Trumps “Afghanistan-Strategie” scheitert- Schuldige bereits ausgemacht

Seit der US-Präsident Donald Trump im August vergangenen Jahres die “neue”Afghanistan-Strategie präsentierte hat sich die Sicherheitslage in dem Land eklatant verschlechtert.

Damals proklamierte Trump das anhand militärischer Stärke, der Friedhof der Imperien alsbald von Terroristen befreit sein würde. Womit er in die Fußstapfen seines Vorgängers Barack Obama trat, der ebenfalls entgegen seiner Wahlkampfversprechen nicht aus Afghanistan abzog, sondern Truppenkontingente aufstockte.

Der amtierende US-Oberbefehlshaber, der das US-Militär abgöttisch liebt, wurde von der Kriegs-Lobby in Washington instruiert die seit Dekaden laufenden endlosen Kriege, wozu Afghanistan gehört, weiterzuführen.

Amerika zettelt keine Kriege an um sie zu beenden. Und wer ist Trump, das er sich zu außenpolitischen Thematiken überhaupt eine Meinung bilden darf. Nein diese Strategie stammte offensichtlich nicht aus seiner Feder, sondern wurde ihm vom Deep State als Feuertaufe auferlegt.

Indes hat sich abermals herausgestellt das die USA mit ihrer Neuauflage der Mission in Afghanistan keine Kehrtwende aus der Sackgasse, in der sie seit 17 Jahren feststecken, hinbekommen werden und wollen.

Laut einem New York Times Bericht beherrschen die Taliban seit 2017 mehr Territorien als jemals zuvor in der gesamten Periode der US-Invasion. Dem US-Blatt zufolge hätten die Vereinigten Staaten $840 Milliarden verpulvert, um die Taliban in Afghanistan zu bekämpfen.

Was mehr gekostet haben soll als der Marshall Plan, der nach dem zweiten Weltkrieg dabei half Europa aus den Ruinen wieder auferstehen zu lassen. Nach Militärexperten sollen die Taliban 61% der 407 Distrikte Afghanistans kontrollieren oder umkämpfen, was sich erheblich von den Angaben der US-Regierung unterscheide.

Laut derer Statistik seien es 44% der Distrikte die unter Taliban-Kontrolle stehen, so die NYT. In dem Artikel hieß es im Kontext das die Trump-Administration Statistiken und Einschätzungen herausgegeben habe, die sich nicht mit der Realität in Afghanistan decken sollen.

Das das Land im atemberaubenden Tempo im Chaos versinkt, muss die NYT der Welt nicht erzählen. Anhand der sich stetig überschlagenden schrecklichen Meldungen von Selbstmordattentaten, Bombenangriffen, großangelegten Übergriffen und ununterbrochenen Anschlägen sollte man ablesen können das der Friedhof der Imperien seinen Namen alle Ehre macht.

Die von den USA seit 17 Jahren ausgebildeten afghanischen Sicherheitskräfte, scheinen mit der Lage total überfordert zu sein. Allein in diesem Monat sind an die 200 Soldaten und Polizisten bei Taliban-Angriffen getötet worden.

Im August und September mussten die afghanischen Sicherheitskräfte 1000 Opfer hinnehmen. Die kühne Kriegsrethorik der USA verhallt allmählich, und wird scheinbar von halbwegs rationalen Einsichten ersetzt.

Der Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, Gen. Austin Scott Miller , räumte zu Beginn des Monats ein, das der Kampf gegen die Taliban nicht militärisch zu gewinnen sei, sondern eine politische Lösung angestrebt werden müsse.

Diese Richtung schlägt offenbar Russland ein, das kürzlich in Moskau ein Treffen zwischen der Regierung Afghanistans und den Taliban in die Wege leitete. Der Veranstaltung wohnten Vertreter von einem Dutzend Nationen bei, einschließlich den USA die hingegen lediglich einen Diplomaten aus der amerikanischen Botschaft in Moskau als Beobachter entsendeten.

