Fall-Kashoggi: Saudi-Arabien weist Erdogans Ersuch zur Auslieferung der 18 Verdächtigen zurück

Saudi Arabien wird die von der Türkei 18 gesuchten Mordverdächtigen im Fall- Kashoggi nicht ausliefern.

Während einer am Samstag stattgefundenen Pressekonferenz in der bahrainischen Hauptstadt ließ der saudische Außenminister Adel al-Jubeir verlauten, das die Golfmonarchie den Forderungen des türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdogan, nicht nachkommen würde.

“Die Individuen sind saudische Staatsbürger. Sie sind in Saudi-Arabien inhaftiert und die Untersuchung läuft in Saudi-Arabien, und sie werden in Saudi-Arabien verurteilt,” so Jubeir.

Ferner kritisierte der Außenminister des saudischen Regimes die nicht abreißende auf den Kashoggi Mord basierende internationale Medienberichterstattung, die er als überzogen bezeichnete.

Jubeir beendete seine Ansprache mit einer typisch für das Regime geistig gestörten Behauptung. Der Iran vertrete eine “Vision der Dunkelheit”, während Saudi-Arabien im Vergleich zur persischen Golf-Nation das “Leuchtfeuer des Lichts” sei.

Solche Aussagen versinnbildlichen die vom Westen eingetrichterte Hybris Saudi-Arabiens. Das Königreich weiß um seinen unersetzbaren monetären globalen Stellenwert. Insbesondere das Erdöl und Waffenverkäufe haben den Westen blind für Menschenrechte und Riads Chaos schürender Agenda im Nahen Osten gemacht.

Daher kann man teilweise die Aussage von Al-Jubeir, in Bezug auf die überzogene mediale Hysterie nachvollziehen. Das Königreich hat weitaus mehr Leichen im Keller als nur Jamal Kashoggi, und kam in der Vergangenheit schon mit Schlimmerem davon ohne diese suspekte internationale Aufruhr entfacht zu haben.

Im Jemen verübt die saudisch geführte Koalition Massaker um Massaker an Kindern und Frauen. Die anhand terroristischer Unterwanderung betriebene Destabilisierung Libyens, Iraks und Syriens durch Riad ist ausführlich dokumentiert worden.

Das in der feudalen Golfmonarchie noch nie freie Wahlen stattfanden, juckt den Westen auch nicht. Die in dem Königreich vorherrschenden wahabitischen und archaischen Strukturen, sind die Richtlinie für die in westlichen Gesellschaften so gefürchtete ISIS und Al-Qaida. Was ebenfalls kein Problem darstellt.

Also woher rührt dieser Sinneswandel ? Was macht den Mord an einem Journalisten so besonders, wenn man nebenher hunderttausende auf dem Gewissen hat?

Experten behaupten das die gegenwärtige Konstellation im Weißen-Haus, ein triftiger Grund für die nicht abreißende öffentliche Kritik an Saudi-Arabien sei. Elemente aus beiden politischen Lagern in den USA, würden Donald Trump am liebsten morgen seines Amtes entheben, und nehmen die Kashoggi-Krise zum Anlass um das Ansehen des US-Präsidenten zu untergraben. In Expertenkreisen zweifelt man an ob es diese pathetische Reaktion gegeben hätte wenn Barrack Obama noch regieren würde.

Man kann mit Sicherheit sagen das Saudi-Arabien trotz des heuchlerischen Aufschreis seitens des Westens, keinen Schaden davon tragen wird. Wie sagt man so schön, viel Rauch und wenig Braten!

Verf.R.R.

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