Video: Ägyptens ehemaliger Präsident Abdel Nasser amüsiert sich über unterbreitetes Hijab Gesetz (1958)

Der verstorbene ägyptische Präsident, Abdel Nasser, erklärte während einer Ansprache im Jahre 1958 was er von einem Niqab-Gesetz hält.

Nasser erzählte damals das das Oberhaupt der Muslimbruderschaft versuchte ihn davon zu überzeugen, das es an der Zeit wäre alle ägyptischen Frauen voll zu verschleiern.

Seine Audienz nahm dies zum größten Teil mit Gelächter zur Kenntnis. Ein ägyptischer Parlamentarier rief dazwischen, und warf ein das der Chef der Muslimbruderschaft doch den “Tarha” (Niqab ) tragen solle, woraufhin die Menge sich nicht mehr halten konnte und Nasser augenscheinlich auch nicht.

Desweiteren erläuterte der damalige ägyptische Präsident das sein Gegenüber darauf bestanden hätte, ein darauf basierendes Gesetz zu verabschieden, und fügte hinzu das er ihm geantwortet habe, das wenn er solch ein Gesetz verabschiede die ägyptische Bevölkerung sagen würde, das man zu den Tagen von “Al-Hakim bi-Amr-Allah zurückgekehrt sei, der bekanntlich Menschen untersagte sich am Tage auf den Strassen blicken zu lassen, und ausschließlich nächtliche Ausgänge gewährte.

Nasser erörterte das er dem Muslimbruder nahegelegt habe, das seiner Meinung nach jede Person in ihrem eigenen Haus die Regeln festlegen sollte. Der Islamist soll sich mit dieser Antwort nicht zufrieden gegeben haben und erwiderte laut Nasser, das es ausschließlich in der Verantwortung des Präsidenten liege dies zu beschließen.

Nach Ägyptens damaligen Präsident habe der Diskurs letztlich dazu geführt, das er das Oberhaupt der Muslimbruderschaft daran erinnert habe, das seine Tochter die medizinische Fakultät besuche und keinen Hijab trage.

Und wenn er nicht einmal vermag seine Tochter anzuhalten sich voll zu verschleiern, wie könne er von dem Präsidenten verlangen 10 Millionen ägyptischen Frauen vorzuschreiben den Tarha zu tragen, so Nasser. Die Zuhörerschaft applaudierte damals frenetisch und amüsierte sich in Gegenwart von Abdel Nasser was ihm abermals Gelächter abverlangte.

Abdel Nasser war ein Verfechter des Panarabismus, und hielt nichts von anachronistischen Auslegungen des Islams. Die von ihm erwähnte Muslimbruderschaft avancierte hinsichtlich der ungebrochenen Unterstützung der Vereinigten Staaten zu dem Mutterschiff der Al-Qaida, und wird inzwischen in diversen nah-östlichen Staaten als Terroristen-Organisation eingestuft.

Das oben gezeigte Video verdeutlicht, das es damals nicht nur für Ägypten eine abwegige Vorstellung war den gesellschaftlichen Fortschritt aufzugeben, nur um Fundamentalisten zufrieden zu stellen.

Der von Nassers Audienz abgewonnene Sarkasmus zeigt auf das Ansichten, wie eine aufgezwungene Pflicht zur Verschleierung der Frau, mit Argwohn und Verachtung betrachtet wurden.

Der radikale Islamismus hat erst an Farbe gewonnen als die Amerikaner und Israelis anfingen den gesamten Nahen-Osten aufzumischen. Fuß fassend in Staaten die ein Dorn im Auge für Washington und Tel-Aviv waren und sind, ist die Muslimbruderschaft als ein Instrument geschaffen worden, um zumeist moderate unerwünschte arabische Staaten nach eigenem Ermessen umzugestalten und einen Keil zwischen Muslimen zu treiben.

Anhand der nah-östlichen Feinde und Vasalen der USA ist abzulesen, zu welcher Interpretation des Islams Washington tendiert, um seine Hegemonie in der Region zu wahren.

