Was führen die USA in Venezuela wirklich im Schilde? Von Bodenschätzen und inhumanen Sanktionen (Kommentar)

Die Vereinigten Staaten setzen alles daran, um das forcierte Momentum ihres imperialistischen Schützlingen, Juan Guiado, anhand von destruktiven Lebenserhaltungsmaßnahmen vital zu halten.

Es hat kaum eine Woche gedauert und die kurzweilig als humanitär-demokratische gegen Venezuela gerichtete US-Agenda ist offenkundig demaskiert worden.

Das die alles zermahlende “Demokratie-Phalanx” ihre Maschinerie nicht in Gang gesetzt hat, um die venezolanische Bevölkerung vor dem imminenten Hungertod zu bewahren, dürfte jedem mit ein bisschen Grips in der oberen Schaltzentrale gewahr sein.

Hingegen macht die Gier auf den angepeilten Regime-Change so einige US-Regierungsvertreter ziemlich ungeduldig, was zur Folge hat das Verlautbarungen getroffen werden die entlarven worauf die Amerikaner eigentlich hinaus wollen.

Der agilste Protagonist zu umstürzlerischen Gezeiten der nationale Sicherheitsberater, John Bolton, äußerte gegenüber dem US-TV-Sender Fox-Business, das es von großem Vorteil wäre wenn die USA schleunigst Zugriff auf die venezolanischen Ölvorkommen bekommen würden.

“Es wird für die Vereinigten Staaten einen gehörigen wirtschaftlichen Unterschied machen, wenn amerikanische Ölunternehmen in die Öl-Ressourcen Venezuelas investieren und diese produzieren könnten,”so Bolton.

Boltons Unverblümtheit in Bezug auf das immense Ölvorkommen Venezuelas, und die damit einhergehende Gewissheit das die ökonomische und vermutlich bald auch militärische Strangulation der Maduro Regierung von imperialistischen Ambitionen herrühren, wurden zusätzlich durch den großangelegten Angriff auf den Erdölsektor des Landes bestärkt.

Die USA kündigten jüngst an weitere Sanktionen gegen Venezuela einzuführen. Ins Visier genommen wurde die staatliche Erdölgesellschaft PDVSA ( Petróleos de Venezuela S.A.) deren Vermögen von sieben Milliarden US-Dollar blockiert werden soll.

Zudem haben die USA ihren aufrührerischen Demagogen Juan Guiado auf die sich mehrheitlich im Besitz der PDSVA befindliche Citgo Petroleum Corporation angesetzt.
Von einer in die Wege geleiteten Machtübernahme ist derweil die Rede. Citgo hat ihren Sitz in den USA, und raffiniert, transportiert und vermarktet Ölprodukte. RT zu Citgo:

Citgo kommt bei der Finanzierung des venezolanischen Staatshaushaltes eine entscheidende Rolle zu. So dienen etwa die daran gehaltenen Anteile der PDVSA als Sicherheit bei der Aufnahme von Krediten. Von Citgo erzielte Gewinne dürfen jedoch laut den im August 2017 in Kraft getretenen US-Sanktionen nicht mehr nach Venezuela abgeführt werden.

Desweiteren hat Washington angeordnet das der selbsternannte Interimspräsident Zugang zu in den USA liegenden venezolanischen Staatskonten bekommen soll.

Juan Guiados aufwieglerisches Gebaren unter US-Schützenhilfe und die sich daraus entfaltenden Regime-Change Mechanismen veranlassten nun den Obersten Gerichtshof Venezuelas Guiados Konten zu sperren und ihm ein Ausreiseverbot zu erteilen. Die Maßnahmen sollen in Kraft bleiben bis eine vorläufige Untersuchung abgeschlossen ist, hieß es in Medienberichten die sich auf Venezuelas obersten Gerichtshof beriefen.

Als Führer der venezolanischen Nationalversammlung genießt Guiado Immunität, was bedeutet das er nicht angeklagt werden kann, außer vom obersten Gerichtshof.

Der allmählich im Inland unter Druck geratene erst seit zwei Wochen famose Agitator, bekam unmittelbar Rückendeckung von einem seiner Strippenzieher. John Bolton erzürnt über die Anordnung des obersten Gerichtshofs Venezuelas, kanalisierte via Twitter seinen Jähzorn in Richtung des Generalstaatsanwalts Tarek William Saab, und drohte denjenigen schwerwiegende Konsequenzen an, die erwägen Guiado Schaden zuzufügen und die “Demokratie”zu unterwandern.

