Erwartungsgemäß behauptet US-Außenminister Iran und Hisbollah seien verantwortlich für Krise in Venezuela

Die gegen Venezuela gerichtete US-Propaganda nimmt zunehmend grässlichere Züge an. In den vergangenen Tagen hatten die Vereinigten Staaten so einiges aufzubieten um die Maduro-Regierung zu dämonisieren und ihre in einen Putsch mündenden Interferenzen zu rechtfertigen.

Hingegen schoss der US-Außenminister, Mike Pompeo, am Mittwoch den Vogel ab als er während eines Interviews mit dem US-Sender Fox-Business einige erstaunliche Statements von sich gab.

Der einem Rhinozeros ähnelnde US-Außenminister behauptete mit einer Nonchalance zunächst das die “Kubaner” Venezuela infiltriert, und den vollständigen Sicherheitsapparat übernommen hätten.

Zudem postulierte Pompeo, das die illegal über Venezuela verhängten Sanktionen ” nicht gegen das venezolanische Volk gerichtet” seien. Allerdings war Pompeos abwegigste Bemerkung in dem Interview das die “Hisbollah” und der “Iran” in Venezuela aktiv seien, und somit ein Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstellen würden.

“Die Menschen erkennen nicht das die Hisbollah über aktive Zellen verfügt- die Iraner beeinträchtigen die Bevölkerung Venezuelas und ganz Süd-Amerikas. Wir haben eine Verpflichtung dieses Risiko für Amerika zu beseitigen, und teils was wir nächste Woche in Warschau besprechen werden ist wie wir dies in Süd-Amerika und weltweit umsetzen können,” so Pompeo.

Da ist es wieder das magische Wort das im Westen sogar das Armageddon rechtfertigen würde. “Iran”! Und wo der Iran ja angeblich seine Finger im Spiel hat, ist die Hisbollah nicht weit entfernt.

Mit dieser weit hergeholten Behauptung hat Pompeo seinen Colin-Powell-Anthrax im Irak Moment bekommen, woraufhin damals der War on Terror entbrannte der uns das heutige Pulverfass im Nahen-Osten beschert hat.

Pompeos Verlautbarungen entbehren jeglicher Evidenz, was ihn dennoch nicht davon abhält es seinen Vorgängern gleichzutun, um einen auf Lügen basierenden Krieg loszutreten.

Die von dem US-Außenminister hervorgehobene angebliche Hisbollah-Verbindung zu Venezuela, ist der offenkundige Versuch den nie endenden “War on Terror” global auszuweiten, und einen neuen Präzedenzfall für US-Militäroperationen zu kreieren.

Es ist kein Geheimnis das die USA seit Dekaden die Regierung Irans stürzen wollen. Hingegen haben die dahinführenden Mechanismen erst so richtig an Fahrt aufgenommen, als vor zwei Jahren die Trump Administration die Regierungsgeschäfte übernahm.

Da aus Sicht der Amerikaner und ihrer Vasalen die Terrorismus-Kuh noch längst nicht gemolken ist, versucht man unentwegt wiedersträubende Regierungen und Länder mit angeblichen terroristischen Entitäten zu verknüpfen.

Zur Hisbollah sei gesagt, das sie im Libanon ein fester Bestandteil der demokratisch gewählten Regierung ist. Den meisten Westlern ist die Komposition des politischen Systems des Libanons fremd. Die ausgewogene Vertretung aller gleichstarken Konfessionszweige, macht die schiitische Hisbollah zu einem wichtigen teil jedweder Regierung.

Der Libanon hat nach den blutigen Kriegsjahren einen beachtenswerten Weg gefunden, um einen gerechte Machtverteilung auf die Beine zu stellen, die Sunniten, Christen und Schiiten gleichermaßen vertritt.

Hierfür werden hochrangige Ämter gerechterweise aufgeteilt. So wird das Amt des Ministerpräsidenten von einem Sunniten bekleidet, Christen sind für das Amt des Präsidenten vorgesehen und der Parlamentssprecher wird von den Schiiten gestellt.

Der politische Arm der Schiiten ist nun mal die Hisbollah, die in der vergangenen Parlamentswahlen am besten abschnitt. Der von den USA vertretene Mythos das der Iran der “Hauptsponsor des Terrorismus sei”, beschränkt sich ausschließlich auf den militanten Arm der Hisbollah, und die Huthi-Rebellen im Jemen.

Auf Nachhaken können die Amerikaner keine einzige Terroristen-Gruppierung benennen, die von dem Iran unterstützt wird. Daher beläuft sich derartige Propaganda explizit auf die Präsenz der Hisbollah in Staaten, die entweder von den USA oder ihren regionalen nah-östlichen Satelliten vernichtet werden sollen. Wie Syrien oder der Jemen.

Bekanntermaßen ist Libanon eine Enklave die ringsum von syrischen Grenzen umgeben ist. Als der von den USA importierte Terrorismus sich in Syrien schleunigst entfaltete, rief dies die Hisbollah und die libanesische Armee auf den Plan.

Ersterer ergriff umgehend die Initiative um den Islamischen Staat an den Grenzgebieten zu beseitigen, und eine Expansion der Terroristen erfolgreich im Keim zu ersticken, und erfüllt eine entscheidende Rolle in der Bekämpfung von wahabitischen US-gestützten Dschihadisten.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro richtete kürzlich die sich derweil am meisten aufdrängende Frage an die Amerikaner. Was ist der Casus Belli auf den sich die USA stützen? Also auf welcher Grundlage eine militärische US-Intervention gerechtfertigt sei? Maduro fügte dem hinzu das Venezuela über keine Massenvernichtungswaffen verfügt, und keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt.



Humanitäre Gründe für eine militärische Intervention in Venezuela nimmt man den Vereinigten Staaten nicht mehr ab. Die Rechtfertigung für einen Nachbarschaftskrieg in der westlichen Hemisphäre darf keinen ausbeuterischen Unterton haben, obwohl das für Washington nahezu unmöglich ist. Was kommt da gelegener als den guten alten Terrorismus ins Spiel zu bringen. Wie Maduro richtig erläuterte stellt Venezuela keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar. Der Casus Belli existiert nicht.

Demnach versuchen die USA die Welt davon zu überzeugen, das Venezuelas Haltung von iranischem Einfluss herrührt und die Hisbollah fest im Land installiert ist.

Die überwiegend hinter dem Mond lebende westliche Gesellschaft, lässt sich am einfachsten für einen Krieg gewinnen, indem man sie mit islamistischen Terrorismus konditionierend überschüttet.

Dabei spielt es keine Rolle, das die Hisbollah überhaupt keine Terroristen-Gruppierung ist. Alle Wege führen zum Iran der offensichtlich nun dafür herhalten soll, einen globalen War on Terror 2.0 einzuleiten.

Sollte der US-Außenminister und der Washingtoner Klüngel damit durchkommen unter dem Vorwand einer nicht präsenten Hisbollah in Venezuela einzufallen, dann darf sich die Welt auf ein unschönes Nachspiel gefasst machen.

Wie Pompeo ankündigte zielen die USA darauf ab weltweit Jagd auf die Hisbollah zu machen. Einmal geschaffene Präzedenzen sind schwer wieder aus der Welt zu räumen. Sprich wenn die Jagdsaison auf die Hisbollah und den Iran erst einmal eröffnet wurde, sich die Amerikaner es nicht nehmen lassen werden jeden Staat von dem sie behaupten er rieche nach iranischem Einfluss mit Krieg zu überwältigen.

Verf.R.R.

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