Irak… Libyen… Syrien…Venezuela..Die Regime Change-Blaupause der Vereinigten Staaten

Die Similaritäten zwischen den Ereignissen die sich derweil in Venezuela zutragen, und den Regime-Change- Mechanismen die in etlichen Ländern zuvor ihre Anwendung fanden, sind nicht von der Hand zu weisen.

Seit Dekaden gehen die Vereinigten Staaten nach demselben Muster vor, um ihr Imperium weltweit auszubauen. Von Washington ernannte Schurkenstaaten werden nach einem bestimmten Schema, für den finalen Ausgang präpariert.

Sprich für einen Bürgerkrieg, eine eigenhändige Militärintervention oder eine terroristische Unterwanderung zurechtgelegt. Die Kampagne zum Umsturz einer aus Sicht der Amerikaner feindlich gesinnten Regierung, nimmt eine Menge Zeit in Anspruch, und ihre Distribution findet auf medialer, diplomatischer und humanitärer Ebene statt.

Also es werden keine Kosten und Mühen gespart, um das angestrebte Ergebnis mit Gewalt zu erzwingen. Die USA haben seit dem Ende des zweiten Weltkriegs eine milliardenschwere technisch versierte Regime-Change Maschinerie auf die Beine gestellt, die wenn sie erst einmal entfesselt ist kaum zu bändigen ist.

Hierfür stehen den Vereinigten Staaten beispiellose Instrumente zur Verfügung, die in ihrer Vielfalt kaum zu überbieten sind. Wie beispielsweise fadenscheinige Nichtregierungsorganisationen, die Traumfabrik Hollywood, die einflussreichsten Mainstream-Medien weltweit, und nicht zu vergessen die stärksten Streitkräfte und die erpresserischste Diplomatie.

Die Bondage-Taktiken die ein anvisiertes Land im Vorfeld des nachrückenden Chaos über sich ergehen lassen muss, sind zumeist explizit ökonomischer Natur. Denn die Gründe für die gewaltsame Übernahme eines Staates rühren entweder von Geographie, Bodenschätzen oder Beidem her.

Demnach schwärmen zunächst sogenannte Economic-Hitmans (Wirtschafts-Auftragskiller) aus, und begeben sich in Länder um Angebote zu unterbreiten, die es auf die naturellen Ressourcen abgesehen haben.

Knebelverträge und unmöglich zu tilgende Kredite sind die Folge, wenn sich Regierungen erkenntlich zeigen und sich dem Druck beugen. Sollte die Ausbeutung der anvisierten Länder unbehelligt von statten gehen, und die westlichen Imperialisten können sich wie in Afrika frei entfalten, dann haben die Zivilbevölkerungen keine weiteren martialischen Repressalien zu befürchten.

Sollten die USA es jedoch mit einem Staat zu tun bekommen, der ausbeuterische Offerten ablehnt und sich dem erpresserischen Gebaren widersetzt, wird die Büchse der Pandora geöffnet und sämtliche Hebel in Gang gesetzt um ein Amerika dienliches System zu installieren.

Um einen erfolgreichen geopolitischen Flächenbrand zu entfachen, der in eine marionettenhafte Übergangsregierung münden soll, sind Umstände vonnöten die das Volk in die Ecke drängen, sodass eine umgreifende Antipathie gegenüber der Regierung kultiviert wird.

Diesbezüglich werden schwerwiegende Sanktionen verhängt, die ausschließlich darauf abzielen eine Krisenstimmung zu erzeugen. Dadurch generierter Mangel an der Grundversorgung und medizinischen Gütern, lassen Verzweiflung grassieren, die bei dem ersten Funken in gewaltsamen Unmut umschlagen und Heerscharen von Menschen auf die Strassen treiben können.

Der damit einhergehende Verfall der Landeswährung und die Blockierung internationaler Transaktionskanäle, sollen die Regierungsgeschäfte lahm legen, was einen Nährboden für Abtrünnigkeit und Hochverrat hervorbringt.

Sollten diese Schritte nicht planmäßig verlaufen, und die sich wiedersträubende Regierung genießt weiterhin Ansehen in den eigenen Reihen und wird von einem großen Teil der Bevölkerung unterstützt, werden schwerere Geschütze aufgefahren.

