“Wären die USA nicht, dann würde innerhalb einer Woche Farsi in Saudi-Arabien gesprochen werden”- US-Sen.Lindsey Graham

Allem Anschein nach hat die CIA mit ihrer Einschätzung zu dem Mord an dem saudischen Journalisten, Jamal Kashoggi, zu einem der Türkei ihre Druckmittel genommen, und zum anderen genügend Senatoren in Washington mobilisiert die den Kopf von dem saudischen Kronprinz, Mohammed Bin-Salman, rollen sehen wollen.

Am 4.Dezember unterrichtete  die CIA-Chefin Gina Haspel selektierte US-Senatoren über den Mord an Kashoggi, der sich im Oktober in dem in Istanbul ansässigen saudischen Generalkonsulat zutrug.

Haspels Vortrag muss hochgradig aufklärend auf die US-Senatoren gewirkt haben, da einige Abgeordnete unverblümt ihre zweifellose Überzeugung medial kundtaten, das MBS der Drahtzieher der Tötung gewesen sei.

Darunter die republikanischen Senatoren Bob Corker und Lindsey Graham. Letzterer hat seit dem CIA-Briefing offenbar Blut geleckt, und feuert aus allen Rohren auf Saudi-Arabien.

In einem am 9 Dezember ausgestrahlten Interview mit dem US-Nachrichtensender FOX-News, sagte Graham das das feudale Königreich inkompetent sei sich den Herausforderungen im Mittleren Osten zu stellen, inklusive dem Iran, (wörtlich “Their military can´t fight out of a paper bag”.) 

Der US-Senator bestand darauf das die USA über die notwendigen Druckmittel verfügen würden, um die saudische Führung zur Rechenschaft zu ziehen, und zwar den Kronprinzen Mohammed Bin Salman für die Beteiligung an den Journalisten-Mord. 

“Lassen sie mich es so ausdrücken…Ich möchte ganz ehrlich mit ihnen sein. Wenn die Vereinigten Staaten nicht wären würden sie innerhalb einer Woche Farsi in Saudi Arabien sprechen,” so Graham

Überdies ging der US-Senator genauer auf den Ablauf der CIA-Einweisung ein.

“Es ist das brillanteste Briefing was ich jemals in meiner Zeit im Kongress erhalten habe…Es gab zwei Analysten die uns den zwei Jahre langen auf Jamal Kashoggi gerichteten Fokus des Kronprinzen schilderten. Diese Operation war sehr ausgeklügelt (oder auch nicht Anm.d.Verf.) Die verantwortliche Person zur Durchführung der Operation ist MBS seine rechte Hand. Keiner der Senatoren die dem Briefing beiwohnten hegt Zweifel daran das MBS in dem Mord an Hr. Kashoggi verwickelt ist.” 

In Bezug auf Ängste der Trump-Administration das Königreich zu verärgern und somit lukrative Rüstungsverträge aufs Spiel zu setzen, argumentierte Lindsey Graham wie folgt:

“Sie geben uns 9% unserer Erdölimporte. Wir brauchen sie weitaus weniger als sie uns. Ich sehe es nicht ein an einem mörderischen Regime festzuhalten, einen Verbrecher wie MBS, um Amerika vor dem Iran zu beschützen. Das Gegenteil ist der Fall.. Ich denke an ihm festzuhalten schädigt unserer Fähigkeit die Region zu verwalten.”

Dem fügte er hinzu das MBS es auch auf andere abgesehen habe.

“Es ist nicht nur dieser Dissident hinter dem er her ist. Er ist auch hinter anderen her. Personen sind in anderen Ländern entführt und zurück nach Saudi-Arabien gebracht worden weil sie Kritiker in diesen Ländern waren. Er hat den libanesischen Premierminister unter Hausarrest gestellt was für mich der bizarrste Vorfall in 20.Jahren gewesen ist. Und dies geht immer weiter.”

Zudem behauptete Graham das das Ziel des Kronprinzen die Auflösung saudisch-amerikanischer Beziehungen sei, und bezeichnete ihn als “Abrissbirne” und “verrückt”. 

“Nun wir werden ihn als mitschuldig benennen. Wir werden eine Abstimmung im Senat halten die besagt das MBS mitschuldig an dem Mord an Hr. Kashoggi ist. Ich werde nie wieder weitere Waffenverkäufe an Saudi-Arabien unterstützen.”

Seine finalen Worte beziehen sich auf einen überparteilichen Vorstoß für eine Resolution die besagt das “MBS mitschuldig an der Tötung Kashoggis “ist. 

Ein weiterer US-Senator der Lindsey Graham beipflichtet ist Marco Rubio aus Florida, dieser äußerte am 9.Dezember gegenüber CNNs State of the Union.

“Wie brauchen keinen direkten Beweis dafür, das er den Code Red für diese Sache anordnete. Unterm Strich heißt das, das es nicht angehen kann das 17 ihm nahestehende Personen einen Charterflug nahmen in ein Drittland flogen, sich in ein Konsulat begaben, einen Mann töteten und zerstückelten und zurückflogen, und er nichts davon wusste geschweige denn es anordnete.” 


Jegliche von Saudi-Arabien instigierte Charm-Offensive um das Image seines schwer angeschlagenen Kronprinzen Mohammed Bin-Salman aufzupolieren ist gescheitert.

Es wäre irrelevant wenn der Westen MBS den Rücken kehren würde, hingegen die Vereinigten Staaten weiterhin zu ihm halten würden. Jedoch ist das gegenwärtige Bild ein anderes.

Auf dem Capitol Hill geht es an diesen Tagen heiß her. Die CIA hat den Druck auf die Trump-Administration erhöht, indem sie die einflussreichsten US-Senatoren zu Mitwissenden machte und sie in die Hintergründe zu dem Mord an dem saudischen Journalisten, Jamal Kashoggi, einweihte.

Somit ist MBS sein Prestige dahin, was die oben erwähnten US-Senatoren offenkundig unterstreichen. Der Ton gegenüber Riad wird zunehmend ungemütlicher.

Allen voran der republikanische Senator Lindsey Graham denunziert das Königreich unentwegt in der Öffentlichkeit, und spricht endlich das aus was seit Dekaden nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert wurde.

Ja ohne die USA wäre Saudi-Arabien leichtes Futter, für so manchen hungrigen Rivalen im Nahen-Osten. Und Riad braucht die Vereinigten Staaten mehr als umgekehrt.

Mit der Entsendung von MBS nach Argentinien zur Beiwohnung des G-20 Gipfels, verdeutlichte Riad seine zuvor getroffenen Aussagen die sich darauf beliefen den Kronprinzen nicht ersetzen zu wollen.

Woraufhin die CIA den Entschluss fasste entgegen der Abgeneigtheit der Trump-Administration am 4.Dezember, unmittelbar nach dem G-20 Gipfel, die Kashoggi-Bombe platzen zu lassen.

Offenbar sind die Tage von MBS gezählt. Sollte Saudi-Arabien an seiner Personalie festhalten, was aller Voraussicht nach so bleiben wird da die Bin-Salmans an der Spitze der royalen Nahrungskette stehen, werden wir womöglich ein komplett neues Kapitel im Nahen-Osten aufschlagen und die USA zwingen mal zur Abwechslung ihren altgedienten Alliierten ihren Willen auf. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. 

Verf.R.R. 

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