Das Bolton hinter verschlossenen Türen in Washington den Regierungsapparat auf eine Militärintervention in Venezuela einstellt, enthüllte er unfreiwilligerweise (oder bewusst in Szene gesetzt) während er gemeinsam mit dem US-Wirtschaftsminister, Steve Mnuchin, stolz auf einer Pressekonferenz verkündete Caracas in den Grund und Boden zu sanktionieren. Bolton hielt einen gelben Notizblock in seiner Hand auf den handschriftlich geschrieben stand “5000 troops to Colombia ” (5000 Soldaten nach Kolumbien)

Wie oben aus dem Ruptly TV Video hervorgeht, betrachtet Bolton seine Notiz nochmal kurz bevor er sie sichtlich für alle anwesenden Kameras positioniert. Unfreiwillig oder gezielte psychologische Kriegsführung? Die Wirkung dieses Aktes wurde nicht verfehlt. Die Möglichkeit einer US-Militärintervention steht seit Boltons “ungewollter” Transparenz mitten im Raum.

Das die USA alsbald möglicherweise die Waffen sprechen lassen wollen um ihren Kandidaten an die Macht zu putschen, davon hat die Maduro längst Wind von bekommen und trifft dementsprechende Vorkehrungen. In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti behauptete der venezolanische Staatspräsident Nicolas Maduro das Donald Trump ihn tot sehen will, und Kolumbien in dem vermeintlichen Mordkomplott involviert sei.

” Ohne jeglichen Zweifel, hat Donald Trump der kolumbianischen Regierung und der Mafia von Kolumbien mitgeteilt mich zu töten. Sollte mir etwas widerfahren werden Donald Trump und der kolumbianische President Ivan Duque für alles verantwortlich sein was mir geschehen wird,” sagte Maduro.

In Anbetracht Boltons offenkundiger 5000 Truppen nach Kolumbien Botschaft und der paktierenden Haltung von Nachbarstaaten Venezuelas, ist es mitnichten abwegig das Nicolas Maduro der Auffassung ist das man ihm schleunigst an den Kragen will. Das das Unbehagen des venezolanischen Präsidenten kein Hirngespinst ist legt ferner Washingtons Reaktivierung eines altgedienten Regime-Change Zaren nahe. Die Rede ist von Elliot Abrams, der inzwischen zum Sonderbeauftragten für Venezuela gekürt wurde und dessen Hintergrundinformationen Bände sprechen weshalb die Trump-Administration nun auf seine Expertise zurückgreift.

RT:Deutsch beleuchtet Elliot Abrams unrühmliche Vergangenheit:

Desweiteren wiederholte der venezolanische von seinem Volk gewählte Präsident gegenüber RIA Novosti sein Angebot offen für Gespräche mit der Opposition zu sein. Was Juan Guiado kontinuierlich kategorisch ablehnt.

“Ich bin bereit mit der Opposition an dem Verhandlungstisch platz zu nehmen, sodass wir für das Wohle Venezuelas, und für die Welt und ihre Zukunft Gespräche führen können,” so Maduro.

Das venezolanische Militär steht geschlossen und loyal hinter seinem Präsidenten, der sich derweil darum bemüht diverse Truppenverbände der Streitkräfte auf stürmische Zeiten einzuschwören. Diesbezüglich schwor Maduro während einer Ansprache vor der Luftwaffe eine 50 000 Mann starke paramilitärische Kraft formieren zu wollen.

“Wir streben an bis zum 13.April die Zahl von 2 Millionen Milizsoldaten zu erreichen und das beste organisatorische Niveau unserer Verteidigungseinheiten zu erzielen,” sagte Maduro.

Ohne die Streitkräfte Venezuelas im Rücken wird der Manchurian-Kandidat Guiado vor erhebliche Hürden stoßen die Staatsgeschäfte zu übernehmen. Daher appellieren diverse US-Regierungsvertreter an mögliche Deserteure jetzt die Initiative zu ergreifen um überzulaufen, sprich sich der gebrechlichen “Übergangsregierung” zu unterstellen.

Um den Anschein zu erwecken das bereits Elemente des venezolanischen Militärs abtrünnig geworden sind, erscheinen aus heiterem Himmel angebliche Überläufer im US-Fernsehen.

Die ultimative Neuzeit Propagandaschleuder, der Nachrichtensender CNN, präsentierte zwei angebliche desertierte venezuelanische Soldaten, die den US-Präsidenten darum baten sie zu bewaffnen um die “Freiheit” in Venezuela zu verteidigen.

Die sich als Guillen Martinez und Hidalgo Azuaje ausgebenden Individuen, behaupteten das sie venezolanische Soldaten seien, und riefen diverse südamerikanische Satellitenstaaten der USA auf ihnen Waffen zukommen zu lassen.

Laut dem Nachrichtenportal Southfront räumte CNN zwar ein das die zwei uniformierten Personen Exilanten seien, also nicht mehr in Venezuela leben, dennoch auf eine Weise berichtete, als ob man es mit soeben geflohenen Soldaten zu tun hätte.

Zudem ist dem Nachrichtensender ein gravierender Fehler unterlaufen, der die ganze inszenierte Aufführung bloßstellt. Martinez und Azuaje gaben während ihres Appels an Trump & Co fälschlicherweise vor Militäruniformen der venezolanischen Streitkräfte zu tragen, was unmittelbar nach Erscheinen des CNN-Berichts von dem Portal und anderen Medien näher erörtert wurde.