Großangelegte Demonstrationen sind ein altbewährtes Mittel, um gleichgeschalteten Medien sensationelle Bilder zu liefern, und um Gewalt entbrennen zu lassen die Reaktionen von Sicherheitskräften abverlangen.

Unter Menschenmassen ist es ein Leichtes für geheimdienstliche Elemente eine dynamische Eskalation entbrennen zu lassen, indem oppositionelle Galionsfiguren und Zivilisten ermordet werden.

Woraufhin die medialen Sprachrohre der westlichen Nachrichtendienste ,den ungebeugten Gegner als Wurzel allen Übels porträtieren. Unverifizierte und fabrizierte Darbietungen und Produktionen konditionieren vorwiegend die westliche Audienz, die von der Konsensfabrik die zensierte Version von Ereignissen präsentiert bekommt.

Während die Wahrnehmung anhand von meinungsmachender gebetsmühlenartiger Propaganda mit Reizen überflutet wird, treten die schwarzen Anzüge (Diplomaten) in Erscheinung und feuern aus allen Rohren um das “Regime” diplomatisch zu Grunde zu richten.

Ein darauf bezogenes Dogma wird insbesondere stetig von gleichgepolten Amerika hörigen Politikern hervorgehoben. Die unter Beschuss geratene Regierung habe jegliche Legitimität verloren, wird kontinuierlich zu allen gegebenen Anlässen rekapituliert.

Zudem wird an das Militär appelliert sich gegen seine Regierung zu stellen, und zur Opposition überzulaufen. Anlässlich zur Mobilisierung von Deserteuren wird der öffentliche Druck auf die Mitglieder anvisierter Streitkräfte erhöht.

Sprich ihnen wird Amnestie verwährt, sollten sie ihren Dienst nicht quittieren und ihre Befehlsgeber nicht den Löwen zum Fraß vorwerfen. Mit anderen Worten, sich wagen ihr Heimatland gegen ausbeuterische Invasoren zu verteidigen.

Ferner werden hochrangige Generäle vermutlich mit hohen Geldbeträgen dazu bewogen, ihrer dahinraffenden Heimat den Rücken zu kehren oder noch schlimmer, sich dafür hinzugeben militärische Kräfte zu formieren die es mit den Streitkräften aufnehmen sollen.

Womit wir zum nächsten Schritt kommen, der terroristischen Unterwanderung die meistens ihren Ausgang in den erörterten großangelegten Demonstrationen nimmt.

Bewaffnete Elemente die auf Massenkundgebungen letale Übergriffe auf Exekutivorgane instigieren und simultan Zivilisten niederstrecken, stellen die Weichen für den darauffolgenden Konflikt.

Das Zusammenspiel von diplomatischer Isolation und inszenierter Gewalt, wird von den medialen Echokammern amplifiziert indem subjektive Mantras kontinuierlich ausgestrahlt werden.

Wie beispielsweise das das abgeschriebene “Regime” friedliche Proteste niederschlägt, und die eigene Bevölkerung abschlachtet. Simultan werden Unionen und globale Organisationen wie der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aktiviert, um den internationalen Druck zu erhöhen und US-Vasalen für das Finalspiel einzuspannen.

Für einen orchestrierten Bürgerkrieg / terroristische Unterwanderung sind Waffen und Kämpfer unabdinglich . Für beides wird gesorgt, sobald sich abzeichnet das die kultivierte Krise in einen bewaffneten Konflikt ausartet.

In feindlich gesinnten Nachbarländern des brodelnden Staates, werden potenzielle Militante in Ausbildungscamps (Terror-Camps) für den Krieg formiert, und nach ihrer erfolgreichen Graduierung auf ihr Ziel angesetzt.

Oppositionelle Elemente sind zumeist waffentechnisch den Streitkräften unterlegen. Über Handfeuerwaffen und Gewehren geht prinzipiell nichts hinaus. Womit die schwarzen Waffenlieferungen aus aller Herren Länder ins Spiel kommen.

