Venezuela: Washingtons humanitärer Coup d’État (Kommentar)

Den altgedienten Regime-Change Architekten und jüngst zum Sonderbeauftragten für das Chaos in Venezuela gekürten, Elliot Abrams, holt seine düstere und blutige Vergangenheit ein.

Was Umstürze von unangenehmen Regierungen im süd-amerikanischen Raum anbelangt, hat Abrams entsprechende Expertise vorzuweisen. Seine Vorgeschichte ist von Skandalen behaftet, die in der Iran-Contra Affäre gipfelten, und derweil von der alternativen Journalisten-Front erfrischend ans Tageslicht gebracht werden.

Abrams hinterließ eine Spur der Verwüstung die sich von Guatemala über El-Salvador, nach Nicaragua zog. Zu einem intervenierten die USA um wie in Guatemala und Nicaragua sogenannte “Rebellen”gegen die Regierung zu unterstützen, zum anderen um Regime wie das in El-Salvador vor dem Untergang zu bewahren.

Wie heute in Venezuela wurden auch damals angeblich dahinvegetierende Bevölkerungen instrumentalisiert, um unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe Waffen in Länder zu schmuggeln und Bürgerkriegszustände zu schüren.

Zudem hielt man in El-Salvador zu einem Diktator dessen Sicherheitskräfte und von den USA ausgebildete Todesschwadronen vorzüglich Zivilisten massakrierten. Die blutigen 1980.Jahre in Lateinamerika waren überwiegend das Produkt amerikanischer Kalter-Krieg Politik, die linksgerichteten Staaten und Entitäten die den geringsten Anschein erweckten zum Kommunismus zu tendieren das Licht ausbliesen.

Mit Elliot Abrams Reinkarnation als Mann fürs Grobe in Venezuela, schlägt Washington keine verheißungsvolle Richtung ein. Demnach musste der Sonderbeauftragte jüngst eine Anhörung im US-Repräsentantenhaus über sich ergehen lassen, wo es aufgrund einer gut informierten und zu unrecht in Verruf geratenen demokratischen US-Kongressabgeordneten heiß herging.

Die Abgeordnete Ilhan Omar grillte Abrams hinsichtlich seiner destabilisierenden Missionen in Lateinamerika, was ihm offensichtlich nicht behagte. RT-Deutsch berichtete:

Vor einigen Tagen gaben die venezolanischen Behörden bekannt das ein von Miami gestartetes Flugzeug Waffen nach Venezuela geschmuggelt habe, die auf dem internationalen Flughafen in der Stadt Valenzia entdeckt wurden.

Die Befürchtungen des venezolanischen Präsidenten, Nicolas Maduro, scheinen sich allmählich zu bewahrheiten. Indes sind Aufschluss gebende Informationen über das Unternehmen enthüllt worden, das die Maschine charterte, die die Waffenlieferungen überstellte.

Das online Portal Mint-Press-News verweist in einem Artikel auf den McClatchyDC Blog, der eine nachträgliche Untersuchung über das von dem US-Transportunternehmen “21 Air” betriebene Flugzeug anstellte.

Laut dem Blog habe diese ergeben, das die Transportmaschine in den letzten paar Wochen ungewöhnlich oft Venezuela und Kolumbien frequentiert habe.

Steffan Watkins ein in Ottawa ansässiger Analyst teilte McClatchyDC mit, das das Flugzeug im vergangenen Jahr ausschließlich im Flugverkehr der Vereinigten Staaten eingebunden war, also nur für Inlandsflüge eingesetzt wurde.

Hingegen betonte Watkins das die Situation sich im Januar unversehens verändert habe, als die Maschine begann täglich nach Venezuela und Kolumbien zu fliegen. Laut dem Analysten gelegentlich mehrmals am Tag.

Nach Watkins Analyse habe dieses einzelne Flugzeug im vergangenen Monat 40 Rundflüge absolviert. Von Miami nach Caracas und Valenzia- wo die Waffenlieferung entdeckt wurde- sowie nach Bogota und Medellin in Kolumbien.

Öffentlich zugängliche Flugradar-Informationen zeigen auf, das das Flugzeug, obwohl es seit der Entdeckung seiner illegalen Fracht Venezuela nicht mehr anflog, seine Trips nach Kolumbien bis mindestens zum 15.Februar fortsetzte.

Desweiteren deckte McClatchyDC auf, das zwei Führungskräfte von “21-Air” zuvor mit einem Unternehmen zusammenarbeiteten, das Verbindungen zu kontroversen “CIA-Black-Sites”, ( Geheimgefängnisse) haben soll.

Der Vorsitzende und Mehrheitsanteileigner von 21 Air, Adolfo Moreno, und der Direktor der Qualitätskontrolle des Unternehmens, Michael Steinke, haben laut McClatchyDC “entweder zufällige oder direkte Verbindungen” zu
Gemini Air Cargo, einem Unternehmen das kürzlich von Amnesty International als eines der Charterflug-Service benannt wurde, die in einem CIA Auslieferungsprogramm involviert waren, so Mint Press-News.

Das Portal erörtert kurz was es mit dem CIA-Programm auf sich hat. Im Kontext handelt es sich um Entführungen von Terrorverdächtigen, und deren Überstellungen an Geheimgefängnisse in Drittländern, wo regelmäßig Folterungen stattfanden.

Laut einem von McClatchy zitierten Dokument des US-Verkehrsministeriums vom Jahr 2016, war Steinke von 1996-97 für Gemini-Air-Cargo tätig.

