Kashoggi soll ermordet worden sein da er angeblich Beweise hatte das Saudi-Arabien C-Waffen im Jemen eingesetzt hat

Der britische Geheimdienst soll drei Wochen bevor Jamal Kashoggi das Generalkonsulat in Istanbul betrat, über den geplanten Mord an dem Journalisten unterrichtet gewesen sein, dies berichtete das Nachrichtenportal Southfront unter Verweis auf die britische Tageszeitung Sunday Express, die anonyme nachrichtendienstliche Quellen zitierte.

Ferner verwies das Portal auf ein am 28 Oktober ausgestrahltes BBC-Interview mit einem engen Freund von Kashoggi hin, der enthüllte das der saudische Journalist vor seinem Tod den Einsatz von chemischen Waffen durch das saudische Regime untersucht habe.

Laut den anonymen Quellen des Sunday Express, habe das Government Communications Hauptquartier (GCHQ) Kommunikationen von dem General Intelligence Directorate (of the Kingdom of Saudi Arabia) dem staatlichen saudischen Geheimdienst abgefangen, aus denen hervorgegangen sei das ein “Mitglied aus dem königlichen Umkreis” den Befehl gegeben habe den Journalist zu entführen und zurück nach Saudi-Arabien zu bringen.

Zudem behaupteten die Quellen das die Befehle nicht direkt von dem saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman erteilt worden seien und ihn in keinster Weise miteinbeziehen sollen. Trotz der Anordnung Kashoggi zu entführen und zurück nach Saudi-Arabien zu schaffen, habe es keine spezifischen Einschränkungen bezüglich weiterführender Handlungen gegeben, falls der Journalist sich widersetzen würde.

Die Sunday Express zitierte die nachrichtendienstliche Quelle wie folgt:

“Zunächst sind wir in der ersten Septemberwoche darauf aufmerksam gemacht geworden das etwas in Planung ist, ungefähr drei Wochen bevor Kashoggi am 2.Oktober das saudische Konsulat betrat. Hingegen beanspruchte es mehr Zeit bis weitere Details preisgegeben wurden. Diese Details beinhalteten hauptsächlich Befehle um Hr.Kashoggi festzunehmen, und ihn zur Befragung nach Saudi-Arabien zu schaffen. Nichtsdestotrotz schien es so das die Tür für weitere Abhilfen offen gehalten wurde, was als großes Problem gesehen wurde. Wir wissen das die Befehle von einem Mitglied des königlichen Kreises gegeben wurden, haben jedoch keine direkten Informationen um sie mit dem Kronprinzen Mohammed Bin Salman zu verbinden. Ob dies bedeute das er nicht der ursprüngliche Herausgeber war, können wir nicht sagen.”

Den anonymen Quellen zufolge, habe der britische Auslandsgeheimdienst MI6 seine saudischen Pendants gewarnt die Mission abzubrechen.

“Am 1.Oktober machte uns die Bewegung einer Gruppierung aufmerksam die sich nach Istanbul aufmachte, darunter befanden sich Mitglieder des Ri’āsat Al-Istikhbārāt Al-‘Āmah (GID), es war ziemlich offensichtlich worauf sie hinaus wollten. Über Kanäle warnten wir das dies keine gute Idee sei. Darauffolgende Ereignisse zeigen auf das unsere Warnungen ignoriert wurden.”

Das Blatt fragte zudem weshalb der US-Nachrichtendienst nicht alarmiert worden sei, worauf die Quelle erwiderte: “Eine Entscheidung wurde getroffen, das wir taten was wir konnten.”

Desweiteren zitierte die Tageszeitung Tom Wilson, von der Gedankenfabrik Henry Jackson Society der ein Licht auf Jamal Kashoggis Vergangenheit warf:

“Das irreführende Image das von Jamal Kashoggi kreiert wurde, verdeckt mehr als es enthüllt. Als ein Insider des saudischen Regimes, stand Kashoggi auch dem ehemaligen Geheimdienstchef nahe. Er war ein Islamist, ein Mitglied der Muslimbruderschaft und jemand der mit Osama Bin-Laden befreundet war, und mit seinem Dschihad in Afghanistan sympathisierte. All diese Verbindungen werden von einem simplifizierten Narrativ verschleiert, das Jamal Kashoggi lediglich ein progressiver für die Freiheit kämpfender Journalist gewesen sei. Es ist nicht plausibel das er einfach ermordet wurde weil er ein Regime-kritischer Journalist war. Die Wahrheit ist weitaus komplizierter.”

Am 28.Oktober strahlte BBC ein Interview mit Galip Dalay aus, einem Freund von Kashoggi. Dalay zufolge traf er sich mit Jamal eine Woche bevor er verschwand und dieser schien “unglücklich” und “beunruhigt” zu sein.

” Nach ein wenig “Nachhaken” räumte Kashoggi ein das er Beweise erhalten würde das Saudi-Arabien chemische Waffen im Jemen einsetzte. Er sagte er hoffe dokumentierte Evidenzen zu erhalten”

“Alles was ich ihnen sagen kann ist das ich als nächstes hörte das er vermisst wird,” so der Freund Kashoggis.

Southfront hob diesbezüglich hervor das wenn Dalays Bemerkungen der Wahrheit entsprächen, die Investigation Kashoggis eines der gravierenden Gründe gewesen sei für die Entscheidung der Saudis ihn zu entführen oder zu eliminieren.

Verf.R.R.

 

Please follow and like us:
Werbeanzeigen

Kommentar verfassen