Bekanntlich kann die feudale Monarchie Saudi-Arabien tun und lassen was sie will, sogar Abtrünnige auf fremdem Boden in Botschaften zerstückeln und Leichname in Säure zersetzen. Die Türkei ist heutzutage der größte Unterstützer der Al-Qaida in Syrien, was auch niemanden wirklich juckt. Das haschemitische Königreich in Jordanien ist auf ewig ein Unterwürfiger der USA, und tanzt ohne Mätzchen nach der Pfeife Washingtons. Im Irak sind die USA zwar noch präsent, nur sind sie dort inzwischen zum ungebetenen Gast geworden, der fortwährend angehalten wird endlich zu gehen.

Die übrigen Golfstaaten also Katar, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait werden von alteingesessenen Blutlinien beherrscht denen Demokratie ein Fremdwort ist.

Also scharen die Amerikaner fast nur Königreiche um sich, die zumeist ihren Bevölkerungen keinen Funken von Entscheidungsgewalt einräumen. Die selbsternannte Königsfamilie Al-Saud sticht besonders aus der Masse heraus, und ist hinsichtlich ihrer düsteren Vergangenheit und Gegenwart ein beispielloser Inkubator für extremistisches Gedankengut und eine Ikone für Terroristen-Organisationen.

In Saudi-Arabien wird der Wahabismus praktiziert. Eine mittelalterliche extremistische Interpretation des Islams, die alle Lebensbereiche der Bevölkerung stark beeinträchtigt und den Säkularismus verabscheut.

Eine Trennung zwischen staatlichen und religiösen Institution existiert in Saudi-Arabien nicht. Alle innenpolitischen Entscheidungen müssen von den Islamgelehrten abgesegnet werden, und was Abdel Nasser damals als anachronistische Unterdrückung der Frau ansah ist in dem feudalen Königreich, seit der Übernahme der Al-Saud Familie, eine fest verankerte Richtlinie, die bei Verstößen unmittelbar von der Religionspolizei geahndet wird.

Die USA bevorzugen vermutlich Monarchien als Vasalen um nicht ins Hintertreffen zu geraten, und politische Umschwünge zu vermeiden. Seit Dekaden fest im Sattel sitzende Familien als Partner zu haben ist aus Sicht der Amerikaner vorteilhafter, da sie nicht alle vier bis sechs Jahre darum bangen müssen ob nicht vielleicht eine Regierung an die Macht kommt, die den USA nicht wohlgesonnen ist.

Im Irak stehen die amerikanischen Besatzungsmächte genau vor diesem Problem. Den schrecklichen Kriegsjahren und der Präsenz der US-Truppen überdrüssig, werden die Stimmen die einen Abzug fordern kontinuierlich lauter. Die schiitische Achse übt immensen Druck im irakischen Parlament aus und ist ein gleichwertiger Koalitionspartner der amtierenden Regierung.

Somit stehen die Al-Sauds, Al-Khalifas, Al-Thanis, die Al-Nayhans, Könige, Despoten und Diktatoren hoch im Kurs bei den USA. Die hegemonialen Gegebenheiten müssen auf lange Sicht konsolidiert werden, und können keine politisch-diplomatischen Beeinträchtigungen gebrauchen.

Landesgebiete die von der ISIS und Al-Qaida besetzt gehalten wurden und werden, kann man getrost als “Klein-Saudi-Arabien” bezeichnen. Die ideologischen Similaritäten zwischen den beiden Terroristen-Organisationen und dem Königreich, sind hinlänglich dokumentiert worden. Die gegen die Bevölkerungen ausgeübten Repressalien beziehen sich allesamt auf die Scharia-Rechtssprechung oder besser gesagt derer wahabitisch-salafistische Auslegung.

Insider und Experten sprechen auch von der weißen (Saudi-Arabien) und schwarzen ISIS.

Der Iran, Libanon, und Syrien sind bekanntlich keine Freunde von Washington, doch muslimische Länder die extremistischen Konfessionszweigen von früh an eine Abfuhr erteilten und in denen die Frau einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert genießt. Was man wohl kaum von den Golfmonarchien sagen kann.

Verf.R.R.

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