Die Uniformen der mutmaßlichen Schauspieler waren jeweils mit dem längst verworfenem Abzeichen verziert das die Aufschrift FAN – Fuerza Armada Nacionales trägt, wohingegen das aktuelle Abzeichen der venezolanischen Soldatenuniformen die Initialen
 FANB,  Fuerza Armada Nacional 
Bolivariana trägt.

Southfront postete diverse Fotos um aufzuzeigen das wir es offenbar mit Betrügern zu tun haben.

die Akteure…
wahre Soldaten..

Die ganze Geschichte kommt einem wie ein Deja-vu vor, wenn man sich die Ausgangstage der Syrien-Krise vor Augen hält. Damals erzählten uns diverse Leitmedien unentwegt von unbenannten Deserteuren der syrischen Armee, die wie sich fortwährend herausstellte entweder nicht existierten oder zahlenmäßig unerheblich waren. Fragliche und unverifizierte Angaben machten unaufhaltbar die Runde, um die bis dato geschlossene syrische Armee als überworfenen Kader zu porträtieren. Vergebens!

Der großangelegte “diplomatische” Angriff auf Venezuela wird von dem medialen Stakkato begleitet das die Bevölkerung Venezuelas instrumentalisiert um den unrechtmäßigen Sturz der Maduro-Regierung zu rechtfertigen.

Die Handlungen der USA widersprechen diametral deren Beteuerungen der venezolanischen Bevölkerung beistehen zu wollen. Wie kann es hilfreich sein mit weiteren Sanktionen das am Existenzminimum stehende Volk weiter in die Knie zu zwingen?

Washington will der Welt weismachen das die grassierende humanitäre Misere einzig und alleine von der Misswirtschaft und “fehlgeleiteten” Politik der Chavinistas herrühre.

Der Verfall der Landeswährung, die in den Himmel schießende Inflation, Nahrungsmangel und Wirtschaftsflüchtlinge sollen laut den Amerikanern alles Symptome für eine dahinscheidende Diktatur sein. Fehlerfrei und problemlos dürfte keine Regierung sein. Hingegen vergessen die meisten vor der eigenen Türe zu kehren. Insbesondere die USA die mit ihrer unerbittlichen Sanktionspolitik die Weichen für den Regime-Change in Caracas gestellt haben.

Als “größte Gefahr in der westlichen Hemisphäre” bezeichnen gleichgeschaltete US-Amtsträger die Maduro-Regierung, doch lassen ihren Zorn an der machtlosen venezolanischen Bevölkerung aus. Der russische Nachrichtensender RT befragte kürzlich den ehemaligen Sonderberichterstatter der UNO, Alfred De Zayas, zu den Hintergründen und Ursachen der Krise in Venezuela. RT-Deutsch dazu:

Der ehemalige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen Alfred De Zayas ist der Meinung, der Grund für die Krise in Venezuela seien vor allem wirtschaftliche Interessen der USA. Venezuela verfüge nicht nur über enorme Ölvorkommen, sondern sei auch reich an Gold, Bauxit und Coltan. In der Vergangenheit seien mit dem Irak und Libyen schon andere Staaten solchen Interessen zum Opfer gefallen. Intern sei Venezuela für viele Probleme selbst verantwortlich. Ohne die Sanktionen und den Wirtschaftskrieg wäre das Land jedoch in der Lage, mit diesen fertig zu werden. Der einzige Ausweg aus der Situation sei nun ein ehrlicher Dialog zwischen Regierung und Opposition.

Die sich täglich überschlagenden Ereignisse lassen nichts gutes erahnen und weisen auf einen brodelnden das gesamte Land spaltenden Bürgerkrieg hin. Die monetäre Eindämmung soll letztlich in ein unabwendbares Chaos münden, inmitten diesem die USA ihren gewohnten ausbeuterischen Gepflogenheiten nachgehen können.

Krieg wäre aus Sicht der Amerikaner die aussichtsreichste Situation, um die Bodenschätze Venezuelas sich unbehelligt unter den Nagel zu reißen. Der sich anbahnende Konflikt zwischen Chavinistas ( circa 9 Millionen) und oppositionellen Elementen, scheint nach bisherigem Kenntnisstand unvermeidlich.

Einen offenen Dialog mit der Maduro-Regierung lehnt Guiado kategorisch ab, und untermauert den Willen der Amerikaner den Umsturz herbeizuführen.

Zwei Szenarien sind in Hinsicht einer möglichen US-Militärintervention wahrscheinlich. Entweder die USA fallen eigenmächtig in Venezuela ein oder sie wiederholen das in Syrien begangene Fiasko und bewaffnen die Opposition die dann eine “Freie Venezolanische Armee” gründet um es mit den legitimen Streitkräften aufzunehmen. Beide Variablen bergen ein auf lange Sicht unlösbares Problem hin. Nämlich endlose Kriege. Die Spezialität der Amerikaner!

Das Schlusswort hat Nicolas Maduro:

Verf.R.R.

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