Aramco-Angriff-Huthis bekennen sich erneut zu Angriffen, und unterbreiten Friedensangebot -Neokons enttäuscht von Trumps “Milde” gegen Iran

Während die USA und Saudi-Arabien sich weiterhin allerhand Klamauk zusammenreimen um den Iran als Urheber der Saudi-Aramco-Angriffe darzustellen, haben die jemenitischen Huthi-Rebellen sich abermalig zu dem Vergeltungsschlag bekannt.

Brigadier Gen. Yahya Sari der Sprecher der Huthi-Rebellen (Ansurallah) enthüllte kürzlich weitere Details von der Operation, jene die saudische Erdölproduktion um die Hälfte dezimierte. Während einer Konferenz rekapitulierte Sari, das die Ansurallah Bewegung für die Abqaiq-Khurais Angriffe verantwortlich sei. Der Untermauerung seiner Aussage halber veröffentlichte er eine Luftaufnahme vom Aramco-Standort Abqaiq, jene im Vorfeld der Attacke angeblich vom Nachrichtendienst der Huthis eingefangen worden sei.

Ferner bezichtigte der Huthi-Sprecher die Vereinigten Staaten die Resultate der Operation herunterzuspielen, und Fakten zu manipulieren. Brig. Yahya Sari wörtlich : “Die Amerikaner haben versucht die Operation zu minimisieren. Wir versichern ihnen heute das die Zerstörung der angegriffenen Anlagen, weitaus größer ist als eingeräumt wurde. Im Rahmen der Versuche die Folgen der Operation herabzumindern, haben die Amerikaner versucht manipulierte Fotos in Umlauf zu bringen.”

Was die Details der Operation angeht gab der Sprecher bekannt, das der Angriff von drei innerhalb des Jemens gelegenen Stellungen gestartet worden sei. Neuartige unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) vom Typ Qasef-3 sollen von der ersten Position abgehoben sein, die Samad-3 Langstrecken-Drohnen von der zweiten, und wie er es beschrieb seien “Düsenantrieb-UAVs von der letzten Position aus gestartet, so Sari. Hinzufügend erklärte der Ansurallah-Sprecher, das andere Drohnen als Köder eingesetzt worden seien, um saudische Luftabwehrsysteme und Radars abzulenken und zu blockieren. Das online Portal Southfront teilt mit, das die Samad 3 jüngst auf einer Ausstellung der jemenitischen Waffenindustrie präsentiert wurde, die Qasef-3 und “Düsenantrieb-Drohnen” wurden hingegen bislang nicht vorgestellt.

Brig. Yahya Sari beendete seine Konferenz mit einer Drohung an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Luftwaffe und Raketen-Einheiten der Huthis könnten zu jedem beliebigen Zeitpunkt, Abu-Dhabi und Dubai ins Visier nehmen, so der Sprecher.

Jene Drohgebärden waren hingegen kein Gegenstand mehr, als die Huthis abermalig ihre Hand ausstreckten und im Rahmen einer neuen Friedensinitiative bekanntgaben, das sie dazu bereit seien sämtliche luftgestützten Angriffe auf das Königreich Saudi-Arabien einzustellen, doch ein Entgegenkommen von Letzteren erwarteten. Mahdi al-Mashat, das Oberhaupt des obersten politischen Rats der Ansurallah verkündete kürzlich:

Wir deklarieren Saudi-Arabien nicht mehr anhand von Drohnen, ballistischen Raketen und allen anderen Arten von Waffen anzugreifen, und wir erwarten von ihnen einen entgegenkommenden Schritt. Wir behalten uns das Recht vor zu reagieren, sollten sie diese Initiative nicht positiv erwidern.”

Ferner betonte der hochrangige Beamte das die Fortsetzung des Jemen-Kriegs keiner Seite zugutekäme und warnte, das jegliche weitere Eskalation dem Königreich und seinen Alliierten am meisten zusetzen würde. Im Zuge der vorgeschlagenen Friedensinitiative forderte al-Mashat von der Saudi-geführten Koalition, die Belagerungen des internationalen Flughafens in Sanaa und des Hafens von Hodeida zu beenden.

