Washington Post: Trump will Atomdeal mit Iran aufkündigen

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ORBISnjus sagt:

Trotz der kürzlich getroffenen Aussage des Amerikanischen Außenministers, James Mattis, das der Iran das Atom-Abkommen einhält und es im Interesse der nationalen Sicherheit der USA liege, das man nicht aus dem Atom-Deal aussteigt, ist laut Medienberichten der US-Präsident, Donald Trump, dazu bereit in der nächsten Woche den P5+1 Vertrag unilateral aufzukündigen.

China, Russland, Frankreich, Groß-Brittanien und Deutschland, die verbliebenen Staaten neben den USA, die mit dem Iran das Abkommen nach jahrelangen hartnäckigen Verhandlungen aus dem Boden gestampft haben, haben den Vereinigten Staaten bereits signalisiert, das eine Neuverhandlung des Vertrages nicht in Frage kommt.

Donald Trump möchte mit einer Aufkündigung des Vertrages, das bindende Reglement des Atom-Abkommens für die USA aufheben, um in Zukunft gegen den Iran unilateral militärisch vorzugehen.

 

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( Foto Reuters )

Seit seinem Amtsantritt hat der US-Präsident eine undiplomatische Feindseligkeit gegenüber dem Iran walten lassen und erfolglos nach Möglichkeiten und Wegen gesucht, eine Verletzung des Vertrages durch Teheran heraufzubeschwören.

Die Internationale Atomenergiebehörde ( IAEA ) hat, seit dem Zustandekommen des Atom-Deals mit dem Iran, mehrmals die Bestätigung zur Einhaltung des Abkommens seitens des Irans veröffentlicht, genau wie die USA die alle 90 Tage obligatorisch den US-Kongress eine Bestätigung zur Einhaltung abzwingen.

Donald Trump hat im gemeinsamen Tango mit Benjamin Netanyahu, dem Premierminister Israels, der inoffiziellen Atommacht im Mittleren Osten,  auf der UN-Generalversammlung pathetisch ohne fundierte Beweise Behauptungen über den Iran aufgestellt, die aller Logik entbehren.

Nach dem befangenen Schwerttanz mit den Saudis und dem Schulterklopfen in Israel, während seines ersten Auslandsbesuches, bei zweien der Hauptunterstützer der ” Rebellen/Terroristen” in Syrien und Irak, sind die Animositäten Trumps gegenüber dem Iran ins Unermessliche gewachsen.

 

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( Foto Reuters )

Der lang ersehnte Traum des Deep States der Vereinigten Staaten, ist es den Iran von der Liste der ” Achse des Bösen” streichen zu können. Donald Trump ist ein weiterer US-Präsident, der in die Fußstapfen seiner Vorgänger tritt, und die PNAC-Agenda der Neokons weiterführt, um die Hegemonialmacht der USA weltweit zu expandieren.

Sämtliche Versprechen die er im Wahlkampf bezüglich der Abschaffung bzw. Reduzierung der militärischen Interventionen getroffen hat, erscheinen heute in einem anderen Licht und legen dar, das sich Donald Trump seit seinen Amtsantritt, wie jeder amtierende Präsident zuvor, dem System fügen muss.

Autor R.R.

Sputnik Deutschland :

In der kommenden Woche will US-Präsident Donald Trump die Aufkündigung des Atom-Abkommens mit dem Iran bekanntgeben. Dies schreibt The Washington Post unter Berufung auf Quellen, die in einer Sitzung des Weißen Hauses zu diesem Thema präsent gewesen seien.

Die Sitzung sei der Strategie in den Beziehungen mit Teheran gewidmet gewesen. Demnach habe Trump dabei betont, dass der Iran-Deal den nationalen Interessen der USA widersprechen würde.Die Quellen im Weißen Haus würden jedoch nicht ausschließen, dass Trumps Pläne sich ändern könnten.

Ein Ausstieg aus dem Deal würde jedoch „den ersten Schritt zu einer Rückkehr zu den US-Sanktionen gegen Iran“ bedeuten.

Der Iran und die Gruppe „5+1“ hatten sich am 14. Juli 2015 in Wien auf ein Atomabkommen geeinigt – mit dem Ziel, den Streit mit Teheran beizulegen. Laut dem Dokument baut der Iran keine Atomwaffen, kann aber die Atomkraft zivil nutzen. Laut dem jüngsten Vertrag kann der Iran Schwerwasser im modifizierten Reaktor verwenden, ist jedoch verpflichtet, Schwerwasser-Überschüsse und angereichertes Uran zu verkaufen. Der gemeinsame umfassende Aktionsplan war am 16. Januar 2016 in Kraft getreten. Das Abkommen war mehrmals von Israel sowie von US-Präsident Donald Trump kritisiert worden.

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