Twitter & CO: keine Anzeichen für Einmischung Russlands in US-Wahlen

( Foto AFP )

 

Am Donnerstag musste Twitter vor dem US-Kongress antreten um sich zu erklären aufgrund der Anschuldigungen das der Kurznachrichtendienst von Russland genutzt wurde um die US-Wahlen zu beeinflussen. Wie bei Facebook zuvor erbrachte auch diese Anhörung keine Beweise für die Behauptungen.

Das Führungspersonal von Twitter musste sich am Donnerstag hinter verschlossenen Türen den Fragen des Kongresses stellen, anlässlich des Vorwurfs Russland habe Twitter zur Verbreitung von Propaganda genutzt, um die US-Präsidentschaftswahlen  zu beeinflussen.

Das Ergebnis der Aufforderung an Twitter zur Überprüfung von 450 von Facebook als Fakes und mögliche “Russische Bots ” markierten Konten, waren der Fund von 22 entsprechenden Accounts auf der Plattform . Twitter ließ inzwischen die Konten Sperren, gab als Grund Verstöße gegen die Richtlinien an, wie die Verbreitung von Spam und löschte zudem 179 verlinkte oder verwandte Konten die ebenfalls gegen Nutzungsbedingungen verstießen. Keines der 201 Konten sei als Anzeigenkunde registriert gewesen so das Unternehmen. In einer Erklärung von Twitter heißt es :

“Twitter respektiert zutiefst die Integrität des Wahlprozesses, der ein Eckpfeiler für alle Demokratien ist. Wir werden Twitter weiterhin gegen Manipulationsversuche stärken, einschließlich schädlicher automatisierter Konten und Spam sowie andere Aktivitäten, die gegen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen.”

RT-Deutsch Auszüge :

Gegenüber dem Kongress offenbarte die Online-Plattform, das RT, RT America und RT Español zusammen 274.100 US-Dollar für Werbekampagnen auf Twitter ausgegeben haben, die “eindeutig oder potenziell auf den US-Markt abzielten”. Dabei handelte es sich laut Twitter vor allem um Tweets mit Verweisen zu eigenen Nachrichtenbeiträgen. Durch Anzeigen bei Twitter kann man beispielsweise seine Tweets mehr Nutzern oder bestimmten Zielgruppen anzeigen lassen.

Werbung zielt tatsächlich auf Kundengewinnung?!

RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan sagte, ihr sei nicht bewusst gewesen, dass das Schalten von Anzeigen in einer entwickelten Demokratie wie den Vereinigten Staaten als verdächtig oder schädlich angesehen wird. Simonyan erklärte weiterhin:

Das zwingt uns, einen Schritt weiter zu gehen und klarzustellen, dass wir auch Geld für Werbung auf Flughäfen, in Taxis, auf Plakaten, im Internet sowie in Funk und Fernsehen ausgegeben haben. Sogar CNN strahlte unsere Werbeclips aus. Ähnliche Kampagnen werden übrigens von US-amerikanischen Medien im russischen Segment von Twitter durchgeführt. Es wird sehr interessant sein, herauszufinden, wie viel sie dafür ausgeben, und auf wen sie zu welchem Zweck abzielen.

 

Keine Verbindungen zum US-Wahlkampf

Während des US-Präsidentschaftswahlkampfs im vergangenen Jahr hat Twitter nach eigenen Angaben tausende Konten gelöscht, die auf unzulässige Weise in den Wahlprozess eingegriffen haben sollen. Dazu zählten beispielsweise Einträge, in denen fälschlicherweise behauptet wurde, man könne seinen Stimmzettel in Form eines Tweets abgeben. Die Inhalte der gelöschten Einträge wurden dem Kongress mittgeteilt. Der Kurznachrichtendienst merkte dazu an, dass keines dieser Konten einen “offensichtlichen russischen Ursprung” hat:

Wir haben kein Konto gefunden, das mit diesen Aktivitäten in Verbindung steht, und einen offensichtlichen russischen Ursprung hat. Einige dieser Konten wurden anscheinend automatisiert betrieben.

