Düpierte SDF verurteilen US-Abzug und suchen Kontakt zu Assad-Regierung- Übergabe von Ölfeldern im Gespräch

Die Syrisch Demokratischen Kräfte (SDF) verurteilten die Entscheidung des Weißen Hauses die in Syrien stationierten US-Truppen abzuziehen, und argumentierten das sich dies negativ auf die andauernde Anti-Terror-Operation auswirken, und Terrorismus und seine Unterstützer ermutigen würde, darüber berichtete das Nachrichtenportal Southfront.

“Wir bestätigen der internationalen öffentlichen Meinung das der Kampf gegen den Terrorismus noch nicht vorüber ist. Er ist in einer entscheidenden Phase die abgestimmte Anstrengungen von allen und größere Unterstützung der internationalen Koalition erfordert um ihn aufrechtzuerhalten, und keinen Rückzug von ihm,” so die SDF in einer am 20.Dezember veröffentlichten Stellungnahme.

Die SDF warnten ferner das der Abzug der US-Truppen “gefährliche Konsequenzen” für die “internationale Sicherheit” haben würde und die “Hoffnungen der Bevölkerung dieser Region auf Sicherheit und Stabilität enttäuschen ” würde, so das Portal.

Indes meldete die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) das die SDF und die syrische Regierung ein Treffen abgehalten hätten, um sich bezüglich des US-Abzugs und einer imminenten türkischen Militäroperation zu beraten. SOHR-Quellen zufolge sei darüber verhandelt worden die von den SDF besetzten Erdölfelder an Damaskus zu übergeben.

Desweiteren berichtete die Beobachtungsstelle unter Berufung auf eigene Quellen, das Ankara eine Bedingung gestellt habe um von der Militäroperation an der syrisch-türkischen Grenze abzusehen.

Es hieß die YPG-SDF Kräfte sollen sich östlich des Euphrats 10-30 km von der Grenze zurückziehen. Zudem soll die Region in Sektoren zergliedert werden, wo arabische Klans und die “Rojava-Peshmerga” stationiert werden sollen, im Gegenzug würde Ankara die Operation abblasen.

Türkische Medien vermeldeten derweil das 150 US-Trucks Syrien in Richtung Irak verlassen haben. Die Lastwagen transportierten einst an die SDF gelieferte Waffen, so die türkischen Medien.


Die kurdischen Separatisten haben abermals hinsichtlich ihrer Kurzsichtigkeit den kürzeren im Mittleren Osten gezogen. Es scheint das ihre Aspiration nach einem eigenen Staat, sie fortwährend blindlings ins Messer laufen lässt.

Mit den Amerikanern im Rücken illegitim Gebiete einzuverleiben und darauf plädieren das sich eine Besatzung ewig fortsetzt bis sich eines guten Tages der Traum erfüllt, scheint nicht der richtige Ansatz gewesen zu sein.

Im Nahen-Osten unerwartete Wendepunkte nicht in Betracht zu ziehen, kann einem umgehend den Kopf kosten. Hochnäsig vom hohen Ross herab betagten sich die SDF-YPG in den von ihnen gehaltenen Gebieten, als wären sie eine anerkannte Staatsgewalt.

Vom wahnhaften Gedanken des Föderalismus gegeißelt deklarierten die US-Stellvertreter inmitten des Zusammenbruchs ihres “Heimatlandes” die Rojava-Föderation, und strebten stets offenkundig eine Zergliederung Syriens an.

Liebäugelnd mit dem irakischen Autonomiegebiet, hatte man Großes vor. Wenn der “Saddam” aus Syrien (Assad) einmal das Weite suchen würde, wäre der Weg für die Unabhängigkeit in Syrien geebnet.

Die blauäugige Zukunftsmusik wurde permanent übertönt. Die Parameter für ihre angestrebte Agenda, wollten sich den gesamten Verlauf des Syrien-Konflikts nicht ergeben.

Im Eifer des landesweiten Gefechts wollten sich die US-gestützten SDF einen Staat stibitzen. Das von US-Kampfjets dem Erdboden gleichgemachte Rakka sollte das zweite Erbil werden. Ergo das syrisch-kurdische Capital.

Den Kurden hätte seit dem Eintritt Russlands in Syrien (2015) dämmern müssen, das die Assad-Regierung entgegen der westlichen Prognosen doch an der Macht bleiben könnte, und somit ihre in Aussicht gestellte Vorstellung eines föderalistischen Syriens sich nicht erfüllen würde.

Ihre Chuzpe gegenüber Damaskus unrechtmäßige Gebietsansprüche kundzutun und die ölreiche Region als Faustpfand für zukünftige Verhandlungen einsetzen zu wollen, rührte ausschließlich von der amerikanischen Rückendeckung her.

Darauf verließen sich die SDF-YPG und ruhten sich auf ihren ruinösen Lorbeeren aus ohne in Erwägung zu ziehen, das sie aufgeschmissen sind wenn Washington ihnen den Rücken kehrt.

Alles auf eine Karte zu setzen birgt bekanntermaßen das Risiko in sich alles zu verlieren. Dem sind die Separatisten nun ausgesetzt. Am Scheideweg angekommen bedeutet der US-Abzug das die Kurden nun vor die Wahl zweier Optionen gestellt werden. Beide bedeuten das Ende der Besatzung.

Entweder man übergibt Damaskus umgehend die Grenzgebiete nordöstlich des Euphrats, oder die türkische Armee und 15 000 in den Startlöchern wartende Dschihadisten werden entfesselt und wiederholen das Szenario von Afrin.

Das Ende der Fahnenstange ist erreicht und die Meldungen von einem Treffen zwischen Damaskus und den SDF legen nahe, das die Kurden nicht daran interessiert sind von Ankara annihiliert zu werden. Als Geste des guten Willens sollen die von den SDF gehaltenen Ölquellen an Damaskus übergeben werden.

Die SDF befinden sich kaum mehr in der Position, um anspruchsvolle beziehungsweise irgendwelche Forderungen zu stellen. Von jetzt an heißt es klein mit Hut, anstatt großspurig und tollkühn.

Das waghalsige separatistische Abenteuer findet allmählich ein Ende. Karma ist bekanntermaßen eine Bitch. Die US-Stellvertreter können ein Lied davon singen.

Verf.R.R.

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