und ihr politischer Flügel, der Syrisch Demokratische Rat (SDC), einen Pseudo-Staat errichten werden.

Viele Syrer betrachten die SDF als Hochverräter da sie mit der ISIS und den USA paktieren, und sich inmitten der schwierigsten Zeit des Landes, die ölreichen Gebiete im Osten Syriens raffgierig unter den Nagel gerissen haben um den Amerikanern einen Trumpf zuzuspielen.

Sie sind keine vertrauenswürdigen Verhandlungspartner, was sich deutlich aufzeigt wenn ihre amerikanischen Befehlsgeber mal wieder antäuschend mit den Gedanken spielen sie fallen zu lassen, und den Wölfen in Syrien zum Fraß vorzuwerfen. Dann schreien sie Zeter und Mordio und bitten Moskau und Damaskus darum ihnen aus der Patsche zu helfen, wie es sich abermals zu Beginn des Jahres zutrug als US-Präsident Trump dachte er könnte seinen Willen gegen das Pentagon durchsetzen, und einen abrupten Truppenabzug aus Syrien anordnen.

Den kurdischen Milizen stand die Angst ins Gesicht geschrieben, als Ankara ankündigte zunächst auf Manbij vorzurücken, und anschließend sämtliche von den Kurden okkupierte Gebiete einzunehmen.

Und somit gewährten sie der syrischen Armee und dem russischen Militär in der Peripherie von Manbij Stellungen zu beziehen, um einen türkisch gestützten Dschihadisten-Sturm abzuwenden.

Als sich herausstellte das sich Trump mit seinem Entschluss zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, und die USA deklarierten das sie in absehbarer Zeit doch nicht aus Syrien verschwinden, kehrte schleunigst die Hybris der syrischen Kurden zurück und sie torpedierten die Gespräche mit Damaskus, indem sie Vorbedingungen stellten wie das Bestehen auf dem Separatismus und eine darauf basierende Selbstverwaltung.

Washington hat die kurdischen Milizen und ihre fadenscheinigen politischen Organe in der Hand. Ihre Aspirationen, ihr Bestreben und ihr Bestehen hängen einzig und alleine von der Präsenz der USA ab. Ohne den amerikanischen Schutzpatron im Rücken, würden die kurdischen Besatzer augenblicklich unter die Räder geraten. Diese Addiktion nach amerikanischer Beihilfe hat die Kurden nicht das erste mal ins Abseits befördert.

Verf.R.R.

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