Den Einlassungen des Unternehmens zufolge kann kaum noch die Rede davon sein, Russland habe Twitter für eine Propagandaoffensive genutzt, um die US-Wahlen zu beeinflussen. In diesem Zusammenhang hat Twitter keinen einzigen Account identifiziert. Die 201 gesperrten Konten mit russischem Bezug wurden wegen Banalitäten wie Spam-Verbreitung gesperrt. Es wurden keine Belege vorgelegt, ob es überhaupt eine Verbindung dieser Konten zur russischen Politik gibt.

Viel Lärm um nichts: Russische Facebook-Anzeigen

Der Vorwurf, Moskau habe sich zugunsten Donald Trumps in den US-Wahlkampf eingemischt, bekam kurzfristig neue Nahrung, nachdem Facebook Anfang des Monats bekannt gegeben hatte, dass etwa 470 vermutlich von Russland aus gelenkte Accounts 3.000 Anzeigen im Gesamtwert von 100.000 US-Dollar geschaltet hätten, um die öffentliche Meinung in den USA zu manipulieren.

Trumps unterlegene Rivalin Hillary Clinton hatte unmittelbar nach ihrer Niederlage Russland für die Schlappe verantwortlich gemacht. Natürlich griff sie auch die jüngste Einlassung von Facebook auf, um sich wieder einmal als Opfer einer russischen Propagandaintrige darstellen zu können. Die Sache hat allerdings einen Haken: Die für die Demokraten ins Rennen gegangene Clinton hat für ihren Wahlkampf insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar investiert. Wie 100.000 US-Dollar da einen ernsthaften Unterschied machen sollen, bleibt ihr Geheimnis.

Kein Geheimnis ist jedoch, dass die “große Mehrheit” der auf Facebook von russischen Accounts geschalteten Anzeigen laut dem Sicherheitschef des Unternehmens, Alex Stamos, nichts mit der Wahl oder einem bestimmten Kandidaten zu tun hatten. Auch Google verkündete vergangene Woche laut der Agentur Reuters, es habe keinerlei Belege dafür finden können, dass Russland Werbeschaltungen genutzt hätte, um die US-Wahlen zu beeinflussen.

Ohne direkt auf die Russland zugeordneten Werbeanzeigen einzugehen, erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch, dass für Werbekampagnen auf der Plattform hunderte Millionen US-Dollar ausgegeben werden. “Das ist tausendmal mehr als irgendeine problematische Werbeanzeige, die wir gefunden haben”. Zu einem vor Tagen von US-Präsident Donald Trump geposteten Tweet, in dem der Präsident Facebook vorwirft, schon immer gegen ihn gewesen zu sein, sagte Zuckerberg:

Trump behauptet, Facebook ist gegen ihn. Die Liberalen sagen, wir haben Trump geholfen. Beide Seiten regen sich auf über Ideen und Inhalte, die ihnen nicht passen. Aber so ist es nun mal, wenn man eine Plattform betreibt, die allen Ideen offensteht

 

 

 

“Ich freue mich darauf, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, damit zum ersten Mal eine Frau zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wird”, schrieb Podesta im Januar 2016. Sandberg erwiderte, sie sei “begeistert” angesichts der Fortschritte, die Clinton mache. Ein halbes Jahr zuvor schon hatte sie Podesta mitgeteilt, sie wünsche sich “sehr stark” (“badly”), dass Clinton die Wahl gewinnt. “Ich helfe, wo ich nur kann.”

Unter dem Hashtag #FacebookLeaks äußerten Nutzer der Plattform daraufhin ihren Unmut über die ihrer Ansicht nach bestehende Heuchelei der Demokraten, die so viel Zeit und Mühe mit der Suche nach möglichen Verbindungen zwischen Moskau und Trump aufbrächten und dafür die sozialen Medien untersuchten, während sie insgeheim selbst mit Facebook gemeinsame Sache machten.

Von der bloßen Regionalmacht zum omnipotenten globalen Strippenzieher

Die US-Geheimdienste machen nach wir vor Russland für die Veröffentlichung der Podesta-E-Mails verantwortlich, obwohl die forensischen Beweise dagegen sprechen. Wenn es gegen Moskau geht, lassen sich Medien, Politik und Behörden in den USA jedoch schon lange nicht mehr von Beweisen aufhalten. Russische Hacker, Trolls und Bots sind demnach auch für die Katar-Krise verantwortlich, für die angespannte Lage in Katalonien im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitsreferendum oder auch für die Eskalation des Streits zwischen Donald Trump und der US-Football-Liga.

