Verdichten sich die Anzeichen für einen zeitnahen Abzug der USA aus Syrien?

Am 30.März gaben zwei anonyme hochrangige US-Amtsträger gegenüber Reuters preis das der US-Präsident, Donald Trump, seine Berater informiert habe das er erwäge zeitnah US-Truppen aus Syrien abzuziehen, darüber berichtete Southfront. Einer der Amtsträger äußerte das Trump während eines Gesprächs mit seinen Beratern lautstark hinterfragt habe, weshalb die USA in Syrien verbleiben sollten. Der zweite anonyme US-Beamte äußerte gegenüber Reuters das Trumps Berater ihn während der Unterredung gewarnt hätten, das ein voreiliger Rückzug aus Syrien den iranischen Einfluss in dem vom Kriege gebeutelten Land bestärken würde, und dazu führen könnte das Terroristen-Gruppierungen in den befreiten Gebieten wieder auftauchen. Am 29.März merkte der US-Präsident während einer Ansprache in Ohio an, das sich die US-Truppen schon bald aus Syrien zurückziehen. “Die anderen sollen sich von nun an darum kümmern,” so Trump.

Ferner weisen gewisse Handlungen vom Commander in Chief darauf hin, das die Amerikaner, nach Auffassung von Trump, möglicherweise einen Wendepunkt in Syrien erreicht haben.

Jüngst frierte der US-Präsident $200 Millionen zur Genesung von Syrien ein, nachdem er einen Nachrichtenartikel über den damaligen US-Außenminister Rex Tillerson gelesen habe, aus dem hervorging das Tillerson im Februar weitere $200 Millionen für Syrien zugesagt habe, darüber berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte.

Möglicherweise verdichten sich die Anzeichen für einen baldigen Abzug der Vereinigten Staaten aus Syrien. Überfällig wäre es allemal. Hingegen sollte man die Äußerung von Trump, eher reserviert aufnehmen. Die Gewissheit das sich geschätzterweise der überwiegende Teil vom Militärischen Industriellen Komplex im Washingtoner Kriegs-Apparat, auf einen langen Aufenthalt in Syrien eingestellt hat, und die Kuh melken will solange sie noch Milch gibt, lässt diesen einmaligen Schritt in der US-Geschichte noch sehr fern erscheinen.

Schließlich ist jede militärische Intervention der Vereinigten Staaten in Eurasien und Mittelost unter dem Banner “Wir sind gekommen um zu bleiben” durchgeführt worden. Man nehme Irak und Afghanistan zum Beispiel. Demnach wäre ein US-Abzug aus Syrien ein wahrhaft geschichtsträchtiges Ereignis, das seines Gleichen in der vergangenen amerikanischen Außenpolitik suchen würde. Der Gegenwind der bereits aus allen Richtungen in Washington kommt, könnte Donald Trump wohl möglich doch noch umstimmen, seine “Entscheidung” zu revidieren. Sollte sich der US-Abzug doch realisieren, würden wir dem Ende des importierten Terrorismus in Syrien entgegensehen.

Verf.R.R.

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