Für den Waffenschmuggel in einen Konfliktherd, gibt es mannigfaltige Wege und Mittel. Wie beispielsweise unter dem Deckmantel von humanitären Gütern. Während des andauernden importierten Konflikts in Syrien, sind so tonnenweise Waffen in die Hände von Terroristen gelangt. Was inzwischen sogar von dem israelischen Regime eingeräumt worden ist.

Die über diverse Grenzen einfallenden Elemente formieren paramilitärische Gruppierungen, und beschäftigen die Regierungskräfte” an mehreren Fronten. Sobald sich die Spirale der Gewalt eingespielt hat, wird alles auf Eskalation gesetzt. Sprich der Fluss an Geldern, Waffen und Personal wird auf das Maximum angehoben, um den bewaffneten Konflikt zu einem Städte übergreifenden Krieg ausarten zu lassen.

Die in die Schusslinie geratene Regierung muss eine Menge Geschick und Durchhaltevermögen aufweisen, um sich aus dem Treibsand zu ziehen und schließlich zu überleben.

Je mehr Zeit der Regime-Wechsel in Anspruch nimmt, desto enger wird der Gürtel geschnallt und der Geldhahn zugedreht. Je mehr menschliches Leid sich entfaltet, desto größer die Aussicht auf den Kollaps.

Nebenher orchestrieren mediale Massenvernichtungswaffen ein Sperrfeuer von Reputation abtragender Propaganda, die anhand von False-Flag Attacken und Desinformation genährt wird.

Im Wesentlichen sind westliche Bevölkerungen dem Kriege abgeneigt. Demnach Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, um Audienzen zu verblenden. Die Meinungsmache wird konditionierend gestaltet, mit dem Ergebnis das unverständliche Verständnis für den gefütterten Krieg in die Köpfe zu implantieren.

Horrorgeschichten von nicht zu beweisenden Gräueltaten und dazugehörige Darbietungen, dienen dazu die desinteressierte Masse für sich zu gewinnen.

Durchschnittsbürger reagieren allergisch und äußerst emotional auf Schreckensbilder vom Krieg. Der Narrator tut sein übriges, indem er den vermeintlichen Schuldigen fortwährend auf dem Silbertablett präsentiert.

Die permanente Rekapitulation dieser Art von Berichterstattung führt letztlich dazu, das der überwiegende geopolitisch verdrossene Teil der Bevölkerung, unterschwellig oder bewusst die propagierte Ansicht annimmt.

Die Vereinigten Staaten und ihr imperialistisches Gefolge bleiben solange ihrer Linie treu, bis der gewünschte Effekt eintritt. Ergo das Land infrastrukturell, kulturell, gesellschaftlich und wirtschaftlich zu Grunde gerichtet wurde.

Ruinöse und gespaltene Zustände sind bevorzugt, um weiterführende interne Konflikte zu schüren. Ob eine Zergliederung über die Konfession oder anders geartete Strukturierung des vernichteten Landes verläuft, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Während in nah-östlichen Ländern die Ziehung von Grenzen zwischen Sekten am fruchtbarsten zu sein scheint, gestaltet sich die Spaltung in der westlichen Hemisphäre überwiegend anhand von versprengten Ideologien.

Inmitten des totalen Zusammenbruchs gilt es Landesteile zu besetzen die was hergeben. Also Gebiete die reich an Bodenschätzen sind, oder die geostrategisch von Vorteil sein könnten.

Infolge des Sturzes einer Regierung generiert sich zumeist ein heraufbeschworenes Machtvakuum, das von der militärischen Zerfahrenheit herrührt. Sprich diverse an der Absetzung der Regierung beteiligte Parteien Machtansprüche geltend machen, die Konfliktpotenzial in sich bergen und den berühmten Krieg nach dem Krieg nach sich ziehen.

Ganz gleich wo die Amerikaner “demokratisch” interferieren und militärisch intervenieren, erwachsen aus der verbrannten Erde noch größere Probleme.

Nehmen wir zum Beispiel den Irak, Libyen, die Ukraine oder diverse südamerikanische Staaten. Wenn die Amis involviert sind verheißt dies nie etwas Positives. Wer vom Gegenteil überzeugt sein sollte dem entbehrt jegliches Argument.

Verf.R.R.

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