Obwohl Moreno nicht für Gemini-Air arbeitete registrierte er zwei Geschäfte auf eine Adresse in Miami, die
während das CIA-Auslieferungsprogramm im Gange war, auf Gemini Air Cargo registriert worden sind.

Der Blog hob hervor das das erste Geschäft welches er registrierte, im Jahre 1987 eingetragen wurde, während das zweite im Jahre 2001 gegründet wurde

.
Darauffolgend wurde im Jahr 2005 Gemini Cargo Logistics, eine Tochtergesellschaft von Gemini Air Cargo, unter der selben Anschrift eingetragen.

Desweiteren teilt der Blog mit das “21-Air” jedwede Verantwortung für die entdeckte Waffenlieferung am Bord der von ihr betriebenen Maschine von sich wies, und stattdessen eine Vertragsfirma namens GPS-Air für die illegale Fracht beschuldigte.

Cesar Meneses ein Manager von GPS-Air teilte McClatchy mit, das die Waffenlieferung von der Maduro-Regierung”inszeniert” worden sei, um seine Regierung als Opfer darzustellen.

Ferner behauptete Meneses, das die Ladung weder zu “21-Air” noch zu “GPS-Air” gehöre, und das diese von Drittpersonen geliefert worden sei, ohne hingegen preiszugeben wem seine Annahme galt.

Die Beunruhigung seitens Caracas bezüglich urplötzlich von den USA und der Lima-Gruppe geforderter humanitärer Hilfe für Venezuela ist vor diesem Hintergrund wohl mehr als angebracht.

Der auf Anraten von Washington sich selbst zum”Interimspräsident” erklärte, Juan Guiado, hat sich indes angemaßt einen Stichtag festzusetzen, an den die sich an den Grenzen zu Venezuela stauenden “humanitären Hilfsgüter” forciert durchdringen sollen.

Der 23.Februar wurde offiziell für die Eskalation angesetzt. Denn darauf läuft es letztlich hinaus. In einer dermaßen zugespitzten Lage konfrontative Provokationen durchzuführen bergen die Gefahr in sich, einen fatalen Zwischenfall zu instigieren den die USA unwiderruflich zum Anlass nehmen werden, um in Venezuela militärisch zu intervenieren.

Guiados Momentum schwindet allmählich dahin, und sein voreiliger Griff nach der Macht hat nicht die gewünschte Unterstützung erfahren. Die erhoffte Spaltung der Streitkräfte Venezuelas bleibt aus, und die Anzahl von bekehrten Deserteuren ist weiterhin unerheblich.

Demnach appellierte US-Präsident Donald Trump abermals an das venezolanische Militär Hochverrat zu begehen, und sich Guiado anzuschließen.

Der US-Oberbefehlshaber schmückte die gehabte US-Drohkulisse aus, und warnte Venezuelas Militär, das es sein Leben aufs Spiel setzen würde wenn es weiterhin zu Maduro halten würde.

“Alle Optionen” seien auf dem Tisch, rekapitulierte er während einer Ansprache in der internationalen Universität von Miami. Trump nahm sich ferner heraus das venezolanische Militär vor die Wahl zu stellen entweder die Amnestie-Angebote seitens Juan Guiado anzunehmen, oder sich darauf gefasst machen “keinen sicheren Hafen, keinen einfachen Ausgang und keinen Ausweg, ” zu finden.

“Sie werden alles verlieren …Ich habe eine Botschaft für jeden Beamten der dabei hilft Maduro an der Macht zu halten.. Die Augen der gesamten Welt sind heute, jeden Tag und jeden Tag in der Zukunft
auf sie gerichtet,”
so Trump.

Nicolas Maduro antwortete Trump im Nationalfernsehen wie folgt:

“Wer ist der Befehlshaber der bewaffneten Streitkräfte, Donald Trump aus Miami?”, fragte Maduro.

“Donald Trump will Ideologien und politische Diversität verbieten und ein einziges Gedankengut von der Vormachtstellung des Weißen-Hauses auferlegen…Sie wollen uns ein kolonialistisches Modell aufbürden, entweder wir denken wie Donald Trump und die Gringos oder wir sind nichts…Sie wollen uns versklaven”, so der venezolanische Präsident.

Überdies wandte sich Nicolas Maduro an den selbst proklamierten “Interimspräsidenten” Juan Guiado und bezeichnete diesen als einen “Clown”. Während einer Ansprache anlässlich einer Graduierungs-Zeremonie forderte der venezolanische Präsident zudem von Guiado Nationalwahlen abzuhalten um den wahren Rückhalt in der Bevölkerung zu ermitteln.

Der 23.Februar könnte der Beginn eines weiteren dunklen Kapitels amerikanischer Interventionspolitik markieren. Die Besonnenheit ist auf Washingtons Seite längst nicht mehr vorhanden. Und somit sind die Vorzeichen auf Krieg gestellt.

Ein inszenierter oder provozierter Zwischenfall in der “humanitären Kampfzone” an den Grenzen Venezuelas und Mitgliedern der Lima-Gruppe, bringt das Fass zum überlaufen.

Darauf sind die USA und ihre Vasalen aus, und nicht auf das Wohlergehen der Venezolaner, deren angebliches Leid urplötzlich zur Priorität für die Amerikaner geworden ist. Wenn dem so wäre dann hätte man Misstände seit Jahren gemeinsam mit der venezolanischen Regierung anpacken können, und diese nicht mit strangulierenden Sanktionen verstärkt.

Verf.R.R.

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