Süd-Syrien- ISIS verliert letzten Faustpfand, Syrische Armee befreit 19 verbliebene Geiseln (Videos)

Der Islamische Staat  in der Wüste von Al-Suweida hat ausgespielt. Die Syrische Armee und russische Spezialkräfte haben die 19 verbliebenen Geiseln aus den Händen der Terror-Organisation befreit, dabei wurden mehrere ISIS-Terroristen eliminiert.

Im Juli fielen IS-Militante in die Stadt Al-Suweida ein, und massakrierten über 200 Einwohner. Ferner entführten die Extremisten 32 Geiseln, die kontinuierlich als Druckmittel eingesetzt wurden, um den Vorstoß der syrischen Armee in der Region zu stoppen.

Die Terrororganisation veröffentlichte Videos, in denen die Geiseln im Namen der ISIS Drohungen ausstießen. Entweder die syrische Armee unterlasse es weiter vorzurücken, oder man richte regelmäßig Geiseln hin, hieß es.

Daraufhin versuchte Damaskus die Terror-Organisation vergeblichst dazu zu bewegen die Waffen zu strecken, und die Geiseln zu entlassen. Das Scheitern der Bemühungen beantwortete die ISIS mit Exekutionen. Die Hinrichtungen zweier Geiseln wurden im Internet lanciert um die Forderungen des IS zu bekräftigen.

Es bestätigte sich abermals, das mit dieser untermenschlichen Brut nicht zu verhandeln ist. Die einzigen zwei Vorteile die der Dschihadisten-Verband aufweisen konnte, waren die Vulkanlandschaft von Al-Safa wo sich die Terroristen erfolgreich verschanzen, und der humane Faustpfand der mit der Befreiung der Geiseln weggebrochen ist.

Die syrische Armee sah seit der Entführung der Geiseln davon ab schwere Geschütze aufzufahren, um die 32 Einwohner von Al-Suweida nicht zu gefährden. Vorwiegend müßige Bodenoperationen dienten der SAA um in Al-Safa vorzurücken, was die Offensive ins Stocken geraten ließ, da die Gestaltung des Terrains den Kampf am Boden erheblich verkompliziert.

Die SAA-Spezialoperation zur Befreiung der Geiseln, hat die Tür für eine ISIS zerberstende Großoffensive geöffnet. Derweil begeben sich diverse Einheiten regierungstreuer Kräfte in den Süden Syriens um sich an dem Sturm auf die ISIS in der Al-Safa Vulkanlandschaft zu beteiligen.

Indes schraubte die SAA Artillerieangriffe auf Stellungen der Dschihadisten hoch. Aufgrund des Verlustes der Geiseln ist der IS umgehend in die Offensive übergegangen, und attackierte Positionen von Regierungskräften. Woran die Terroristen kläglich scheiterten.

Den Jihadis dämmert es das die letzte Stunde ihres Daseins geschlagen hat, woher die verzweifelten Angriffsversuche rühren. Die Al-Safa Vulkanlandschaft ist für die ISIS Fluch und Segen zugleich. Das unübersichtliche Terrain verschafft den Terroristen unzählige Verschanzungen. Nichtsdestotrotz haben sie in der Wüstenei keinen Zugriff auf menschliche Schutzschilde.

Der Verlust der Geiseln hat das Ende der ISIS in diesem Landesteil Syriens besiegelt. Fortan sind die militanten Extremisten der gesamten Feuerkraft der syrischen Streitkräfte ausgesetzt.

Zudem bereite sich laut Medienberichten das russische Militär auf einen Großangriff auf das ISIS-Nest in Al-Suweida vor, an dem die Marine und die Luftwaffe beteiligt sein sollen.

Das libanesische Nachrichtenportal Al-Masdar-News (AMN) berichtete diesbezüglich, das das russische Militär die Luftschläge gegen den IS in Al-Suweida einstellte, um den Verhandlungen zur Befreiung der 32 Geiseln Vorschub zu leisten. Seit September führten russische Kampfjets in der Region keine Luftangriffe mehr durch. Diese Tage gehören offenbar der Vergangenheit an.

Ein kürzlich online erschienenes Video zeigt wie die syrische Armee Mörsergranaten auf Stellungen der ISIS in Al-Safa regnen lässt.

Die Angriffe der SAA haben sich seit der geglückten Befreiungsaktion deutlich intensiviert. Sollte wie oben erwähnt sich zeitnah russische Feuerkraft einschalten und die anmarschierende Verstärkung zu den Regierungskräften vor Ort vorstoßen, wird es wahrscheinlich nur eine Frage von Tagen sein bis die letzte ISIS-Schar das Zeitliche segnet.

Verf.R.R.

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