Der russische Außenminister, Sergei Lavrov, ließ diesbezüglich vor Reportern verlauten das er hoffe anhand gemeinsamer Anstrengungen ein neues Kapitel in der Geschichte Afghanistans aufschlagen zu können.

Ferner wies er auf die Gefahr der ISIS-Expansion in dem Land hin und fügte hinzu, das die Terroristen-Organisation versuchen würde Afghanistan zu einem Sprungbrett für ihre Ausbreitung in Zentral-Asien zu machen.

Mit der Versteifung auf die Taliban hat Washington wissentlich den Islamischen Staat zu einer weiteren Metastase anwachsen lassen. Das russische Außenministerium wies mindestens seit Ende vergangenen Jahres darauf hin, das aus Syrien und dem Irak geflohene ISIS-Kämpfer einen sicheren Hafen in Afghanistan gefunden haben sollen.

Laut dem Ministerium sollen sich schätzungsweise 10 000 ISIS-Mitglieder in dem Land niedergelassen haben, was weitestgehend von den USA marginalisiert würde. Ferner merkte das Außenministerium Russlands im August an, das “mysteriöse Helikopter” Waffen an ISIS-Einheiten in Afghanistan liefern würden. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Zakharova, dazu:

“Wir weisen hiermit abermals auf die Flüge von unidentifizierten Helikoptern in Nord-Afghanistan hin, die Waffen und Munition an lokale ISIS-Einheiten und mit der Gruppierung kooperierende Taliban-Mitglieder liefern. Insbesondere die afghanischen Medien und lokale Einwohner sagen das solche Helikopter in der Sar-e Pol Provinz gesichtet worden seien.”

Vor dem Hintergrund das die US-geführte Koalition in Syrien des öfteren ISIS-Kämpfer anhand von Helikoptern aus brenzlichen Situationen verhalf, könnte man glatt davon ausgehen das die Vereinigten Staaten hinter den dubiosen Aktivitäten in Nord-Afghanistan stecken.

Wozu wird sich einer fragen? Aus demselben Grund weshalb die USA nicht wollen das der Islamische Staat in Syrien und Irak von der Landkarte gefegt wird. Zur Aufrechterhaltung des eigens geschaffenen Feinds, und für den sich daraus ergebenden Vorwand die eigene Präsenz in Ländern beizubehalten wo die ISIS aus heiterem Himmel Fuß gefasst hat.

Da die Taliban über die Hälfte Afghanistans kontrollieren und ein Sieg unmöglich erscheint, haben sich die Amerikaner nun doch dazu hinreißen lassen mit der militanten Entität in Verhandlungen zu treten.

Was mutmaßlich von den oben erwähnten Vorstoß Moskaus herrührt. Die Taliban und die afghanische Regierung an einen Tisch zu bringen um eine politische Lösung anzustreben, scheint derweil der am vielversprechendste Ansatz zu sein.

Hingegen springen die USA vermutlich nur mit auf den Zug um Russland nicht das diplomatische Feld zu überlassen. Nun wenn die Amerikaner erwägen mit den Taliban Frieden zu machen, wen sollen sie dann noch bekämpfen. Drei mal dürfen sie raten weshalb die ISIS am Hindu-Kusch expandiert.

Für die den USA allmählich entgleitende Situation in Afghanistan hat US-Präsident Trump längst einen Schuldigen ausgemacht. Pakistan würde verantwortlich für die nicht zu bewältigenden Probleme in Afghanistan sein, da es allerhand Terroristen-Gruppierungen beherberge und als “Allierter” nicht genügend zum “War on Terror” beitragen würde, so Trump.

