Video: Brett McGurk: “Al-Qaida kontrolliert alle Grenzübergänge zur Türkei”

Der ehemalige Sonderbeauftragte für die Anti-ISIS-Koalition in Syrien, Brett McGurk gab CNNs Christian Amanpour jüngst ein Interview, in dem er abermals darauf hindeutete das die in der Provinz Idlib stationierten militanten Fraktionen allesamt Auswüchse der Al-Qaida sind, und die Türkei seit Ausgang des Krieges eine vernachlässigende Attitüde an den Tag legte was mit dazu führte das in der Region islamistischer Extremismus gedeiht. McGurk gab einige bemerkenswerte Einsichten preis die Aufschluss darüber geben wie sich im Norden Syriens die Al-Qaida einnistete.

” Plan A war mit der Türkei zusammenzuarbeiten um dieses Problem in den Griff zu bekommen… Ich habe bestimmt die meiste Zeit des ersten Jahres in meinem Job, einschließlich der Zeit als ich mit General Allen arbeitete, in Ankara verbracht…. Da offen gesagt das meiste Material das die ISIS-Kriegsmaschine fütterte aus der Türkei, über die Grenze nach Syrien kam… Wir erkannten eindeutig das eins von den Dingen die wir tun wollten war mit den Türken zusammenzuarbeiten um ihre Grenze zu kontrollieren…. Dies war ziemlich frustrierend da die Türkei an der Grenze kaum in Aktion trat…. Wir haben auf unterschiedliche Weise intensiv mit der Türkei zusammengearbeitet, und nichts hat funktioniert… Und ehrlich gesagt dafür gibt es mehrere Gründe… Ich denke unsere Interessen in Syrien klaffen auf fundamentale Weise auseinander…. Und wenn Präsident Erdogan Vorschläge unterbreitet die im Konzept gut aussehen mögen, schicken wir jedesmal unsere besten Leute und unsere besten Planer um auszuloten was wir im wesentlichen gemeinsam anpacken können, und es macht sich wirklich nie bezahlt… Ich geb ihnen ein Beispiel… Die oppositionellen Gruppierungen die die Türkei unterstützt, die sie beispielsweise in eine Sicherheitszone entsenden würde, sind einfach keine Gruppierungen mit denen die Vereinigten Staaten arbeiten können… Sie haben sehr enge Verbindungen zu Extremisten-Kollektiven… Wenn sie sich die nördliche Ebene von Syrien anschauen und dort entlang laufen was jetzt die türkische Grenze ist….In der Provinz Idlib… dies ist ein Gebiet in dem wir nicht operieren….es ist wahrhaftig ein Einflussbereich für die Türkei, der vollständig von Gruppierungen dominiert wird die Verbindungen zur Al-Qaida haben. Alle Grenzübergänge zur Türkei werden von der Al-Qaida kontrolliert..Ein äußerst ernsthaftes Problem, ” so McGurk.

Brett McGurk reichte infolge von Trumps Ankündigung aus Syrien abzuziehen seinen Rücktritt ein, und scheint seitdem einiges richtig stellen zu wollen. Zwar vertritt er vollends die Neokon-Agenda und ist betrübt darüber das die US-Mission ein abruptes Ende finden soll, dennoch sticht er durch eine gewisse Transparenz aus der imperialistischen US-Masse heraus, da er zumindest neben dem Islamischen Staat auch die Al-Qaida stetig als grassierendes Virus in Syrien einstuft.

McGurks oben zitierte Aussagen sind keine Neuigkeit. Seit der Entstehung des Terror-Molochs in Idlib wiesen Damaskus und Moskau auf das anwachsende Problem hin, während im Westen ausschließlich von moderaten Kräften die Rede war.

Die CNN-Moderatorin Christian Amanpour gab sich dermaßen bestürzt über den Status-Quo in Idlib, das man meinen könnte das wir es mit einem neuen Phänomen zu tun hätten. Die Al-Nusra ist mindestens seit drei Jahren der Hausherr in Idlib, und seit dem Ausgang des Krieges in dem Gouvernement präsent.

Zumindest sollte jetzt im Mainstream die Dämmerung eingekehrt sein, das die Al-Qaida im Norden Syriens den Ton angibt und vom nördlichen Nachbar getragen wird.

Verf.R.R.

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