Die Saudis haben indes zu verstehen gegeben, das sie von dem jüngsten Friedensangebot der Huthis nichts halten, und bombardierten in Hodeida Stellungen der jemenitischen Rebellen. Der Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums Turki al Maliki erklärte, das die Koalition im Norden der Hafenstadt in die Offensive gegangen sei, und ließ damit einhergehend verlauten :

Diese Stellen wurden dafür verwendet Angriffe und terroristische Operationen durchzuführen, jene Schifffahrtslinien und den internationalen Handel in der Bab al-Mandab Strasse, und dem südlichen Roten Meer bedrohen.”

Vor ein paar Tagen schwang Maliki noch große Reden, sprach den Huthis sämtliche militärischen Kapabilitäten ab, und wollte mürrisch festgestellt haben das der Iran der eigentliche Urheber der Saudi-Aramco Angriffe sei. Die Huthis sollen laut dem Sprecher lediglich als “handlangernde Stellvertreter” fungieren, um die Spuren der islamischen Republik zu verwischen. Nun ist dasselbe feudale Sprachrohr mir nichts dir nichts der felsenfesten Überzeugung, das die Huthis eine Bedrohung für Schifffahrtslinien und den internationalen Handel darstellten, und insofern dagegen vorgegangen werden müsse.

Die kontradiktive Haltung der Saudis bestätigt, das die Schuldzuweisungen in Richtung Iran an den Haaren herbeigezogen sind. Jener Auffassung ist auch der iranische Außenminister Javad Zarif, der neulich auf Twitter äußerte: “Da das Saudi-Regime den Iran – so unbegründet wie das ist- für die Angriffe auf seine Öl-Anlagen beschuldigt hat, ist es kurios das sie gegen Hodeida im Jemen Vergeltung üben, und gegen eine UNO-Waffenruhe verstoßen. Es ist offensichtlich das gar die Saudis selbst, nicht an die Fiktion einer iranischen Teilnahme glauben.”

Die Kriegstreiber in Washington geben keine Ruhe, und sind ersichtlich darüber enttäuscht das US-Präsident Trump nicht längst die Waffen sprechen lassen hat. Eine Verschärfung der drakonischen Sanktionen gegen den Iran, scheint in D.C. keine hinreichende Zufriedenheit zu entfalten. Wahnsinnige kriegstreibende Neokons bemühen sich momentan arg darum, die Trump-.Administration zu überzeugen den Iran militärisch anzugreifen. Der sich gegenwärtig kaum mehr einkriegende republikanische US-Senator und Kongressabgeordnete Lindsey Graham, hat seine kriegslüsterne Fassungslosigkeit anhand einer Serie von Tweets kundgetan. An seinen Präsidenten appellierend äußerte Graham:

Präsident Trumps Instinkte infolge des zweiten Einsatzes von chemischen Waffen Syriens Assad einen strafenden Schlag zu versetzen, waren richtig. Unglücklicherweise wurde ihm dies von den Pentagon-Planern abgeraten, jene beständig die Konsequenzen einer schwachen Antwort unterschätzen.”

Weiterführend Graham: “Was den Iran anbelangt, ist uns die Abschreckung abhanden geraten. An die Pentagon Planer: eine schwache Erwiderung auf diese ungeheuerliche Aggression, lädt zu weiteren Aggressionen ein. Eventuell wird dies im Nahen-Osten zu einem nuklearen Wettrüsten führen. Zeigen sie jetzt Stärke, oder zahlen sie später den Preis.”

Und im herablassend anstachelnden Ton weiter:

“Ich hoffe (doch hab da meine Zweifel) das Pentagon Planer Präsident Trump eine Vielfalt von Optionen geben, jene den Iran bestrafen und die Abschreckung wiederherstellen würden. Es gibt Schritte zwischen schwach sein, und totalem Krieg.”

Konkludierend hatte Graham zudem einige Vorschläge zu machen, wie eine angemessene imperialistische Antwort auszusehen hat.

Präsident Reagans Reaktion auf die iranische Aggression, sollte eine Grundlinie sein.

Trumps Narzismus und die ins Auge gefasste Wiederwahl sind vermutlich derweil das größte Hindernis für einen Krieg gegen den Iran. Im Nahen-Osten einen weiteren bewaffneten Konflikt vom Zaun zu brechen, dürfte Trump seine zweite und letzte Amtszeit kosten. Demzufolge schiebt man im Weißen-Haus in Sachen Krieg bislang eine ruhige Kugel. Ob dies noch der Fall sein wird wenn Trump seine weiteren vier Jahre abreißen kann, ist fraglich.

Verf.R.R.

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