Irak,USA und Türkei gegen Kurdisches Referendum

(Foto Reuters)

 

Politiker der Länder Irak und den Vereinigten Staaten, haben die Kurdische Autonomieregion darum gebeten, ihr anberaumtes Referendum am 25. September zu verschieben, während Ankara davon sprach das Referendum insgesamt aufzulösen. Jedoch gedenken die Kurden die Pläne nicht zu ändern, ohne im Gegenzug etwas zu bekommen.

Am Montag sind der Irakische Premierminister Haider al-Abadi und einige Amtsträger nach Erbil in den Norden Iraks gereist, um die Kurden davon zu überzeugen, das für den 25. September angesetzte Unabhängigkeitsreferendum zu verschieben.

Bei den Gesprächen sollen den Kurdischen Führern finanzielle Angebote unterbreitet worden sein, die jedoch laut den Kurdischen Amtsträgern ohne Garantien und ein festes Datum für das verschobene Referendum, nicht attraktiv genug waren und zu einem neuen Gesprächstermin führten, der für Ende August angesetzt ist.

Der hauptsächliche Knackpunkt zwischen der Irakischen Regierung und dem Kurdischen Autonomiegebiet ist ein Territorialkonflikt wegen der Öl-Felder in Kirkuk. Die Stadt die reich an Kurden, Arabern und Turkmenen ist, steht derzeitig unter Kurdischer Kontrolle, nachdem die Irakischen Kräfte den Ort zurück ließen um sich dem Kampf gegen die ISIS zu widmen.

Die Kurdische Autonomieregion steckt tief in den Schulden von 10-12 Milliarden ist die Rede, die durch öffentliche Projekte zur Vorbereitung der Staatlichkeit und dem Einsatz von Peschmerga Kämpfern im Kampf gegen die ISIS, in den letzten 3 Jahren verschlungen wurden und zum Bankrott führten. Die Kurden erbaten um Bagdads Hilfe ihnen bei den Schulden entgegenzukommen, was die Irakische Regierung auch solange tat, bis die Kurden damit begannen ihre eigene Öl-Industrie aufzubauen.

Der Irakische Premierminister ließ derweil verlauten, das es keinen legalen Mechanismus dafür gibt, das ein Teil von Irak den Rest des Landes verlässt und keine Klausel dafür in der Verfassung steht also das Kurdische Referendum verfassungswidrig ist.

Ankara drängte die Kurden dazu, das Referendum zu überdenken aber es nicht zu verschieben jedoch zu canceln, da in den Augen der Türkei den Kurden ihre Zukunft und Interessen in einen vereintem Irak liegen.

Masrour Barzani der Sohn des Präsidenten des Kurdischen Autonomiegebietes Mahsoud Barzani, ließ inzwischen verlauten das Referendum sei die einzig verbliebene Lösung und erzwungene Koexistenz funktioniert nicht.

Die US-Regierung bat ebenfalls Erbil um eine Verschiebung, mit der Begründung das die Unabhängigkeit der Kurden die eh schon fragile US geführte Anti ISIS Koalition gefährden würde. James Mattis der US-Verteidigungsminister äußerte gegenüber Reportern am Mittwoch das die Vereinigten Staaten auf den Sieg über die ISIS fokussiert wie ein “Laserstrahl” sind und nichts davon ablenken soll.

Die Kurden waren für 300 Jahre Untertane im Osmanischen Reich, doch als dieses auseinander brach, teilte sich ihr Land in die heutige Türkei, den Irak, Syrien und den Iran. Alle vier Regierungen sind strikt gegen die Gründung eines unabhängigen Staates.

 

Autor.R.R. ( Quelle Sputnik )

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