Donald Trumps X-Mas Twitter-Bescherung ( Mattis, McGurk, Syrien, Erdogan, Saudi-Arabien)

Der US-Präsident Donald Trump hat sein bevorzugtes Medium zu Weihnachten frequentiert, um auf gravierende Umbrüche in seinem Regierungskader einzugehen und geopolitische Neuigkeiten hervorzuheben.

Die Retourkutschen für die beiden jüngst von ihrem Posten zurückgetretenen hochrangigen Regierungsvertreter, ( James Mattis, und Brett McGurk) ließen nicht lange auf sich warten.

Trumps kontroverser Beschluss sämtliche US-Soldaten aus Syrien abzuziehen, veranlasste seinen Verteidigungsminister General James “Mad-Dog” Mattis seinen Rücktritt einzureichen. Mattis sollte hingegen bis zum Ende Februar im kommenden Jahr die Amtsgeschäfte weiterführen.

Trump hat sich offenbar dazu entschieden seinem einst hochgelobten Verteidigungsminister bereits früher die Tür zu weisen. Via Twitter verkündete Trump am 23.Dezember das er den Vizeverteidigungsminister, Patrick Shanahan, befördert habe, und dieser ab dem 1.Januar 2019 die Amtshandlungen des Verteidigungsministers übernehmen soll.

Dies war mutmaßlich Trump seine Revanche um den Mad-Dog in den Rücken zu fallen, wie aus Sicht des US-Präsidenten er es mit seiner Resignation tat.

Zuvor schrieb Trump über Mattis:

“Als Präsident Obama Jim Mattis unrühmlich feuerte, habe ich ihm eine zweite Chance gegeben. Einige dachten ich sollte nicht. Ich dachte ich sollte. Interessante Beziehung, hingegen habe ich ihm all die Ressourcen gegeben , die er niemals wirklich hatte. Alliierte sind sehr wichtig, jedoch nicht wenn sie die USA ausnutzen.”

Der zweite oben erwähnte zurückgetretene Beamte ist der im Jahre 2015 von dem ehemaligen US-Präsidenten Barrack Obama berufene Sonderbeauftragte für die Anti-ISIS-Koalition, Brett McGurk. Donald Trump schrieb bezüglich dem Aufruhr um McGurks Rücktritt wie folgt:

“Brett McGurk, den ich nicht kenne, wurde 2015 von Präsident Obama ernannt. Er sollte im Februar seinen Platz räumen, hat sich jedoch dazu entschieden vorher zu resignieren. Wichtigtuer? Die Fake News machen solch einen großen Aufriss wegen diesem nichtigen Ereignis!”

Überdies kam kurzweilig der Wahlkampf-Trump in verbaler Form wieder zum Vorschein. Weise Töne anschlagend rekapitulierte der US-Präsident eine Aussage von dem republikanischen US-Senator, Rand Paul, der wörtlich äußerte:

“Es sollte nicht der Job von Amerika sein weltweit Regime auszuwechseln. Dies ist was Präsident Trump im Irak erkannte, das es das größte außenpolitische Desaster der letzten paar Dekaden war, und er hat recht. Die Generäle sehen diesen Fehler immer noch nicht ein.”


Das die ganze Welt beschäftigende Thema US-Truppenabzug aus Syrien, veranlasste Trump ferner Richtungsweisendes zu verlauten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, habe den US-Präsidenten eindringlich darüber informiert, das er die Überbleibsel der ISIS in Syrien ausrotten würde. Er sei der Mann der “dies schaffen kann” und dazu liegt die Türkei “nebenan”. “Unsere Truppen kommen nach Hause,” so Trump.

Gott bewahre uns vor einer Expansion der Türkei in Syrien, als amerikanischer Statthalter. Ankara und Washington in Kooperation mit gewissen Golf-Monarchien sind die Architekten des syrischen Konflikts, und haben neben der Al-Nusra (Al-Qaida, Hayat Tahrir al-Sham) den IS unterstützt um Assad zu stürzen.

Wie aus einem Dokument des US-Verteidigungsnachrichtendienst (DIA) von 2012 hervorgeht ,haben US-Alliierte (Türkei, Saudi-Arabien, Katar) die Etablierung der ISIS in Syrien begrüßt.

Zudem hat Russland 2015 dem florierenden Ölgeschäft zwischen der Türkei, und dem sogenannten Islamischen Staat ein Ende gesetzt. Die aufschlussreiche RT-Dokumentation “In The Name Of The Profit” beleuchtet den damaligen ISIS-Ölhandel mit Ankara.

Desweiteren verwies Donald Trump auf einen weiteren Alliierten im Nahen-Osten, der seiner Meinung nach eine zukünftige Rolle in Syrien spielen könnte.

“Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten hat Saudi-Arabien soeben zugestimmt das notwendige Geld auszugeben, was für den Aufbau Syriens benötigt wird. Sehen sie? Ist es nicht angenehm wenn immens wohlhabende Länder dabei helfen ihre Nachbarn wieder aufzubauen, anstatt ein großartiges Land, die USA, das 5000 Meilen entfernt liegt. Dank an Saudi-Arabien!”

Der Business-Tycoon Trump weiß um die prekäre Lage in der sich das Königreich Saudi-Arabien derweil befindet und ist sich gewahr das monetäre Bitten von Riad kaum abgeschlagen werden können. Der Kashoggi-Mord, MBS und der Jemen haben Washington verstimmt, und die feudale Monarchie reputierlich in die Ecke gedrängt.

Mitverantwortlich ist Riad für die beispiellose Unterwanderung, und die damit einhergehende Zerstörung Syriens allemal. Also das Lockermachen von Milliarden wäre mehr als angebracht, hätte es nicht den anrüchigen Nebengeschmack das Geld eines malignen Akteurs zu sein.

Nichtsdestotrotz liegt letztlich die Entscheidung bei der syrischen Regierung ob sie saudische Investments für richtig erachtet.

Verf.R.R.

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