Das übliche Werkzeug des US-Präsidenten um den Willen seiner Regierung einem nicht gefügigen Staat aufzubrummen, sind neben Krieg natürlich Sanktionen und Einfrierungen von Hilfsgeldern. Was im Falle Pakistans aufgrund der angeblichen Ineffektivität zum tragen kommen soll. Um seinen Unmut bezüglich Islamabad kundzutun wählte Trump wie eh und je sein bevorzugtes Medium Twitter. Am 19.November schrieb Trump das Pakistan den von den USA inventierten Terror-Fürsten Osama Bin Laden beherbergt habe. Neben Afghanistan sei dies ein weiterer triftiger Grund dafür die Milliarden von Dollar schweren Finanzspritzen einzustellen.

Donald Trump hat mit diesen Behauptungen abermals bewiesen welch unbewandertes Individuum er in Sachen rückblickende Geschichte er ist. Der von ihm den Pakistanern zugeschobene Osama Bin Laden war einst der Mittelsmann für die USA um die in Afghanistan gegen die Sowjets kämpfenden Gotteskrieger “Mudschaheddin” auszubilden und mit Waffen und Geld zu unterstützen. Für die von der Carter Administration ins Leben gerufene “Operation-Cyclone” nutzte man das Hoheitsgebiet Pakistans, wo Terror-Camps hochgezogen wurden die für den ständigen Nachschub von Militanten sorgten.

Im Verlaufe des Sowjetunion-Afghanistan-Kriegs (1979-1989) entstand die Al-Qaida, und die Nachwirkungen des Krieges brachten die Taliban hervor. Beide Entitäten werden von den USA heute als Vorwand angeführt, um militärische Interferenzen und Präsenzen zu rechtfertigen. Und beide Entitäten sind Produkte der US-Intervention in Afghanistan.

Nach dem Sieg über die Sowjetunion überließen die USA den Haufen von Terroristen sich selbst, und akkreditierten ihn nach Belieben um diverse Staaten in den darauffolgenden Dekaden zu stürzen.

Dem von Bush nach 9/11 gestarteten War on Terror pflichtete Pakistan bedingungslos bei, und musste seither schwere Verluste hinnehmen um im eigenen Land und darüber hinaus den einst von den Amerikanern hinterlassenen Dreck aus der Welt zu räumen.

Der Drohnen-Zar Barrack Obama machte seinen “Alliierten” im Kampf gegen den Terror zum Ziel seiner Operationen, und machte mit unbemannten Luftfahrzeugen den Himmel über Pakistan unsicher.

Ohne die Regierung in Islamabad je über anstehende Drohnen-Operationen informiert zu haben, führte das US-Militär Angriffe durch denen tausende Zivilisten zum Opfer fielen.

Nun kommt ein dahergelaufener Business-Tycoon daher der groß daher redet, ohne im geringsten zu wissen mit wem oder was er es zu tun hat. Trumps Auffassungsgabe hinsichtlich außenpolitischer Angelegenheiten ist sehr rar ausgelegt. Er hat seit seiner Inauguration nichts anderes getan, als die von dem Deep State und seinen Gedankenfabriken festgelegte Außenpolitik weiterzuführen und umzusetzen.

In Bezug auf Afghanistan ist wichtig anzumerken das das Land auf einem Berg von gewinnbringenden Mineralien sitzt. Laut Experten handele es sich um einen Wert von mindestens $1 Billion. Berichten zufolge habe Afghanistan wegen der hohen Nachfrage das Potenzial das “Saudi-Arabien des Lithiums” zu werden. Überdies sollen in Afghanistan riesige Mengen Gold, Silber, Platin, Zink, Uran ,Eisenerz ,Kohle, Bauxit etc. vorkommen.

Derweil haben die Taliban verkündet, das sie gewillt sind mit der afghanischen Regierung zu verhandeln, hingegen nur unter der Voraussetzung wenn die USA einen Zeitplan für den Abzug aller ausländischen Truppen aus Afghanistan vorlegen. Nach der schauderhaften Kriegs-Chronologie der USA zu urteilen, werden die Amerikaner den Taliban diesbezüglich wohl kaum entgegenkommen. Was bedeutet das die Endlosschleife beibehalten wird.

Verf.R.R.

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