Syrien: Es ist amtlich! Idlib-Abkommen dahin, alle Fraktionen kooperieren mit HTS. Gemeinsame Einsatzzentrale aktiviert

Die Hayat Tahrir al-Sham (HTS, Al-Nusra, Al-Qaida)  hat öffentlich bestätigt das alle in Idlib präsenten Dschihadisten-Kollektive an einem Strang ziehen um nach wie vor der syrischen Regierung Einhalt zu gebieten.

Während eines Gesprächs mit dem oppositionellen YouTube-Medium OGN-TV ließ der Sprecher des militärischen Arms der HTS, Abu Khaled, verlauten, das alle Fraktionen in Idlib unter einer gemeinsamen Einsatzzentrale operieren würden, um die syrische Armee an allen sich ergebenden Fronten zu bekämpfen.

Dem HTS-Sprecher zufolge hätten sämtliche Fraktionen seit der Umzingelung durch die syrische Armee den Entschluss gefasst, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen. Eine Einsatzzentrale dieser Art habe es zuvor noch nicht gegeben.

Interne Fehden hätten keinen Platz auf dieser gemeinsamen Führungsebene und würden überwiegend ausgeräumt, so der HTS-Sprecher zu seinem Gegenüber Bilal Abdul Kareem.

Ferner argumentierte Abu-Khaled, das die fusionierten Terroristen-Gruppierungen alles daran setzen würden Homogenität in den eigenen Reihen und darüber hinaus zu erlangen, und diesbezüglich mit “eiserner Faust” gegen vermeintliche Spione und Maulwürfe vorgehen würden.

Das russisch-türkische Idlib-Abkommen erkenne die HTS nicht an, und nutze die gegenwärtige Ruhephase zur Aufrüstung und Formierung der eigenen Ränge, sagte Abu-Khaled.

Zudem behauptete der Terrorist das Russland nicht in der Lage sei eine Offensive auf Idlib zu starten, und daher zur Wahrung des Gesichts die Vereinbarung akzeptiert und bekräftigt habe.

Obwohl der militante Extremist von sich gab das die Terroristen-Verbände die Auflagen des Idlib-Abkommens mitnichten anerkennen würden, lamentierte er dennoch das die syrische Armee (SAA) angeblich gegen diese verstoßen würde.

Syrische Regierungskräfte würden permanent Wohnsiedlungen unter Beschuss nehmen, wie “Familienmitglieder” der HTS fortwährend wiedergeben und ortsansässige Medien berichten würden.

Dabei vergaß Abu-Khaled zu erwähnen, das sein Arbeitgeber und die übrigen Terroristen-Kollektive permanent Stellungen der SAA unter Beschuss nehmen und Gegenreaktionen regelrecht beschwören.

Was die Akzeptanz und Duldung der HTS durch die USA anbelang,t vertrat der Terrorist interessanterweise die gleiche Sichtweise wie die Vereinigten Staaten, die laut ihm nicht wollen würden das Idlib falle, da sich somit der Fokus auf die US-Besatzung östlich des Euphrats richten würde

.Zum Abschluss des Interviews fasste der Terrorist die Gelegenheit beim Schopf und drohte der syrischen Regierung:

“Ich will hiermit eine Botschaft an das syrische Regime und seine Handlanger schicken, das die Rebellen in den nördlichen befreiten Gebieten Botschaften für sie vorbereitet haben. Hingegen werden sie die Botschaften nicht verstehen, bis sie diese zu sehen bekommen werden. Die Botschaft am Samstag war die erste dieser Botschaften, also warten sie einfach darauf was kommen wird. Möge Allah sie belohnen.”


 

Die Angaben des HTS-Sprechers in Bezug auf die Fusionierung und gemeinsame Kooperation aller Terroristen-Kollektive sind keine Überraschung für diverse mit der Lage in Idlib vertraute Beobachter, Journalisten und Experten.

Daher rührt auch die Untätigkeit der Türkei, die viele von dem Sprecher gepriesene Gruppierungen unterstützt. Laut der Idlib-Vereinbarung soll Ankara dafür Sorge tragen, das die HTS und ihre Klone zunächst aus der beschlossenen entmilitarisierten Zone expelliert werden, und anschließend in ganz Idlib ausgerottet werden sollen.

Nach Abu-Khaleds Schilderung der aktuellen Situation, scheinen keine Unternehmungen seitens der türkisch gestützten Dschihadisten unternommen worden zu sein, um die HTS zu einem Umdenken zu bewegen oder sie zu dezimieren.

Im Gegenteil, die in Idlib ansässigen Gruppierungen operieren nach wie vor alle Hand in Hand und ballen ihre Kräfte. Eine gemeinsame Einsatzzentrale schmilzt nun offenbar alle terroristischen Aktivitäten unter einem Dach zusammen.

Und in Sicherheit wiegen sich die Terroristen in Idlib vor allem, weil die USA ihre schützende Hand über das Jihadisten-Paradies halten. Wie der Sprecher der Hayat Tahrir al-Sham erörterte, besteht eine Symbiose zwischen den USA und der Al-Qaida in Syrien aus der eine gegenseitige maligne Abhängigkeit erwuchs.

Laut Khaled würden die Vereinigten Staaten nicht wollen das sich der Status Quo in Idlib verändere, da somit das Hauptaugenmerk auf ihre Besatzung gerichtet würde. Mit anderen Worten die angeblich hinter 9/11 steckende Organisation, wird abermals für die geopolitischen Abenteuer der Amerikaner eingespannt.

Noch deutlicher als der HTS-Sprecher es ausdrückte, kann man nicht untermauern das das russisch-türkische Konfliktvermeidungsabkommen ein Schuss in den Ofen war, was von kritischen Stimmen seit dem Bekanntwerden des Plans mit Skepsis gesehen wurde.

Verf.R.R.

 

Please follow and like us:

Kommentar verfassen