Ost-Syrien: ISIS erobert Gebiete zurück die US-gestützte Kräfte seit September einnahmen- SDF-Offensive wieder beim Nullpunkt angelangt

Die Vereinigten Staaten haben östlich des Euphrats die Äquivalenz zwischen der ISIS und den Syrisch Demokratischen Kräften (SDF) komplett wiederhergestellt. Die US-gestützten Kräfte sind abermals einer großangelegten IS-Offensive zum Opfer gefallen.

Wie die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) mitteilte seien dabei 68 SDF-Kämpfer getötet und 100 weitere verletzt worden. Laut der SOHR würden die erst kürzlich von den SDF eingenommenen Städte Al-Susah , Al-Baghuz al-Fawqani und Muzan nun wieder von der ISIS kontrolliert. Die ISIS-Nachrichtenagentur Amaq veröffentlichte eine Reihe von Fotos die den Vormarsch der ISIS veranschaulichen soll. VORSICHT GRAPHISCHES BILDMATERIAL (18+!!!)

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Diesbezüglich berichtete das Nachrichtenportal Southfront das die US-gestützten Kräfte den gesamten Boden eingebüßt haben sollen, den sie seit der im September gestarteten “Offensive” gegen den IS gut machten.

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Überdies berief sich das Portal in seinem Artikel auf Qassim Musleh, einem Kommandeur der irakischen Volksmobilmachung ( PMU, Al-Haschd asch-Schabī,). Dieser bestätigte gegenüber dem libanesischen TV-Sender Al-Mayadeen TV, das die SDF-Stellungen im Euphrat Tal kollabieren würden, und machte die USA dafür verantwortlich. Musleh zufolge seien das irakische Militär und die PMU in höchster Alarmbereitschaft, da sich der IS der irakischen Grenze langsam annähert.

“Es gibt einen amerikanischen Plan, um im Kampf gegen die ISIS die Dinge auf den Nullpunkt sinken zu lassen. Die USA haben ihre Unterstützung für die SDF eingestellt, was den Vorstoß der ISIS erst ermöglichte,” so der PMU-Kommandeur.

Die Befürchtungen von Musleh bezüglich der Gefährdung der irakischen Grenze sind indes offenbar wahr geworden. Der SOHR zufolge habe der IS bereits die syrisch-irakische Grenze erreicht. Dies habe den Irak dazu veranlasst dem Islamischen Staat anhand von Flugblättern eine Warnung zukommen zu lassen, so die Beobachtungsstelle. Die Warnung lautete wie folgt:

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“An jedes ISIS-Mitglied das eine vorherige Schlacht überlebte und an dem gegenwärtigen Gefecht beteiligt war, vier Jahre lang erfolgreiche Verluste in ihren Rängen, sie haben alle Mittel der Zerstörung ausgeschöpft und nichts hat sich geändert außer weitere Tote in ihren Rängen und das Dahinschwinden ihrer Präsenz. Sie sind von allen Seiten umzingelt; die Grenzen des Iraks sind von der irakischen Bevölkerung eingezäunt, die ihnen nicht gestatten wird sich diesen anzunähern. Die Lösung die ihr Überleben beinhaltet ist sich zu ergeben und dem Frieden zu widmen, sich von der von ihren Führern entfachten Verhetzung abzuwenden, die Führer die von dem Schlachtfeld verschwunden sind.”

Die iranische Nachrichtenagentur FARS-News verwies auf den Nachrichtensender RT-Arabic der berichtete das sich bereits Zusammenstöße zwischen der ISIS und den irakischen PMU-Kräften zugetragen haben sollen.

Ferner teilte FARS mit das die syrische Tageszeitung Al-Watan Experten zitierte, die äußerten das der Sieg der ISIS gegen die SDF und deren Fortschritte in Deir-Ezzor, von der Inaktivität der US-geführten Koalition herrühre. In den vergangenen zwei Tagen soll das US-Militär seine Stellvertreter im Stich gelassen haben, woraus die Rückeroberung von Städten und der Vorstoß zur Grenze resultierte, so die Experten.

Die SDF seien extrem wütend bezüglich der unterlassenen Hilfeleistung seitens des US-Militärs gewesen, hieß es.

Diese im Westen ausgeblendeten Nachrichten aus Ost-Syrien verdeutlichen erneut das die USA nicht daran interessiert sind das der Islamische Staat ausgerottet wird. Die von den Vereinigten Staaten kreierte Präsenz der Terror-Organisation, dient dazu die eigene zu rechtfertigen und aufrechtzuerhalten.

Zudem möchte man der syrischen Regierung keinen Dienst erweisen, und einen ihrer Feinde auslöschen. Der Feind meines Feindes bleibt mein Freund, solange der Feind ein Feind ist. So in etwa verfahren die USA in Syrien.

Seit dem sich Washington 2014 ohne Einladung in den Konflikt einmischte, hat es kontinuierlich für die Expansion des Islamischen Staat Sorge getragen. Die unzähligen  hoch dekorierten Generäle im Pentagon scheinen fehl am Platze zu sein.

Hinsichtlich der Militäraktionen gegen die ISIS, hatte das US-Militär stets das Nachsehen mit dem Dschihadisten-Kollektiv. Ausschließlich kosmetische Angriffe auf einzelne Funktionäre und Kommandeure sollten es nach Meinung des US-Verteidigungsministeriums richten.

Von wirksamen Luftschlägen auf Waffenarsenale, Munitionsdepots, Hauptquartiere etc. sah man ab, da Frankenstein sein Monster lieben gelernt und für weitere Chaos-Herde vorgesehen hat. Afghanistan, Libyen…weltweit.

Die Russen machten es vor und nahmen der ISIS ihre Luft zum atmen. Alle Mittel die der Terroristen-Organisation für ihr Fortbestehen dienten nahmen Moskau, Damaskus und Teheran ihr.

Die verbliebenen ausschließlich in der Nähe von US-Basen ansässigen ISIS-Kämpfer, stammen überwiegend aus Rakka, wo die USA und die SDF 2017 ihre Zelte aufschlugen und dem IS bei der Umsiedelung beistanden.

Viele der damals transferierten Militanten landeten letztlich in dem Gouvernement Deir-Ezzor, das durch den Fluss Euphrat in West und Ost geteilt wird. Als die syrische Armee 2017 den westlichen Teil des Gouvernements zurückeroberte, flohen die verbliebenen Terroristen über den Fluss und ließen sich in Nachbarschaft der USA und SDF nieder, wo sie unbehelligt ihre Wunden lecken konnten.

Nun gibt die US-Koalition vor die eigens dort angesiedelten und geduldeten ISIS-Söldner ausmerzen zu wollen. Mit anderen Worten, es steht eine weitere Umsiedlung des Islamischen Staats bevor. Von Rakka ging es nach Deir-Ezzor. Wo wird der IS urplötzlich als nächstes auftauchen, um sein Unwesen zu Gunsten der Amerikaner zu treiben?

Verf.R.R.

 

 

 

 

 

 

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