Vor vier Jahren hatte der damalige US-Präsident Barack Obama Russland noch als eine Regionalmacht bezeichnet. Inzwischen führen für Washington alle Wege nach Moskau.

(RT Artikel Ende )

 

Der neue kalte Krieg und die zusammenhängende Russophobie haben in den Mainstream Medien derart Stellenwert eingenommen, das einem nur schlecht werden kann.

Inzwischen wurde jede aufgeblasene Behauptung, seitens der Amerikaner und der EU, faktisch widerlegt, sei es der mit ” Annahmen” und ” Einschätzungen ” bestückte Geheimdienstbericht der 17 Nachrichtendienste der USA zur Einflussnahme auf die US-Wahlen, oder die ” Russische Bots ” Story, die seit Wochen im Mainstream kursiert.

Die groteske Behauptung Russland habe angeblich die Wahl zu Gunsten Donald Trumps beeinflusst, entbehrt jeder Logik da jeder der einen Funken vertraut ist mit der US-Polit-Agenda weiß, das der US-Präsident egal mit welchem Lager verschworen, Republikaner oder Demokraten, sich dem System (Deep State) fügen muss.

Und wenn ein Staat auf der Welt seine Hausaufgaben gemacht hat in Sachen US-Außenpolitik, dann ist das Russland.

Man sollte die Russland-Kritiker fragen welche Vorteile sich für Moskau aus der Wahl Trumps zum US-Präsidenten ergeben haben?

War Trump bisher dazu in der Lage wie er im Wahlkampf beteuerte mit Russland einen Neustart zu wagen? Hatte seine Wahl eine Wirkung auf die verhängten gegen internationales Recht verstossenden Sanktionen gegen Russland ? Wurden nach seiner Wahl Sanktionen aufgehoben, oder neue verhängt ?

Hat Trump wie im Wahlkampf angekündigt im Syrienkrieg eine Zusammenarbeit mit Russland ermöglicht, oder denn Konflikt weiter eskalieren lassen ? Warum unterstützt die Trump Administration, wie die zuvor von ihm kritisierte Obama Regierung bis dato ” Rebellen” ( Terroristen ) in Syrien, um ein kontrolliertes Chaos heraufzubeschwören, wie es für die USA üblich ist?

Hat Trump aus Afghanistan alle Truppen abziehen lassen oder aufgestockt?

Warum hat der US-Präsident die Stigmatisierung Saudi-Arabiens als Unterstützer von Terrorismus und die Bezichtigung als Drahtzieher des elften Septembers, direkt nach Amtsantritt fallen lassen und mit Waffen, im Wert von Hunderten von Milliarden, im Gepäck beim ersten offiziellen Besuch im Königreich für Furore gesorgt?

Hat Trump die provokativen Militärmanöver der NATO eingestellt oder wenigstens eingeschränkt, die an fast allen Russischen Grenzen statt finden? Warum hat Trump sich die Chinesisch/Russische Nachbarschaft ( Nord-Korea) für sein nächstes militärisches Abenteuer ausgesucht und lässt trotz Aufruf zur Besonnenheit von Moskau und Peking die Lage immer weiter eskalieren?

Warum hat Trump alle Handelspartner und Staaten mit denen Russland ausgewogene Beziehungen führt,  ins Visier genommen, darunter Iran, Venezuela, China? Die Fragen beantworten sich mit zwei Worten von selbst ” Deep State “.

Jede Innen und Außenpolitik ist vor Amtsantritt für den zukünftigen amtierenden Präsidenten vorgeschrieben und wer daran zweifelt, der soll sich die beiden Präsidentschaften der Vorgänger Trumps vor Augen führen, deren Außenpolitik den identischen Grad an Zerstörung und Leid auf der Welt mit sich brachten. Donald Trump ist ein weiterer ersetzbarer Bauer auf dem Schachfeld der Geopolitik, die in Form von Agenden, von den globalen Eliten, für Politiker vorgegeben werden.

Autor R.R.

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