Video: Wohin mit den tausenden ausländischen ISIS-Kämpfern?

In den vergangenen Wochen haben sich tausende ausländische ISIS-Kämpfer den US-gestützten SDF-Kräften gestellt, oder sind zuvor evakuiert worden.

Der gegenwärtige Aufenthaltsort beziehungsweise die Destination von dem Gros der Terroristen-Organisation ist unbekannt. Die Kapazitäten für die Unterbringung von über 10 000 IS-Gefangenen bestehen nicht. Alle bekannten von den SDF betriebenen sieben Gefängnisse, sind zumeist umfunktionierte Gebäude wie Schulen oder Ämter.

Ergo bieten sie keine angemessene Fläche um tausende Dschihadisten unterzubringen. Der republikanische US-Senator, Lindsey Graham, besuchte im vergangen Juli eines der provisorischen ISIS-Gefängnisse und hatte ernüchterndes zu berichten:

“Das Gefängnis ist besser als ich dachte. Die Personen die es betreiben sind besser als ich dachte,” so Graham der hinzufügte: “Hingegen bin ich besorgt über die gesamte Situation. Es ist längst nicht so nachhaltig wie ich dachte. Die Insassen werden entweder auf der Strasse landen oder tot sein.”

Grahams antizipierende Einschätzung der Lage bringt es auf den Punkt. Die aus dem nichts geschaffenen Gefängnisse, sind keine Einrichtungen á la Guantanamo Bay und somit sehen sich die SDF fortwährend dazu gezwungen hunderte von ISIS-Gefangene in die Freiheit zu entlassen.

Die US-geführte Koalition hat einen sich selbst ernährenden autarken Teufelskreis geschaffen. Washington schickt schwarze Söldner ins Rennen die eine unerwünschte Regierung stürzen sollen, nebenher nutzt man deren Präsenz um Vorwände zu schaffen die in eine militärische Intervention münden.

Wenn es eng werden sollte und man sieht sich dazu gezwungen die entfesselte Brut wieder einzusammeln, gibt man vor eisern gegen den Feind vorzugehen um ihn kurzweilig zu bündeln und daraufhin wieder ausströmen zu lassen.

Somit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Zu einem versetzt man sein Monstrum in den Schlafmodus, um es für das nächste Regime-Change-Projekt zu stärken, zum anderen hält man sein eigens kreiertes Feindbild für ewig am Leben.

Diese Endlosschleife ist anhand des Beispiels der Al-Qaida Historie deutlichst erläutert worden. Hochrangige US-Politiker wie die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton räumten gar ein, das die Vereinigten Staaten im War on Terror ” die Individuen bekämpfen die sie einst selbst geschaffen haben.”

Verf.R.R.

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Ein Kommentar

  • Das ist doch kein Problem, es gibt genügend Platz! Sie können auf dem offenem Felde eingezäunt werden, wie beim deutschen Rhein-Wiesenlager. Die hätten es wenigstens verdient!!

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