USA setzen mutwillige Zerstörung von Deir-Ezzor mit Phosphorbomben fort, obwohl Großteil von IS längst evakuiert

Bekanntermaßen tobt derweil die Mutter aller Schlachten, gegen das letzte östlich des Euphrats umzingelte ISIS-Kontingent. So rekapitulieren diverse Medien die Angaben von der US-geführten Koalition zumindest.

Inwiefern dies zutreffen mag und welche Ausmaße die Gefechte zwischen den US-gestützten Syrisch Demokratischen Kräften (SDF) und dem IS annehmen, sei dahingestellt.

Sicher ist hingegen das seit mindestens zwei Wochen großangelegte Evakuierungen in der Region stattfinden, die nicht nur Zivilisten betreffen sondern auch ISIS-Kämpfer.

Die regelmäßig vom Westen zitierte oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) beruft sich unentwegt auf lokale Quellen in Deir-Ezzor die laut der SOHR Berichte aus erster Hand liefern.

Zahlreichen Angaben zufolge habe sich nach wochenlangen Gefechten der Kriegsschauplatz in die Baghuz Region verlagert, wo sich angeblich noch ein Kontingent von IS-Islamisten verschanzt habe, das derweil noch Widerstand leisten soll.

Nach der in London ansässigen Beobachtungsstelle seien seit der Ankündigung des US-Präsidenten aus Syrien abziehen zu wollen, 55620 Zivilisten einschließlich 6040 ISIS-Kämpfern evakuiert worden.

Der gegenwärtig stattfindende Kuhhandel zwischen der US-geführten Koalition und der ISIS und die sich daraus ergebenden Entwicklungen muten an, das den Vereinigten Staaten und ihren kurdischen Stellvertretern wahrscheinlich eine Wiederholung des Rakka-Szenarios vorschwebt.

Das ehemalige medienwirksame von den USA begünstigte ISIS-Kalifat ist Ende 2017 von den SDF eingenommen worden, und infolge einer von der UNO verurteilten permanenten Arie von US-Bombardements, dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Obwohl unmittelbar nach der Umzingelung der Stadt Raqqa zwielichtige Vereinbarungen zustande kamen, die dazu führten das der Islamische Staat samt Waffen und Familien unbehelligt weiterziehen durfte, um sich an Fronten der syrischen Armee zu begeben.

Viele der damals verlagerten ISIS-Kräfte landeten in Deir-Ezzor, wo die SDF heute angeblich Anstrengungen unternimmt um die Terroristen-Organisation zu besiegen, was auch immer dies bedeuten mag.

Obwohl offenbar die meisten ISIS-Kämpfer und Zivilisten die Stadt Baghouz längst verlassen haben sollen, führen US-Kampfjets weiterhin flächendeckende Bombardierungen durch und sollen gar geächtete Waffen einsetzen.

Von Phosphorbomben ist die Rede was nahelegt, das die aggressive Kampagne die einst Rakka in Schutt und Asche legte noch kein Ende gefunden hat.

Von einem militärischen Standpunkt aus, ist es mitnichten notwendig eine Kampfzone mit Bombenteppichen zu überziehen, wenn der Feind längst die Flucht ergriffen hat oder in der Unterzahl dahinvegetiert. Außer man führt im Schilde die Infrastruktur und Wohngebiete zu ebnen, um demographische Wandel zu vollziehen und Leid zu verbreiten.

Was in Rakka bereits Früchte trug soll nun Deir-Ezzor widerfahren. Je mehr verbrannte Erde die USA hinterlassen, desto weniger die Aussicht auf baldige Rückkehr von Flüchtlingen.

Somit verdrängt man alteingesessene und indigene Bevölkerungsteile, um eine separatistische Besatzung zu bestreben. Seriöse konventionelle Kriegsführung am Boden, hätte den verbliebenen ISIS-Kämpfern in Baghouz zeitnah die Luft zum atmen genommen.

Luftschläge diesen Ausmaßes sind unangebracht, und wirken sich ausschließlich zum Nachteil der regionalen Bevölkerung aus. Die längst unter freiem Geleit abgezogenen zumeist ausländischen Islamisten, sind ohnehin terroristische Nomaden die sich nicht aufgrund der Geographie heimisch fühlen, sondern hinsichtlich der wahabitisch-salafistischen Ideologie die sie in den jeweiligen Besatzungszonen der Bevölkerung aufzwingen.

Insofern ist die luftgestützte US-Aggression lediglich dem Ziel geschuldet, soviel wie möglich von Syrien in die Steinzeit zu bomben, um der Assad-Regierung zahlreiche Steine in den Weg zum Wiederaufbau und Frieden zu legen.

Die darauf basierende US-Okkupation von syrischen Ölfeldern sind ein weiteres Hindernis für Damaskus, das die Liquidität der syrischen Regierung fortwährend eindämmen soll.

Der Einsatz von Phosphorbomben ist laut Genfer Konvention strengstens untersagt. Es ist kein Novum das die USA sämtliche Rechte mit Füßen treten. Hingegen sind sie es doch die am lautstärksten aufschreien, wenn eine chemische False-Flag der syrischen Regierung in die Schuhe geschoben wird, und sie die Situation zum Anlass nehmen um die Brutalität eines “Diktators” zu verurteilen und die Waffen sprechen zu lassen.

Wer in Syrien rücksichtslos postapokalyptische Zustände in Städte trägt und offenbar zu verbotenen letalen Werkzeugen greift, haben die Vereinigten Staaten unentwegt verdeutlicht.

An dem Beispiel in Rakka ist abzulesen was Deir-Ezzor östlich des Euphrats bevorsteht. Die folgenden Videos verdeutlichen das Ausmaß der Zerstörung das von den Amerikanern hinterlassen wurde.

Das Antlitz Rakkas wird unter amerikanischer Präsenz weiterhin dahinraffen. Schadensbehebung und Wiederaufbau, haben so gut wie nicht stattgefunden. Tausende Leichen liegen weiterhin unter dem Schutt begraben, und die USA lassen nur Geld fließen um Restaurationen und Renovierungen von Gebäudekomplexen und Infrastruktur durchzuführen die die Okkupation konsolidieren.

Verf.R.R.

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