USA geben Regime-Change in Syrien nicht auf- “Neue” Strategie soll her: “Assad muss gehen, Russland und Iran auch.”

Amerikanische Abgeordnete haben die US-Administration angerufen um eine Strategie für das kriegsgeschundene Syrien zu entwickeln, die darauf abzielen soll den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aus dem Amt zu jagen, sowie dafür Sorge tragen soll das russische und iranische Truppen aus dem Land abziehen, wie die russische Nachrichtenagentur Sputnik unter Verweis auf eine Presseerklärung des Gesetzgebungsausschusses United States House Committee on Foreign Affairs mitteilte.

Laut Sputnik erfolgte die Erklärung im Anschluss der Verabschiedung einer Resolution des Repräsentantenhaus. 

“Heute hat das Repräsentantenhaus die Resolution H.1165 verabschiedet, die das Assad-Regime und seine Helfer für ihre kontinuierliche Unterstützung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt,” so die Pressemitteilung. 

Der Vorsitzende des Komitees, Ed Royce, sagte im Vorfeld der Abstimmung am Dienstag das der Konflikt in Syrien kein Ende finden würde bis Assad seine Macht einbüßt und Russland und der Iran aus Syrien abziehen. 

“Letztlich fordert die Resolution von der Administration schleunigst eine Strategie in Richtung eines politischen Übergangs in Syrien zu entwickeln, wo das Assad-Regime die Macht abgibt und alle iranischen und russischen Kräfte das Land verlassen,” so Royce.


  

Neben den separatistischen Ambitionen schmieden die USA offenbar immer noch Pläne um das ursprüngliche Ziel in Syrien zu erreichen, nämlich den Regime-Wechsel aus dem die Aufstellung einer Amerika hörigen Marionetten-Regierung erwachsen soll.

Die sich daraus ergebenden Fragen sind wie sich die von dem Gesetzgebungsausschuss geforderte Strategie für Syrien gestalten soll?  Mit welchen Mitteln außer militärischen erwägt man diese Agenda umzusetzen?

Die Retrospektive der US-Interventionen und Regime-Wechsel im Nahen-Osten, zeigt deutlich auf das es die Amerikaner nicht so mit der Diplomatie haben um ihre Ziele umzusetzen.

Demnach lässt dieser Vorstoß zur Entwicklung einer “neuen” Syrien-Strategie nichts Gutes erahnen. Die USA haben außer ihren übermächtigen Streitkräften nichts aufzubieten was Assad und seine Alliierten dahingehend mobilisieren würde die Flucht zu ergreifen.

Hier geht es nicht um Diplomatie und Kompromisse. Nein wenn die USA von einer forcierten Veränderung in Syrien sprechen, dann wollen sie die Waffen sprechen lassen. Und diesmal nicht anhand von Heerscharen meuchelnder Terroristen, sondern höchstwahrscheinlich nach dem Modell des dritten Golfkriegs. 

Washington ahnt das der gegenwärtige Plan zur Zergliederung Syriens unüberwindbare Hürden aufweist. Der angestrebte demographische Wandel in den Landesteilen östlich des Euphrats zu Gunsten der Kurden, trifft auf erheblichen Widerstand der indigenen arabischen Bevölkerung, die nicht einverstanden ist mit den Ambitionen der US-geführten Koalition und derer Vasalen.

Wenn man in der Unterzahl ist und zugleich nicht anerkannt wird, ist es schier unmöglich langwierig Fuß zu fassen und seine Doktrin durchzusetzen.

Das wahrscheinlichste Szenario gestaltet sich wie folgt. Sollten die USA und die kurdischen Separatisten ihre Besatzung aufrechterhalten, werden sich vermutlich Fraktionen formieren die gegen den Besatzer angehen werden.

Da die USA den Syrisch Demokratischen Kräften (SDF) Rückendeckung geben, ist es unwahrscheinlich das Damaskus die kurdischen Terroristen direkt konfrontiert, jedoch jede Fraktion unterstützen wird die gedenkt gegen die Volksverräter die Waffen zu erheben.

Vereinzelte Gruppierungen haben bereits den US-Besatzern den Krieg erklärt.

Was werden die Amerikaner dagegen tun können? Nicht viel da sich die Bevölkerung auflehnt und inmitten der Besatzer lebt. 

Flächenbombardements sind hier nicht drin. Selber Hand anlegen und wie In Fallujah Irak den Laden auseinander nehmen, läuft nicht mehr. Rakka das zweite mal vor der Weltöffentlichkeit dem Erdboden gleichmachen?

Nein die USA wissen das den von ihnen besetzten Landesgebieten ein Guerillakrieg bevorsteht, der von syrischen Arabern geführt wird.

Demnach muss eine andere Lösung her, die wie es scheint allmählich manifestiert werden soll. Die neue angestrebte US-Strategie birgt Chaos in sich, aus dem die Vereinigten Staaten ihre Ordnung erwachsen lassen wollen.

Verf.R.R.

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